Zur ersten Erwiederung: 100%iger Zuspruch. Diese heuchlerische Betroffenheit ohne irgendwelche Aktionen in der Gesellschaft zu den vielen Tragödien und ist so ziemlich das Letzte !
Zur zweiten Erwiederung: Die Antworten zu der Frage: Glücklich, bereits darüber, das man am Leben ist, können nur philosophisch sein.
Ich meine direkt mit Ja, kann man sie eigentlich kaum beantworten, da die Begleitumstände diese Lebens doch eine große Rolle spielen.
Aber ich schätze trotzdem die Philosophen sehr, die sich darum redlich bemühen!
Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
Jean Anouilh (1910 - 1987), französischer Dramatiker
Glück ist Selbstgenügsamkeit.
Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), Philosoph
Um glücklich zu sein, darf man sich nicht zu sehr mit den Mitmenschen beschäftigen.
Albert Camus (1913 - 1960), Schriftsteller
Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
Epikur (341 - 270 v. Chr.), Philosoph
Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht glücklich machen.
Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kostet, dass Glück das "Billigste" ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen.
Erich Fromm (1900 - 1980), Psychoanalytiker ...(wahrscheinlich aus "Haben oder Sein")
Willst Du glücklich leben, hasse niemanden und überlasse die Zukunft Gott. (Nein, nicht unser "gottvater" ist gemeint

)
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), Universalgelehrter und Dichter
Ich betrachte Untätigkeit als das wahre Glück, während die Welt sie als großes Unglück ansieht. Es ist gesagt worden: "Vollkommenes Glück ist das Nichtvorhandensein des Strebens nach Glück;...
Laotse (6. Jh. v. Chr), Denker
Und zu guter zuletzt:
Daß andere Leute kein Glück haben, finden wir sehr leicht natürlich, daß wir selbst keines haben, immer unfaßbar.

Marie von Ebner-Eschenbach (1, 33)
Klar, die Zitate sind ziemlich auf einer Richtung hin ausgewählt. Ist aber Absicht, um die Frage Baracks's mal philosophisch zu untersuchen und diese Frage zu bejahen!
"Sollte ich nicht allein schon glücklich darüber sein, dass ich ein Leben geschenkt bekommen habe, völlig unabhängig von der materieller Ausstattung oder seiner Dauer?"
Hoffe, sind ein paar originelle Zitate darunter. Ansonsten sind Zitate und Aphorismen, die die eigene Meinungen bestätigen oder untermauern, hier im Forum immer gern gesehen, da sie die direkte Meinungskonfrontationen schon etwas abmildern und das Ganze in eine Richtung einer "gepflegten Unterhaltung" mit nachlesenswerten Beiträgen lenken. Ich, hoffe, das noch mehr Mitglieder "so" denken.
Nur mal so, ohne jetzt "oberlehrerhaft" wirken zu wollen!

(Warum muß ich jetzt nur an "Münti" denken? Immer diese Assoziationen!

)