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Full Version: (Deutsche) Belletristik
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Ich oute mich mal als Nicht-Belletristik-Fan. Ich lese lieber Sachbücher, in denen ich etwas über Dinge erfahre, die ich bisher noch nicht verstanden habe. Und zur bloßen Unterhaltung oder Entspannung schaue ich lieber Filme, denn das Lesen empfinde ich als anstrengend. Besonders bei ellenlangen Schachtelsätzen und für die Story verzichtbaren Detailbeschreibungen. Wenn Belletristik, dann mag ich es lieber flott oder originell.

In einen Lesesog zogen mich leider nur ganz wenige Romane, Novellen oder Dramen. Bislang wüsste ich da zu nennen Jonas Jonassons "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", wo auf jeder Doppelseite ein Cliffhanger ist, Gabriel García Márquez' "Hundert Jahre Einsamkeit", Salman Rushdies "Die Satanischen Verse" oder "The Moon and Sixpence" von William Somerset Maugham oder alles von Charles Bukowski. Die Dark Fantasy von Peter Lancester mag ich auch sehr. Stilistisch finde ich Henry Miller überragend, so dass ich da auch immer Lust aufs Weiterlesen habe.

Nun gut, kaum Deutsche dabei. Fast alle deutschen Klassiker, die ich kenne, was zugegebenermaßen nicht viele sind, finde ich erzählerisch, stilstisch und inhaltlich überschätzt, mögen sie auch kulturell bedeutsam und weichenstellend gewesen sein. Ist die deutsche Literatur so ungelenk, wie man es dem deutschen Film nachsagt? Kurzum, welche deutsche Literatur fesselt euch so sehr, dass es euch schwer fällt, mit dem Lesen aufzuhören?
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