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Full Version: Planwirtschaft/ planned economy
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Aber nichtmal das von dir angesprochene passiert doch. Ja dann gibt es halt verdeckte Erwerbslosigkeit aber sie gehen nominell arbeiten und kriegen ihr Gehalt! Ist doch töfte. Aber das finde ja nicht statt.

Und ich bin doch bereit die Problematischen Dinge zu akzeptieren. Ich finde die Auswirkung auf Vernstetten nicht allzu krass, der Staat war auch recht umgestaltet auf sozialistisch.

Aber also selbst die DDR hatte stets ein relativ vernünftiges Wirtschaftswachstum, solange der Staat investiert hat in die Wirtschaft.
Ich habe Planwirtschaft ja absichtlich an dem Punkt eingeführt. Mit starker Währung, gutem Export, ordentliche Sparguthaben.

Was die DDR vor Allem beweist ist, dass man wirtschaftlich noch so gut, noch so fortschrittlich sein wenn man national versucht Sozialismus umzusetzen ohne Einbindung in einen vernünftigen internationalen Handel, dann wird das scheitern. Der RGW war ja nun eher nominell ein Wirtschaftsraum...als Real...

Torgai Wrote:
Letztlich simuliert Ars, enttäuschenderweise, Planwirtschaft doch so wie ich es dachte nämlich als Kahlschlag...statt als stärkere Kontrolle Wachstum durch Staatsinitiative, Abschaffung der Erwerbslosigkeit. Einnahmen für Reinvestition durch staatlichen Besitz an Produktionsmitteln.

Das ist so auch nicht ganz falsch. Die einzelnen Templates lehnen sich, soweit im Rahmen der Modellierung möglich, an die Realität an. Im Fall eines Deutschlandsstaats wie deinem soll das Ergebnis einen plötzlichen Übergang von freier Marktwirtschaft zur Planwirtschaft simulieren. Deswegen sind die Folgen in der Tat zum Teil sehr radikal.

Grundsätzlich gilt aber - ebenso wie bei allen anderen Reformen auch - dass das Ergebnis stark von der Ausgangssituation des Staates abhängt. Je nach dem können Reformen deutlicher positiver, oder eben auch negativer ausfallen. In einem Staat, dem es mit der Markwirtschaft eigentlich sehr gut ging, sind negative Konsequenzen sehr wahrscheinlich. Das heißt aber nicht, dass die Reform grundsätzlich schlecht ist. Im Gegenteil - In diesem fundamentalistischen Staat habe ich sehr positive Ergebnisse mit der Planwirtschaft erzielt. Die Arbeitslosenquote sank von fast 60% drastisch, und lag zum Zeitpunkt des Exitus bei etwas 0,33%. Gleichzeitig war es einer meiner wenigen Staaten, dessen BIP mit der Einführung der Planwirtschaft sogar erstmal anstieg.

(Zerlegt haben den Staat dann nur meine Experimente mit den Zöllen. Die hohe Schattenwirtschaft und Korruption sind ebenfalls auf die Zölle zurückzuführen, was man im Vergleich Sicherheit<->Haushalt sehr gut sehen kann. Die Planwirtschaft hatte daran keine Schuld.)

MrProper Wrote:
In diesem fundamentalistischen Staat habe ich sehr positive Ergebnisse mit der Planwirtschaft erzielt. Die Arbeitslosenquote sank von fast 60% drastisch, und lag zum Zeitpunkt des Exitus bei etwas 0,33%. Gleichzeitig war es einer meiner wenigen Staaten, dessen BIP mit der Einführung der Planwirtschaft sogar erstmal anstieg.


Man kann aber eindeutig erkennen, dass das BIP mit Einführung der Planwirtschaft gesunken ist, deren negativer Effekt aber schnell wieder rückgängig gemacht worden ist, durch die massive Erhöhung der Verteidigungsausgaben (Staatskonsum), den geringen negativen Einfluss auf Privatkonsum und die spezifische Irrelevanz von Bruttoinvestionen.

Ich hätte zu diesem Staat allerdings einige Fragen, wenn nichts dagegen spricht.

- Warum ist Infrastruktur nicht gesunken, auch wenn dies in anderen Staaten geschehen ist, wie z.B. deinem Staat Nippon?

- Warum ist Automatisierung gestiegen, wenn die Arbeitslosenzahl massiv gesunken ist? Sollte da nicht das Gegenteil passieren?

- Wieso ist das Nettoeinkommen gestiegen, statt zu sinken? (Ebenfalls wegen der Arbeitslosenzahl)


Ich bitte um Verzeihung, falls die Antworten zu diesen Fragen allzu offensichtlich erscheinen, aber es erscheint mir, dass sich die verschiedenen Erfahrungen zwischen den hier zwei gegebenen Beispielstaaten aufgrund dieser (und vermutlich weiterer) Unterschiede erklären lassen und ich kann die Entwicklung nicht ganz nachvollziehen.

Den Beitrag habe ich schon in den anderen Thread geschrieben, aber hier vieleicht nocheinmal:

Habe gerade in meinem Staat Evolvia im 80. Quartal die Planwirtschaft eingeführt. Der Plan war, den Staat gemäß des historischen Materialismus zuvor marktradikal zu regieren.

Ich bin mit dem Ergebnis eigentlich sehr zufrieden: Rasanter Anstieg meiner Beliebtheit (von etwas weniger als 6 auf 11,19), die Extremisten sind fast komplett verschwunden (waren wohl KommunistenHehe), ebenso die Arbeitslosen, der GINI-Koeffizient ist von 0,31 auf 0,06 hinabgestürzt.

Mein Regent wird wohl aufgrund der ungesunden Lösung einiger Aufgaben nicht allzu lange leben, aber ich glaube eine neue Lieblingsreform gefunden zu haben.
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