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"harte" Drogen legalisieren

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IzyE
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Post: #1
"harte" Drogen legalisieren




Angeregt durch eine Diskussion über den Drogenkonsum in Dtl. kam mir nun erneut der Gedanke was für die Legalisierung oder gegen die Legalisierung sprechen könnte.

Zunächst jedoch sollte wir über unsere aktuelle Situation im klaren werden. So gab es laut dem statistischen Bundesamt letztes Jahr knapp 986 Tode, dessen Tod an den überhöhten Drogenkonsum zurück zu führen ist. (http://de.statista.com/statistik/daten/s...er-drogen/) Was wir hierbei beachten sollten, dies ist einer der niedrigsten Werte in Dtl. seit 1988!

Knapp 27 % der Deutschen konsumierten schon mal Drogen, vorrangig Cannabisprodukte (das ist immerhin mehr als ein Viertel der Bevölkerung!! - http://www.drogenbeauftragte.de/drogen-u...hland.html)

So genug mit den Zahlen, was würde den eigentlich gegen eine Legalisierung sprechen?

- der Drogenmissbrauch würde anfangs vermutlich ansteigen
- der Gesundheitszustand der Allgemeinheit würde Anfangs senken, würde vielleicht mit anderen Dilekten im zusammenhang stehen (z.B. Anstieg der Verkehrsunfälle)
- es würde potenziell mehr "süchtige" von solchen Drogen geben, da diese Drogen sehr oft vor allem sehr schnell abhängig machen, hätte man des Anstieges von sozialen Problemen

doch was spricht den dafür?

- die Beschaffungskriminalität fällt weg
- kriminelle Organisationen dessen "Geschäft" es war, würden komplett zusammenbrechen --> der Markt wäre Legal und dem im zusammenhängenden illegale Aktivitäten wie Bestechungen, Geldwäsche, "Revier" Kämpfe, wie auch Morden etc. wären praktisch leer gefegt
- die Drogen wären "reiner", zumindest kann der Staat kontrollieren das diese Drogen nicht gepuncht werden, vielleicht sogar in ihrer Wirkung (?)

Nebensächlich könnte der Staat nun auch Steuern erheben und damit Geld verdienen, nicht zu vergessen die Unternehmen die nun Legal sind, können ebenfalls besteuert werden und zahlen dann Steuern.


Alles im allen spricht eigentlich schon sehr vieles für eine Legalisierung dennoch in angebracht das der Drogenkonsum in Deutschland tendenziell sinkt und immer weniger davon konsumiert wird, wissen wir nicht ob dieses Risiko überhaupt Lohnenswert ist?


"Egal Ob Sonnenlicht, ob Sternenfunkel im Tunnel ist es immer dunkel!"
Erich Kästner

This post was last modified: 27.11.2012 00:09 by IzyE.

26.11.2012 11:24
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Sheep
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Post: #2
RE: "harte" Drogen legalisieren

IzyE Wrote:
So gab es laut dem statistischen Bundesamt letztes Jahr knapp 986 Tode, dessen Tod an den überhöhten Drogenkonsum zurück zu führen ist.


Zum Vergleich die legale bewusstseinsverändernde Droge:

http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit Wrote:
Die Anzahl an Menschen, die an Alkoholkrankheit leiden, und die dadurch bedingten sozialen und wirtschaftlichen Folgeschäden sind in absoluten Zahlen in Europa und den USA - neben den Gesundheitsschäden durch Tabakkonsum - um ein Vielfaches höher als bei anderen, illegalen Drogen. 7,4 % der gesundheitlichen Störungen und vorzeitigen Todesfälle in Europa werden auf Alkohol zurück geführt, damit steht die Krankheit an dritter Stelle als Ursache für vorzeitiges Sterben nach Tabakkonsum und Bluthochdruck. Sie ist zudem die häufigste Todesursache bei jungen Männern in der EU.


Reicht meiner Meinung nach eigentlich als Argument gegen eine Legalisierung...


26.11.2012 14:10
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Eloahisme
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Post: #3
RE: "harte" Drogen legalisieren

War wahrscheinlich nicht so gemeint, aber erst über Drogentote, und dann im nächsten Satz über Cannabis sprechen ist schon ein bisschen weit hergeholt Big Grin

Ich bin für eine Legalisierung sämtlicher Rauschmittel für volljährige Personen. Das häufigste Argument, welches ich gegen eine Legalisierung höre, lautet ungefähr wie folgt: "Dann machen diese versifften Junkies ihre Körper kaputt, gehen nicht mehr arbeiten, und liegen dann dem Steuerzahler durch drogeninduzierte Krankheitsbilder auf der Tasche".
Ist einigermaßen nachvollziehbar (bis auf die Sache mit der Arbeit..). Machen wir's doch einfach so: wer nachgewiesenermaßen durch seinen Drogenmissbrauch krank wird, muss selbst für seine Behandlung aufkommen. Damit sollte doch jeder zufrieden sein, keiner muss sich in seiner persönlichen Freiheit einschränken lassen und die Gesellschaft muss nicht dafür aufkommen, wenn es mal jemand übertreibt. Ich als Konsument von (weichen) Drogen, der sich über Nutzen und Risiken voll bewusst ist, würde das klar befürworten. Daumenhoch
Wobei man eine solche Argumentation natürlich auch dahin ausdehnen könnte, dass dann auch Opfern von Autounfällen nicht mehr geholfen werden muss... War ja schließlich ihre eigene Entscheidung, in das Auto zu steigen.

Was mir gerade noch an Vorteilen einfällt:
- durch geregelte Abgabe und Verdrängung des Schwarzmarkts kämen Jugendliche kaum mehr an solche Substanzen. Ein Dealer fragt nicht nach deinem Personalausweis, und er bietet dir ggf. noch ganz andere Sachen an, obwohl du eigentlich nur ein paar Pilze kaufen wolltest. In einem kontrollierten Drogengeschäft käme man nur nach Erreichen der Volljährigkeit an das gewünschte Produkt und würde zudem nicht von zahllosen "Probierangeboten" überhäuft.
- der Reiz des Verbotenen fällt weg
- all die neuen Arbeitsplätze!

@Sheep
Alkohol ist nun aber auch ausgerechnet eine der gefährlichsten Drogen Wink Von Heroin und Konsorten mal abgesehen. Das bringt mich auf eine weitere Idee... Legalisierung von Drogen je nach Gefährlichkeit für den Körper. Für Alkohol und Tabak sähe es dann natürlich schlecht aus, Cannabis, LSD, Pilze, MDMA & co. hingegen wären plötzlich überall erhältlich.. Soppy

Wichtig ist wohl auch eine vernünftige Bildungspolitik diesbezüglich, als ich erstmals an einem Joint gezogen habe, hab ich sonstwas erwartet... Nur um dann festzustellen, dass das doch eigentlich ganz ok ist. Wie soll man so noch den Leuten trauen, die einem vorher eingebläut haben dass man von ein bisschen Gras direkt zu Staub zerfällt? Vielleicht haben die bezüglich Heroin ja auch gelogen, und es ist eigentlich ganz toll?

26.11.2012 15:29
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Sheep
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Post: #4
RE: "harte" Drogen legalisieren

Eloahisme Wrote:
@Sheep
Alkohol ist nun aber auch ausgerechnet eine der gefährlichsten Drogen Wink Von Heroin und Konsorten mal abgesehen. Das bringt mich auf eine weitere Idee... Legalisierung von Drogen je nach Gefährlichkeit für den Körper. Für Alkohol und Tabak sähe es dann natürlich schlecht aus, Cannabis, LSD, Pilze, MDMA & co. hingegen wären plötzlich überall erhältlich.. Soppy


Wäre wohl deutlich besser als der aktuelle Stand. Wobei ich das Beurteilen der "Gefährlichkeit" lieber Medizinern überlassen würde als den Konsumenten. Kiffer neigen zum Beispiel dazu, ihre Droge als harmlos zu bezeichnen - und tatsächlich scheint das Zeug manchen eher gut zu tun. Aber es gibt leider auch die kaputten Klischee-Kiffer, die dann antriebs- und teilnahmslos durch die Welt schlurfen. Kopfkratz

Ansonsten finde ich nicht nur wichtig, ob sich jemand mit der Droge selbst gefährdet, sondern auch, ob er anderen durch den Konsum Schaden zufügt. Das ist mein wesentliches Problem mit Alkohol - unter seinem Einfluss werden Straftaten begangen, unter denen dann Unbeteiligte leiden müssen. Tabak ist in diesem Punkt deutlich harmloser, trotz Passivrauchen.


26.11.2012 15:47
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Barbaron
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Post: #5
RE: "harte" Drogen legalisieren

Naja, die Frage ist halt, inwiefern Drogen die Gesellschaft an sich verändert/beeinflussen.

Wenn man sich Länder anschaut, wo Drogen wachsen/herkommen/frei verfügbar sind, dann gibt es da eine Reihe von Nachteilen:
- z.B. Opium: Afghanistan: 7% der Bevölkerung ist abhängig. Es ist leichter, sich zuzudröhnen und so Hunger, Schmerz, etc, zu vergessen, als damit leben zu müssen.
Problem, dass hier noch dazukommt, ist eine immer stärker wachsende Zahl von HIV-Erkrankten.
NewYorkTimes
- Cannabis: Mexiko: führt einen krassen Drogenkrieg gegen die eigene Bevölkerung, mit etwa 50.000 Toten in fünf Jahren.
wikipedia

Was bedeuten Drogen für eine Gesellschaft?
Man muss zum einen Drogen an sich unterscheiden, jede Droge wirkt unterschiedlich.
Dann muss man die Menschen an sich anschauen, Manche Bevölkerungsgruppen reagieren unterschiedlich auf Drogen. Wenn man sich z.B. die Indianer in den USA anschaut, die unheimlich schnell Alkoholabhängig wurden, weil ihnen das Enzym fehlten, bzw. in zu geringer Form vorhanden war, das Alkohol abbaut. Alkohol hat die Gesellschaft der Indianer nochmals nachhaltig zerstört.
Die Frage, die sich mir also stellt, ist, ob jede Bevölkerungsgruppe gleich auf bestimmte Drogen reagiert, oder ob sie dort verheerende Schäden anrichtet und dort wieder nur sehr geringe.
Manche Staaten/Gesellschaften gehen mit Drogen recht locker um, zumindest gibt es keine wirklich krassen Auswirkungen, z.B. die Niederlande. In Staaten wie Jemen wird Khat konsumiert, was dort sogar eine Art sozialisierende Droge darstellt. Man geht in ein Cafe, konsumiert Khat und lernt so andere Menschen kennen.

Für mich ist es anhand dieser Beispiele nicht einfach, einordnen zu können, ob Drogen an sich jetzt allgemein schädlich, oder ob sie eine Bereicherung darstellen.
Ich denke aber, dass eine allgemeine Kriminalisierung eher Schaden verursacht, als Nutzen bringt. In den USA waren in den vergangenen Jahrzenten die Gefängnisse voll, meistens weil Leute wegen kleinerer Drogendelikte eingeliefert wurden. Von der Gefahr durch verunreinigte Ware für die Gesundheit gar nicht mal zu schweigen.

Wenn ich mir jetzt überlege, ob ich in einem Staat jetzt ein Verbot befürworten würde, oder nicht, dann würde ich sagen, in einem Indianerstaat (aufgrund der fehlenden Resistenz vom Alkoholabbauenzym) würde ich den Verkauf/Produktion von Alkohol unter höchste Strafen stellen, um die Bevölkerung zu schützen.
Cannabis z.B. ist aber eine sanfte Droge, deren Nachteile mir nicht grafierend vorkommen. Ausserdem habe ich das Gefühl, es lässt sich schon lange nicht mehr wirklich kontrollieren. In Deutschland gibt es kaum ein Dorf, wo man nicht schon Zugang dazu hat. Und so geht es in vielen Ländern zu, ein Kampf gegen so was ist ein Kampf gegen Windmühlen.
Ich kenne keine Studie, die untersucht hat, ob verschiedene Menschengruppen jetzt unterschiedlich auf Cannabis reagieren. Deshalb muss ich verallgemeinern und würde einer Legalisierung im Begrenzten Maße zustimmen, um so die Drogenkriminalität einzudämmen und die Menschen vor verunreinigter Ware zu schützen.
Drogen, die aber nachweislich abhängig machen, oder schädlich sind (eine Reihe von Chemischen Drogen, Crack, etc.), deren Verbreitung würde ich auch in Zukunft bekämpfen/verbieten.

Der Vorteil bei einer Legalisierung wäre ganz klar
- ein Abnehmen der Kriminalität (Drogenverkauf/Besitz ist nicht mehr Strafbar)(Entlastung der Gerichte und Gefängnisse),
- eine Zunahme der Steuereinnahmen,
- eine Verbesserung der Qualität durch Staatskontrolle würde die Gesundheit von Konsumenten weniger gefährden.
- Eventuell eine Zunahme durch Touristen (hier sind Drogen legal, also kommen sie eher hier hin.)

Nachteile wären dann aber:
- Eventuell Abnahme der Produktivität (Sich zudröhnen ist einfacher, als arbeiten zu gehen)
- eventuell Zunahme der Drogenabhängigen (ist jetzt viel einfacher für Menschen, die Drogen nicht vertragen, an Drogen heranzukommen)
- Zunahme der Beschaffungskriminalität?

die anderen Argumente habt ihr ja schon aufgeführt.

26.11.2012 16:57
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Titian
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Post: #6
RE: "harte" Drogen legalisieren

Hat irgendjemand von euch schonmal jemanden getroffen der wirklich abhängig von "harten" Drogen ist? Ein paar Alkoholiker oder Kettenraucher kennen eigentlich alle. Deren Suchtproblem ist sicherlich nicht feierlich. Aber die meisten können sich die Suchtopfer wirklich harter Drogen nicht einmal vorstellen.

Über die Legalisierung von weichem Zeug kann man von mir aus diskutieren. Gut, ich lebe eigentlich mehr oder weniger clean, aber dann bekommen die ganzen kinder wenigstens sauberes zeug in ihren kleinen clubs anstatt gestreckten gefahrenmüll. Für den Leistungsverlust können und müssen sie auch selbst verantwortlich sein.

Aber glaubt ihr wirklich das Koks, Heroin, Crack oder Meth weniger gefährlich werden nur weil sie legalisiert werden? Gut, der staatliche Wettbewerb würde ein paar Kartelle in Südamerika und einige Warlords im Osten ruinieren, aber ein Fixer geht trotzdem noch irgendwann einmal pleite und wird Alles, absolut Alles unternehmen um den nächsten Shot zu bekommen.


"If you grab them by their balls, their hearts and minds will follow." (Yes, Minister)

26.11.2012 19:12
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plumbum
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Post: #7
RE: "harte" Drogen legalisieren

Von mir aus kann jeder solange harte Drogen Konsumieren bis er tot vom Stuhl fälltumpf
Was mich stört ist die Tatsache das man dann auf den Straßen nicht nur den Besoffenen ausweichen muss sondern auch noch den Zugedröhnten die denken sie wären Superman und müssten dich AufhaltenWink

Da man nach einem Schuß so oder so 1-2 Wochen kein Auto fahren darf ( kenne jetzt nicht den genauen Wert weiß aber das ein Kollege seinen Führerschein veloren hat weil er eine Woche vorher einen Joint geraucht hat ) sollte man sich für harte Drogen eine art Ausweiß austellen lassen können mit dem man gleichzeitig seinen Führerschein abgibt.
Man kann von mir aus nach einem Test den Drogenausweiß nach 3-4 Wochen dann auch wieder zurück geben und erhält den Führeschein zurück... Durch die Steuergelder sollte man das dann finazieren können.

Quote:
Wobei man eine solche Argumentation natürlich auch dahin ausdehnen könnte, dass dann auch Opfern von Autounfällen nicht mehr geholfen werden muss... War ja schließlich ihre eigene Entscheidung, in das Auto zu steigen.


Stell ich mir Witzig vor du baust einen Unfall und bist in deinem Auto eingeschlossen und das erste was gemacht wird ist ein Drogentest und ein Blick in die Schufa Hehe


Präsident: Arvid Karlsen

Vizepräsident: Olaf Söderberg ( Bitte für diplomatische Kontakte Verwenden )


http://www.huffingtonpost.de/gunda-windm...ef=germany
26.11.2012 19:25
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Post: #8
RE: "harte" Drogen legalisieren

Titian Wrote:
Hat irgendjemand von euch schonmal jemanden getroffen der wirklich abhängig von "harten" Drogen ist? Ein paar Alkoholiker oder Kettenraucher kennen eigentlich alle. Deren Suchtproblem ist sicherlich nicht feierlich. Aber die meisten können sich die Suchtopfer wirklich harter Drogen nicht einmal vorstellen.

Naja, ein Bruder von jemand aus meiner ehemaligen Clique kam gerade aus dem Knast und hat in der Disco erzählt dass er mit Ecstasy vom Heroin abgekommen sein. Ob das nun stimmt weiss ich nicht, ist 17 Jahre her und kannte ihn eigentlich nicht direkt. Aber irgendwie hatte dieser Mensch einen nervösen Fuss und auch sein Körper bewegte sich mit, so heftig war das, also irgendwie total aufgeregt den ganzen Abend. So einen Teilnamslosen Kiffer kannte ich auch mal, der war immer irgendwie teilnamslos und alles war ihm irgendwie egal, manchmal haute er dann einen derben Spruch raus und grinste. Eine Bekannte von mir kam mal wegen erhötem Ecstasy Konsum ins Krankenhaus, sie klappte einfach bewusstlos in der Disco zusammen.
Komischerweise kenne ich nicht wirklich einen Alkoholiker, aber damals gab es ja auch noch kein Komasaufen. Ok, ich kannte mal einen der Trank nur Bier, sechs Flaschen am Tag, also war er wohl auch Alkoholiker, aber da er wirklich immer Bier hatte habe ich ihn nie Auf Entzug gesehen. Auto hatte er keins, nur ein Mofa trotz über 20 und auf dem Dorf. Ist schon hart wenn man Samstags im Supermarkt immer diese Jugendcliquen einkaufen sieht und jeder eine Flasche Vodka in der Hand. Die haben wohl kein Geld mehr für die Disco und stehen dann teilweise mit Plastikbechern vor dem Supermarkt, schon heftig wenn man nichts besseres zu tun hat.
Keine Ahnung wie das jetzt mit diesem Crystal ist, soll ja echt heftig den Körper zerstören, was man so liesst.
Naja, Kettenraucher bin ich selbst, habe damals mit 11 oder so angefangen, das gibt man nicht so leicht auf. Einmal mit 17 habe ich wegen einer Freundin kurz aufgehört, aber als dann Schluss war habe ich wieder angefangen und glaube das dreifache geraucht wie zuvor.
Weiss nicht ob ich überhaupt damit aufhören möchte, glaube da müsste schon etwas ganz krasses passieren.
Ich finde Alkohol und illegale Drogen eigentlich schlimmer, weil sie das Hirn kaputtmachen. Ich meine wenn ich eine Zigarette rauche bin ich ja nicht betäubt. Wenn einer Cannabis so raucht wie ich Zigaretten, dann kann er ja eigentlich nur dauerbetäubt sein. Ich denke Cannabis ist nicht so schädlich, da man es nur am Wochenende vor der Disco raucht. So war das jedenfalls damals bei uns. würde man es rauchen wie Zigaretten, das wäre schon krass für den Bewusstseinszustand, so eine Art ständige Willenlosigkeit. Ich empfand einen Joint eigentlich wie 3 Bier von der Rauschwirkung her, habe aber nur selten einen geraucht, nie gekauft immer nur bei anderen vor der Disco mitgeraucht.
Einmal habe ich damals auch ein Ticket LSD probiert, die Andern meinten eigentlich ich sollte nicht weil ich gefahren bin. Naja irgendwie hatten sie recht, aber ich hatte Glück, die Wirkung setzte erst an der Ortseinfahrt ein. Ich glaubte dann plötzlich die Polizei würde mich verfolgen, aber da war überhaupt keine Polizei. Naja, Zuhause legte ich mich dann gleich ins Bett weil alles irgenwie komisch war, durchsichtig, komische Farben hatte, Geister flogen rum,ich hatte das Gefühl in mich reinfassen zu können. Also mir war danach ziemlich klar dass ich das nichtmehr brauche und es ein einmaliger Test war, obwohl es schon auch interessant ist die Welt einmal ganz anders wahrzunehmen.
Sind aber alles Jugendsünden, lange her, 17 Jahre in der Vergangenheit.
Aber ich sage nur wer scheisse gebaut hat weiss was in der Scheisse vor sich geht. Erkenne deinen Dämon, analysiere ihn, zeige ihn der Welt und dann unterdrücke ihn wieder.

Ich bin für eine Einschränkung des Alkoholverkaufs, vielleicht sollte man es machen wie in den USA ab 21 und gegen eine Legalisierung von harten Drogen.


Kriminalstatistik:
Mord: Männer 88,7% Frauen 11,3%
Vergewaltigung: Männer 99,0% Frauen 1,0%
Sexueller Missbrauch von Kindern: Männer 96,4% Frauen 3,6%
Körperverletzung: Männer: 83,4% Frauen 16,6%
Rauschgiftdelikte: Männer: 88,7% Frauen 11,3%
26.11.2012 21:45
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Pontos
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Post: #9
RE: "harte" Drogen legalisieren

ich bin für die Legalisierung von Drogen.


denn ich wollte schon immer mal Kokain probieren. Es ist mir nur echt zu teuer grad...

28.11.2012 14:30
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Himami
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Post: #10
RE: "harte" Drogen legalisieren

Da ich mir eigentlich denke, dass mir niemand vorzuschreiben hat, was ich konsumieren soll bzw nicht soll, ist es mir schlichtweg egal, wer was in welchen Menge in sich hineinschüttet oder halt auf anderem Wege konsumiert.
Ich wäre dafür sämtliche Substanzen egal welcher Machart freizugeben, da es deren Entscheidung ist und nicht meine.

Wo man aber schon dabei ist, kann man dann auch endlich sämtliche nervigen Richtlinien was wieviel enthalten darf aufheben. Energy Drinks mit 32mg/100ml Koffein sind halt lächerlich, da man nichts merkt, wenn man normal wach ist. Das sowas dann mit eigenartigen Cola/Kaffee Gemische umgangen wird um so auf phänomenale 69,9mg/100ml Koffein kommt, aber das ganze wieder ohne Taurin, ist schon wieder typisch für solche Gesetze.

Einen halben Liter Stroh Rum mit 80% wird so verkauft, ein Energy Drink mit einer richtigen nicht tödlichen Dosis Koffein und Taurin nicht?

28.11.2012 20:06
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