Ars Regendi Forum

Full Version: WP- Warschauer Pakt
You're currently viewing a stripped down version of our content. View the full version with proper formatting.

Der Warschauer Pakt




Am heutigen Tage hat die glorreiche Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken den Warschauer Pakt gegründet. Hiermit wird das Ziel der globalen Weltrevolution weiter vorangetrieben bis zu seinem Erreichen. Jeder Bruderstaat, der die gleichen kommunistischen Ideen verfolgt kann sich anschließen. Imperialistische und kapitalistische Staaten dürfen sich auch anschließen, falls sie ihre Fehler erkennen und sich entscheiden gegen diese sehr abscheulichen Fehler vorzugehen.

Es handelt sich um ein Militärbündnis, damit bedrohten Proletarier in anderen Staate geholfen werden kann. Dennoch gehen der WP von eine friedlichen Koexistenz aus, weil die Weltrevolution so oder so siegen wird.
Das Militärbündnis sozialistisch-kommunistischer Staaten, die in dem jeweilig mit der Sowjetunion bilateral abgeschlossenen Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand (VFZ) weitgehend auf eine eigenständige Außenpolitik verzichten, dient dazu den Kommunismus in der Welt zu verbreiten.
kapitalismus = sehr abscheulicher fehler? why that? findest du es verwerflich dass die chancen eines jeden durch seine persönlichen leistungen bestimmt werden? (dabei schließt kapitalismus sozialstaat nicht aus)

Quote:
findest du es verwerflich dass die chancen eines jeden durch seine persönlichen leistungen bestimmt werden?



Und durch seinen Besitz!

das ist die realität aber vom prinzip her geht man ja nicht von ungleichen verhältnissen aus. ein problem dass man nicht leugnen darf aber bekämpfen kann. für chancengleichheit zu sorgen ist natürlich eine wichtige aufgabe des staates.
besitz resultiert im übrigen aus leistung (wenn das auch nicht für jeden einzelnen gilt).
bei ars habe ich schon lehrmittelfreiheit durchgesetzt Smile
Besitz kann aus Leistung resultieren.

Ich gebe mal ein schönes kapitalistisches Beispiel. Nach den Sezessionskriegen waren die Schwarzen formal frei, keine Sklaven mehr, sie konnten hingehen wo sie wollten. Naja, bloß, ihnen hat nichts gehört, und sie hatten nichts womit sie ihren Lebensunterhalt hätten bestreiten können.

Das Land, dass sie seit Generationen bestellt haben, war weiterhin Eigentum der Großgrundbesitzer und ehemaligen Sklavenhalter. Diese waren aber immerhin so freundlich, ihren Besitz zu verpachten, und die Schwarzen hatten faktisch keine andere Wahl, als dort weiter zu knechten, gegen horrende Pachtgebühren versteht sich, die den Eigentümern noch prächtigere Gewinne bescherten als jemals zuvor.

Als dann die Baumwollerntemaschinen aufkamen, wurden die schwarzen Arbeitskräfte überflüssig, und ihre Pachtverträge wurden nicht verlängert. Die standen dann ziemlich doof da, die Schwarzen. Und mussten abziehen, in die Fabriken, wo sie zum Wert ihrer Arbeitskraft bezahlt wurden. Das heißt zu dem Wert, der nötig ist, dass sie sich am Leben und arbeitsfähig erhalten können, und nicht etwa, wie es allerlei ökonomische Theorien suggerieren zum Wert ihrer Arbeit.

Tja, man sieht ja heute noch, dass die Schwarzen tendenziell schlechter gestellt sind. Ob das an ihrer mangelnden Leistungsfähigkeit oder -bereitschaft liegt, sei mal dahingestellt...

Jedenfalls hatten wir auch mal den Feudalismus, und dessen Ablösung verlief auch nicht viel anders als die Sklaverei...
Etwas anderes Thema, selbes grundlegendes Problem: "In the long run, we are all dead," John Maynard Keynes
dein beispiel mag zwar in sich schlüssig sein, aber es berücksichtigt eben nicht was ich versucht habe klar zu machen: würde eine chancengleichheit bestehen ist der kapitalismus die gerechteste wirtschaftsordnung.

in deinem beispiel bestehen natürlich von vorne herein ungleiche verhältnisse: die "schwarzen" haben keine chance durch ihre leistung wohlstand zu erlagen - genau das ist nicht das prinzip des kapitalismus.
Doch doch, genau das ist das Prinzip des realexistierenden Kapitalismus. Sicher nicht ideal, aber real.
ich glaube wir meinen schon das selbe. ich weiß ja das es kapitalismus in reinform nicht geben wird und kann. aber das ziel dem ideal möglichst nahe zu kommen halte ich doch für die sinnvollste angelegenheit.
oder denkst du es gibt bessere alternativen?
Naja, das wesentlichste Merkmal, der Motor des Kapitalismus, ist gerade, dass die formal freien Bürger (zum einen frei von einem Lehnsherrn oder Sklavenhalter, zum andern aber auch frei von Eigentum) gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Und da sie unter diesem Sachzwang stehen, denn sie müssen ja irgendwie ihren Lebensunterhalt erwirtschaften, und können das nicht auf eigenem Boden oder mit eigenen Produktionsmitteln, brauchen die Kapitalisten die Menschen nicht für den Wert ihrer Arbeit zu bezahlen, sondern nur für den Wert ihrer Arbeitskraft. Das ist der Wert, der zur Reproduktion benötigt wird, also zur Lebenserhaltung des Arbeiters oder Angestellten. In der Regel ist dieser Wert geringer als der Wert, der durch ihre Arbeitskraft erzeugt wird. Diesen Mehrwert nimmt der Kapitalist für sich in Anspruch, und anhand dessen kann er seinen Kapitalstock ausbauen. Alles wunderbar nachzulesen und vortrefflich erklärt in diesem Buch, falls man sich Das Kapital nicht antun will.

Was ich dagegen tun würde? Oder, will ich was dagegen tun, und sehe in diesem Prinzip nicht vielleicht sogar einen begrüßenswerten Fortschrittsmotor? Will ich das Problem, so ich eines sehe, an der Wurzel packen oder nur die schlimmsten Auswüchse mildern? Als Gestalter dieser Simulation kann ich ja nicht allzuviel verraten, aber es gibt ein paar Reformen, die meinen Vorstellungen recht nahe kommen Wink
Pages: 1 2 3 4
Reference URL's