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Full Version: Skepsis
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Wenn es heißt, Männer seien tendenziell gewalttätiger und krimineller als Frauen, dann käme niemand auf die Idee, diese Aussage auf die altbekannten Arten zu relativieren. Dass nicht alle so sind und dass man von der Statistik nicht zwingend auf das Individuum schließen kann, liegt nämlich auf der Hand und ist so selbstverständlich, dass das nicht erwähnt werden muss. Es wird auch nicht geleugnet, da die Datenlage allzu aussagekräftig ist. Auch versucht kaum jemand, die Schuld an diesem misslichen Umstand anderen in die Schuhe zu schieben als eben den Männern selbst. Und hanebüchene Erklärungen, wie, dass jene nunmal öfter angezeigt würden als Frauen, zieht niemand heran.

Nicht so bei vergleichbaren Statistiken, die anderen Minderheiten wenig schmeicheln. Da zieht man alle oben exemplarisch aufgeführten Register und noch einige darüber hinaus, damit solche Fakten sich bloß nicht in den Köpfen festsetzen oder gar zu politischen Konsequenzen führen. Dann ist von Generalverdacht die Rede, die Gesellschaft wird verantwortlich gemacht, die Daten werden angezweifelt und letztlich kommt es sogar dazu, dass sie auf Druck des Zeitgeistes hin gar nicht mehr oder überhaupt erst offiziell erhoben werden. Denn es kann ja nicht sein, was nicht sein darf! Skepsis ist ok, keine Frage, aber sie sollte nicht selektiv von ideologischen Interessen geleitet sein. Aber wer unterschiedliche Maßstäbe an Gleiches anlegt, sollte sich nicht auf Wissenschaft oder Objektivität berufen.
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