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Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

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nepos
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Post: #1
Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

Hallo alle zusammen,
ich habe ein paar Fragen, die sich zwar um die Geldpolitik in ARS drehen, nicht aber um den Haushalt:

1. Die Sparquote.
Eigentlich soll doch die Sparquote aufzeigen, wie viel von einem (Monats-)Gehalt im durchschnitt gespart wird, nicht?
In State Florida sind die Lebenshaltungskosten um einiges tiefer als das Nettoeinkommen (6.288 € pro Monat zu 37.849 € pro Monat) trotzdem liegt die Sparquote konstant im negativen Bereich, was ja bedeutet, dass Guthaben abgebaut wird.
Wieso ist das so?

2. Devisenkurs.
Sowohl in Oikos als auch in Monako habe ich einen äußerst niedrigen Devisenkurs, obwohl der Nominalzins hoch bis sehr hoch ist und die Geldmenge im "normalen" Bereich.
Was kann man eigentlich dann noch machen, um den Devisenkurs anzuheben.
Ist eigentlich auch die Einführung einer rein unabhängigen Zentralbank geplant? als Reform, z.B.?

3. Kapitalsteuer
In Monako habe ich nach sozialistischen Experimenten mit einer recht hohen Kapitalsteuer diese sukzessive abgebaut. Jetzt habe ich trotz immerhin noch 3,03% Kapitalsteuer 0,00 Mrd. Einnahmen. Da ich aber weiterhin Bruttoinvestitionen habe, müssten doch noch Kapitalsteuern gezahlt werden.

4. Abwanderung
Nicht mehr ganz geldpolitisch, trotzdem, da ich gerade am fragen bin: Warum ist in State Florida die Sicherheits- u Justizwerte so extrem schlecht (und dadurch die Abwanderung?)?

Schon mal danke im Voraus!

25.08.2014 16:39
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Globaltom
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Suedparadies
Post: #2
RE: Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

zu 1. Würd sagen du hast 1,3 % Inflation
aber nur 1,16 % Zins . Würdest du da anlegen ?

zu 3. Du hast 67 % Verbrauchsteuern .
Bleibt da noch Kapital ?


Briefwähler

This post was last modified: 25.08.2014 18:20 by Globaltom.

25.08.2014 18:20
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Borsti22
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Post: #3
RE: Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

Ich würde mal die Steuern erhöhen und Premium Mitglied werden das sieht ja furchtbar aus

nepos Wrote:
Hallo alle zusammen,
ich habe ein paar Fragen, die sich zwar um die Geldpolitik in ARS drehen, nicht aber um den Haushalt:

1. Die Sparquote.
Eigentlich soll doch die Sparquote aufzeigen, wie viel von einem (Monats-)Gehalt im durchschnitt gespart wird, nicht?
In State Florida sind die Lebenshaltungskosten um einiges tiefer als das Nettoeinkommen (6.288 € pro Monat zu 37.849 € pro Monat) trotzdem liegt die Sparquote konstant im negativen Bereich, was ja bedeutet, dass Guthaben abgebaut wird.
Wieso ist das so?

2. Devisenkurs.
Sowohl in Oikos als auch in Monako habe ich einen äußerst niedrigen Devisenkurs, obwohl der Nominalzins hoch bis sehr hoch ist und die Geldmenge im "normalen" Bereich.
Was kann man eigentlich dann noch machen, um den Devisenkurs anzuheben.
Ist eigentlich auch die Einführung einer rein unabhängigen Zentralbank geplant? als Reform, z.B.?

3. Kapitalsteuer
In Monako habe ich nach sozialistischen Experimenten mit einer recht hohen Kapitalsteuer diese sukzessive abgebaut. Jetzt habe ich trotz immerhin noch 3,03% Kapitalsteuer 0,00 Mrd. Einnahmen. Da ich aber weiterhin Bruttoinvestitionen habe, müssten doch noch Kapitalsteuern gezahlt werden.

4. Abwanderung
Nicht mehr ganz geldpolitisch, trotzdem, da ich gerade am fragen bin: Warum ist in State Florida die Sicherheits- u Justizwerte so extrem schlecht (und dadurch die Abwanderung?)?

Schon mal danke im Voraus!

25.08.2014 21:05
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nepos
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Post: #4
RE: Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

Globaltom Wrote:
zu 1. Würd sagen du hast 1,3 % Inflation
aber nur 1,16 % Zins . Würdest du da anlegen ?

zu 3. Du hast 67 % Verbrauchsteuern .
Bleibt da noch Kapital ?



Ich erhöhe die Zinsen jeden Winter maximal, aber durch den extremen Überschuss, denn ich ne Zeit lang hatte, bricht der immer wieder ein...

67% Steuern dürften eigentlich recht wenig ausmachen... in Oikos hab ich knapp über 100% und i-woher muss ich mein Militär finanzieren....Cool hat aber natürlich einen Einfluss... Was mich aber besonders wundert, ist das es nach einem Senkungsprozess plötzlich ganz auf 0 abgesunken ist, obwohl ich insgesamt nur einen knappen Prozentpunkt abgesenkt habe.

@Borsti: diese drei Staaten werden fast nur durch die Verbrauchssteuer finanziert und ich habe auch keine Probleme mit den Staatshaushalten, sondern nur mit den genannten Eigenschaften, und ich wüsste nicht unbedingt, was höhere Steuern gegen diese Sachen helfen würde.

25.08.2014 22:09
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Globaltom
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Suedparadies
Post: #5
RE: Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

nepos Wrote:
Ich erhöhe die Zinsen jeden Winter maximal, aber durch den extremen Überschuss, denn ich ne Zeit lang hatte, bricht der immer wieder ein...

Vielleicht bringts die Geldmenge zu verringern.
Gibt Deflation und die Leute legen an

Quote:
67% Steuern dürften eigentlich recht wenig ausmachen... in Oikos hab ich knapp über 100% und i-woher muss ich mein Militär finanzieren....Cool hat aber natürlich einen Einfluss... Was mich aber besonders wundert, ist das es nach einem Senkungsprozess plötzlich ganz auf 0 abgesunken ist, obwohl ich insgesamt nur einen knappen Prozentpunkt abgesenkt habe.

Vielleicht ein Anzeigeproblem. Bin ja auch kein Premium


Briefwähler
25.08.2014 22:29
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Himami
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Post: #6
RE: Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

Zu 1:
Die Sparquote ist vermutlich der Durchschnittswert, den die privaten Haushalte vom verfügbaren Einkommen sparen. Das dieser nun negativ ist und somit korrekterweise die Haushalte sich immer weiter verschulden, kann an mehren Gründen liegen, die wohl alle gerade diesen Effekt bewirken.

Einerseits die durchschnittliche Inflation, die eine Höhe von 3,6% hat, was nicht besonders hoch ist. Trotzdem könnte die vorhandene Inflation dazu verleiten, Konsumausgaben vorzuziehen und durch Schulden zu finanzieren. Der Nominalzins, das sollte noch erwähnt werden, was auch in der Hilfe steht, ist nur ein Durchschnitt für den Zins der Kredite. Ein "Mittelding" aus Leit- und Marktzins. Ergo ist es günstig sich Geld zu leihen, trotzdem könnte man Gelder in Aktien etc. sparen, die gerade in Inflationszeiten trotzdem eine gute Rendite erbringen können.

Anderseits könnten die Haushalte auch erkennen, dass sie durch den Staat ausreichend abgesichert sind und sich deswegen in den Konsum stürzen, egal wie es sich mit ihrem Einkommen verhält. Auch der Staat kann sparen, was sich auch an dem vorhandenen Guthaben erkennen lässt. Damit sparen zwar nicht die privaten Haushalte sondern der Staat als Ganzes und kann die Zinsen daraus an die Haushalte wieder per Wohlfahrt und der Rente mit der Grundsicherung zurückgeben.

Abschließend verrichtet die hohe Schattenwirtschaft ihr übriges die Sparquote offiziell ins negative zu drücken. Es könnte teilweise nicht erfasst werden, wie die Bürger ihre Gelder anlegen und verwenden, wodurch die Werte verzerrt werden. Die Kapitalertragssteuer von 0% und den Einnahmen von 0 Mrd. widerspricht sich dem natürlich, schließlich könnten die Leute ihr Geld anlegen und sparen und müssten weder Vermögenssteuer und Kapitalertragssteuer zahlen.

Allgemein kann ich aber sagen und beobachte dies auch meistens, dass in AR die Sparquote eher fällt und ins negative rutscht egal, wie man versucht den Wert nach oben hin zu stabilisieren.
Auch ist es so, dass eine negative Sparquote nicht negativ sein muss. Schließlich könnten sich die Haushalte auch "intelligent" verschulden, indem sie Kapital aufnehmen und dieses mit einem höheren Nutzen bzw. mit einer ausreichend großen Rendite wieder anlegen und damit einen Mehrwert erzeugen, der sich langfristig bezahlt macht.

Zu 2:
Der Devisenkurs ist normalerweise nur der Preis für die Währung der an den internationalen Märkten dafür bezahlt wird, sich also aus den Erwartungen der einzelnen Marktteilnehmer zusammensetzt. Hierbei spielen sehr viele unterschiedliche Gründe rein, warum der Kurs sich verhält, wie er sich verhält. Der Nominalzins ist hierbei nur ein Teil des ganzen Konstrukts. Auch wenn dieser äußerst hoch ist, muss dies noch lange nicht bedeuten, dass ausländische Marktteilnehmer diese Währung verstärkt nachfragen, insbesondere nicht, wenn das Angebot der Währung durch die Geldmenge die Nachfrage bei weitem übersteigt.
Bei Oikos und Monako scheint es sich in erster Linie um reichere Staaten zu handeln, die vermutlich eher im Ausland investieren und daher primär die ausländische Währung nachfragen, während das Ausland geringere Investitionen im eigenen Land tätigt und daher die Währung nicht entsprechend nachfragt, dass der Kurs steigen könnte.
Außerdem müssen die Staatsguthaben entsprechend investiert werden, damit sie auch Zinsen erbringen können. Dies kann nur im Inland oder Ausland stattfinden. Sobald aber im Ausland investiert wird muss diese ausländische Währung nachgefragt werden, die durch ein Angebot der eigenen Währung abgedeckt wird, was den Devisenkurs eher drückt.

Solange also niemand die eigene Währung verstärkt nachfragt und das Angebot vermindert wird, bleibt der Devisenkurs auch auf diesem Niveau.

Zu 3:
Ist etwas einfacher und direkter zu beantworten: Die Kapitalsteuer in AR setzt sich aus allen bekannten Arten der Kapitalsteuer zusammen. Von der Vermögenssteuer bis hin zur Abgeltungssteuer. Diese 3,03% beziehen sich also teilweise auch auf Dividenden und Zinseinnahmen, diese müssen aber Bruttoinvestitionen nicht direkt vorliegen. Schließlich bezeichnen die Bruttoinvestitionen auch den Ankauf von Maschinen und anderen Dingen, die benötigt werden, um im Unternehmen produzieren zu können. Daraus setzt sich dann auch im Grunde teilweise das Kapital zusammen. Diese Bruttoinvestitionen müssen regelmäßig neu entrichtet werden, um die Substanz auch zu erhalten, bei zu geringen Bruttoinvestitionen könnte sich schließlich auch das Kapital abbauen, da man somit nur von der Substanz lebt.
Die restlichen Kapitaleinnahmen, die noch irgendwie anfallen, werden dann vermutlich durch die Schattenwirtschaft sowieso hinterzogen oder zur Seite geschafft. Möglich ist auch, dass diejenigen, die jemals Kapitaleinnahmen haben, ihren Aufenthalt ins Ausland verlagert haben, wodurch sie ebenfalls keine Steuern mehr zahlen würden.

Zu 4:
Die Gründe für eine Abwanderung können vielfältig sein. Setzt sich aber vermutlich wie die Sparquote aus mehreren Faktoren zusammen.
Einerseits die angesprochene miserable Sicherheitssituation dürfte ihren Teil dazu beitragen, der Wunsch nach Sicherheit wird für die meisten Bürger nicht ausreichend erfüllt, weswegen sie ins Ausland "fliehen".
Dies wird teilweise durch Justiz und Verwaltung ausgelöst. Die Ausgaben für Verwaltung betragen gerade mal 0,48% des BIPs. Dadurch ist kaum eine effiziente Bekämpfung der Korruption möglich, insbesondere nicht, wenn die Beamten durch Bestechung wesentlich mehr verdienen können, als wenn sie dies unterbinden.
Für Justiz liegen die Ausgaben bei 1,98% des BIPs, hierbei bin ich mir jedoch nicht sicher inwieweit die Ausgaben, die Sicherheitssituation entspannen können. Eine Ausweitung des Budgets dürfte, wenn es finanzierbar ist, sich nicht negativ auswirken.
Für die schlechte Sicherheitssituation könnte aber auch ein stark restriktive Poltik verantwortlich sein ausgelöst durch die Aufgaben. Wenn man den Bürgern bestimmte Sache verbietet, wie Rauchen, Alkohol etc. So werden mit einem Schlag alle Bürger kriminell, die dies so ausführen und fallen damit unter diese Statistik. Während also die schweren Vergehen kaum zugenommen haben, so sind diese Bürger auf einmal kriminell.

Den Großteil der Abwanderung sehe ich aber bei der fehlenden Chancengleichheit, was sich auch in dem Gini Koeffizienten widerspiegelt.
Eine Chancengleichheit ist im Grunde nicht gegeben, jemand der in einer Familie geboren wird, die nur Schulden hat und kein Kapital hat, wird exakt dort bleiben, während jemand der in eine Familie mit ausreichend hohem Kapital geboren wird, dort mit aller Wahrscheinlichkeit auch bleiben wird.
Das dürfte auch daran liegen, dass das Einkommen extremst ungleich verteilt ist. Zum Vergleich (Unter der Prämisse, dass AR den Wert so angibt und mit 100 mal zu nehmen ist http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L...verteilung), so beträgt der Gini in Deutschland 2012 0,283.
Einzig und allein Namibia erreichte 1993 einen Gini von 0,707, Verhältnisse kann man sich dazu denken.

Vermutlich wandern teilweise deswegen die Menschen ab, weil sie sich in anderen Ländern bessere Chancen und andere Einkommen erhoffen, bei gleichzeitig besser Sicherheitssituation.

25.08.2014 23:06
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nepos
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Post: #7
RE: Alles rum um's Geld - KEIN Haushalt

@ Himami: Danke für die lange Antwort! Daumenhoch

27.08.2014 14:35
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