Ars Regendi Forum

Full Version: Atomstrom
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Atomstrom - Segen für die Umwelt oder Bürde für Generationen.

Ein altes, beliebtes und stets heiß diskutiertes Thema. Da darf das Ars Regendi-Forum natürlich nicht fehlen. Also: Engelchen oder Teufelchen?
Ich wünsche mir eine faire, sachliche Diskusion ohne Tiefschläge.
Möge der Kampf beginnen.
Ohne viel naturwissenschaftliches und öko- wie toxikologisches Geschwafel, komme ich schnell zum Punkt: Atomstrom ist eine gute Ergänzung, wenn die Reaktoren sicher gebaut werden, das Personal gut geschult ist und man die Leute all ihre Arbeiten auch wirklich machen lässt (und sich nicht vor die Schienen der Transportzüge wirft Rolleyes). Aber: Es ist weder das letzte Wort noch eine Allround-Lösung, da die Rohstoffe und ihre Verwendung bei einem Unfall potenziell viel Schaden anrichten kann (wenn auch die Chance gering ist) und die Ressourcen beschränkt sind. Auf die Kernfusion kann man eh noch mindestens 40 Jahre warten (und diese 40 Jahre werden jedes Jahr ja bekanntlich erneuert Hehe). Also sollte man auch weitere Alternativen neben der Stromerzeugung durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe bzw. deren Erzeugnisse unterstützen (Windräder, Sonnenkraftwerke, Flusskraftwerke, usw.). Sich auf eine Sache einzuschießen, geht komplett daran vorbei, dass man nicht überall die gleichen Umweltbedingungen und Ressourcen hat.
Was ist mit dem Problem der Endlagerung?
Es gäbe eigentlich viele fast menschenleere Regionen auf der Welt... nur 24 % der Landmassen sind besiedelt - da müsste sich doch ein Plätzchen finden lassen, oder?

Bei http://www.rea51.de/ wirst du zu dem Thema sicher auch fündig...
Na ja, Der Brasilianische Regenwald ist größtenteils unbesiedelt, aber willst Du deswegen den Atommüll dort verbuddeln?
Und bei einer Lagerungsdauer von mindestens 1.000.000 Jahren muss man verdammt viele Löcher graben.

Aber ich weiß nicht so genau, was Du mir mit dem Link auf dieses Esoterik-Forum sagen willst. Kopfkratz

Aber ich hätt da auch mal einen Link
Da werden gut die kritischen Punkte aufgezählt. Wobei man natürlich bedenken muss, dass das Ganze von "den Ökos" ist und damit in höchstem maße voreingenommen.
Atomstrom ist nur dann eine gute Idee, wenn jeder der dafuer ist, auch einen Atommeiler und eine Endlagerstaette vor seiner Tuer haben moechte.

Andernfalls wuerde das heissen: "Die Vorteile fuer mich, um die Probleme sollen sich andere kuemmern."

Gruss
Udo
Ne Endlagerstätte kannst nicht vor der Tür haben, das wäre wirklich nicht geschickt.

Und das ist nicht nur ein Esoterikforum Zwinker2. Ich habe mich jetzt versehentlich eingeloggt wegen dir und möchte mich grad noch nicht bei der Diskussion dort beteiligen, aber jetzt sieht man, dass ich on war... deine Schuld Tongue

http://www.rea51.de/mystery2463.html

und dieses Thema ab da wahrscheinlich:

http://www.rea51.de/mystery2857-30.html

Da wird einiges über Energie-Zukunft geredet, nicht nur Esotherik-Kram *g*.
so, jetzt meldet sich der Experte zu Wort Daumenhoch.
Es dürfte klar sein, dass Atomstrom zur Zeit unverzichtbar ist, wenn man nicht noch mehr fossile Brennstoffe mit all den unvermeidbaren Konsequenzen verbrennen will. Am tollsten und überzeugensten finde ich aber immer noch die italienische Lösung: Einfach Atomstrom en masse importieren und sich dann als atomfreies Land darstellen. Ulkig find ich die Menschen die das dann als gutes Beispiel anführen LachwegHahaha.
Die Atomkraftwerksbetreiber müssten einfach verpflichtet werden, ab goldenem Ende einen bestimmten Betrag in die Forschung zu investieren. Das sehe ich als wichtigsten Beitrag zur Lösung der Energiethematik. Speichertechnologien, Kernfusion, Solareffizienz...Wenn wir den Wind vernünftig integrieren können, z.B. durch Wasserstoffspeichertechnologie, ist sehr viel gewonnen.

fleischidambach Wrote:
Ne Endlagerstätte kannst nicht vor der Tür haben, das wäre wirklich nicht geschickt.

Und das ist nicht nur ein Esoterikforum Zwinker2. Ich habe mich jetzt versehentlich eingeloggt wegen dir und möchte mich grad noch nicht bei der Diskussion dort beteiligen, aber jetzt sieht man, dass ich on war... deine Schuld Tongue

http://www.rea51.de/mystery2463.html

und dieses Thema ab da wahrscheinlich:

http://www.rea51.de/mystery2857-30.html

Da wird einiges über Energie-Zukunft geredet, nicht nur Esotherik-Kram *g*.


OK, doch nicht "nur" Esotherik-Quatsch. Sorry, aber ich reagiere etwas allergisch auf Diskusionen über Nessi, Geister und UFOs, da ich das ganze für eher sinnlos halte.
Aber die beden angeführten Themen waren ja völlig esotherikfrei.
Interessante Lektüre.


Ok, zum Thema: Was mich an der Debatte oft stört, ist, wenn Atomenergie als (nahezu) Co2-neutral dargestellt wird. Wiehier zu lesen ist "Verursacht ein heutiges Nuklear-System etwa 90–140 g CO2-Emissionen pro Kilowattstunde." Denn Kernenergie ist nicht regenerativ, weil das Uran, genau wie Kohle oder Öl gefördert werden muss. Und das ist energieaufwändig.

ICh werd mich im Laufe des Tages noch hier durchkämpfen und danach hoffentlich qualifiziert über CO2-Bilanzen der fossilen Energieträger und der "Ökokraftwerke"" berichten können. Denn ohne Vergleich ist so'ne nackte Zahl eher sinnfrei. Doch zumindest kann man jetzt schon mal festhalten:
Kerenergie ist für laufenden CO2-Ausstoß verantwortlich, nicht nur bei Bau und Entsorgung der Anlage.

Weitere Info folgt.

@Graf Dummdreist:

Hab noch nix von gehört. Wie kriegen die Italiener denn diesen Geniestreich hin?
Mit deinem Statement zur Förderung der Forschung gehe völlig d'accord.
Und die Kernfusion ist zwar mit der Kernenergie stark verwandt, hat aber (wenns dann in besagten "40 Jahren" soweit ist Hehe ) nicht das blöde Müllproblem. Das Reaktionsprodukt Helium ist als Edelgas reaktionsträge - greift also nicht die Ozonschicht an oder so böses Zeug - und, da verdammt leicht, verflüchtigt sich auch noch ins All.
Schon mal ein Problem weniger. Bleibt nur noch die Frage, woher man den Wasserstoff energieeffizient produziert.

PS: Was haltet ihr denn hiervon?
Klingt fast zu schön um Wahr zu sein, oder? Wo ist denn da der Haken?

Naja, nichts verläuft dauerhaft ohne CO2-Ausstoss. Alleine jede Wartungsarbeit erzeugt CO2 durch Mitarbeiter und viele Gerätschaften. Das Ziel sollte heute weiterhin die Minimierung sein, weil ganz ohne jegliche Verbrennung von kohlenstoffhalten Materialien wird es in dem Jahrhundert nicht gehen - außer etwas extrem schlimmes sollte passieren und alles wäre futsch.

Denke aber mal, dass die Erzeugung von Strom durch Kernkraftwerke durchaus relativ CO2-frei sein muss - einfache Kostenrechnung: Wenn Atomstrom, wie mir mal ein Physiklehrer sagte, wirklich so billig ist, kann im Vorprozess der Erzeugung der Rohstoffe, dass diese billig bleiben, nur relatv wenig Energie aufgewendet werden im Vergleich zu Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen. Ist aber nur eine "Schätzung", die auf einer Vermutung basiert.
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