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Full Version: Aufgabe: Fleischlose Zukunft
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SleepingBeauty

Hey,

was ist denn da passiert???

Bis dato gab es bei dieser Aufgabe 4 Entscheidungsoptionen (abgesehen von Volksentscheid und Strukturkonservatismus):
a) vollständig vegane Ernährung
b) Töten von Tieren = Verbrechen, Halten und Nutzen tierischer Erzeugnisse okay
c) Mensch an Spitze der Nahrungskette, Subventionierung der Fleischindustrie
d) Mensch = Allesfresser, Verbot unwürdiger Massentierhaltung und Umstieg auf Bio-Fleisch & Abschottung gegen Handel

Option D, welche von über 60 Prozent der Regenten gewählt wurde, gibt es jetzt nicht mehr ???

Liebe Grüße
Sleepy

GeoW

Manchmal verschwinden Optionen. Beispielsweise bei "Krankenhäuser", "Sperrstunde", "Fleischlose Zukunft" oder "Landwirtschaftssubventionen". Ich finde das nicht so praktisch. Wahrscheinlich hat es etwas mit Reformen oder anderen Aufgaben oder der Staatenklasse zu tun.
Mit der Staatenklasse hat das nichts zu tun. Bestimmte Aufgabenlösungen und Reformen schließen andere Aufgaben bzw. Lösungen aus.

SleepingBeauty

optimus rex Wrote:
Mit der Staatenklasse hat das nichts zu tun. Bestimmte Aufgabenlösungen und Reformen schließen andere Aufgaben bzw. Lösungen aus.


Hmm, ok. Schade. Hatte eigentlich meines Erachtens keine Entscheidung getroffen, die gegen die Option D schießen könnte ... Ja, ich treffe tierfreundliche Entscheidungen grundsätzlich aber immer auch mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit. Option D wäre also schön gewesen, um den Staat differenzierter regieren zu können. Vielleicht hat meine Entscheidung gegen Tierversuche (landesweites Verbot) etwas damit zu tun, aber man muss doch noch unterscheiden können zwischen Tierversuchen und "Allesfresser". Hmm, wirklich ärgerlich. Dann muss ich diese Aufgabe leider aussitzen. Vegetarisch wäre noch eine Option gewesen, aber hier werden keine Änderungen in Richtung Massentierhaltung getätigt. Also: Massentierhaltung super, aber Töten nicht okay!? Schade, dass die gemäßigte Option ausgeschlossen wurde. Aber im Ernst: Kann das noch einmal überprüft werden vom Konzept des Auschlusses her? Motz


PS: Dann dürfte auch die Option mit der subventionierten Fleischindustrie nicht erscheinen, wenn man die Ausschlussidee weiterdenkt!?
PS: Ich hatte auch irgendwo beschlossen, dass Billigimporte von Lebensmitteln verboten sind, wenn hierzulande eine substanzielle Abdeckung dahingehend besteht. Das konfligiert aber ebenfalls nicht mit der Biofleisch-Option, weil hier zwar der Handel angesprochen wird aber nicht gegenläufig zu meinem Regierungsstil ...

GeoW

SleepingBeauty Wrote:
PS: Dann dürfte auch die Option mit der subventionierten Fleischindustrie nicht erscheinen, wenn man die Ausschlussidee weiterdenkt!?
PS: Ich hatte auch irgendwo beschlossen, dass Billigimporte von Lebensmitteln verboten sind, wenn hierzulande eine substanzielle Abdeckung dahingehend besteht. Das konfligiert aber ebenfalls nicht mit der Biofleisch-Option, weil hier zwar der Handel angesprochen wird aber nicht gegenläufig zu meinem Regierungsstil ...


Es gibt mehrere Aufgaben, die sich überschneiden. Besonders bei Aufgaben im Bezug auf Nahrungsmittel. Stell dir mal vor, du verbietest alle tierische Produkte, löst dann die Fettsteueraufgabe und erhältst folgende Auswirkung:

Quote:
tierische Lebensmittel werden merklich teurer, woraufhin ein Großteil der Bevölkerung die Regierung verflucht

oder es kommt dann nach dem Verbot die Aufgaben mit dem Fischfang, wo man wiederum Aquakulturen subventionieren kann.

SleepingBeauty

GeoW Wrote:

SleepingBeauty Wrote:
PS: Dann dürfte auch die Option mit der subventionierten Fleischindustrie nicht erscheinen, wenn man die Ausschlussidee weiterdenkt!?
PS: Ich hatte auch irgendwo beschlossen, dass Billigimporte von Lebensmitteln verboten sind, wenn hierzulande eine substanzielle Abdeckung dahingehend besteht. Das konfligiert aber ebenfalls nicht mit der Biofleisch-Option, weil hier zwar der Handel angesprochen wird aber nicht gegenläufig zu meinem Regierungsstil ...


Es gibt mehrere Aufgaben, die sich überschneiden. Besonders bei Aufgaben im Bezug auf Nahrungsmittel. Stell dir mal vor, du verbietest alle tierische Produkte, löst dann die Fettsteueraufgabe und erhältst folgende Auswirkung:

Quote:
tierische Lebensmittel werden merklich teurer, woraufhin ein Großteil der Bevölkerung die Regierung verflucht

oder es kommt dann nach dem Verbot die Aufgaben mit dem Fischfang, wo man wiederum Aquakulturen subventionieren kann.


Sicherlich. Aber ich sehe bei meinem ausgewählten / angefragten Beispiel keine solchen Überschneidungen, die sich gegenseitig ausschließen würden ... Nono Noplan Ich habe ja auch keinesfalls gegen Ausschlüsse per se interveniert, sondern erkenne die Sinnhaftigkeit bei eben diesem angesprochenen Beispiel nicht ... Ich kann einfach keine inhaltliche Überschneidung erkennen.


Und wie gesagt, nach dieser Logik hätte die Fleischindustrie-Option nicht kommen dürfen ...
Hm, wo bleibt denn da die Möglichkeit, Fehlentscheidungen zu korrigieren?
Ich gebe zu, daß es in der realen Politik praktisch nie vorkommt, daß Fehlentscheidungen zugegeben und rückgängig gemacht werden, aber hier fehlt ja sogar die theoretische Möglichkeit dazu, wenn Aufgabenlösungen spätere anderslautende Entscheidungsmöglichkeiten geradezu verschwinden lassen.
Kopfkratz

SleepingBeauty

Pawel Sikorski Wrote:
Hm, wo bleibt denn da die Möglichkeit, Fehlentscheidungen zu korrigieren?
Ich gebe zu, daß es in der realen Politik praktisch nie vorkommt, daß Fehlentscheidungen zugegeben und rückgängig gemacht werden, aber hier fehlt ja sogar die theoretische Möglichkeit dazu, wenn Aufgabenlösungen spätere anderslautende Entscheidungsmöglichkeiten geradezu verschwinden lassen.
Kopfkratz


Also ich persönlich finde die Ausschlusslogik nicht schlecht, siehe Beispiele gegenläufiger Entscheidungen und Spielreaktionen von GeoW Lachweg

Im Spiel: Die Matrix hat durch die programmiertechnisch vorgegebenen Spiel-"Antworten" von gelösten Aufgaben sicherlich ihre Grenzen. Dennoch ist Ars Regendi eine sehr realistische und komplexe Simulation, die m.E. doch nahe an die "Realität" heran kommt Applaus Außer, ich wiederhole, mein Beispiel ... Hier bleibt der Lerneffekt, das Zutrauen und der Spielspaß/die Spielmotivation auf der Strecke (wenn es m.E. keinen, auch der Spiellogik angepassten Sichtweise, Sinn ergibt).Motz

In RealLife: Zurückrudern in der Politik ist wirklich sehr untypisch und führt auch nicht selten zum sehr verminderten Vertrauen in den Regenten. Daher finde ich die Spiellogik schon realistisch, und das ist ja das Spielziel, dass das Spiel halbwegs auf einer virtuellen Bevölkerung und halbwegs vernünftig handelnden Regenten beruht???

Theoretische Experimentiermöglichkeiten gibt es m.E. trotzdem noch sehr viel. Man kann einen Staat deutlich in die gewünschte Richtung führen, ohne dass man abgewählt wird. Man muss eben vorsichtig heranführen an den Wechsel ... Zumindest ist das meine Erfahrung / mein Regierungsstil. Vielleicht geht's auch im "Schnellruck" über Nacht, aber ich denke mir einfach, dass Radikalentscheidungen theoretisch wie praktisch von keiner Bevölkerung gern gesehen werden Wink


PS: Ich habe die Aufgabe in meinem Staat doch nicht ausgesessen und habe mich letztendlich für die vegetarische Option entschieden. Fleischverzehr ist nun verboten - Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon Untergrundwelten entstehen, die das Fleischbedürfnis trotzdem stillen werden Lachweg Hmm, muss mal meine Überwachung nach oben schrauben ... Ach nee, die Bürgerrechte sollen ja hoch gehalten werden. Dann eben in Bildung Lachweg Mein Volk hat es mir auch nicht sonderlich übel genommen, super, liebes Gefolge Jaja Pfeif So stelle ich mir meine Idealgesellschaft vor Applaus Jaja
Ich schreibe die folgenden Verständnisfragen mal hier rein; betrifft zwar nicht das Anliegen des Threaderstellers, aber die threadnamensgebende Aufgabe:

Die Aufgabe "Fleischlose Zukunft" (Veganer und Tierrechtler fordern ein totales Verbot aller Fleischwaren und Nebenprodukte) hat ua folgende Option:
"... Man sollte ... die unwürdige Massentierhaltung hierzulande abschaffen und ganz auf Biofleisch umsteigen. Der Markt ist dann natürlich gegen Importe entsprechend abzuschotten!"

1. Wird Massentierhaltung insgesamt abgeschafft (das wäre meine Vermutung) oder nur die Massentierhaltung in der Fleischproduktion (das suggeriert mE der Satzteil "auf Biofleisch umsteigen")?

2. Wir der Markt gegen sämtliche Importe von Fleisch (bzw. tierischen Produkten) abgeschottet oder nur gegen solche, die aus Massentierhaltung herrühren (bzw. nicht "bio" sind)? Ich vermute letzteres ua wegen des Wortes "entsprechend".
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