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Grundeinkommen für alle
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kroeni
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Grundeinkommen für alle
Ich setzte mich seit kurzen mit dem Thema "Grundeinkommen" auseinander und würde gerne eure Meinung dazu hören.
Kurz gefasst:
- Jeder bekommt ein Grundeinkommen vom Staat, egal was er tut.
- Das ganze wird über die Mehrwertsteuer finanziert. Einkommensteuer wird abgeschafft.
Vermeidet betrug, entlastet den Staat der Kontrolle auf jeden einzelnen Bürger, Steuererklärungen würden wegfallen und die Finanzämter konzentrieren sich nur noch auf eine Steuer.
Das ganze Konzept mit vorurteilen und Chancen, könnt ihr euch in einen gut gemachten Film ansehen.
http://www.kultkino.ch/media_player_grun...index.html
( 110 Min. )
Meine wichtigsten Fragen an euch wären:
1. Würdet ihr auch weiter hin arbeiten, wenn ihr ein Grundeinkommen bezieht?
2. Seid ihr der Überzeugung, dass die Mehrheit, dann nicht mehr arbeiten würde?
2. Würdet ihr euch mehr um euren gegenüber kümmern, als jetzt?
3. Würdet ihr euch mehr der Bildung/Kultur hingeben, als jetzt?
4. Würdet ihr es als Ungerechtigkeit empfinden, das es andere durch ein Grundeinkommen einfacherer haben könnten, als ihr es gehabt hattet?(richtet sich mehr an die älteren unter uns^^)
P.S.
Gerade in der jetzigen Finanzkrise müssen wir uns die Frage stellen: Herrscht das Geld über uns oder wollen wir das Geld beherrschen?
Ich bin für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle!
und ihr?
http://www.grundeinkommen.tv/blog/
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| 20.02.2009 06:24 |
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fleischidambach
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RE: Grundeinkommen für alle
1. Ja, aber das liegt wohl daran, dass die Arbeiten, für die ich in Frage komme, finanziell wie auch von den Bedingungen her angenehmer sind als viele Andere.
2. Der Arbeitsmarkt würde sich jedenfalls umkrempeln... und genug Leute, die schon heute äußerst unzufrieden mit ihrer Arbeit sind, werden sie niederlegen und "auf besseres warten" - glaube ich. Jeder, der mal an einem Arbeitsort ziemlich ganz unten in der Hackordnung war (und dort länger als ein Praktikum lang war), möchte da nicht wieder hin, denke ich. Das ist auch schwer mit mehr Bezahlung auszugleichen.
3. (2 Mal "2." war keine Absicht, denke ich  ): Nein - was würde es denn ändern? Mein Gegenüber hat es außerdem nun auch deutlich leichter als vorher.
4. Glaube ich kaum.
5. Nein, kaum. Etwas Neid vielleicht, aber sollte so ein System funktionieren, wäre es doch wirklich großartig - da ist dieser "Neid" wirklich nebensächlich.
Bei der Finanzkrise frage ich mich, ob dieses Zinsen-Geldsystem wirklich das Richtige ist. Nicht dass ich da große, tolle Reform-Ideen hätte, aber dieses System kann nicht ewig so weitergehen und funktionieren, auch wenn das manche äußerst Liberale nicht mal andenken wollen.
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| 20.02.2009 11:47 |
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Lightning
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RE: Grundeinkommen für alle
1. Es ist natürlich ganz entscheidend abhängig davon, wie hoch das Grundeinkommen ausfallen wird, um sagen zu können, ob bzw. welche Berufsgruppen evtl. nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen würden.
Prinzipiell glaube ich allerdings, dass dann die "Drecksarbeiten" wie evtl. Müllentsorgung etc. nicht mehr so besetzt sind.
Davon mal ganz abgesehen halte ich wenig von einem Einkommen, was bedingungslos gestellt wird (das sollte sich dann meiner Meinung nach wirklich auf das Existenzminimum beschränken, denn welche Berechtigung hat jemand, von einem anderen oder mehreren anderen ausgehalten zu werden, wenn er nichts als Gegenleistung erbringt????) (ausgenommen davon jetzt natürlich Behinderte etc.)
This post was last modified: 20.02.2009 12:19 by Lightning.
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| 20.02.2009 12:16 |
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Asmodean
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RE: Grundeinkommen für alle
Und täglich grüßt das Murmeltier. Hatten wir nicht schonmal genau das selbe?
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| 20.02.2009 12:36 |
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fleischidambach
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RE: Grundeinkommen für alle
Falls wirklich wo das Gleiche (nicht das Selbe  ) ist, bitte sagen, dann wäre das hier sperrenswert.
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| 20.02.2009 12:42 |
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kroeni
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RE: Grundeinkommen für alle
1. Es ist natürlich ganz entscheidend abhängig davon, wie hoch das Grundeinkommen ausfallen wird, um sagen zu können, ob bzw. welche Berufsgruppen evtl. nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen würden.
Prinzipiell glaube ich allerdings, dass dann die "Drecksarbeiten" wie evtl. Müllentsorgung etc. nicht mehr so besetzt sind.
Davon mal ganz abgesehen halte ich wenig von einem Einkommen, was bedingungslos gestellt wird (das sollte sich dann meiner Meinung nach wirklich auf das Existenzminimum beschränken, denn welche Berechtigung hat jemand, von einem anderen oder mehreren anderen ausgehalten zu werden, wenn er nichts als Gegenleistung erbringt????) (ausgenommen davon jetzt natürlich Behinderte etc.)
Nein, kein "Existenzminimum" das haben wir schon. Siehe HartzIV der Staat sorgt dafür das du ein Dach über den Kopf hast und nicht verhungerst.Er gibt dir aber nicht wirklich eine chance da auch wieder raus zukommen.
Desweiteren werden wir in der Zukunft durch die Automatisierung, weniger Arbeitsplätze brauchen, um unseren Lebensstandard zuhalten/zuverbessern.
Was versteht ihr als Gegenleistung?
Ist das aufziehen eines Kindes weniger wert, wie täglich was zutun was keinen weiter bringt?
Man muss doch nur mal den Fernsehr anschalten, dort sieht man soviele dinge die total unnütz sind, aber leute trotzdem dafür arbeiten müssen um zu leben.
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| 20.02.2009 13:56 |
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Asmodean
Weichware Zauberer

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RE: Grundeinkommen für alle
This post was last modified: 20.02.2009 14:33 by Asmodean.
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| 20.02.2009 14:08 |
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Unkas
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Worldempire
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RE: Grundeinkommen für alle
Da fehlen aber diese Fragen:
1. Würdet ihr auch weiter hin arbeiten, wenn ihr ein Grundeinkommen bezieht?
Ja. Hängt natürlich auch von der Höhe ab.
2. Seid ihr der Überzeugung, dass die Mehrheit, dann nicht mehr arbeiten würde?
Nein, aber schon mehr als jetzt. Hängt natürlich auch von der Höhe ab.
2. Würdet ihr euch mehr um euren gegenüber kümmern, als jetzt?
Ein bisschen.
3. Würdet ihr euch mehr der Bildung/Kultur hingeben, als jetzt?
Ja.
4. Würdet ihr es als Ungerechtigkeit empfinden, das es andere durch ein Grundeinkommen einfacherer haben könnten, als ihr es gehabt hattet?
Nein.
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| 20.02.2009 14:31 |
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osabedor
100% kbA

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RE: Grundeinkommen für alle
1. Würdet ihr auch weiter hin arbeiten, wenn ihr ein Grundeinkommen bezieht?
selbst bei einer großzügig bemessenen höhe des bge, ja! aber wahrscheinlich anderes.
2. Seid ihr der Überzeugung, dass die Mehrheit, dann nicht mehr arbeiten würde?
die nicht arbeitenden würden vielleicht in einer übergangszeit etwas zunehmen, aber auf dauer dürfte es den meisten langweilig werden und sie würden sich mit irgend etwas sinnvollem beschäftigen. wobei das nicht unbedingt im heutigen sinne produktiv sein müsste.
3. Würdet ihr euch mehr um euer gegenüber kümmern, als jetzt?
ich würde mindestens ein bis zwei tage pro woche im kindergarten helfen. das macht spass und ist ausgesprochen sinnspendend.
4. Würdet ihr euch mehr der Bildung/Kultur hingeben, als jetzt?
höchstwahrscheinlich ja. aber das tue ich heute schon fast in jeder freien minute.
5. Würdet ihr es als Ungerechtigkeit empfinden, das es andere durch ein Grundeinkommen einfacher haben könnten, als ihr es gehabt hattet?
es war im zusammenhang mit dem bge irgendwo die rede davon, es bei den heute neugeborenen einzuführen. als ich (46) das hörte kam schon für einen moment ein wenig neid auf, aber nur für einen moment. dann siegte die vernunft und es war und ist mir wichtiger, dass das bge überhaupt kommt, selbst wenn ich direkt, nicht davon profitieren würde.
"Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zurzeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht." (Kurt Tucholsky)
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| 20.02.2009 21:30 |
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Maple
Senior Member

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RE: Grundeinkommen für alle
Meine wichtigsten Fragen an euch wären:
1. Würdet ihr auch weiter hin arbeiten, wenn ihr ein Grundeinkommen bezieht?
Klar, aber weniger - um mehr Gleichgewicht in mein Leben zu bringen (momentan bin ich teilweise abends echt zerschossen - aber ich liebe meinen Beruf)
2. Seid ihr der Überzeugung, dass die Mehrheit, dann nicht mehr arbeiten würde?
Wieso denn nicht? Zum einen bin ich recht einfach gestrickt und schliesse sehr gerne von mir auf andere - und zum anderen bedeutet Arbeit für viele Menschen, dass sie produktiv sind, etwas leisten und das gibt ja auch gute Gefühle und Selbstvertrauen.
2. Würdet ihr euch mehr um euren gegenüber kümmern, als jetzt?
Wenn ich weniger arbeite, habe ich auch mehr Zeit, kann mich mehr um meine sozialen Kontakte kümmern und kann dann natürlich auch mehr helfen, wenn jemand Hilfe braucht (z.B. alte Nachbarin kann nicht mehr gut laufen - wer macht ihr den Einkauf?)
3. Würdet ihr euch mehr der Bildung/Kultur hingeben, als jetzt?
Ich träume von einer (eigentlich mehreren, aber eins nach dem anderen!) weiteren Ausbildung bei einer Fernschule. Momentan ist das weder finanziell noch zeitlich drin...
4. Würdet ihr es als Ungerechtigkeit empfinden, das es andere durch ein Grundeinkommen einfacherer haben könnten, als ihr es gehabt hattet?(richtet sich mehr an die älteren unter uns^^)
Nein - gerade, weil ich viel Sch**** erlebt habe, wünsche ich das keinem. Natürlich bin ich dadurch stärker geworden - aber es gibt ja auch andere Möglichkeiten als Obdachlosigkeit, um innerlich zu reifen....
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| 21.02.2009 09:26 |
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