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Full Version: Macht
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Was bisher geschah xD

Bitzoseq Wrote:
Kommt drauf an was einer Revolution folgt: ein friedliches und selbstbestimmbares Paradies? Eher nicht. Wahrscheinlich werden die Überlebenden so lange um Macht ringen, bis sich wieder eine Gruppe/Herscher/System durchgestzt hat. Also besser Reformen


HUNDmiau Wrote:
Wenn die Revolution nicht das Ziel hat, das Konzept von "Macht" zu zerstören, dann war es keine Revolution, dann war es ein Putsch.


Bitzoseq Wrote:
Ist das Prinzip von Macht nicht tief im Menschen verwurzelt? Es gibt doch immer Menschen, die die Rechte Anderer verletzen, um sich Vorteile zu verschaffen, darum wird es auch wieder zu Machtkämpfen kommen. @HUNDmiau


So, jetzt diskutieren wir mal über Macht, und ob sie im Menschen "verankert" ist.

Nein, Macht ist nicht "tief im Menschen verwurzelt". Nur weil es momentan die Norm ist, muss es nicht immer so sein.

Menschen wollen andere Menschen dominieren, weil es ihnen durch ihre äußeren Einflüsse, in Kombination mit inneren Einflüssen und Veranlagerungen, so vorgehalten wird.

Schau dir doch nur die Werbung heutzutage an, als wirklich sehr offensichtliches Beispiel an: In nahezu jeder Werbung wird ein Bild von Macht erzeugt, direkt (DU bist der Boss/Chef/Herrscher/Führende, wenn du dieses Produkt/diesen Service/ dies und das besitzt, oder aber direkt: DU bist/wirst Boss/Chef/Kapitalist) oder aber indirekt (Durch das Produkt wirst DU glücklicher/hübscher/besser als die ohne). Es wird also eine Hierarchie zwischen den Menschen die etwas besitzen und denen die etwas nicht besitzen suggeriert, aus der Luft geschaffen um uns zum Kauf zu bewegen.

Wie gesagt, grobes, offensichtliches Beispiel. Die ganze Welt wimmelt von solchen Dingen. Uns wird immer wieder, jeden Tag gezeigt: Macht ist etwas gutes. Wir sollten Macht anstreben. Natürlich mit der Randnotiz "nutze die Macht für was gutes"(meistens). Was hier versuche zu zeigen: Dem Menschen muss immer wieder, sein ganzes Leben eingetrichtert werden: MACHT! Nutze sie, erlebe sie, erreiche sie und so weiter.

Doch gibt es dennoch viele Teile im Leben wo Macht weniger eine Rolle spielt. Die Familie nachdem man erwachsen ist, sollte idealerweise ein Platz von Machtgleichheit, also Macht-nicht-existenz sein, wo man zwar die Ratschläge von den Eltern akzeptieren kann, sie jedoch keine Möglichkeit haben, diese zu erzwingen oder ähnliches zu machen. Andere Beispiele sind lokale Vereine. Diese sind meist demokratisch oder Basisdemokratisch geordnet.

HUNDmiau Wrote:
Doch gibt es dennoch viele Teile im Leben wo Macht weniger eine Rolle spielt. Die Familie nachdem man erwachsen ist, sollte idealerweise ein Platz von Machtgleichheit, also Macht-nicht-existenz sein, wo man zwar die Ratschläge von den Eltern akzeptieren kann, sie jedoch keine Möglichkeit haben, diese zu erzwingen oder ähnliches zu machen. Andere Beispiele sind lokale Vereine. Diese sind meist demokratisch oder Basisdemokratisch geordnet.

Genau da ist der beste "Spielplatz der Macht", wo man all das beobachten kann.
wenn man dann mal schaut wie das dann in vielen vereinen läuft bildet sich da folgendes hinaus:
Ab einer gewissen größe bilden sich oft Strukturen aus die doch eine hierarchie suggerieren.
Die entsteht meiner beobachtung nach wie sich die menschen selbst in ihren fähigkeiten einschätzen und werden danach durch bestätigungen immer wieder korrigiert.
Wie viel "Macht dann angehäuft" wird, wird dann deutlih wenn jemand anderen seine meinung aufzwingt um se4in unterstützungslager zu vergrößern.
Im Vereinsalltag kommt man noch gut damit zurecht, "Machtambitionen" zu ignorieren. Das klappt nciht mehr wenn deren "lager " groß genug ist. Dann sehen die sich bestätigt und dann wars das meistens mit der Meinungsfreiheit in einem verein...

@HUNDmiau -

Quote:
Menschen wollen andere Menschen dominieren, weil es ihnen durch ihre äußeren Einflüsse, in Kombination mit inneren Einflüssen und Veranlagerungen, so vorgehalten wird.

Stimme absolut zu.
Viel krasser, als in der Werbung, sieht
man das der medial angepriesenen Jugendleitkultur, z.B. dem Gangsterrap, aber auch Pornographie.

In Kreisen von sogenannten rechtsesotherischen- und kreationistisch-christlichen Verschwörungstheoretikern, geht man allgemein davon aus, dass es eine satanistische Elite gibt, die die schlechten Seiten des Menschen hervorrufen will. Wenn es diese Elite aber nicht gibt, dann muss man ja anerkennen, dass hier nur ein Bedarf befriedigt wird. Also selbst eine Revolution würde das Problem nicht beseitigen, weil ja die Bedürfnisse bleiben.

Meiner Ansicht nach, sollte die Gesellschaft wieder konservativer werden, und nicht akzeptieren, wenn Satanismus (alles Schlechte im Menschen) zum Leitbild erhoben wird.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu Wirr...

Quote:
Doch gibt es dennoch viele Teile im Leben wo Macht weniger eine Rolle spielt. Die Familie nachdem man erwachsen ist, sollte idealerweise ein Platz von Machtgleichheit, also Macht-nicht-existenz sein, wo man zwar die Ratschläge von den Eltern akzeptieren kann, sie jedoch keine Möglichkeit haben, diese zu erzwingen oder ähnliches zu machen. Andere Beispiele sind lokale Vereine. Diese sind meist demokratisch oder Basisdemokratisch geordnet.


Ja, über Menschen die man liebt, oder Dinge die man liebt, will man keine Macht ausüben.

Wer seinen Fußballverein liebt, liebt ihn auch, wenn er keine Führungsposition inne hat...aber Psychophaten, die gar nichts lieben, gibt es natürlich überall...

HUNDmiau Wrote:
Was bisher geschah xD

Bitzoseq Wrote:
Kommt drauf an was einer Revolution folgt: ein friedliches und selbstbestimmbares Paradies? Eher nicht. Wahrscheinlich werden die Überlebenden so lange um Macht ringen, bis sich wieder eine Gruppe/Herscher/System durchgestzt hat. Also besser Reformen


HUNDmiau Wrote:
Wenn die Revolution nicht das Ziel hat, das Konzept von "Macht" zu zerstören, dann war es keine Revolution, dann war es ein Putsch.


Bitzoseq Wrote:
Ist das Prinzip von Macht nicht tief im Menschen verwurzelt? Es gibt doch immer Menschen, die die Rechte Anderer verletzen, um sich Vorteile zu verschaffen, darum wird es auch wieder zu Machtkämpfen kommen. @HUNDmiau


So, jetzt diskutieren wir mal über Macht, und ob sie im Menschen "verankert" ist.

Nein, Macht ist nicht "tief im Menschen verwurzelt". Nur weil es momentan die Norm ist, muss es nicht immer so sein.

Menschen wollen andere Menschen dominieren, weil es ihnen durch ihre äußeren Einflüsse, in Kombination mit inneren Einflüssen und Veranlagerungen, so vorgehalten wird.

Schau dir doch nur die Werbung heutzutage an, als wirklich sehr offensichtliches Beispiel an: In nahezu jeder Werbung wird ein Bild von Macht erzeugt, direkt (DU bist der Boss/Chef/Herrscher/Führende, wenn du dieses Produkt/diesen Service/ dies und das besitzt, oder aber direkt: DU bist/wirst Boss/Chef/Kapitalist) oder aber indirekt (Durch das Produkt wirst DU glücklicher/hübscher/besser als die ohne). Es wird also eine Hierarchie zwischen den Menschen die etwas besitzen und denen die etwas nicht besitzen suggeriert, aus der Luft geschaffen um uns zum Kauf zu bewegen.

Wie gesagt, grobes, offensichtliches Beispiel. Die ganze Welt wimmelt von solchen Dingen. Uns wird immer wieder, jeden Tag gezeigt: Macht ist etwas gutes. Wir sollten Macht anstreben. Natürlich mit der Randnotiz "nutze die Macht für was gutes"(meistens). Was hier versuche zu zeigen: Dem Menschen muss immer wieder, sein ganzes Leben eingetrichtert werden: MACHT! Nutze sie, erlebe sie, erreiche sie und so weiter.

Doch gibt es dennoch viele Teile im Leben wo Macht weniger eine Rolle spielt. Die Familie nachdem man erwachsen ist, sollte idealerweise ein Platz von Machtgleichheit, also Macht-nicht-existenz sein, wo man zwar die Ratschläge von den Eltern akzeptieren kann, sie jedoch keine Möglichkeit haben, diese zu erzwingen oder ähnliches zu machen. Andere Beispiele sind lokale Vereine. Diese sind meist demokratisch oder Basisdemokratisch geordnet.



Ich sehe in all dem nicht, dass es da um Macht geht. Sondern um Beliebtheit.

Man will unter Menschen ähnlicher Stufe, beliebt sein, um Macht zu erwerben. Unter Niedrigeren erhofft man sich diese Beliebtheit nicht, weil man ja überlegen ist, und die Anerkennung keinen Nutzen hat, man alleine besser dran ist.

Bitzoseq Wrote:
Man will unter Menschen ähnlicher Stufe, beliebt sein, um Macht zu erwerben. Unter Niedrigeren erhofft man sich diese Beliebtheit nicht, weil man ja überlegen ist, und die Anerkennung keinen Nutzen hat, man alleine besser dran ist.


Kannst du das irgendwie belegen? Ich versuche mal, das zu falsifizieren: Ein Popstar legt sehr wohl Wert auf Beliebtheit, auch und eigentlich fast immer bei "Niedrigeren". Macht kann er aber nur in sehr begrenztem Ausmaß ausüben, allenfalls Einfluss.

Das kam mal in einer Folge von Raumschiff Enterprise vor, wo der eine Typ plötzlich hellblaue Augen bekommen hat, hyperintellingent wurde, und Materie mit Hilfe seiner Gedanken erschaffen konnte....er wurde dann eine Gefahr für das Schiff ...

Was Popstars angeht: Die sind natürlich auf Bewunderung angewiesen, aber man hört ja auch oft, dass die sich dann sehr arrogant verhalten in Restaurants oder so, also nicht versuchen gut anzukommen.

Ich dachte eher z.B. an einen Menschen mit IQ 130 der, warum auch immer, eine Gemeinschaft mit anderen Menschen mit mittlerem IQ 65 bilden muss. Der Erstgennante wird nicht sehr viel auf die Meinung der Anderen geben.
Außer er ist ein Mann, und Eine der Zweitgenannten ist eine hübsche Frau, dann will er natürlich schon beliebt sein, er steht dann sozusagen UNTER der hübschen Frau, in diesem Gebiet.

Na gut, belegen kann ich das alles nicht...

Bitzoseq Wrote:
Ich dachte eher z.B. an einen Menschen mit IQ 130 der, warum auch immer, eine Gemeinschaft mit anderen Menschen mit mittlerem IQ 65 bilden muss. Der Erstgennante wird nicht sehr viel auf die Meinung der Anderen geben.
Außer er ist ein Mann, und Eine der Zweitgenannten ist eine hübsche Frau, dann will er natürlich schon beliebt sein, er steht dann sozusagen UNTER der hübschen Frau, in diesem Gebiet.


Das ist sehr einseitig gedacht. Gerade jemand mit hohem IQ sollte erkennen, dass auch Menschen, die weniger intelligent als er sind, auf ihrem bestimmten Gebiet besser sein können. Ich z.B. lasse mir gern alles handwerkliche von meinem Schwiegervater erklären und es ihn machen. Er ist da deutlich besser als ich es je werden könnte, obwohl ich ihm intellektuell sicherlich überlegen wäre. Geschenkt - denn er hat viel mehr Erfahrung und Arbeitsteilung ist eben immer sinnvoll.
Auch im Beruf: ich bin so arrogant, zu behaupten, dass ich in meiner Abteilung mit 2-4 Ausnahmen (bei 30 Kollegen) allen überlegen bin, sowohl was den IQ als auch was das Wissen und die Fähigkeiten betrifft, die zur Erfüllung unserer Aufgaben notwendig sind. Allerdings hat mein Chef deutlich mehr Erfahrung als ich in bestimmten Bereichen - und einige andere Kollegen (u.a. meine direkte Vorgesetzte) haben deutlich bessere Fähigkeiten dabei, unsere Bundesoberbehörde ruhig zu stellen als ich. Das erkenne ich durchaus an. Ich muss es nicht mögen - ich halte es sogar für absolut unsinnig, aber die Ergebnisse sprechen manchmal eine andere Sprache: ich komme mit meinem faktenbasierten Ansatz sehr weit, es sei denn, ich treffe beim BfArM auf bestimmte Mitarbeiter, die eher gefühlsmäßig und ideologisch vorgehen. Dann komme ich nicht weiter - es geht einfach nicht. Sobald ich das merke, lasse ich jemanden ran, der dieses versteht und beherrscht und informiere ihn so gut ich kann über die Fakten und das gewünschte Ergebnis anhand der Fakten. Meistens klappt auch das.
Und gerade bei den mehr Routinearbeiten frage ich auch gerne mal unsere Sachbearbeiter, wie die das machen - wenn ich denn unbedingt den Kram selber erledigen will

Um es also kurz zu sagen: es ist sehr hilfreich, auch als sehr IQ-mäßig überlegener Mensch, die Fähigkeiten anderer realistisch einzuschätzen und sie als überlegen zu akzeptieren, wo sie es sind.

Das versuchte ich mit dem Beispiel “hübsche dumme Frau“ auszudrücken. Du hast natürlich recht, eine absolute Dominanz auf allen Gebieten gibt es, zum Glück, nicht.
Es handelt sich da ja auch um unterschiedliche Dinge: IQ, Sociability, und handwerkliches Geschick.

adder Wrote:
Er ist da deutlich besser als ich es je werden könnte, obwohl ich ihm intellektuell sicherlich überlegen wäre. Geschenkt - denn er hat viel mehr Erfahrung und Arbeitsteilung ist eben immer sinnvoll.

Hat jetzt wenig mit dem Thema zu tun, ab würdest du sagen, dass handwerkliche Fähigkeiten maßgeblich von Erfahrung abhängen?

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