Ars Regendi Simulation Forum

Full Version: Eskapismus
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Das Leben hält man ja nüchtern nicht aus, zumindest nicht nur nüchtern, meinen viele. Tatsächlich bedarf auch ich des Rausches, schon allein um dem Klischee als Autor gerecht zu werden Wink Es ist aber nicht nur der Rausch als solcher, der mir behagt, sondern auch, dass mir nach dem Rausch die Nüchternheit wieder als begehrenswert erscheint: Beides, dauernder Rausch oder ständige Nüchternheit, würden eine Eintönigkeit mit sich bringen, die ich schwer erträglich fände auf Dauer. Also trinke ich zweimal die Woche - ich bin in der seltenen Lage, zwei kurze Wochenenden pro Woche arrangieren zu können - etwas mehr als zwei Flaschen Wein beziehungsweise in entsprechender Menge Bier und Liköre. Von hartem Alkohol lasse ich mittlerweile die Finger, der kann mich aggressiv machen. Für einen Abstinenzler scheint das sicher viel, aber ich stelle mal einen Hardcoreholic dagegen, Gerard Depardieu:

Quote:
Zugleich enthüllte er darin, dass er eine Lebertransplantation hinter sich habe, aufgrund derer er sich als „Wiederauferstandener“ fühle und sein Leben genieße. Selbst vier Bypässe halten ihn nicht vom Alkoholkonsum ab. 2014 berichtete Depardieu, er trinke bis zu 14 Flaschen Wein am Tag; daneben nannte er Bier, Pastis, Champagner, Wodka und Whiskey.


Oder Uli Borowka:

Quote:
Ich habe am Tag einen Kasten Bier, eine Flasche Wodka, eine Flasche Whisky gesoffen.


Naja, ich vertrage auch keine andere Droge. Wie schaut es bei euch aus? Tut ihr euch was in den Kopf?

Letzte Zeit zwei Liter Kaffee am Tag, was dazu führt, dass ich Abends nicht schlafen kann, und Morgens umso mehr Kaffee benötige -- ein Teufelskreis.

Bitzoseq Wrote:
Letzte Zeit zwei Liter Kaffee am Tag, was dazu führt, dass ich Abends nicht schlafen kann, und Morgens umso mehr Kaffee benötige -- ein Teufelskreis.


Wie wär's dann mit koffeinfreiem Kaffee ab nachmittags? Mach ich auch so Noplan

Malone Wrote:

Bitzoseq Wrote:
Letzte Zeit zwei Liter Kaffee am Tag, was dazu führt, dass ich Abends nicht schlafen kann, und Morgens umso mehr Kaffee benötige -- ein Teufelskreis.


Wie wär's dann mit koffeinfreiem Kaffee ab nachmittags? Mach ich auch so Noplan


Stimmt. Das ist eigentlich eine gute Idee. Ich hatte an Tee gedacht, bzw. Aufgüsse, da Tee ja nur von der Teepflanze stammt, die anständigen Aufgüsse haben aber auch Koffein.... wie auch immer, danke für den Tipp.

Bitzoseq Wrote:

Malone Wrote:

Bitzoseq Wrote:
Letzte Zeit zwei Liter Kaffee am Tag, was dazu führt, dass ich Abends nicht schlafen kann, und Morgens umso mehr Kaffee benötige -- ein Teufelskreis.


Wie wär's dann mit koffeinfreiem Kaffee ab nachmittags? Mach ich auch so Noplan


Stimmt. Das ist eigentlich eine gute Idee. Ich hatte an Tee gedacht, bzw. Aufgüsse, da Tee ja nur von der Teepflanze stammt, die anständigen Aufgüsse haben aber auch Koffein.... wie auch immer, danke für den Tipp.


Frag Ars Regendi, und dein Leben wird cooler Cool

Kein Alkohol (seit 2009, der Medikamente wegen, vorher habe ich gerne einmal im Monat einen kleinen Finger breit guten Single Malt Scotch oder Irish Whiskey genossen), kein Nikotin (seit 2007), kein Kaffee (weil der Magen das nicht mitmacht) - dafür aber Grünen Tee, keine illegalen Drogen.
Ich bin quasi "straight edge" - würde das aber nicht einem Lebensstil unterordnen, es hat sich so ergeben.

Wenn man wie ich eine halbe Apotheke einnehmen muss, um halbwegs schmerzfrei zu leben... - dann relativiert sich der Drang nach bestimmten künstlichen Räuschen.

Oxytocin und Estradiol sind die Drogen meiner Wahl. Ersteres endogen immer dann, wenn ich meine Tochter sehe, mit ihr kuschele oder spiele oder sie zum Einschlafen singe. Letzteres exogen, aber auch immer noch ein absolutes Glücksgefühl. Und das schöne: keine Gewöhnungseffekte.
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