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Full Version: Transmutation
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Als in Japan ein Kernkraftwerk kollabierte, nutzte Merkel die Gunst der Stunde, sich auf Kosten der Bürger zu profilieren und den Grünen Wähler abzugraben.

Im permanent von Erdbeben und Tsunamis heimgesuchten Deutschland - so suggeriert ihr Aktionismus - sollte also die Laufzeit der weltweit ohnehin sichersten Kernkraftwerke verkürzt werden.

Dass die Energiekonzerne daraufhin die Steuerzahler auf Milliarden verklagen würden, wusste diese Unfrau das nicht? Oder wusste sie es, wie es sich für die Führerin eines Staates gehört?

Da wäre die Unwissenheit ja sogar noch einen Tick verzeihlicher als der bewusste Verrat am eigenen Volk, um sich bei jenem beliebter zu machen, in der Absicht, ihre Macht zu festigen.

Denn die Milliardenklage wurde ja erst mit einiger zeitlicher Verzögerung durchgesetzt. Und die zwangsläufige Verteuerung des Stroms verschleppte sich ja auch noch ein Weilchen, währenddessen die Machtgeile in einem guten und für sie preisgünstigen Licht dastand.

Damit sind wir beim temporalen Aspekt: Wir gehen heute davon aus, dass der Atommüll - der vorerst niemanden stört in den vorläufigen Lagerstätten - unsere Erben noch auf Hunderttausende von Jahren belasten werde.

Ohne Berücksichtigung des Fortschritts und durch selbigen ermöglichten menschlichen Eingriffen mag das stimmen. Aber schauen wir uns doch die wissenschaftliche Entwicklung nur der letzten hundert Jahre an: Heute ist möglich, wovon man nach Ende des Ersten Weltkriegs nicht mal träumen konnte!

Aber wir reden hier vom tausendfachen Zeitraum, und schon heute ist es möglich, den Müll zu entschärfen! Sobald man die dafür benötigte Energie mit Leichtigkeit aus der Kernfusion gewinnen kann, wird das ein Klacks.

Natürlich hat es einen faden Beigeschmack, wenn wir auf den gelben Tonnen ein Post-it anbringen, auf dem steht: "Sorry liebe Kindeskinder, da haben wir euch ein Ärgernis hinterlassen, aber wir sind überzeugt, dass es in Zukunft nicht lästiger sein wird als ein Furunkel."

Was werden unsere Urahnen dann tun? Die werden mit den Schultern zucken und sich denken: "Na gut, die wussten es nicht besser. Wie hätten diese Primitiven ahnen können, dass wir die Strahlung heute wirtschaftlich nutzen? Kein Grund, sich zu entschuldigen!"

Vielleicht werden sie doppelt dankbar sein? Obendrein eben noch, weil günstiger Strom eine höhere Produktivität ermöglicht hat und damit auch eine Beschleunigung des Fortschritts. Aber so weit vorauszudenken, ist nicht die Domäne einer machtbesessenen Kanzlerdarstellerin oder gar infantiler Grüner.

Transmutation
die transmutation ist Wissenschaftlich ein alter Hut.
bei anlagen dieser art gibt es ein Grundproblem:
nämlich irgendjamend muss die Stromrechnung des Protonenbeschleunigers bezahlen.

Das ist im übrigen genau das verfahren mit dem man sich "schnell mal eben" sein spaltbares Plutonium erbrüten kann aus Abgereichertem Uran.

Jozilla Wrote:
die transmutation ist Wissenschaftlich ein alter Hut.


Natürlich. Aber sie wird in der Diskussion in DE komplett ausgeblendet.

Quote:
bei anlagen dieser art gibt es ein Grundproblem:
nämlich irgendjamend muss die Stromrechnung des Protonenbeschleunigers bezahlen.


DAS wiederum ist nur dann ein Problem, wenn man blödsinnigerweise Zappelstrom mit Milliardenbeträgen gefördert hat.
Würde man stattdessen auf den freien Markt gesetzt haben, wäre der Strom deutlich billiger und belastbarer. Hätte man vielleicht noch die Praxisreife von bestimmten Kernenergiekonzepten gefördert, hätte man sogar schon Mittel, aus "Abfall" Strom zu erzeugen. Und dann wäre es auch ein leichtes, ein wenig vom Energiereichtum abzuzweigen...

Quote:
Das ist im übrigen genau das verfahren mit dem man sich "schnell mal eben" sein spaltbares Plutonium erbrüten kann aus Abgereichertem Uran.


So what? Deutschland hat den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben, noch nie gegen diesen verstossen (außer Privatleuten, die aber keine Kerntechnologie, sondern andere Materialien ["Dual Use"] exportiert haben) und steht ohnehin fest im westlichen Bündnis, welches genug "Atombomben" für alle hat. Diese grüne Argumentation geht mir am Arsch vorbei. Ja, ich wäre möglicherweise dagegen, wenn Südafrika Brüter einsetzen würde... aber bei DE machte ich mir noch nicht mal Sorgen, wenn ich in NL oder FR leben würde...

...ich erinnere daran, dass das genau der grund ist warum ich den Iran lieber weiter zentrifugieren lassen würde, als dazu zu motivieren den weg über einen Brüter zu gehen...

Ob jetzt Deutschland Kernwaffen bekommt ist eher nachrangig; würde man wirklich kernwaffen bauen wollen, wäre das wahrscheinlich relativ schnell machbar.
Müssten noch genug Brennstäbe in Abklingbecken liegen...
Was Machtpolitik anbelangt hätten deutsche Atomwaffen ihre vorteile:
Die CDU hätte dann keine Argumente mehr sich für jeden mist für die Amerikaner einspannen zu lassen...
Aber keine Argumente zu haben hat die CDU leider noch nie davon abgehalten unsinnige Politik zu machen oder sehr zielgruppenorientierte für vergessene Aktenkoffer.

In Belgien puzzeln die da gerade was zusammen https://de.wikipedia.org/wiki/MYRRHA
Von Russland abgehängt und den Rückwärtsgang eingelegt. Man müsste mein Gelächter noch auf Sardinien hören können.

Strom aus Atommüll: Schneller Reaktor BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb

Malone Wrote:
Von Russland abgehängt und den Rückwärtsgang eingelegt. Man müsste mein Gelächter noch auf Sardinien hören können.

Strom aus Atommüll: Schneller Reaktor BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb


Es geht hier um einen schnellen Brüter, der mit metallischen Natrium gekühlt wird.
Das konzept hat nach wie vor seine schwächen inbesondere im bereich passive sicherheit.
Ansonten ist die Überschrift doch etwas irreführend

nuklearia.de Wrote:
In seiner gegenwärtigen Kernkonfiguration kommen Plutonium aus ehemaligen sowjetischen Kernwaffen sowie abgereichertes Uran zum Einsatz, das als Abfallprodukt bei Anreicherung und Wiederaufarbeitung anfällt.

Die Überschrift wäre dann berechtigt, wenn dort tatsächlich alte Kernbrennstäbe verheizt werden. Plutonium mit abgereichertem Uran ist das fast "Laborkonfiguration".
So lange das Prinzip Hoffnung funktioniert, ist es durchaus vorteilhaft wenn man endlich mal ordentlich brüten kann.

Transmutation wird seit den 1950ern durch die Atomlobby propagiert, aber bisher gab es keine bahnbrechende Entdeckung. Technologien wie der Thoriumreaktor werden nicht von den Atomfirmen verfolgt. Noplan

Regent Wrote:
Transmutation wird seit den 1950ern durch die Atomlobby propagiert, aber bisher gab es keine bahnbrechende Entdeckung. Technologien wie der Thoriumreaktor werden nicht von den Atomfirmen verfolgt. Noplan

Einfacher Grund: gewinnspanne geringer
wie viel kann man noch verdienen, wenn nur noch ein bruchteil der vorherigen brennstoffmenge benötigt?
edit: wenn man auch noch mit die Brennelemente subventioniert herstellt.

Andere blöde sache bei dem thema: Versuchsaufbauten um probleme durch größe zu umgehen scheitern dann an investition.
so könnte z.b. bei einem reaktor der mit einer schmelze arbeitet nur in einen Zylinder füllen und über natürliche konvektion arbeiten, indem man die wärme über die wände abführt. Damit würde man pumpen mit radioaktiver suppe vermeiden können, was bei dieser technologie wegen korrosion ein vorteil wäre.
Der nachteil wäre allerdings, dass so ein aufbau dann sehr groß sein müsste, weil die oberfläche groß genug sein muss, damit die konvektion gut und sicher funktioniert. Sollte ich mal zu viel langeweile haben und nachholbedarf in thermodynamik kann, ich das ja mal als beispiel posten, wie groß das teil dann sein müsste.
Langsame, laminare strömungen sind mein fachgebiet^^

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