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Full Version: ARS-Bundestagswahlen 2014 - Wahlkampf
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Guten Morgen!

So, nun ist es soweit! Die Parteien haben sich eingefunden, der Wahlkampf ist eröffnet! Hier dürft ihr nach Herzenslust diffamieren, werben und lügen. Gewisse Forenregeln setzte ich für diesen Thread kurzfristig aus. Hehe

Potentielle Wähler sollen und dürfen hier selbstverständlich auch Fragen an die verschiedenen Parteien richten!

Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg und gutes Gelingen!

Die zugelassenen/teilnehmenden Parteien findet ihr unter http://forum.ars-regendi.com/ars-bundest...27128.html

or


Für das Gerechte Gemeinwesen




PIPO-Kurzwahlprogramm zur ARS-Bundestagswahl 2014




Herrschaft:

Herrschaft muss gerecht sein. Und deshalb muss sie den Philosophen, nicht Politikern, erst recht nicht den sogenannten Rechtsgelehrten, zufallen. „[...] Wenn nicht in eine Hand zusammenfallen politische Macht und Philosophie, […] gibt es […] kein Ende des Unglücks in den Staaten.“ (Platon, Politeia 473d)

Daher verlangt es:
Philosophenherrschaft,
Ende der derzeitigen Gewaltenteilung,
Strenge Prüfung des Charakters und der Weisheit von Polizisten und Soldaten,
Sowie:

Wissenschaft:

Die Wissenschaft ist das edelste, dessen der Mensch fähig ist. Dennoch ist sie in unserem Land relativ schlecht gestellt. Dass Wissenschaftler weniger verdienen als ängstliche Bürokraten oder dumpfe Unternehmer, ist die traurige Wahrheit in diesem Land. Das ist auch der Grund, warum Deutschland kurz vor dem Ruin steht. Es hat nur eine Zukunft, wenn die geistige Elite auch die ihr naturgemäß zukommende Macht, Ehre und Würde erlangt. Die Krämerlehre „BWL“ stellt keine Wissenschaft dar, wie auch eine Reihe ähnlicher. Die edelste unter den Wissenschaften aber ist die Philosophie. Sie ist es, die in ganz herausragendem Maße, bereits von Kindheit an, verehrt werden muss; Philosophie muss verbindliches Pflichtfach in Abschlussprüfungen werden. Altgriechisch und Latein müssen zudem wieder Pflichtsprache an Gymnasien sein. Die Hauptschule ist unzeitgemäß und wird abgeschafft. Die Schulzeit soll für alle Schüler auf 13 Jahrgangsstufen angehoben werden. Studierende und Wissenschaftler sollen – zusätzlich – ein der besonderen Ehre und Würde ihres Schaffens entsprechendes Grundeinkommen erhalten. Zu Erlangung des passiven Wahlrechts soll ein Abschluss der Philosophie vorgeschrieben sein.

Oikonomie:

Die Wirtschaft muss der Wissenschaft untertan sein. Sie soll lediglich den Lebensunterhalt besorgen und ist sonst ganz unedel. Die Wirtschaftskrise aufgrund der Habgier der Banker ist davon eindrucksvolles Beispiel. Deswegen sollen die Banken enteignet werden. Gehälter aus Kapital und/oder Management auf 2.000€ monatlich begrenzt werden. Steuern auf Arbeit können im Gegenzug leicht gesenkt werden. Einkünfte aus Forschungstätigkeit sind edel und daher von Steuern befreit. Steuerhinterziehung soll mit der Todesstrafe oder der lebenslänglichen Verbannung bestraft werden.

Der Mensch ist ein arbeitendes Wesen. Arbeitslosigkeit ist ein Verbrechen wider die menschliche Natur, daher erhält jeder Staatsbürger Anrecht auf einen Arbeitsplatz nach seinem Gusto. Der Heimplatz der Autonomie ist der Oikos: das Haus. Jeder Staatsbürger erhält die Mittel, ein Haus zu bauen oder zu erwerben.

Die Kindererziehung obliegt nicht den Eltern. Die Kleinfamilie, welche Produkt der kapitalistischen Industrialisierung und Entfremdung war, hat sich überholt. Scheidungen, Vernachlässigung und Gewalt sind Resultat dieser Unart und Verantwortungslosigkeit des Gemeinwesens. Die PIPO erachtet das Primat der Kindererziehung durch die Gemeinschaft, entgegen jenem der Eltern, für angemessen. Auf vielfache Weise soll die Kindeserziehung vom Gemeinwesen übernommen werden: Angefangen von Kindergrundrechten, über den verpflichtenden Besuch von Kindergärten von Geburt an (anfangs mit Begleitung der Eltern), bishin zu gemeinschaftlichen Internatsplätzen ab der Grundschule.

Staat und Gemeinschaft:

Deutschland muss frei sein, und deshalb muss es stark sein – wir sagen daher „Nein“ zum transatlantischen Freihandelsabkommen, welches Unternehmen wie Bürgern nur Nachteile bringt, jedoch „Ja“ zur Europäischen Union und der Freiheit und Sicherheit, die wir ihr verdanken. Die NATO soll perspektivisch durch eine selbstständige europäische Armee ersetzt werden, welche dann auch in der Lage wäre, Krisen in unserem Weltkreis (und dazu zählt der einst von Alexander beherrschte vordere Orient, wie auch das römische Nordafrika) verantwortlich zu lösen, anstatt aus Abhängigkeit abzuwarten oder zu resignieren. Nach Jugoslawien und Syrien muss endlich ein Umdenken erfolgen. Es bedarf einer globalen Polizei, und diese kann nicht von „wilden Sheriffs“, sondern nur von bedachten Weltbürgern begründet werden. Schon Immanuel Kant forderte einen aktiven Völkerbund. Dazu aber Bedarf es entsprechender militärischer Fertigkeiten. Die Bundeswehr soll daher in den nächsten Jahren zu einer schlagkräftigen Interventionsarmee umfunktioniert werden: Statische Kapazitäten sollen weiter abgebaut, Elitedivisionen ausgebildet werden.

Die Staatsbürgerschaft muss zukünftig wieder an die Herkunft gebunden werden. Muslime gehören mit Recht weder in unseren Kulturkreis, noch haben sie einen Platz in der modernen Welt. Türkischstämmigen Muslimen etwa, sollte auch die türkische Staatsbürgerschaft angetragen werden. Zusätzliche Einbürgerungen sollen nicht, oder allenfalls bei entsprechenden akademischen Leistungen, sowie der Abkehr vom Islam, erfolgen. Des Weiteren soll das Gros der hier lebende Nicht-EU-Ausländer das Land binnen dreier Jahre verlassen. Auch sollen kriminelle Staatsbürger, gleich welcher Herkunft, ausgebürgert werden können. Zudem sehen wir es als selbstverständlich an, dass bereits eingebürgerte Migranten ihre Namen einzudeutschen haben, sich auch sonst vollständig assimilieren. Schließlich soll, wie in der Schweiz, der Bau von Minaretten verboten sein. Und zur Durchsetzung der nationalen Sicherheit und des Anstandes, bedarf es einer beträchtlichen Aufstockung der polizeilichen Kapazitäten in der nächsten Legislatur.

Das Asylrecht ist eine deutsche Errungenschaft, die aber vielfach missbraucht wird. Auch dass Deutschland die alleinigen Lasten trägt, ist ungerecht. Die Asylbewerber-Zahlen sollen deswegen mit geeigneten Mitteln halbiert werden, gleichwohl muss mit der unwürdigen Unterbringung kurzfristig per Bundesgesetz Schluss gemacht sein.

Deutschland muss seiner internationalen Verantwortung nachkommen. Die Zahlungen in der Entwicklungszusammenarbeit stagnieren seit Jahren auf niedrigem Niveau. Die PIPO möchte deshalb schon im kommenden Haushalt die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit verdoppeln. Zudem ist der Staatsbürger gefragt: „Fair-Trade“ soll gesetzlich vorgeschrieben werden, wie auch ein Importverbot, für unter unzumutbaren Bedingungen hergestellte Waren, eingeführt werden soll.

Die Partei für alle
Die Partei, die euch alle glücklich und zufrieden macht.

Themen der Sozialpolitik

Arbeitslosigkeit?
Ohne uns!

Jeder kann etwas für die Gesellschaft tun und wir brauchen jede Hand, damit es uns allen besser geht. Vielleicht bist du grade arbeitslos und darfst nichts zur Gesellschaft beitragen, weil einige Wenige dich nicht zu ihren Vorteil beschäftigen können. Vielleicht wirst du auch von diesen Wenigen zu einer Arbeit herangezogen, die deinen Betrag zur Gesellschaft verringert, aber die Profite der Wenigen erhöht. Beides schadet der Gesellschaft und deiner Zufriedenheit. Wir sind davon überzeugt, dass jeder einen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft leisten kann und wir wollen jeden ermöglichen seine Fähigkeiten voll auszuschöpfen. Letztendlich kommt dies allen zu gute. Da jeder Beitrag besser als kein Beitrag ist und die Verbesserung unserer Lebensbedingungen unser höchstes Ziel ist, kann niemand arbeitslos sein. Jeder kann sich nützlich machen!

Armut schadet uns allen

Armut schränkt die Lebensqualität der Armen ein, deshalb sollten wir die Armut im Sinne der Armen abschaffen. Armut schränkt die Arbeitsleistung der Armen ein und macht uns alle ärmer. Wie soll man mit Hunger gute Arbeit leisten? Wie soll man ohne Auto oder Geld für die Bahn zur Arbeit kommen? Wie soll man ohne Geld für Werkzeuge und Arbeitskleidung seiner Arbeit nachgehen? Wir dürfen nicht zu lassen, dass Armut die Leistungsfähigkeit des Armen herabsenkt. Es verringert unseren Wohlstand und schadet uns allen. Deshalb schaffen wir zum Wohle aller die Armut ab.

Nie wieder Luxusprobleme!

So wie Armut krank macht, macht auch Reichtum krank. Geld ist eine prima Sache, wenn es glücklich macht. Reiche macht ihr Geld unglücklich. Oberflächlich betrachtet mag es ein schönes Leben sein: Man kann fressen so viel man will, man kann saufen so viel man will, die dicksten Autos fahren, in den prächtigsten Häusern wohnen und sich von oben bis unten bedienen und verwöhnen lassen. Aber man büßt viel ein. Man wird fett, Alkoholiker und gewöhnt sich so sehr an die Leistungen des Personals, dass man hilfebedürftig wird, weil man die einfachsten Dinge verlernt. Darüber hinaus stumpft der Charakter völlig ab. Manche verfallen wie Hoeneß dem Wahnsinn. Insgesamt büßen die Reichen somit durch ihren überufernden Reichtum massiv an Lebensqualität ein. In ihrem eigenen Interesse sollte man deshalb Reichtum vorbeugen. Bessere Lebensqualität auch für die bisher Reichen! Was es für die Gesellschaft bedeutet, wenn einzelne Mitglieder sich mit ihrem Reichtum ihre Arbeitsfähigkeit ruinieren, muss man wohl nicht gesondert erwähnen. Wir brauchen die Hilfe eines jeden, damit es uns allen so gut wie möglich geht.

Die Sache mit der Armut und dem Reichtum ist nicht schwer zu verstehen. Ein jeder von uns hat einen Körper und wenn wir atmen, trinken oder essen, bekommt ein jeder Körperteil, was er benötigt und das hat die Natur klug eingerichtet. Was würde passieren, wenn wir die rechte Hand der linken Hand gegenüber über alle Maßen bevorzugen täten? Die rechte Hand würde fett und wir würden unfähig zu schreiben, während die linke abmagerte und bald krank würde. Dann müssten wir uns schonen und der gesamte Körper hätte darunter zu leiden. So aber verhält es sich auch in unserer Gesellschaft mit ihrer massiven ungleichen Verteilung. Wir leiden alle und allen wäre geholfen, wenn endlich jemand die Politik umkrempeln täte und aufräumen würde in unserem Staat. Lasst uns unseren Staatskörper gesunden.

Wenn jeder tut, was er kann, so ist das beste getan. Wenn jeder kriegt, was er braucht, ist er bestens versorgt. Was können wir mehr wollen? Was kann der einzelne mehr wollen? Nichts, es sei denn, es soll zu unseren oder seinen Schaden sein.

Ziele der Bildungspolitik

Wir wollen unsere Kinder zu Moral und Anstand erziehen. Sie müssen die Philosophie begreifen, die unsere Politik ausmacht. Sie müssen gerne ihren Beitrag leisten und begreifen, wie er zu ihnen zurückfließt, nun, da wir die Herrschaft der Selbstsucht staatlich zurückgedrängt haben. Sie sollen unsere Philosophie noch viel tiefer in ihren Seelen verankern, damit eines Tages eine Gesellschaft aufgeklärter Bürger heranwächst, die keinen Zwang mehr anwenden muss, weil alle aufgeklärt genug sind unsere Philosophie zu verstehen und zu ihren eigenen Nutzen diese annehmen.

Jedes Glied soll seine Position erkennen und sie mit Stolz einnehmen. Wir wollen keine anderen Unterschiede zwischen den Gliedern machen als solche, die zur best-möglichen Erfüllung ihres Beitrags notwendig sind.

Polizei und Armee

Für Polizei und Armee brauchen wir die Besten. Sie müssen stets geistig, philosophisch und körperlich trainiert werden. Denn sie sollen stark und unbezwingbar sein und zwar im körperlichen wie im charakterlichen Sinne. Wir können keine gewissenslosen Kampfmaschinen gebrauchen. Wie sollten sie die innere Ordnung unseres Staates bewahren? Sie wären wie Wölfe und doch bedarf es doch eines Schäferhundes, um die Schafe zu schützen. Wie ein Schäferhund soll also die Armee und die Polizei sein. Stark genug im Körperlichen um es mit Wölfen aufzunehmen. Stark genug im Charakterlichen um nicht die eigene Schafherde zu reißen. Die Polizei freilich muss auch Vorbild sein, damit im Inneren so oft als möglich die Überzeugungskraft und nicht die Muskelkraft Konflikte löst. Die Armee dient einzig und allein dem Schutz des Staates und seiner Mitglieder, so wie auch die Polizei dem Schutz des Staates und der Aufrechterhaltung der neu geschaffenen gesunden Verhältnisse dient. Damit ein von Krebs befallenes Glied unseres Staatskörpers geheilt werden kann, um den gesamten Staatskörper gesund zu erhalten.

Gesundheitspolitik

Aus dem bisher gesagten ergibt sich, dass wir für eine radikal andere Gesundheitspolitik eintreten. Eine die diesen Namen auch verdient und keine Krankheitspolitik beziehungsweise Pharmalobbypolitik ist. Jeder Kranke schadet der gesamten Gesellschaft und deshalb werden wir dafür sorgen, dass in unseren Gesundheitshäusern und Arztpraxen alle möglichst schnell auf den Weg zur Gesundheit geführt werden, damit sie ihre Lebensqualität zurückgewinnen und damit sie ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten können. Beides erhöht die Glücklichkeit. Einmal die der Patienten und einmal die der gesamten Gesellschaft und da müssen wir nicht darüber diskutieren, ob wir uns die Heilung leisten können. Wir können es uns nicht leisten, sie aufzuschieben.

Zur Gleichberechtigung von Frau und Mann

Jeder übt den Beruf aus, den er oder sie am besten ausüben kann. Das Geschlecht ändert nichts an den Fähigkeiten. und Eignungen. Daher sind Mann und Frau gleichberechtigt.
Information:

Aufgrund der Ähnlichkeit des Namens zur Deutschen Republikanischen Arbeiterpartei (Jorak) wird die Deutsche Republikanische Partei in

Partei des Deutschen Volkes



umbenannt.

Parteiprogramm folgt in Kürze!
Hat jemand Fragen?
Dein Wahlprogramm scheint nicht das schlechteste zu sein, aber viele Begründungen wirken hahnebüchen: So als ob jemand die Politeia gelesen hat, die Analogien auswendig gelernt hat, aber die Ideen dahinter nicht durchdrang. Pfeif Zudem verstehe ich deinen Namen nicht. Geben nicht zummindest alle Parteien vor, dass sie die Interessen des Gemeinwohls vertreten?
Erwischt, aber warum nicht durchdrungen?

Was ist am Parteinamen nicht zu verstehen? Wir treten für alle ein und nicht nur für eine kleine Lobby, wie all die anderen Parteien.

Quote:
Was ist am Parteinamen nicht zu verstehen? Wir treten für alle ein und nicht nur für eine kleine Lobby, wie all die anderen Parteien.

Für diese Sophisterei hätte dich Platon allerdings mindestens georfeigt. Hehe



An zahlreichen Stellen ist die Argumentation dürftig und überzeugt eben nicht, vermutlich weil du von der Aussage Platons abweichst. Ich greife mir mal drei Beispiele heraus:

1. Du beschreibst, warum der Reichtum schlecht ist. Dabei begründest du dies primär mit dem Nutzen bzw. Unnutzen im Diesseits. Platon benutzt aber durchgehend das Wort Areté, was "Trefflichkeit" bedeutet, also sowohl "Nützlichkeit" als auch "Tugend" bedeutet. Du aber konzentrierst dich allein auf den Nuten-/ bzw. Unnutzenaspekt. Dem entsprechend holprig ist auch die Argumentation, die sich allein auf das diesseitige Glück konzentriert. Das diesseitige Glück ist zwar sehr wohl Ergebnis eines Lebens nach der Areté, das alleinige Ergebnis ist es jedoch nicht, denn die zweite Seite ist die Gesundheit der Seele, welche sich aus der Tugend ergibt.

2. Du benutzt Platons Analogie des Schäferhundes, um eine charakterliche Erziehung der Wächter zu begründen. Aber du gibst die Idee dahinter nur unzureichend wieder. Es geht nicht allein darum, den vereinzelten Missbrauch durch die Polizei zu verhindern, sondern vor allem soll ein Militärputsch unterbunden werden. Daran haben aber gerechte Wächter kein Interesse, da sie für den Staatsdienst leben und dem Staat niemals schädigen wollen.

3. Du schreibst über die Gesundheitspolitik, dass man es sich nicht leisten könne, Heilung zu versagen. Bei Platon wird aber anders herum ein Schuh draus. Heilung ist nur dann geboten, wenn es sich nicht um ein chronisches, gar Altersgebrechen handelt, sondern um eine kurzfristige Störung. Zudem betont er die gesundheitsförderliche Wirkung eines tugendhaften Leben, hält das ausufernde Ärztewesen analog zur Juristerei und Rhetorik für dekadent.

Das sind nur einige Beispiele von weiteren.

Sophisterei? Heute nennt man das Wahlkampf!

Aber falls es wirklich gelogen ist. Wen sieht man dann denn als meine Lobby an? Es kommt doch immer wieder darauf hinaus, dass alle profitieren und das größtmögliche Glück für jeden angestrebt wird. Aber wenn keiner auf der Strecke bleibt und alle profitieren, dann gibt es nichts, was man verändern wollen könnte. Es sei denn man möchte sich selbst zum Nachteil der anderen übervorteilen oder man möchte aus Unwissenheit sich selbst Schaden zu fügen. Ich trete dann tatsächlich für das Wohl aller ein.

Okay, teilweise finde ich es kleinlich, weil nicht mein Grundgedanke war Platon möglichst nah wiederzugeben. Ob es aber dadurch weniger überzeugend wird. Die Eugenik habe ich ganz bewusst ausgespart und sie soll auch nicht Thema meines Wahlkampfs sein oder das Ziel meiner Partei.

1. Ich bin noch nicht ganz durch(im 5. Buch). Entweder liegt es daran oder an der Übersetzung. Aber so deutlich kommt das nicht herüber, wobei das einleuchtet. Ich kenne diese Idee aber nur vom alten Reichen, der seinen Reichtum lobt, weil er ihn ermöglicht hat nie jemanden etwas schuldig zu bleiben und immer nach seinem Gewissen zu handel, wodurch er mit reinem Gewissen sterben kann. Jedoch denke ich auch, dass es heute eben nicht mehr überzeugend ist, wenn ich von Göttern und Tod anfange zu reden. Die meisten sind doch Atheisten und wissen, dass sie nachdem Tod verwesen und sie nicht primär wegen der Verehrung der Angehörigen verbuddelt werden, sondern wegen des strengen Geruchs, der sich sonst breit macht.

2. Ich weiß nicht, ob man das explizit erwähnen muss. Es ist doch enthalten und dem Wähler ist ein Militätputsch zu weit weg.

3. Ja, das ist wirklich zu knapp geraten. Das vor allem Vorbeugung betrieben werden soll, hätte man deutlicher Unterstreichen sollen. Jetzt könnte auch der Eindruck entstehen, dass man am besten täglich zum Arzt gehen soll, ob er nicht noch etwas findet.
Was wir nicht sind...

Wir sind nicht konservativ, weil wir die Dinge zum Guten wenden wollen, statt alles beim Alten zu belassen.

Wir sind nicht sozial, weil sich mit Neid und Faulheit keine Gemeinschaft bilden lässt.

Wir sind nicht liberal, weil selbstschädigendes Verhalten krankhaft ist und Kranken gegenüber ist man zur Hilfe verpflichtet.

Wir sind nicht neo-liberal, weil wir nicht zu lassen wollen, dass einige Wenige auf Kosten des Rests leben.

Wir sind keine Lobbypartei.


Was wir sind...

Wir sind konservativ, weil wir etwas Bewahrenswertes schaffen wollen.

Wir sind sozial, weil wir stets das gesamte Volk im Blick haben.

Wir sind liberal, weil wir dir die Freiheit einräumen, das Beste aus deinem Leben zu machen.

Wir sind neo-liberal, weil unsere Politik Wohlstand schafft.

Wir sind die Partei für alle.

Quote:
Ich bin noch nicht ganz durch(im 5. Buch). Entweder liegt es daran oder an der Übersetzung. Aber so deutlich kommt das nicht herüber, wobei das einleuchtet.

Es gibt nunmal keine Entsprechung im Deutschen für "Areté". Der Übersetzer steht dadurch immer vor einem Problem.

Deutlicher wird es, wenn man andere Dialoge hinzuzieht (z.B. Menon oder Gorgias). Die Politeia gehört (mit Ausnahme des ersten Buches) zu den mittleren bis späten Dialogen und ist deswegen ziemlich voraussetzungsreich.

Quote:
Jedoch denke ich auch, dass es heute eben nicht mehr überzeugend ist, wenn ich von Göttern und Tod anfange zu reden.


Sagt dir das "momento mori" etwas? Die Seele kann auch problemlos als Metapher verwendet werden. Eine gute Seele, wäre dann eine, von einer Person, welche trefflich im Leben steht.

Quote:
Ich weiß nicht, ob man das explizit erwähnen muss. Es ist doch enthalten und dem Wähler ist ein Militätputsch zu weit weg.

Das aber ist doch der Hauptgrund, warum die Wächter neben ihrem Mut auch gerecht sein müssen! Andernfalls kommt es zur Timokratie, wie etwa in Sparta (Lakedaimon). Aber in einem gerechten Staat herrscht nicht der Mut, sondern die Weisheit.

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