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Full Version: Nullsummenspiel
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Gerade in einem Buch über Entscheidungs- und Spieltheorie gelesen, dass ein Nullsummenspiel (Konstantsummenspiel) ein Spiel ist, bei dem der Gewinn des Einen der Verlust des Anderen ist. Wie beispielsweise bei einer Wette um zehn Euro. Hat der eine Recht, gewinnt er das, was der andere verliert. Ok, aber umgangssprachlich habe ich bislang, offenbar falsch, als Nullsummenspiel auch eine Situation bezeichnet, bei der beide verlieren. Beispielsweise wenn zwei Leute sich schlagen: Einer landet im Krankenhaus, der andere im Knast. Beide (können) verlieren, wenn sie das Spiel annehmen. Wie nennt man das dann? Minussummenspiel? Noplan
Nein, Marc, Nullsummenspiel bezeichnet in der Tat eine Situation, in der der Gewinn des einen der Verlust des anderen ist - und zwar ausschließlich.

Eine Lose-Lose-Situation wird anders bezeichnet - aber uneinheitlich. Man könnte sie auch Pyrrhus-Sieg nennen, ich bevorzuge aber die Messerkampf-Analogie: Bei einem Messerkampf gibt es maximal einen zweiten Verlierer.
Welchen Titel hat das Buch, Malone?

Titian Wrote:
Welchen Titel hat das Buch, Malone?


Entscheidungs- und Spieltheorie von Joachim Behnke



Minussummenspiel ist übrigens richtig laut Wiki Cool

Meh, ich wirklich nicht nach Jahren der Abwesenheit gleich wieder über bestimmte Zweige der "Sozialwissenschaften"* herziehen, aber falls du dich wirklich für Spieltheorie interessierst, lege ich dir die Empfehlung ans Herz, dich nach einem Lehrbuch aus der Ökonomie oder der Mathematik umzusehen.


Ich habe damals mit "Strategies And Games - Theory and Practice" von Prajit K. Dutta den Einstieg gemacht und kann das Buch wärmstens weiterempfehlen. Smile
Es ist allerdings wirklich nur ein kleiner Schritt durch die Pforte zur Welt der Spieltheorie - ist es wirklich eine gute Entscheidung diese zu durchtreten Zwinker2


*Die gesamten Politikwissenschaften könnten sowieso mithilfe der Spieltheorie von Ökonomen übernommen werden (genauso wie eigentlich alle anderen "Sozialwissenschaften") Hehe
Ich hab ja schon ne Menge Ökonomie- und Mathelehrbücher gelesen, mit diesem wollte ich das Thema wiederauffrischen und vertiefen. Dafür ist es auch gut geeignet Smile
GT schadet nie. Ich sollte auch mal wieder ein paar meiner alten Uni Materialien durchgehen.
Wie wär's mal mit einem kleinem GT Contest? Anscheinend habt ihr neue features für den Atomkrieg eingeführt - das wär doch was Smile


Malone Wrote:
Ich hab ja schon ne Menge Ökonomie- und Mathelehrbücher gelesen...


Suspect
Da ist man nur mal kurz weg, denkt alles wäre in Ordnung und dann das...
Irgendwer hier hätte doch auf dich aufpassen sollen!
Suspect

Titian Wrote:

Malone Wrote:
Ich hab ja schon ne Menge Ökonomie- und Mathelehrbücher gelesen...


Suspect
Da ist man nur mal kurz weg, denkt alles wäre in Ordnung und dann das...
Irgendwer hier hätte doch auf dich aufpassen sollen!
Suspect


Für einen Laien Noplan

Titian Wrote:
*Die gesamten Politikwissenschaften könnten sowieso mithilfe der Spieltheorie von Ökonomen übernommen werden (genauso wie eigentlich alle anderen "Sozialwissenschaften") Hehe


Dann lieber von echten Mathematikern, die Wiwis haben die schlechte Angewohnheit, schlampig zu arbeiten und jede noch so widersprüchliche und falsche Theorie irgendwie zurecht zu biegen. Der moderne, empirische Ökonom steht zum Mathematiker wie der Astrologe zum Astrophysiker; er wirft Knochen und Würfel und schaut in seine Modell-Karten und weissagt uns mit vagen Worten eine ungreifbare Zukunft und doch bleibt er ein arroganter, besserwisserischer Dummschwätzer im Kostüm (in dem Fall mit Anzug & Krawatte), der seine zufällig getroffenen Aussagen nachträglich immer ins rechte Licht zu rücken weiß.

(Disclaimer: Hier schreibt selbst ein Ökonom Zwinker2 über das eigene Fachgebiet kann man immer noch am besten schimpfen. Und vor den Sozial- und Geisteswissenschaften habe ich großen Respekt, die arbeiten erkenntnistheoretisch deutlich sauberer als die meisten populären Ökonomen.)

Die Ökonomen schaffen es nicht einmal ihre aktuellen "Messungen" von Ölpreisschwankngen zu bereinigen. Momentan ist das ja wieder der Fall und die Wirtschaft geht angeblich mal wieder den bach runter. Das hatten wir schonmal 2016.
Zuerst wird gejammert über "oh mein gott, die wirtschaftsleistung sinkt" so zwei bis drei wuqartale später gibt es dann wieder die meldung "konsum wieder auf höchststand".
Man könnte meinen, dass Menschen geld das sie weniger ausgeben irgendwann woanders ausgeben werden.
Dann kommt ja noch das dämliche hinzu: Prognosen sorgen für eine rückkopplung und da ist dann die Frage: werden Menschen weniger Kloapapier kaufen, wenn sie davon hören, dass die wirtschaftsprognosen schlechter ausfallen werden?
Irgendwie kommt es mir so vor alsob da versucht wird etwas zu quantifizieren, bei dem es bisher zu viele variablen gibt.
Da ich den eindruck habe das lineare algebra und Ökonomen so kompatibel sind wie tropische pflanzen in der antarktis, glaube ich nciht dass es in naher zukunft irgendwelche wirklich belastabre modelle gibt bei denen es mehr zu sehen gibt als eine statistik die dann nur beweist dass die vertrauensbereiche so groß sind, dass man genau so gut zufallszahlen verwenden könnte.
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