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Full Version: Die Amazonen von Estlandia
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[DE]
Mythische Vorgeschichte
Die Geschichte Estlandias beginnt mit einem Saufgelage in der Methalle König Einar Felsenfausts von Dänemark. Die Einherjer dort, allesamt saufende, sehr harte Männer ohne jeglichen Geschäftssinn und ohne den Ehrgeiz, beim alljährlichen Donarball-Turnier zu gewinnen, beleidigten wie immer die tapferen Schildmaiden Dänemarks, die gerade neben ihnen bei einem Raubzug Blut gezahlt hatten. Die Schildmaiden wollten in diesem Jahr - wie seit drei Jahren - mit einer eigenen Mannschaft antreten, und hofften nach dem 5., 4. und 3. Platz in den Vorjahren dieses Mal auf eine noch bessere Platzierung und vor allem große Einnahmen beim Fanartikelverkauf. Doch die Einherjar lagen König Einar so lange in den Ohren, bis er ihnen zusicherte, dass "keine Frau jemals wieder eine mit Luft gefüllte Schweinsblase" treten werde! Daraufhin rief die Anführerin der Schildmaiden, die mythische Uramazone Brunhilda von Aalborg: "Höre, König. Wir haben genug. Wir nehmen jetzt die Schiffe, die unser Blut gezahlt hat, die Waffen, die wir erbeutet haben und die Sklaven, die wir gefangen haben. Ich lade jede Frau Dänemarks ein, mit uns zu kommen. Wir segeln nach Westen und bauen eine neue, bessere Gesellschaft auf. Und wir kommen jedes Jahr zum Donarball zurück - und werden die dänischen Weichlinge schlagen!"

So kam es, dass 3 von 4 Frauen Dänemarks, sowie eine kleine Zahl männlicher Thralls (Sklaven) aus Skandinavien wegzogen und sich im Norden der Neuen Welt ansiedelten. Und jedes Jahr kam eine Amazonenmannschaft zum Donarball-Turnier und schlug die Dänen.

Heute
Die Amazonen Estlandias haben auch heute noch die gleiche Gesellschaftsstruktur wie vor Urzeiten. An ihrer Spitze steht die gewählte Regierung, überwacht nur von der Grauen Eminenz der Amazonengesellschaft, Jarl Jannika von Halifax, genannt "die Natter", die lediglich das Funktionieren der Demokratie und die Teilnahme an den heiligen Donar-Turnieren überwacht. Auch heute ist ein Hauptexportartikel Fanartikel der Donarballmannschaften, aber Estlandia hat auch sonst eine funktionierende Industrie.
Die Regierung ist relativ klein und umfasst lediglich die Ministerpräsidentin Frauke Friggasdottir (die ehemalige Wirtschaftsministerin des letzten Kabinetts), die Ministerinnen Gertrudis Klarasdottir (Wirtschaft, Außenpolitik und Arbeit), Elena Nataschasdottir (Inneres), Julie Sonjasdottir (Soziales und Infrastruktur) und den Minister Björn Hargesson (Justiz und Bildung).



Aktuelles
(siehe Post #3)
Götterwelt

Wir verehren die alten nordischen Götter, teilweise unter anderem, germanischem Namen (in Klammern dann der nordische Name).

Der nominell höchste Gott in Estlandia ist Saxnot (Tyr).
Saxnot, ein alter, eigentlich vor-odinischer Gott (also ein Wane), wird in diesen modernen Zeiten eher traditionell verehrt. Er ist der Schwertgott der Sachsen - als solcher einer der Kriegsgötter - und sein Name bedeutet Schwertgenosse. Gleichzeitig steht er für Recht und Gesetz. Seine rechte Hand opferte er, um den Fenriswolf zu fesseln (er schwor einen Meineid und Fenrir biss ihm die Hand ab).

In der Moderne tatsächlich die wichtigste Gottheit hingegen ist
Freya
Die Wanin Freya, Schwester (und erste Ehefrau) Freyrs und Tochter Njörds, kam wie Saxnot und Freyr nach dem Wanenkrieg zu den Asen. Sie gilt als Göttin der Liebe, des Friedens und der Freundschaft, sowie der Katzen und der Fruchtbarkeit. Traditionell ist sie zwar auch schon eine der höchsten Götter der Amazonen, aber ihre Wichtigkeit nimmt, anders als die Saxnots, in der Moderne zu. Freya und Freyr gelten als Dualität, beide haben fast gleiche Züge, und Freyr wird nicht unabhängig von Freya verehrt. Abweichend zur nordischen Mythologie gilt Freya bei den Amazonen aber auch als Stammmutter der Schildmaiden (Walküren), und man hält sie für die Ehefrau des Wodan.
Freyr
Der Sohn Njörds wird eher von den Männern in Estlandia verehrt, die ihm aber - mit Ausnahme der Liebe zu Katzen - die gleichen Züge gegeben haben wie die Frauen der Freya. Es gibt in Estlandia keine (offiziellen) Kultstätten, in denen Freyr ohne seine Schwester Freya verehrt würde, und die Goden sehen in ihm auch eher eine Spiegelung der Schwester.
Allerdings gibt es die Mythologische Geschichte der Werbung und Hochzeit des Freyr, welche den Amazonen übel aufstößt, während sie den Männern Mut macht: Freyr sandte seinen Diener Skirnir aus, um die schöne Riesin Gerda zu gewinnen, deren Bruder er in einem Kampf getötet hatte. Skirnir griff zu allen Listen und schließlich zu Gewalt, um Gerda zu zwingen. Freyr weiß dieses nicht, sondern belohnte Skirnir mit seinem Schwert.

Weitere Hauptgötter in absteigender Wichtigkeit:

Donar(Thor)
Der Sohn Wodans und "Bruder" Saxnots ist der Gott der einfachen Menschen, Handwerker und Bauern. Er ist aber ebenfalls der Verteidiger der Asen - und als solcher einer der Kriegsgötter. Seine Beliebtheit hat nie nachgelassen, aber er wird heute wie früher eher von den weniger wohlhabenden "einfachen Menschen" verehrt.

Loki
Der Ziehsohn Wodans gilt bei den modernen Amazonen als relativ wichtig. List, Betrug und Illusion sind nun einmal wichtige Elemente des Handelns und der Gewinnerzielung, so dass er zusammen mit Bragi insbesondere von Händlern und Industriellen verehrt wird.

Bragi
Der Gott der Skalden und des Gesanges steht bei den Amazonen ebenfalls für (offenen, freundschaftlichen) Handel. Seine Verehrung nimmt daher in der Moderne zu.

Iduna
Die Braut Bragis ist die Gottheit der Gesundheit und Langlebigkeit. Sie bewacht die goldenen Äpfel der Götter, die jenen ihre ewige Jugend geben; wird aber eines Tages für eine kurze Zeit von Skadis Vater Thiazi geraubt, wodurch die Götter altern und ihre Unsterblichkeit verlieren.
Iduna ist die Gottheit der Heilkunst und wird auch an Stelle der nordischen Frigg verehrt.

Wodan (Odin)
Wodan ist eigentlich der Götterherrscher, Oberhaupt der Asen. Bei den mittelalterlichen Amazonen war er nicht so wichtig, weil sie sich von den Männern Dänemarks abheben wollten. Bei den modernen Amazonen hat seine Verehrung eher noch nachgelassen, da er als Kriegsgott eben keine besondere Funktion mehr hat. Während Saxnot noch mit Recht und Gesetz ein Alleinstellungsmerkmal hat, ist Wodans "Zweitportfolio" Weisheit, Wissen und Herrschaft auch gut über Freya/Freyr, Bragi und Saxnot abzudecken.
Dennoch wird an jedem der vier Sonnenfeste auch dem Wodan ein Opfer gebracht (meistens Gold, geformt zu Ringen oder Armreifen, oder auch ein Ochse - der dann gegessen wird - oder zu Kriegszeiten die Ausrüstung besiegter Feinde).

Die Amazonen bringen schon seit Jahrhunderten keine Menschenopfer mehr dar, Tieropfer hingegen sind immer noch in Gebrauch, aber auch Trank- und Speiseopfer erfreuen sich wachsend großer Beliebtheit.
Der Skalde von Halifax
aktuelle Informationen aus Estlandia
Q17: Auf Druck von Jarl Jannika muss Rukis Sarasdottir ihren Ministerposten für Inneres, Soziales und Infrastruktur verlassen. Rukis hatte im Wahlkampf versprochen, innerhalb von 100 Tagen die Schlaglöcher auf der Brunhildasgatta in Halifax reparieren zu lassen, die der letzte Winter gerissen hatte. Die Position für Inneres wird von Elena Nataschasdottir, einer ausgewiesenen Sicherheitspolitikerin übernommen, während Julie Sonjasdottir als Verkehrsexpertin der Regierungsfraktion und ausgewiesene Verwaltungsfachwirtin die beiden anderen Resortteile übernimmt.

Q19: Binnennachfrage erreicht nach Steuersenkungen neuen Höchstwert. Wie unsere Reporter berichten, werden die Läden quasi gestürmt. Insbesondere Schuhe und Kosmetikartikel werden langsam knapp.

Q20: Mobbingfälle in öffentlichen Schulen oder nur typisches Verhalten?
Insbesondere an den Problemschwerpunktsschulen in Halifax-West kommt es seit dem kompletten Rückzug des bislang geltenden Schulkleidungskodex (keine aufreizende Wäsche, keine Pelze) durch die Regierung zu Zwischenfällen. Aber ist dies Mobbing, wenn die Mädchen einem Jungen zurufen, er solle doch endlich seine Sandalen zu Hause lassen, weil seine Füße eben nicht toll aussähen, so klamm und blaugefroren?
Der Skalde von Halifax
aktuelle Informationen aus Estlandia

Q21: Neue Zeitungen überschwemmen den Markt. In Halifax wurden in den letzten 3 Monaten genau 12 neue Zeitungen gegründet. Nahezu alle nehmen eine wirtschaftsfreundliche Position ein und unterstützen den liberalen Kurs der Regierung Frauke Friggasdottir. Besonders geringen Erfolg hatte allerdings die neugegründete Zeitung "Neues Estlandia" der linksgerichteten Sozialistischen Nationalen Volkspartei Estlandias (SNVE), die bei den Wahlen im Allgemeinen unter der 1%-Hürde des Volksthings bleibt - aufgrund ausbleibender Zahlungen der Partei musste die Druckerei bereits nach 2 Monaten wieder schließen.
Haushaltsdebatte im Volksthing Im Volksthing wurde eingehend über den steigenden Schuldenstand debattiert. Insbesondere die Opposition kritisierte, dass Estlandia weiterhin "auf Pump Geld für Investitionen, Bildung, Infrastruktur und Verteidigung verschwendet", statt es im Sozialstaat zu verkonsumieren (Andrea Natalisdottir, SEEP). Auch die Einkommensteuer- und Verbrauchssteuersenkungen, die insbesondere für die Geringverdiener wichtig sind, wurden scharf von der Sozialdemokratischen Estlandischen Einheitspartei (SEEP) und der ökosozialistischen Partei der Grünen Lande (PadeGrüL)kritisiert - "erhöht endlich die Steuern für alle! Estlandische Bürger*x*!!Innen und Bürger*s bezahlen im internationalen Vergleich zu wenig Steuern, zu wenig Abgaben und haben immer noch viel zu viel Geld zur freien Verfügung" rief Anton Jansson von der PadeGrüL.

Q22: Unappetitliche Sexualpraktiken verbieten? Nachdem im Volksthing lange über das von der konservativen Partei eingebrachte Gesetz zum Verbot Unappetitlicher Sexualpraktiken (GVUS-Verbotsgesetz) debattiert wurde, äußerte sich Jarl Jannika zum ersten Mal seit mehreren Jahren direkt im Volksthing. Sie hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Freiheit, und verwies darauf, dass die Konservativen vor nicht ganz einem Jahrzehnt auch einen Antrag zum Verbot lesbischer und schwuler Beziehungen eingebracht hatten. Jarl Jannika machte den Volksthing darauf aufmerksam, dass auch sie als Lesbe von diesem Verbot betroffen wäre. Gleichzeitig wies sie Forderungen zurück, zwischen akzeptablen und nicht akzeptablen Fetischen zu unterscheiden. Jarl Jannika sagte "Was erwachsene Estlandier in gegenseitigem Einvernehmen miteinander treiben, geht den Staat und die Gesellschaft nichts an. Wir müssen zwar die Augen aufmachen, wenn das Gebot der Konsensualität verletzt ist, aber ansonsten sollten wir uns da raus halten. Und das gilt auch für Abbildungen oder Visualisierungen, solange sie nicht anderen aufgezwungen werden!"
Nach diesem Plädoyer stimmten alle Fraktionen außer der SEEP gegen das Gesetz.

[Q25] Seit 9 Monaten andauernde Grenzstreitigkeiten wurden durch den Einsatz von internationalen Vermittlern und Schutztruppen beendet.
Jarl Jannika äußert sich sehr zufrieden über das Vorgehen von Außenministerin Gertrudis Klarasdottir, deren besonnenes Handeln das Leben unserer Soldatinnen geschont habe.
Die Tausendjährige Donareiche im Wald von Engern an der Westgrenze Estlandias wurde von den makreischen Truppen nicht beschädigt.
Estlandia beschränkt Zuwanderung auf qualifizierte Fachkräfte
Ministerin Gertrudis Klarasdottir zeigt sich sehr zufrieden mit der Zustimmung des Volksthings zum Gesetz zur Zuwanderung. Neben einigen humanitären Aufnahmegründen (die aber teilweise auf zu den Amazonen kompatible Menschengruppen eingeschränkt wurden - so ist zum Beispiel eine Akzeptanz der Rechtmäßigkeit unserer alten Religionen verpflichtend, ebenso wie die Akzeptanz der vollen rechtlichen Gleichstellung von Amazone und Mann) werden ausschließlich qualifizierte Menschen aufgenommen, die selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen wollen.
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