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Full Version: Es war enttäuschend
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Ragna von Kron

Ihr könnt mich von der Liste streichen, ich bin mit dem spiel leider nicht zu frieden. Es gibt jede Menge Bugs und kaum Hilfe, kaum Informationen und zu viele Abweichungen von der Realität. Man kann auf seinen Staat keinen eigenen Einfluss nehmen, sondern nur vorgefertigte Aufgaben erledigen. Vieles scheint hier überflüssig zu sein, einen Schuldenfreien Staat kann es nicht geben , ohne Schulden kann es keine Vermögen geben, wenn der Staat keine Schulden hat müssen andere die Schulden gemacht haben.
Es gibt da noch viele weitere Kritik Punkte auf die ich jetzt nicht eingehen werde.
Ich wünsche euch Trotzdem noch viel spaß.
Also bugs und kleine Fehler mal beiseite, das Spiel erschlägt einen bereits durch seine Komplexität und den verschiedenen Abhängigkeiten, die wirklich langsam zu erfassen sind. Und die meisten Spieler werden am Anfang auch eher überfordert als gelangweilt. Es ist zu Vieles zu bedenken und bei der Beantwortung der "Aufgaben" sind die Folgen auch nicht immer absehbar. Wie auch übrigens im richtigen Leben. Jede Entscheidung hat halt positive wie negative Folgen! Das das Ganze per Formeln und damit im Endeffekt mechanisch zusammengehalten wird, dürfte Jedem klar sein. Und das jede Simulation bei dem Vergleich mit der Realität schnell an seine Grenzen stößt, sollte eigentlich auch jedem einleuchten. Das Spiel beansprucht auch nicht die Tatsache, das es die politische und wirtschaftliche Realität klar nachzeichnet und effektiv nachbildet.
Es bleibt das, was es eigentlich sein will: Ein nettes Spiel, der sehr Viele spielerisch an das Thema Politik und Regieren nahebringt und lehrt wie schwer es ist, Entscheidungen zu fällen, die den grösstmöglichen Anzahl an Bürgern am Ende Vorteile bringen soll.

Ich denke die Enttäuschung entspringt doch der Grösse der eigenen Erwartungen. Das tut dem Spiel aber dann wirklich Unrecht.

Was die Möglichkeit der kompletten Staatsentschuldung angeht, ich bin nicht sicher, ob es in der Realität nicht möglich sein sollte, die Staatsschulden oder wenigstens die Neuverschuldung herunterzufahren. Dazu müsste ja erstmal die Absicht der Regierenden vorliegen oder mindestens die Notwendigkeit des Erkennens, das Staatsschulden per se etwas schlechtes sind und das jedwede Entschuldung mit dem komprosslosen Zürückfahren von Ausgaben anfangen muss und nicht mit Erhöhen der Steuern oder Erschaffen von neuen Abgaben!
Deswegen bin ich nicht der Meinung, das eine Entschuldung überhaupt realitätsfern ist, sondern das in der Realität eher der klare Wille dazu fehlt. Wie gesagt, nur meine unmassgebliche Meinung,Wink
Ich kann das ja falsch verstanden haben, aber hat sich die EU nicht auf die Fahnen geschrieben, dass auch ihre Staaten wenigstens ein ausgeglichenes, wenn nicht ein positives Budget haben sollen? Wenn das so schlecht oder gar falsch wäre, wieso will man es dann erreichen?
Es ist durchaus möglich einen schuldenfreien Staat hinzubekommen, auch wenn es in der Realität schwieriger ist als hier drin. Die USA hatten z.B. in der Ära Clinton einen ausgeglichenen Haushalt und die Schweiz hat letztes Jahr einen Überschuss von 4 Mrd. Franken (2.5Mrd €) erzielt. Gut, dem stehen immer noch ca. 120Mrd. (75Mrd €) Schulden gegenüber aber immerhin... Pfeif
75 Mrd nur? Ist doch eigentlich eh gering dafür, dass es Schulden sind.

fleischidambach Wrote:
75 Mrd nur? Ist doch eigentlich eh gering dafür, dass es Schulden sind.


Man bedenke: Die Einwohnerzahl beträgt auch nur 7 Millionen Pfeif
Das macht dann 10'714.29€ pro Person! Shocked

Moment, hab nochmals nachgeschaut, es sind 215 Mrd Franken (ca. 135Mrd €)

Hier der Link: http://www.vernunft-schweiz.ch/docs/staatsschulden.pdf

Also gleich doppel Shocked Shocked
Warum sollte ein schuldenfreier Staat nicht möglich sein?

Klar, wer Vermögen hat, lässt ungern sein Geld herumliegen sondern verleiht es lieber. Aber der Staat ist nicht der einzige mögliche Gläubiger: Privatunternehmen benötigen ebenfalls Kredite und auch Privatleute. Und dann gibt es noch ausländische, nicht-schuldenfreie Staaten...

Schwarzer_Abt Wrote:

fleischidambach Wrote:
75 Mrd nur? Ist doch eigentlich eh gering dafür, dass es Schulden sind.


Man bedenke: Die Einwohnerzahl beträgt auch nur 7 Millionen Pfeif
Das macht dann 10'714.29€ pro Person! Shocked



Okay, ist schon etwas heftiger, aber die Einwohnerzahl ist doch egal, die Verschuldung relativ zum BIP ist doch nur von Bedeutung, dachte ich immer zumindest Kopfkratz

fleischidambach Wrote:
Okay, ist schon etwas heftiger, aber die Einwohnerzahl ist doch egal, die Verschuldung relativ zum BIP ist doch nur von Bedeutung, dachte ich immer zumindest Kopfkratz


Ja das schon, so gesehen ist die Verschuldung 51% des BIP, wies im Link steht, den ich geschrieben habe. Aber immer noch zu hoch.

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