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Voraussetzungen für Liberalismus
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Sheep
Das mittelgrosse Werschaf
   
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Natikien Sodikien
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Voraussetzungen für Liberalismus
Da die Liberalismus-Reform scheinbar Staaten zugrunde richten kann, wenn die Bevölkerung noch nicht unabhängig genug ist, könnte man einige liberale Reformen als Voraussetzung einführen.
Gesundheitsreform I und Steuerreform I wären da gute Kandidaten. Da damit die Negative Einkommenssteuer unmöglich wird (obwohl sie eher liberal ist), könnte man Ges I + NE als alternative Voraussetzungen ansetzen.
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| 01.05.2008 13:09 |
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Scar
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Pazifika
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RE: Voraussetzungen für Liberalismus
Der Gedanke, daß sich der Staat aus allen Lebensbereichen der Menschen zurückzieht, ist zunächst einmal sehr verlockend. Setzt aber imho einiges mehr und vor allem ganz anderes voraus, als den Abbau von regulierenden Maßnahmen.
Nötig ist es dazu -jeden- einzelnen, auch die allerdümmsten, in die Lage zu versetzen, den individuellen Lebensraum zu gestalten und diesen auch erfolgreich gegen die Interessen anderer zu behaupten. Eigentlich meine ich, das dies unmöglich ist, aber hier könnte man als Voraussetzung den Ansatz des nicht mißbrauchten Transhumanismus wählen.
Weiterhin müßte, um dies Gleichgewicht zu erhalten, das Bedürfnis der Menschen, andere Menschen zu schädigen (ich weiß das ist viel zu nett ausgedrückt) stark reduziert werden. Dazu müßten wir als Voraussetzung wahrscheinlich einen Reformkomplex aus dem Boden stampfen, der die Entdeckung des Geheimnisses der Kindheit zur Folge hat (Ich habe hier A. Miller-Zitat vom Spielstart reinverarbeitet).Dieser könnte bestehen aus Bildungsreform I (Erziehung, Ausbildung; höhere Unabhängigkeit, höherer Bildungsgrad, das ganze balanciert durch höhere Bildungskosten, hieraus könnte sich auch eine Aufgabe "Bildungssponsoring" durch Konzerne ergeben); sicherlich müßte auch mehr Forschung im Bereich Psychologie, Soziologie etc. betrieben werden (Aufgaben oder Reformen?)
Das wäre ein Ansatz, der den Aspekt der Freiheitsrechte des Liberalismus ins Zentrum stellen würde und nicht zu einem gesellschaftlichen Darwinismus führt, der sich aus der Tatsache nährt, daß viele Menschen heute überhaupt nicht in der Lage sind, Ihre eigenen Interessen ausreichend zu vertreten.
This post was last modified: 01.05.2008 19:14 by Scar.
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| 01.05.2008 18:41 |
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Sheep
Das mittelgrosse Werschaf
   
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Natikien Sodikien
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RE: Voraussetzungen für Liberalismus
Nötig ist es dazu -jeden- einzelnen, auch die allerdümmsten, in die Lage zu versetzen, den individuellen Lebensraum zu gestalten und diesen auch erfolgreich gegen die Interessen anderer zu behaupten. Eigentlich meine ich, das dies unmöglich ist, aber hier könnte man als Voraussetzung den Ansatz des nicht mißbrauchten Transhumanismus wählen.
Malone hat schon vor ein paar Wochen so etwas wie Eigenständigkeit der Bürger als interne Kenngrösse eingeführt. Ich nehme mal an, die hängt stark von den bewältigten Aufgaben ab, und vielleicht auch etwas von der Höhe der einzelnen Haushaltsposten.
Transhumanismus würde sicher helfen, damit ein Mensch selbstständiger ist, aber er kann dann immer noch auf Probleme stossen die er ohne Hilfe des Staates nicht in den Griff bekommt (z.B. der Ausbrauch einer Epidemie).
Weiterhin müßte, um dies Gleichgewicht zu erhalten, das Bedürfnis der Menschen, andere Menschen zu schädigen (ich weiß das ist viel zu nett ausgedrückt) stark reduziert werden. Dazu müßten wir als Voraussetzung wahrscheinlich einen Reformkomplex aus dem Boden stampfen, der die Entdeckung des Geheimnisses der Kindheit zur Folge hat
Und was machst du dann mit Menschen, die voraussichtlich als Jugendliche und Erwachsene vielen anderen das Leben schwer machen werden (oder schlimmeres)? Nicht alles ist therapierbar...
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| 01.05.2008 19:33 |
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Scar
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Pazifika
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RE: Voraussetzungen für Liberalismus
Und was machst du dann mit Menschen, die voraussichtlich als Jugendliche und Erwachsene vielen anderen das Leben schwer machen werden (oder schlimmeres)? Nicht alles ist therapierbar...
Korrekt, es steht sogar zu fürchten, das bereits bestehende Probleme weit weniger beinflußbar sind, als heute angenommen.
Sicher ist aber, daß bis heute viel zu wenig über die psychische Entwicklung des Menschen bekannt ist (deshalb "Entdeckung des Geheimnis der Kindheit), wäre dem anders, müßte kaum noch therapiert werden.
(Selbstverständlich gilt auch; haben wir diese Erkenntnisse erstmal erlangt, sind die noch längst nicht jedem zugänglich; sind sie erstmal zugänglich, will sie nicht jeder wissen; sind sie allgemein bekannt wiederspricht vieles den vorhanden alten Verhaltensweisen; hier fängt die eigentliche Arbeit erst an...).
Transhumanismus würde sicher helfen, damit ein Mensch selbstständiger ist, aber er kann dann immer noch auf Probleme stossen die er ohne Hilfe des Staates nicht in den Griff bekommt (z.B. der Ausbrauch einer Epidemie).
Den Transhumanismus habe ich als Anknüpfung aus AR verwendet, ich fürchte persönlich allerdings, der braucht als Voraussetzung den besprochenen unabhängigen Menschen, da hier sonst Mißbräuche betrieben werden können, die man sich kaum vorstellen will.
Der Kern der Geschichte ist für mich persönlich der:
Solange nicht -jeder- die Macht besitzt (Voraussetzung!), seinen Lebensraum für sich zu gestalten, und gegen -alle- anderen Interessen schützen kann, muß und wird es dem Einzelnen übergeordnete Strukturen geben, wenn man bis dahin den "Staat" schwächt, wird sich dafür etwas anderes breit machen; zur Zeit vielleicht "Großkonzern" oder so etwas ähnliches (zu anderen Zeiten hätte es "Kirche" oder "Militär" sein können); das Individuum und dessen Rechte würden dadurch nicht gestärkt, da hier Macht nicht verteilt, sondern konzentriert und noch weniger in Grenzen gehalten wird.
Liberalismus (II ? lol) könnte also eine Art Verfassung (Reform Vorschlag) sein, in dem sich "Staat" verpflichtet "Indviduum" zu verstärkt fördern und "Machtstruktur"(Nur beispielsweise: "Kapitalgesellschaft","Kirche", etc.) zu verstärkt zu hemmen. Hier gibts natürlich den Konfliktpunkt: "Staat" ist natürlich auch "Machtstruktur", aber gebändigt durch "Wahlen" [(diff(Machtstruktur)>0 müßte sich schlecht für den Regenten auswirken; vielleicht über"Dirigismus" der sich dann nicht nur auf "Staat" sondern allgemeiner auf "Machtstruktur" bezöge.]Schlösse Reformen aus die "Machtsruktur" grundsätzlich stärken würde. Also beispielsweise Planwirtschaft oder Anarchokapitalismus, aber eben auch "Liberalismus I".
Wenn ich "unverstehbar" werde, bremst mich bitte
This post was last modified: 01.05.2008 21:45 by Scar.
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| 01.05.2008 21:10 |
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Sheep
Das mittelgrosse Werschaf
   
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Natikien Sodikien
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RE: Voraussetzungen für Liberalismus
Ein Restrisiko ist schon ok, wenn man so eine Reform anstösst - schliesslich profitiert man ja eventuell auch davon. Wir schweifen hier ein wenig vom Spiel ab, aber ok...
Selbstverständlich gilt auch; haben wir diese Erkenntnisse erstmal erlangt, sind die noch längst nicht jedem zugänglich; sind sie erstmal zugänglich, will sie nicht jeder wissen; sind sie allgemein bekannt wiederspricht vieles den vorhanden alten Verhaltensweisen; hier fängt die eigentliche Arbeit erst an...
Rauchende schwangere Frauen sind da ein gutes Beispiel...
Solange nicht -jeder- die Macht besitzt (Voraussetzung!), seinen Lebensraum für sich zu gestalten, und gegen -alle- anderen Interessen schützen kann, muß und wird es dem Einzelnen übergeordnete Strukturen geben
Ein Liberaler könnte jetzt sagen, dass das Wohlergehen vieler wichtiger ist als das Unglück weniger.
Liberalismus (II ? lol) könnte also eine Art Verfassung (Reform Vorschlag) sein, in dem sich "Staat" verpflichtet "Indviduum" zu verstärkt fördern und "Machtstruktur"(Nur beispielsweise: "Kapitalgesellschaft","Kirche", etc.) zu verstärkt zu hemmen. Hier gibts natürlich den Konfliktpunkt: "Staat" ist natürlich auch "Machtstruktur", aber gebändigt durch "Wahlen" [(diff(Machtstruktur)>0 müßte sich schlecht für den Regenten auswirken; vielleicht über"Dirigismus" der sich dann nicht nur auf "Staat" sondern allgemeiner auf "Machtstruktur" bezöge.]Schlösse Reformen aus die "Machtsruktur" grundsätzlich stärken würde. Also beispielsweise Planwirtschaft oder Anarchokapitalismus, aber eben auch "Liberalismus I".
Also ein Staat, der sich bewusst nach und nach selbst demontiert, im Interesse seiner Bürger? Eine interessante Vorstellung, aber in AR einigermassen aufwendig umzusetzen...
Interessant sind da aber auch die Parallelen zum Sozialismus, der eigentlich auch nur als Übergangsgesellschaft angedacht war - aber wie wir wissen, ist bisher die eigentliche Utopie (Kommunismus) nie umgesetzt worden. Eine Warnung, dass es hier auch nicht klappen würde?
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| 01.05.2008 22:46 |
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Scar
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Pazifika
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RE: Voraussetzungen für Liberalismus
Interessant sind da aber auch die Parallelen zum Sozialismus, der eigentlich auch nur als Übergangsgesellschaft angedacht war - aber wie wir wissen, ist bisher die eigentliche Utopie (Kommunismus) nie umgesetzt worden. Eine Warnung, dass es hier auch nicht klappen würde?
Hmm, wenn ich das richtig verstanden habe, war der Kommunismus, selbst schon utopisch, das Mittel, das zur Utopie führen sollte; einer funktionierenden Anarchie, die so wie ich das verstehe, auch die liberale Utopie ist (auch wenn sich historisch und realpolitisch begründet "Liberale" und "Kommunisten" hassen).
Der "real existierende Sozialismus" war, in meinen Augen, hierfür völlig ungeeignet weil,
1. erschreckende Machtkonzentrationen nicht nur auf Institutionen, auch auf wenige Personen. (für hier: Machtkonzentration gegen unendlich statt gegen Null, daraus Ineffizienz, Korruption und immer so weiter).
2. Das Individuum sollte nicht gestärkt, sondern ausgelöscht werden.
führte also nicht in Richtung Utopie, sondern davon weg.
Eine Utopie ist, so glaube ich, ausser für die fast unheilbaren Fundamentalisten aller Coulleur, ein Leitbild, nicht mehr, nicht weniger.
Diese Rechtkonstruktion (der Lib II Vorschlag) wäre eher ein Mittel zur langsamen Veränderung und weniger das Versprechen einer glorreichen Zukunft.Dabei kann sogar auf zusätzliche Leichen verzichtet werden.
Ein Liberaler könnte jetzt sagen, dass das Wohlergehen vieler wichtiger ist als das Unglück weniger.
Ich glaube, das würde sich ein liberaler Poltiker im Wahlkampf -denken-,wenn es darum geht, die Stimmen der vielen zu bekommen. Im Zentrum des Liberalismus steht meiner Ansicht nach das Individuum, manche vergessen dabei sicher, dass dies Schwächen haben kann, andere wiederum (vor allem zur Zeit) beschränken "Freiheit" einfach auf "Art des Erwerbs".
So und weil die Wirtschaftsliberalen die Szene nach meinem Geschmack zur Zeit, zu sehr beherrschen, möchte ich jedem der sich ein wenig interessiert diesen Link anbieten (der ist viel besser als ich dachte, eben erst gelesen , garantiert nicht kommerziell und bestimmt nicht von mir.)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liberalismus
This post was last modified: 02.05.2008 18:02 by Scar.
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| 02.05.2008 01:18 |
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