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Full Version: Aufgabenvorschlag: Staatliche Freudenhäuser
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Einleitung:
Aus verschiedenen Bevölkerungsschichten werden Stimmen laut, dass die Bordelle in [Land] verstaatlicht werden sollen. Doch auch die andere Seite ist stark vertreten.

Option 1:
"Wenn man sich mal den Zustand ansieht, in dem sich solche Etablissements teilweise befinden", erklärt der multimillionenschwere Besitzer von Strip-Lokalen, Swinger-Clubs, Erotik-Filmstudios und Escort-Services Jan-Dieter Höffner, "dann merkt man schnell, dass dort schleunigst interveniert werden muss. Die Mädchen dort sind nicht selten minderjährig, zwangsweise angestellt, schwanger, krank, verwahrlost, die Gebäude völlig versifft... Nein, der Staat muss sich darum kümmern, dass dort Hygienestandards und anständige Arbeitsbedingungen herrschen, notfalls durch Subventionierung, die kontrolliert in eben diese Maßnahmen fließt."

Option 2:
"Und wer soll uns versichern", hinterfragt Thomas Kirchner von der konservativen Partei, "dass diese Leute das Geld auch wirklich so investieren? Wer solche Unternehmen gründet, dem ist auch zuzutrauen, dass er sich an gut gemeinten Hilfsmitteln bereichert. Nein, stattdessen sollten entsprechende Gewerbe eine Lizenz erwerben müssen, und ob sie dieser würdig sind, müsste eben ein Amt unangekündigt überprüfen. Und wenn die Kriterien für diese Lizenz, wie Gesundheit, Hygiene, Freiwilligkeit und Volljährigkeit, nicht erfüllt sind, dann sollte die Lizenz ganz einfach wieder entzogen und ein Bordell ohne Lizenz dicht gemacht werden!"

Option 3:
"Dann bleiben ja nur noch diese sauteuren Nobelschuppen offen!", stellt entrüstet Peter Schmierig, geschiedener Finanzwirt, fest. "Und die kann sich der Ottonormalverbraucher nicht leisten. Ganz zu schweigen davon, wie viele unerlaubte Bordelle eröffnet würden, und der Straßenstrich würde blühen! Nein, der Staat sollte so viele Freudenhäuser wie möglich aufkaufen, zunächst die, bei denen am dringendsten interveniert werden muss, dann kann er auch sichergehen, dass die Standards erfüllt werden. Und da Vater Staat nicht auf Profit aus ist, könnte er so ein hohes Niveau zu geringem Preis bereit stellen, was einen Druck auf private Freudenhäuser auswirken würde sodass auch diese ihren Preis senken und ihr Niveau steigern müsste. Da hätten Angestellte und Verbraucher jede Menge von!"

Option 4:
"Ein ungerechter Eingriff in den Markt", kritisiert der 42-jährige Geschäftsmann Otto Reich, der vor kurzem eine 18-jährige Osteuropäerin geheiratet hat, "und wer sagt eigentlich, welche Standards sinnvoll sind und welche nicht? Für manche ist es eben das schummrige Licht, das Verbotene, das den Reiz an der Sache ausmacht. Noch dazu sind die Ideale des Staats noch lange nicht immer die Ideale seiner Bürger. Wie viele Gesetze missfallen dem Großteil der Gesellschaft, und wie viele unnötige Richtlinien wurden schon für Architektur, Handel und Hygiene verhängt? Das wäre ein Druck, der den Markt kaputt machen und das Angebot für die Kunden ausdünnen würde. Ganz zu schweigen davon, dass der Staat alles in der Hand hätte und nach Lust und Laune entscheiden könnte, wer wo Zugriff auf welche Angebote kriegt. Nein, Bordelle sollten, wie jedes andere Geschäft auch, keiner Regelung unterstehen, außer, dass ihre Angestellten einvernehmlich in den Vertrag einwilligen."

Option 5:
"Um Himmel's Willen", schreit die Lektorin Rebekka Höllenfeuer und bekreuzigt sich, "kann man jemand diese Widerlinge aus unserem heiligen Land entfernen?! Und ihre ekelhaften Sitten und Brutstätten der Sünde können sie gleich mitnehmen! Nein, diese ekelhaften Einrichtungen gehören allesamt geschlossen, die Hurerei von unseren Straßen getilgt, Prostitution und Zuhälterei unter empfindliche Strafe gestellt und wer solche Dienste in Anspruch nimmt sollte ebenso als kriminell angesehen werden!"
Die schon vorhandene Aufgabe Prostitution deckt vieles von dem ab.
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