Aufgabe: Eine alte Schuld (niedrig)

Vergangene Woche, zum 60. Jahrestag des letzten großen Krieges, meldete sich das kleine Mikronien und stellt Reparationsansprüche an [Land]. Die Forderungen können einer gewissen Rechtfertigung nicht entbehren, daher wird das Thema wird in der Bevölkerung und im Parlament hitzig diskutiert. Eine Stellungnahme von Ihnen wird erwartet.

[*] „Nach so vielen Jahren können die nichts mehr anmelden“, äußert sich Lutz Bergmann, ein einfacher Bürger in [Hauptstadt], vor der Kamera eines Boulevardsenders. „Verjährt und verloren, sag ich.“

[*] „Sehr richtig“, stimmt Alina Wedel, Vorsitzende einer Bürgerinitiative für Heimatschutz zu. „Und wir müssen noch weiter gehen. Das jährlich zelebrierte Gedenken an diesem Krieg gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Wir müssen unseren Heimatstolz wieder in den gesellschaftlichen Vordergrund schieben. Ich bin stolz, eine [Name des Landes]in zu sein!“

[*] Echauffiert über das Gehörte widerspricht die mikronische Botschafterin Natalia Lucovic in [Hauptstadt]. „Wir Verlagen 500 Mrd. [Währung] Entschädigung. Unser ganzes Land wurde durch Ihre Soldaten geschleift, die Schäden sind bis heute noch sichtbar. Und [Landesname] muss den Entschuldigungen und Worthülsen aus der Vergangenheit endlich Taten folgen lassen. Erst dann kann eine wahre Zeit der Freundschaft zwischen unseren Nationen beginnen.“

[*] „Soso... Mikronien will sich also gegen uns empören?“, brummt Ihr Armeegeneral a.D. Christian von Wartenburg. „Wir müssen uns auf eine Konfrontation vorbereiten, Truppen an die Grenze versetzten, und mehr Ressourcen für die Landesverteidigung bereitstellen. Die Mikronier werden diese Botschaft der Stärke schon verstehen“, fordert er in unmissverständlichem Tonfall eines altgedienten Soldaten.

[*] „Guter Scherz, aber nu mal Butter bei die Fische!“, schimpft deine bessere Hälfte beim Abendessen. „Ich denke, man sollte sich mit allen ehemaligen Kriegsparteien nochmal an einem Tisch setzten und gemeinsam Lösungen besprechen, die den Ländern und Opfern zugute kommen. Wir richten einen Fond ein, zahlen für Gedenkstätten und investieren einen Teil der Gelder in die Infrastruktur der Länder. Es wird nicht billig, aber so kommt das Geld an die richtigen Stellen, und wir können endlich eine abschließende Wiedergutmachung leisten.“ (Kosten 50 Mrd oder 3 % des BIPs?)