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Full Version: Bündnisreform : Geldreform 1 = Geldregal oder Hoheit über Geldschöpfung durch Staat
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Bezüglich den Bündnisreformen haben wir uns mit "Geldreform I" mal näher beschäftigt
Thema: "Gegner der gegenwärtigen Geldpolitik sprechen sich für das "Geldregal" aus, das Hoheitsrecht des Staates anstelle der Geschäftsbanken, Geld in Umlauf zu bringen."

"Banken können zurzeit nach Gutdünken Giralgeld schöpfen, ohne in irgendeiner Weise auf eine Zustimmung des Staates oder der Zentralbank angewiesen zu sein." gibt Erich Jammerlatz zu Bedenken, ein pensionierter Bankkaufmann. "Der Staat hat dadurch faktisch keinerlei Kontrolle mehr über die entstehende Geldmenge, und die Banken können die Zinsen für die Girokonten selbst einheimsen." Vangry


Als überzeugter Liberaler habe ich erstmal prinzipiell was dagegen, das der Staat sich um die "Geldqualität" kümmert- Mit der ganzen Überzeugung, das die Privatwirtschaft im Grunde "alles" besser machen kann, als eine staatliche Organisation. Aber dann sehe ich, auch, was die Banken und Finanzjongleure, wie z.Z. nachverfolgbar, mit dem Geld, mit der unbegrenzten Kreditgeldschöpfung, der Geldmengenausweitung und der Inflationierung, mit dem nachfolgenden Kaufkraftverlust alles verheerend kaputtrichten können, ohne Rücksicht auf die Verluste der Privatpersonen allen Coulers. Bis auf einen niedrigen Prozentsatz der allerobersten Finanzebene werden alle Menschen durch das System massiv benachteiligt! Also überlege ich, ob der Staat vielleicht doch "das kleinere Übel" ist? Eine Alternative "unter einem gerechten Regenten" wäre es im Spiel allemal! Und es liesse sich auch mit liberalen Ansichten vereinbaren, wenn man die Geldpolitik als ein ordnungspolitisches Instrument sehen würde, wie Rechtswesen, polizeliches Ordnungswesen usw. Quasi Hoheitsrechtausübung, die man auch als Liberaler auf keinen Fall in Privathand sehen möchte.

Näheres über Geldregal: http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/huber/

Ein Schmankerl daraus:
Geldregal bedeutet das hergebrachte Vorrecht des Staates, in seinem Hoheitsbereich die offizielle Währung zu bestimmen und die gesetzlichen Zahlungsmittel in dieser Währung zu schöpfen und in Umlauf zu bringen. Daraus erwächst dem Staat ein Geldschöpfungsgewinn. oder

Die andere Seite einer Vollgeldreform besteht darin, zu gewährleisten, dass Banken mit allem, was sie heute tun, auch künftig fortfahren können, außer mit der Schaffung von Sichtguthaben. Die multiple Geldschöpfung durch die Banken muss ausgeschlossen werden. Applaus

Ein Uninformierter hier wird sich natürlich mehr als wundern, das das Geldregime seit fast 90 Jahren "nicht" in staatlicher Hand ist! Kopfkratz
Dazu kann ich nur sagen: Leute, bisschen mehr Interesse ist schon ratsam! Das folgende Klagelied häng' ich mal an:

"Was würde man von einem Staat sagen, der sein militärisches und polizeiliches Gewaltmonopol aufgibt, sein Gesetzes-, Rechtsprechungs- und Gebietsverwaltungsmonopol, sein Steuermonopol, die Landeshoheit über Maße und Gewichte, gesetzliche Standards, Lizenzen und Zertifikate? Sein Geldregal aber hat der Staat sich nehmen lassen." Rolleyes
Von der Seite dort habe ich mich auch inspirieren lassen. Bei all der Geldschöpfungsbeschränkung stellt sich allerdings immer die Frage, wo bekommen die Unternehmen dann das Geld für ihre Investitionen her?
Über die "echte Staats-Zentralbank" Und gemäß Ludwig van Mises: Geldmengenwachstum etwa dem Wirtschaftswachstum?

lowlander

Malone Wrote:
Von der Seite dort habe ich mich auch inspirieren lassen. Bei all der Geldschöpfungsbeschränkung stellt sich allerdings immer die Frage, wo bekommen die Unternehmen dann das Geld für ihre Investitionen her?


Meiner Meinung nach verwechselst du Geld mit Kapital. Für Investitionen braucht man viel Kapital, nicht viel Geld. Selbst mit nur einem 100 Euro-Schein kann man theoretisch 1.000.000 Euro Schulden tilgen, nämlich in dem man 10.000 mal 1 Euro tilgt, und der Gläubiger diesen in jeder Runde wieder bei einem "verkonsumiert".

Stell dir vor, du wärst Masseur und hast 1000 Euro Schulden (Investition für Praxisausstattung). Nun kommt dein Gläubiger zu dir, bezahlt dir 100 Euro für eine Massage, die gibst du ihm sofort als Tilgung. Das ganze 10 mal. Und schon haben 100 Euro Geld zur Tilgung einer 1000 Euro Schuld (Kapital des Gläubigers) geführt.

Das ganze nun statt mit zwei Leuten mit vielen im Netzwerk, und schon wird es so komplex, dass die meisten Menschen Geld und Kapital total verwischen - bis sie mal darüber nachgedacht haben.

lowlander Wrote:
(...)bis sie mal darüber nachgedacht haben.


Deswegen bin ich kein Wirtschafter - da erspare ich mir das Denken in diese Richtung Hehe. Da kann ich alles gleich machen, so wie für Wirtschafter ein Molekül und ein Atom auch zum Gleichen werden können Hehe

Aber danke für die Info, so habe ich das noch nie gesehen, um ehrlich zu sein, und glaube nun ein bisschen mehr von Wirtschaft zu wissen bigsmile

Guten Abend,

generell bin ich auch für diese Reform und werde sie auch nächsten Winter durchführen. Aber ich will nicht den Teufel für die jetzige Situation an die Wand malen, sagt mir nur wie ich eine Bank gründen kann.

Ist das an irgendwelche Bedingungen geknüpft oder kann ich mal eben zum Rathaus gehen und ein Gewerbe namens Bank anmelden? Noplan Kopfkratz

Seit ich von den Vorteilen weiß, die eine eigene Bank bringt, versuche ich das schon herrauszufinden, aber leider bisher erfolglos. Ich bin halt ein optimistischer Menschen und frage mich immer zu erst, wie ich durch die aktuelle Gesetzeslage mein Leben verbessern kann, bevor ich frage, wie man sie verbessern kann. Wenn mir da nichts einfällt kann man es immer noch ändern! Lachweg
Naja, ich kann nur vermuten, aber bevor du das Banken-Gewerbe eröffnen kannst, musst du bestimmt ein gewisses Eigenkapital besitzen.
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