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1 Votes - 5 Average   St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

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Bulent Epikur
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Aphrodite
EPHESUS
Frenzy
Post: #11
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Apropos Wachstum...Oder wieso uns das alles widerfahren ist!
Sehr interessant und leicht verständlich!

....Während der vergangenen 20 Jahre ist der Anteil der amerikanischen Wirtschaft, der sich den Verbraucherausgaben verdankt, immer und immer weiter nach oben geklettert - auf 72% des Bruttoinlandproduktes - das ist ein gewaltiger Anstieg. Die Verbraucher kamen auf den Geschmack der übermäßigen Ausgaben - und es hat ihnen gefallen. Und dann, wurden sie von eben denjenigen, die den Alkohol anbieten - den Regierungsvertretern - gezwungen, noch mehr zu trinken.

In einer Verbraucherwirtschaft, so argumentierten sie, stammt das Wachstum aus den Verbraucherausgaben. Wenn die Verbraucher nicht genug ausgeben, dann geht das Wachstum zurück. Und um das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nach oben zu treiben, ist es manchmal notwendig, die Verbraucher dazu zu stimulieren", mehr auszugeben - indem man ihnen mehr von dem gibt, was sie am wenigsten brauchen - mehr Kredite im Stile Jim Beams.

Ein ganz besonders stimulierendes Umfeld folgte auf die Mini-Rezession von 2002 und das führte zu einer ganz besonders ausgelassenen Party. Die Zentralbank hat den Leitzinssatz auf 1% heruntergedrückt - und ihn dort ein Jahr lang belassen. Extrem geringe Kreditkosten verursachten einen Anstieg der Hauspreise. Die Verbraucher stellten fest, dass sie nicht nur in der Lage waren, den gesteigerten Wert ihrer Häuser zu beleihen, sondern auch den Eigenanteil herausziehen" konnten, in dem Glauben, dass sie ihn nie wieder zurückbringen müssten. In der Phase dieser Entwicklungen waren die Haushalte in der Lage, zusätzliche 6,8 Billionen zu borgen, von denen 4,2 Billionen für den Konsum ausgegeben wurden.

Aber jeder dachte, dass die Hauspreise auch weiterhin steigen würden. In den Nachrichten der letzten Woche stellte man sogar fest, dass die IndyMac - die gerade Konkurs gemacht haben - Hypothekenfinanzierungsmodelle verwendet haben, die auf stetig steigenden Hauspreisen basierten.

Die gesamte Verbraucherwirtschaft funktioniert ungefähr so wie die Wall Street. Die Profite werden verbucht, sobald die Käufe getätigt wurden - und nicht als das Produkt bezahlt wurde. Egal ob die Verbraucher einen Schneebesen oder ein Terrassenhaus in den Vororten kauften, der Händler hat sich selbst die Prämie ausgeschüttet, als das Geschäft unterzeichnet wurde. Und ein anderer konnte sich Sorgen machen, wenn es um das einfordern ging.....

....Und wissen Sie was? Wenn die Verbraucherausgaben auf 67% des Bruttoinlandsproduktes zurückfallen, könnte das einen Einbruch der Ausgaben um 700 Milliarden Dollar im Jahr bedeuten - und das reicht aus, um sämtliches Wachstum vollständig auszulöschen. Hmm
http://www.goldseiten.de/content/diverse...oryid=7978


"Difficile est satiram non scribere."
06.08.2008 23:02
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Malone
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Joyland
Malonatia
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Post: #12
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Tja nix Neues im Grunde. Seit vielen Jahren wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das von Vertretern der liberalen Richtung als vorbildlich gepriesene Wachstum der angelsächsischen Länder kreditfinanziert ist. Meines Wissens hat schon Rifkins Mitte der Neunziger das kreditfinanzierte Wachstum erwähnt und neue Ansätze vorgeschlagen. Aber wen juckt das? Noplan Hehe

PS: bin auch mal gespannt, wann hier die Blasen unserer Geldschöpferstaaten platzen Rolleyes


Per aspera ad astra.

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06.08.2008 23:31
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DeHerg
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Post: #13
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

ich kann jetzt schon die ganzen Kommunisten hören" Hahaha Überakkumulationskriese, wir haben es die ganze Zeit gesagt" Rolleyes

jaa habt ihr

08.08.2008 01:34
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fleischidambach
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Mikonien
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Post: #14
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Malone Wrote:
PS: bin auch mal gespannt, wann hier die Blasen unserer Geldschöpferstaaten platzen Rolleyes


Welche meinst du? Die mit Geldreform I? Freigeld? Noplan

08.08.2008 09:42
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FarAway
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Post: #15
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Ich vermute eher die, die bei den winterlichen Budgetanpassungen regelmäßig die Geldmenge ordentlich erhöhen und ggf. auch noch die Zinsen senken, damit die Wirtschaft ordentlich wächst.


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08.08.2008 10:12
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fleischidambach
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Mikonien
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Post: #16
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Eine interessante Idee, aber verarmen dabei die Leute nicht, weil ihr Gehalt nicht mit der Inflation mithalten kann?

08.08.2008 10:37
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Post: #17
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

fleischidambach Wrote:
Eine interessante Idee, aber verarmen dabei die Leute nicht, weil ihr Gehalt nicht mit der Inflation mithalten kann?


Dann wäre es ja wie im RL.


"Man sollte einen Menschen nicht nach seinen Tugenden beurteilen, sondern nach seinen Lastern. Tugenden können vorgetäuscht sein, Laster sind echt." (K.Kinski)
08.08.2008 19:00
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fleischidambach
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Mikonien
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Post: #18
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Heißt das ja oder nein? Oder was jetzt Noplan?

08.08.2008 20:00
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Post: #19
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Wenn ich durch Entscheidungen bei Aufgaben schlagartig Inflation hatte, sind die Gehälter jedenfalls weniger angestiegen als die Lebenshaltungskosten. Hmm Ich würde erwarten, dass es bei einer Inflationspolitik (niedriger Nominalzins, hohe Geldmenge) genauso ist.

Bei niedrigen Gehältern könnte die Wirtschaft immer noch hauptsächlich für den Export produzieren, da im Ausland die Kaufkraft nicht von den selbst gezahlten Gehältern abhängt.

08.08.2008 21:32
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FarAway
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Post: #20
RE: St. Louis Fed. und die gegenwärtige Finanzkrise

Im Spiel:
Bei Zinssenkung und Geldmengenerhöhung ist bei mir (Phantasia) das Nettoeinkommen stärker gestiegen als die Lebenshaltungskosten. So lange das Geldmengenwachstum nicht deutlich stärker ist als das Wirtschaftswachstum, dürfte das Ganze gesund bleiben. Also wie überall - Zinssenkung und Geldmengenwachstum mit Maß. Fand meins (10-15%) allerdings schon recht gewagt, bis jetzt aber nur positive Auswirkungen.
Außerdem bei starkem Wirtschaftswachstum auf die Umwelt achten. Und die Entscheidungen nicht zuuu wirtschftsfeindlich, sonst dürfte der Effekt sich ins Gegenteil verkehren (Stagflation).


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09.08.2008 08:39
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