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Bilderberger Bar

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Aslan1990
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Albenmark
Post: #1
Bilderberger Bar



Bilderberger Bar im Finanzviertel von Den Voelden



"...wir können aber schon ein wenig mit dem RP anfangen - einfach mal um ein wenig die verschiedenen Charaktere einzuführen und ein wenig der Stimmung in den jeweiligen Staaten wieder zugeben. Ich habe da folgende Idee: Die Kette Bilderberg Bar, welche sich in den größten Städten und an den wichtigsten Luftfahrtdrehkreuzen finden lässt. "

TheLastShah in Marseille


Charlie und Juerss hatten die Idee dieses "alte" Konzept des RPs, dass damals in dieser Form der Shah erdacht hat, etwas umzuwandeln und es in der Welt Erde wieder einzusetzen.

Ich habe dies nun schamlos abgekupfert aus der Welt Riga...

Worum geht es?

Grundsätzlich gibt es überall auf dem Globus verteilt die sogenannten Bilderberger Bars oder Lounges. So zum Beispiel auch am internationalen Flughafen in Den Voelden. Die Bar dort beispielsweise bietet sowohl einen öffentlichen Bereich mit Tischen und einer fantastischen Aussicht auf die Stadt (Den Voelden liegt in einem Kessel. Der Flughafen liegt etwas außerhalb auf einem Plateau). Noch wichtiger ist jedoch die geschlossene Lounge, welche über eine Chipkarte von First-Class-Passagieren betreten werden kann. Dabei ist die Anonymität jedes Gastes gewährleistet. Aufgrund der Lage als Internationales Drehkreuz ist die Bilderberg Bar auch ein beliebtes Ziel von informellen Konferenzen & Sitzungen, welche in einem seperaten Teil in streng gesicherten Sitzungsräumen abgehalten werden können.

Was ist aber nun Sinn und Zweck des ganzen und was passiert in diesen Bars?


Grundsätzlich hat die Bar mehrere Zwecke zum einen können und sollen hier Geheimtreffen, nicht öffentliche Konferenzen, Unterhaltungen zwischen Politikern und ähnliche Treffen stattfinden. Dies soll dazu dienen Hintergrundinformationen aufzuarbeiten, die normalerweise nicht in Zeitungen oder Chirper gehören, aber zum Verständnis des RPs beitragen, Hinweise auf zukünftige Ereignisse oder Hintergründe bringen. Wichtig ist dabei, dass diese Gespräche zwar heimlich aufgezeichnet werden (Was natürlich niemand weiß Wink ), aber Sie sind deswegen trotzdem nicht allgemein bekannt. Das bedeutet zwar, dass hier etwas gesagt werden kann das ein komplettes RP-Ereignis auf den Kopf stellt, dass bedeutet aber nicht, dass dies als Grundlage für Zeitungsberichte dienen kann. Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass Geheimdienste etwas abgefangen haben. Das muss aber mit dem Charakter-"Inhaber" abgesprochen werden.

Am Beste funktioniert das Bar-Prinzip, wenn die Geschichten hier in das allgemeine RP eingefasst werden. Dies könnten zum Beispiel Seitengespräche während einer Konferenz sein, Geheime Verhandlungen zwischen eigentlichen Feinden oder Einblicke in eine Terror-Gruppe.

Das ist der eine Zweck. Der andere besteht darin allgemeine Stimmungen innerhalb der Bevölkerung einzufangen. Es ist der Ort für Stammtischreden, die Gerüchteküche aber auch allerlei politisch brisantes Schwätzle Wink . Was jedoch alle Gäste, egal ob Staatschef oder Bauarbeiter, nicht wissen ist, dass alle Gespräche in diesen Hallen und auch einige außerhalb aufgezeichnet werden und hier zur Verfügung gestellt werden.

Seit Marseille hat sich die Technologie verbessert. So sind die Personen hinter den Bilderberger Bars nun auch in der Lage Telefongespräche abzufangen, die Kameras von Präsidentenpalästen anzuzapfen und Computer zu hacken, die zufällig während einer Besprechung einer Terrorgruppe angeschaltet sind. Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Links und Interessantes

Die "alte" Bilderberger Bar in Marseille. Hier kann man sich Ideen holen: Klick Mich!


Der Bilderberger Protokoll Header:

Code:
[hr][align=center][img=760x49]https://s11.postimg.org/6y5pw9p0j/Titel.png[/img][/align][hr]


Beispiel I:






Datum: 23. Oktober 1990
Ort: Bilderberg Bar "Ferdinand Foch International Airport", Den Voelden , Föderale Ratsunion Novidia (Öffentlicher Bereich)

Den Voeldener Investmentbanker, in maßgeschneidertem Anzug (telefonierend): "Wir sollten in diese Blackwater Unternehmen aus Ferelden investieren. Die scheinen ja in Island freie Hand zu haben....Das können wir zu unserem Vorteil nutzen und uns eine goldene Nase daran verdienen..."

Eine Frau kommt auf den Investmentbanker zu und setzt sich an seinen Tisch. Der Mann legt auf.

jüngere, fereldische Frau im Blazer: "Hier haben Sie die geforderten Berichte. Sie sehen Blackwater tut alles um das bestmögliche für seine Investoren herauszuholen......Der letzte ähm..... "Großauftrag" war besonders lukrativ...Sie werden es schon bald sehen."

Die fereldische Frau lässt den Banker eine weile in den Unterlagen blättern.

fereldische Frau: "Und? Sind wir im Geschäft?

Beispiel II:






Datum: 24. Oktober 1989
Ort: Bilderberg Bar am Platz der Nationen, Den Voelden, Föderale Ratsunion Novidia (Konferenzraum Prinz Ferdinand)

Anmerkung: Dieses Beispiel wurde abgewandelt. Es wurde ursprünglich von TheLastShah geschrieben.


Viktor Nevskij, General der Seperatisten in Ukrainja: "Unsere sogenannten Anführer haben uns an den Westen prostituiert, unsere Wirtschaft zerstört, unsere Ehre. UNSER BLUT wurde auf unserem Boden vergoßen! Die Rebellion ist legitim und wir werden keinen Zentimeter zurückweichen bis wir die Hauptstadt erobert haben. Dann wird der Korruption in diesem Land ein für alle mal der Garaus gemacht!" (Nevskij zeigt mit dem Zeigefinger wütend auf Präsident Andres Orbanewitsch)

Richard Zippel, Diplomat (beruhigend, sachlich): "Diese Politik der Eskalation wird keiner anwesende Partei helfen. Kollegen, lassen sie uns zurück zu den Lösungsmöglichkeiten kommen die wir vor der Verhandlungspause besprochen hatten (Papierrascheln)... Viktor, Novidia und die restlichen europäischen Nationen wollen keinen Völkermord vor unserer Haustür geschweige den einen Bürgerkrieg oder etwas noch Schlimmeres. Ukrainja muss sich demokratisieren, das steht außer Frage. Wenn sie beide sich einigen, dann versprechen wir ihnen finanzielle und wirtschaftliche Direkthilfen in Höhe von 10 Mrd. $. Viktor, Sie sagen, dass Sie die Korruption bekämpfen wollen, und das finden wir sehr löblich. Doch wie wollen Sie Korruption in einem Land bekämpfen, das kurz vor der Pleite steht? Ich mache Ihnen ein weiteres Angebot, auf das ich den Ratspräsidenten vorhin überzeugen konnte - aber zuerst will ich Zugeständnisse ihrerseits hören, Andres!"

Andres Orbanewitsch, Präsident Ukrainja (dicklich, schwitzend, unruhiger Blick, knetet seine Finger unaufhörlich): Nevskij, ihre Mörderbande sollte besser die Waffen niederlegen solange sie es noch können-

Viktor Nevskij (laut): "Und Sie sollten das Präsidentenamt niederlegen solange SIE noch in der Lage dazu sind!

Richard Zippel (entnervt):"Halt, meine Herren! Danach hatte ich nicht gefragt, bitte Viktor, so führen die Verhandlungen nirgendwo hin. Meine Herren, ich muss die Verhandlungen hier leider unterbrechen...


...Ich hab Flausen im Kopf und Hummeln im Arsch
Ich hab immer was vor, bin immer verplant
Doch wird's mal still um mich dann komm'n die Geister hoch
Und ich hinterfrag mich jedesmal....
12.01.2019 21:24
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Charlie666
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Time
Ruthenien
Post: #2
RE: Bilderberger Bar

Datum: 12. Juli 1999
Ort: Bilderberg Bar am Viktor-Nevksij-Platz in Sankt Petersburg, Hinterzimmer

Mann im Anzug "Herr Präsident, haben Sie es schon gehört? Tiberius hat sich für den Mord an den Fischern entschuldigt."

Präsident Arzenyuk "Das heißt Romanum bekennt sich zu dem Mord?"

Mann im Anzug: "Ja."

Präsident Arzenyuk:"Hahahahahahahahahahaha"

Mann im Anzug: "Hahahahahahahahahaha"

Präsident Arzenyuk:"Hahahahahahahahahahaha"

This post was last modified: 12.01.2019 21:44 by Charlie666.

12.01.2019 21:42
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Dejir
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Britain
Post: #3
RE: Bilderberger Bar

Datum: 12. Juli 1999
Ort: Bilderberg Bar im The Shard in London, Hinterzimmer

Ein älterer Herr im Anzug sitzt an einem Tisch und liest in einer Akte, während ein jüngerer Mann an den Tisch tritt.

jüngerer Mann "Haben Sie es schon gehört? Die Premierministerin hat heute die Konferenz verlassen"

älterer Herr "Ich weiß...es ist sehr bedauerlich. Es ist zur Zeit aber nicht unser größtes Problem. Sehen Sie hier!"

Er schiebt dem jüngeren Mann die Akte zu

jüngerer Mann "Ist es das wonach es aussieht?"

älterer Herr"Ich fürchte schon. Die Regierung geht anscheinend davon aus, dass eine Verdoppelung bis Verdreifachung des Militäretats möglich und notwendig ist."

jüngerer Mann "Wann hatten wir zuletzt eine so große Flotte? Zur Zeit des Empires? Das ist blanker Wahnsinn. Mit dem Geld könnten wir auch gleich die Wirtschaft von halb Afrika aufbauen und würden langfristig trotzdem noch Geld sparen."

Der ältere Herr seufzt

älterer Herr"Mir scheint fast die Geschichte wiederholt sich..."

12.01.2019 23:20
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Esser14
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Confederacy
Polandia
Post: #4
RE: Bilderberger Bar




Die Piratenfestung


"Ans Vaterland, ans teure, schliess dich an,
Das halte fest mit deinem ganzen Herzen.
Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft,
Dort in der fremden Welt stehst du allein,
Ein schwankes Rohr, das jeder Sturm zerknickt."

- Friedrich Schiller




Datum: 22. Juni 1999
Ort: Pałac Prezydencki w Warszawie (Der Präsidentenpalast in Warschau)


Es ist ein ruhiger Vormittag im Warschauer Präsidentenpalast, viel ruhiger als üblich, doch ist der Präsident dessen absolut nicht böse, hatte er doch die letzten Wochen Tag und Nacht an schier endlosen Bergen von Akten und Dokumenten gesessen und gearbeitet, war er nun für diese kurze Atempause, die sich an diesem Vormittag ergab, Gott wirklich dankbar. Polandia, wenn auch ein wirtschaftlich eher schwaches Land, war in den letzten Jahren, der neuen Seidenstraße sei dank, stets im wirtschaftlichen Wachstum begriffen und eben dieser Wachstum ließ nun den armen Beamten, sowie dem Staatspräsidenten, nie zur Ruhe kommen. Polandia war immer wach, nun außer an diesem Vormittag, so schien es. Der Staatspräsident blickte aus dem Fenster und stöhnte leise. Er sollte diesen Blick nicht lange genießen können, denn ein inneres Unbehagen überkam ihn, es war einfach zu ruhig. Irgendetwas Schreckliches musste irgendwo auf der Welt passiert sein und jeden Augenblick müsse er irgendein Statement halten oder eine Beileidsbekundung aussprechen oder wenn er Glück hätte, könnte er vielleicht irgendjemanden auf der anderen Seite der Welt auf der internationalen Bühne kritisieren. Doch dieser letzte schönen Gedanke wurde so schnell von ihm gerissen wie er gekommen war als es an der Tür klopfte.


Korczak: Herr Präsident, der Herr Marschall Rokossowski möchte Sie sprechen. Er meinte, es handelt sich um die nationale Sicherheit unseres Landes und das es von äußerster Dringendlichkeit ist.


Wałęssęr: Gut, dann lassen Sie den Herrn Marschall eintreten.


Korczak: Sehr wohl. (Er läuft zur Tür und öffnet sie.) Herr Marschall, Sie dürfen ...


Korczak kann seinen Satz nicht zu Ende sprechen, weil er von dem hereinstürmendem Marschall Rokossowski zur Türe herausgeschoben wird. Die Tür schlägt hinter Korczak lautstark zu.


Korczak: Uwaga! Uwaga! (Achtung! Achtung!) Was ist bloß in den Marschall gefahren? Ich frage mich, was so wichtig ist, dass er nach Warschau gereist ist um es zu berichten.


Hinter den verschlossenen Türen.


Rokossowski: Herr Staatspräsident, erlauben Sie mir Bericht zu erstatten. (Ohne auf die Erlaubnis zu warten spricht er weiter.) Heute am 22. Juni 4 Uhr Morgens wurde unser Land ohne Kriegserklärung von Albenmarkischen Truppen angegriffen. Sie haben ein Stück unseres Landes eingenommen und verschanzen sich jetzt dort. Unsere Armee hat ihren Vor­trupp umstellt. Das ist der Beginn des Großen Vaterländischer Krieg des polnischen Volkes gegen die albenmarkischen Piraten-Aggressoren. Herr Präsident, unsere Sache ist gerecht. Wir werden die Feinde zurückschlagen. Der Sieg wird unser sein!


Wałęssęr(Spricht völlig entsetzt): Krieg? Albenmark? PIRATEN? Was reden Sie? Wie ist das möglich? Wir haben nicht einmal eine Küste!


Rokossowski: Ich weiß, Herr Präsident. Wir sind auch ratlos wie das sein kann. Jedoch ist jetzt nicht die Zeit darüber nachzudenken, Herr Präsident. Wir müssen unser Land verteidigen! Hier! (Rokossowski zieht ein zerknittertes Dokument aus der Tasche seiner Uniform und knallt es auf den Tisch.) Unterschreiben Sie dies! Dies ist die Erlaubnis für die Armee gegen die albenmarkschen Feinde vorzugehen. Außerdem müssen Sie den Ausnahmezustand ausrufen. Wir brauchen jeden Mann!


Für eine Minute wird es to­ten­still im Büro des Präsidenten. Während Rokossowski leicht vorgebeugt, mit einer Hand auf dem Dokument stützend, vor dem Arbeitstisch des Präsidenten steht, kann er winzige Schweißperlen auf der Stirn des Präsidenten sehen, welcher ihm gegenüber, noch immer unfähig die Situation ganz zu begreifen und darauf zu reagieren, in seinem Lieblingsdrehstuhl sitzt und schweigt. Beide Männer starren sich in die Augen. Der Präsident öffnet seinen Mund um etwas zu sagen, doch sein Versuch wird von einem lauten Klingeln unterbrochen. Es klingelt einige Sekunden, doch dann nimmt der Marschall sein portables Taschentelefon aus seinem Offiziersmantel.


Rokossowski: Verzeihen Sie, Herr Staatspräsident. Neuigkeiten von meinen Männern an der Front. (Marschall Rokossowski spricht in das Telefon.) Marschall Rokossowski am Apparat, erstatten Sie bericht. ... Ja. ... Gut. ... Ich habe verstanden. Auflegen! (Der Marschall beendet das Telefonat und verstaut sein portables Taschentelefon wieder in der Tasche seines Mantels. Dann wendet er sich wieder dem Präsidenten zu, welcher ihn die ganze Zeit wortlos beobachtet hat.) Herr Staatspräsident, erstatte Bericht: Die Feinde wollen mit Ihnen verhandeln.


Wałęssęr(Spricht ganz leise): Rokossowski, bringen Sie mich dorthin.


Rokossowski: Jawohl, Herr Staatspräsident!



Drei Stunden später in einem Landstrich in der Nähe der Stadt Bajkonur. Die polnische Abendsonne lässt das weite und flache Landschaftsbild in goldenen Farben erstrahlen. Ein leichtes Windchen weht über die ewigen Weite und wirbelt dabei Staub auf, welchen es in ein weiß Gott fernes Land trägt. Inmitten dieser traurigen Idyll stehen rießige schwarze Fabrikhallen. Seht diese Stahlträger, diese Pfeiler! Die stehn, wie für die Ewigkeit gebaut! Und über den höchsten Schornsteinen weht die Totenkopfflagge. Die alten Fabrikhallen sind mit Stacheldraht umgeben und dahinter langweilen sich in den spär­lichen und in großer Eile ausgegrabenen Schützengräben einige junge unerfahrene polnische Soldaten. Wüsste der verehrte Leser nicht, dass es sich um etwas so schreckliches wie Krieg handele, müsse er bei dem Anblick gewiss annehmen, es handele sich um eine Gruppe Freunde, welche einen sonnigen schönen Sommertag mit einem abendlichem Besuch am Strand ausklingen lassen wolle. Doch war die Stimmung unter den nichtsahnenden Soldaten eine eben solche und nichts sollte sich daran oder dem Singen und Grölen der Piraten, welches durch die weiten Hallen der alten Fabriken, die noch aus der Hochzeit des Kalten Krieges stammten, tausendfach verstärkt wurden, ändern, bis plötzlich das laute Brummen eines über die Steppe rasenden Geländewagens alle unsanft aus ihren Träumen und Gedanken riss. Die Stö­ren­friede waren der Marschall und der polnische Präsident, welche vom Flugplatz Bajkonur so schnell wie möglich zu dem Schauplatz eilten.


Jakub: (Jakub springt auf, schultert seine AK-47 und salutiert den Ankömmlingen.) Guten Tag, Herr Marschall, Herr Staatspräsident! Feldwebel Jakub Kowalski erstattet bericht: Alles ruhig! Keine Änderungen.


Rokossowski: Verstanden, wegtreten!


Jakub: Jawohl!



Nach einigen kurzen Beredung mit etlichen anderen Offizieren entscheidet Präsident Wałęssęr alle Sorgen und Warnungen seines Militärpersonal einfach zu ignorieren und nach dem letzten Strohhalm zu greifen, welcher den Frieden noch retten könnte, und so betreten Präsident Wałęssęr, Marschall Rokossowski, der junge Feldwebel Jakub mit seiner AK und einige wenige andere Soldaten nach nun über 18 Stunden seit Beginn der Staatskrise die Piraten-besetzten Fabrikhallen.

This post was last modified: 14.01.2019 03:53 by Esser14.

13.01.2019 03:27
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Albenmark
Post: #5
RE: Bilderberger Bar


Das Wohlsein
liegt unter der Schicht
des Unbehagens -
wie das Erwachen
unter der Lage tiefster Müdigkeit.
Der Weg ins Sonnenlicht
führt durch den Wolkenbruch.
Wer fliegen will,
muß kriechen lernen.


Seit mehreren Wochen nun schon sind Emerelle und ihre Piraten in dieser Menschenleeren, unwirklichen Gegend gefangen. Als sie erwachte war sie in dieser Fabrikhalle gelandet, mitsamt der Dieing Essenman. Diese war ordentlich ramponiert. Ein rießiger Schlitz Backbord - der Maschinenraum durch einen explodierten Antrieb total zerstört. Jegliche Kommunikationsmittel gewaltsam außer Betrieb gesetzt. Ein trauriger Anblick welcher sich hier bietet.

Ziemlich schnell hatte man die Halle und die Gegend erkundet, in der Emerelle gelandet war. Auch die Schuldigen für diese misslische Lage war schnell gefunden: Der Kapitän, samt 1. Maat und Chef Maschinist, waren von Alaska, dem Nachbarstaat und Erzfeind der Königin, bestochen worden um die Königin aus dem Weg zu räumen.


Emerelle steht an dem rießigen Hallentor, dieser noch rießigeren Halle. Hinter ihr schweißen und reparieren ihre letzten verbliebenen 23 Seemänner das einst so stolze Flaggschiff einer ganzen Nation. Es war ein kleines Wunder hier zu landen. Nicht weit von hier ist zwar ein See, aber wie kam das Schiff hier her? Man hat es ja schlecht tragen können. Was ist das für eine Halle hier? Es sieht so aus als wäre es von einem Tag auf den anderen hier verlassen worden. Jede Menge Werkzeug, darunter Schweißgeräte, und sogar eine kleine Sammlung an Chemikalien in Pulver und Flüssiger Form. Aber die wichtigste Frage: WO sind die hier? Jäh wird die Majestät aus ihren Gedanken gerissen.

Ralph: Meine Königin, die Jungs sind von ihrer Erkundungstour zurück!

Emerelle: MEINE GÜTE RALPH! ... Wie lange bist du schon 1. Offiziert meiner Leibgarde?

Ralph: Sechs glaube ich. Wieso fragt meine Königin danach?

Emerelle: Wie oft hast du dir eine Schellen gefangen, wenn du dich so von hinten an mich heran schleichst? Anscheinend nicht oft genug...

Ralph (stotternd): Ähm... Ja... Also... Ähm... Es war nicht meine Absicht...

Emerelle seufzt und winkt ab: Schon gut... Das erneute Treffen mit Davy Jones hat mich aus der Fassung gebracht. 100 Seelen... Wie viele haben wir ihm schon geschickt?


Ralph zieht eine Augenbraue hoch: 71 sind tot, meine Königin. Genau so viele wie die letzten vier mal die du gefragt hast. Wir schulden Davy Jones noch 29 Seelen für dein Leben, Emerelle!

Die Königin nickt gedankenverloren: Ja... Was haben die Männer herausgefunden?

Ralph nimmt Haltung an und berichtet: Wir haben leider nichts gefunden was auf Zivilisation hindeutet. Außenrum viel karges Land, fast schon Wüste, eine sehr weite Fläche. Einzig und allein wurde ein einzelner Holzmast, der aussieht wie ein alter Telefonmast, gefunden. Irgendwie war da Genghis Khan eingeritzt, was auch immer das heißen soll. Timo und Kim haben es geschafft auf diese Halle hinauf zu klettern und unsere Fahne zu hissen. Hoffentlich wird sie gesehen und irgendjemand kommt zu uns.

Emerelle nickt, als wäre sie nicht ganz bei ihm. Ihr Blick scheint durch ihn durchzublicken: Gut. Abtreten. Die Männer sollen alles vorbereiten und den letzten Vodka und diese Astronauten Nahrung da auftischen. Heute Abend wird gefeiert.... Wenn aller Proviant leer ist gehen wir auf Wanderung und fiden entweder Zivilisation oder erneut Davy Jones...

Ralph salutiert und tritt ab um alles vorzubereiten wie geheißen. Emerelle wirft seufzend einen letzten Blick auf den Himmel und wendet sich auch zum gehen ab.

ETWAS SPÄTER

sind alle zusammen an einem langen provisorischen Tisch versammelt und singen, gröhlen, jaulen. Sie tanzen mit der Königin, oder besser gesagt die Königin mit ihren Männern. Auf dem Tisch und in der weitläufigen Halle. Die Emerelle die sich hier darbietet hat gar nichts mehr mit der vorherigen Emerelle gemein. Sie wirkt nicht nachdenklich und Gedankenverloren. Sie genießt das Hier und Jetzt in vollen Zügen. Bis sie und die freudige Gesellschaft gerade mitten im ,,Drunken Sailor'' rau unterbrochen werden.


Rokossowski: Nehmen Sie alle die Hände hoch und keiner bewegt sich hier! Das Gebäude ist umstellt - Ihr kriegerischer Akt der Besatzung dieser Hallen ist hiermit beendet! Die glorreiche Armee Polandias hat den Krieg, den Sie begonnen haben, ruhmreich zerschlagen! Ergeben Sie sich!


Pirat 1 gröhlt laut auf und klatscht sich in die Hände: POLANDIA! HA!!!! ICH WUSSTE ES! Ihr schuldet mir alle euren Sold für diesen Monat! HAHAHAHA!!!

Großes Gemaule, bis schließlich Pirat 2 sich meldet: Du Depp du Blöder! Du sagtest wir seien in Europa!

Pirat 1 mit stolz geschwellter Brust: Jaha! Und euer Sold gehört mi-hier!!!

Pirat 2: Du damischer Halbdackel du bleeder! Polandia liegt in Asien, so irgendwo zwischen Ruthenien und Shenzou! Hast du Lack gesoffen, du langer Lackl du?

Das große Gelächter der Piratenmeute wird durch den Pflichtbewussten Marschall erneut unterbrochen.

Rokossowski: Ich sagte Hände hoch! Eure feindliche Besatzung wird nicht mehr länger geduldet!


Emerelle lößt sich aus den Reihen und läuft auf die Polandianische Gesandten zu: Meine Herren! Mein Name ist Emerelle. Königin Emerelle die Erste aus Albenmark. Und wer sind Sie?

Walesser: Ich bin Ignacy Walesser, Präsident unseres kleinen aber feinen Polandia. Man berichtete mir von einer feindlichen Besatzung? Sie wollen verhandeln?


Emerelle ignoriert die Waffe des Marschalls und tritt an diesen vorbei direkt zu Walesser zu: Ignacy, es freut mich hier sein zu dürfen in deinem .... (Sie schaut sich in der großen schwarzen Halle um)...


Walesser: Es ist eine alte Raketenbasis, fast schon vergessen worden. Aber diese hoheitliche Baukunst ist für die Ewigkeit gebaut!

Emerelle: Ja, wir fühlen uns hier auch wie zuhause in diesem Wunderwerk von Baukunst! Wie auch immer ist mein Schiff leider beschädigt worden. Wir haben uns in aller Freundschaft mal bedient und repariert. Meine Leute haben die rumliegenden Raketenteile gefunden und ein bisschen das Schiff aufgepimpt. Das einzigste was mir fehlt ist ein klein bisschen Futter für den Atomreaktor, der hier rumgelegen war.

Walesser: Und wie kommt ihr darauf das wir hier etwas passendes haben? Wir haben noch nicht einmal Atomwaffen hier in Polandia. Und selbst wenn wir etwas hätten. Was haben wir davon? Bis jetzt sehe ich keinerlei profitable Situation Piraten zu unterstützen...

Emerelle: Mein lieber Ignacy, wer die Likedeeler unterstützt wurde noch nie enttäuscht! Die Bruderschaft hebt ihre Traditionen hoch und lebt den Zusammenhalt. Wir wissen wer unsere Freunde sind, und bis jetzt haben wir ganz ohne Boni Zahlungen daran festgehalten den Eurasischen Handel auf der Seidenstraße zu beleben!

Walesser: Wohl wahr.... (er scheint zu überlegen)


Emerelle drängt sich nun zwischen den Marschall und Walesser, legt diesem legere einen Arm um die Schultern, stellt sich ganz locker hin und gibt mit der freien Hand einen Ausblick auf Imaginäre Bilder: Lass uns Beide über das große und Ganze sprechen. Wir Beide sind Freunde, klar soweit? Aye! Wir halten weiter den Handel über die Seidenstraße am boomen, rein aus Freundschaftlichkeit zueinander. Doch dazu brauchen wir einen sicheren Hafen für unsere neue Luftschiffflotte! Gegen ganz faire und freundschaftliche 8% der Briese aus dem neuen Luftfahrtgeschäft erhalten wir dieses wunderbare Stück Land mitsamt allem was drauf ist als Basis.

Walesser springt überraschend schnell weg und scheint Schnappatmung zu bekommen: 10%?! Emerelle, du lässt mich ganz schön arm dran mit nur 12%! Aber nagut, ich werde die 15% wohl annehmen. Obwohl ich 25% kaum vor meinem Volk vertreten kann! Gut gut... Brüderliche 40% sind gesetzt. Ihr macht ja auch die meiste Arbeit...

Emerelle hebt sich die Hand an die Stirn und spielt den sterbenden Schwan: 35%?! Und das in diesen Zeiten, nochmal welchen Zeiten? Bist du denn des Wahnsinns, mein Lieber?! 23%?! Das ganze Geschäft ist wegen diesen depperten Römern sowas von gefährlich geworden, dass 14% eigentlich viel zu viel sind. Aber ich bin ja nicht so. Ja! Wegen eurer tollen Gastfreundschaft sind die 13% in aller Freundschaft voll in Ordnung! (Sie streckt ihm die Hand zum Deal hin)

Walesser schlägt ein: Gut, 13%! Rokossowski, veranlassen Sie das Nötigste das der Antrieb wieder läuft.

Der Marschall salutiert und eilt aus der Maschinenhalle...


...Ich hab Flausen im Kopf und Hummeln im Arsch
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Doch wird's mal still um mich dann komm'n die Geister hoch
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13.01.2019 22:57
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Post: #6
RE: Bilderberger Bar

Datum: 20. Oktober 1999
Ort: Bilderberg Bar im Keller des Restaurants KUDéTA in Noahin

Timon Reir Ali: Es freut mich, dass Sie nach Noahin reisen konnten um unser kleines Geschäft zu besprechen.

Mann im Anzug und mit Aktentasche: Es freut mich, dass Sie mich zu Gesprächen eingeladen Herr Oppositionsführer, aber denken Sie nicht, dass es zu früh ist den Deal detailliert zu besprechen, immerhin ist Vana noch im Amt.

Timon Reir Ali: Das ist nur eine Frage der Zeit. Diese Wahl konnte er noch einmal knapp für sich entscheiden, aber mit dem Posten als Weltherrscher hat er sich übernommen. Dieser naive Idiot denkt doch tatsächlich, dass man die Piraterie bekämpfen kann indem man diesen dreckigen Barbaren Geld gibt, sodass sie nicht mehr unsere Frachtschiffe plündern müssen. Die Essen Union wird weiter expandieren und das wird auf internationaler Ebene sein Ende und in Froktenien meinen Aufstieg bedeuten. Bei der nächsten Wahl wird meine PKFF eine Mehrheit haben und dann wird der Deal den wir heute aushandeln in die Tat umgesetzt und Vana wird endlich Geschichte sein.

Mann im Anzug und mit Aktentasche: Sehr gut. Für das was Sie sich vorstellen müssten Sie der Atlas Corporation geschätzt 5 Milliarden Froktenische Zinsen pro Quartal zahlen.

Timon Reir Ali: Das ist angemessen. Ich will diese Piraten nur am Grund des Meeres sehen! Dafür bin ich bereit froktenisches Steuergeld zu zahlen. Aber sagen Sie mir, ist unser Deal legal? Immerhin hat Ihre Regierung angekündigt, dass die Schiffe der Atlas Corporation nur noch römische Flottenverbände schützt.

Mann im Anzug und mit Aktentasche: Offiziell geht das eh nicht. Wir müssen den Deal unter dem Radar der Welt und der Geheimdienste abwickeln. Die Atlas Corporation ist an Geld und Gewinn interessiert, nicht an Gesetzen die dem Imperium Romanum aufgezwungen wurden. Die Schiffe und die Crew die wir Ihnen stellen muss unter froktenischer Flagge auf die Piraten schießen.

Timon Reir Ali: Das lässt sich einrichten. Ich glaube wir haben einen Deal.

Mann im Anzug und mit Aktentasche: Sogar einen sehr lukrativen, vorausgesetzt Sie werden tatsächlich in 10 Quartalen zum Präsidenten Frokteniens gewählt.

Timon Reir Ali: Keine Sorge, wenn die Entwicklungen so anhalten steht Vana bald ohne Zustimmung da. Ich werde der nächste Präsident Frokteniens!

14.01.2019 03:08
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Post: #7
RE: Bilderberger Bar

Datum: 21. Oktober 1999
Ort: Eine der vielen Bilderberger Bars

Eine verhüllte Gestalt wechselt eine Glühbirne in einem der "abhörsicheren" gesicherten Loungen der Bilderberger Bar aus.

Verhüllte Gestalt: Haha, abhörsicher genaaau.

Bevor er die neue Glühbirne einsetzt legt er eine Speicherkarte in einen kleinen Schlitz des Birnengewindes. Dann nimmt er eine ebensolche aus der zuvor entfernten Birne, steckt sie in sein Mobiltelefon und steckt sich einen Kopfhörer ins Ohr.

Verhüllte Gestalt: Oha, das ist ja mal interassant.

Die verhüllte Gestalt packt ihre Sachen und verlässt die Lounge.


We are Anonymous.
We are Legion.
We do not forgive.
We do not forget.
Expect us.


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14.01.2019 22:41
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Post: #8
RE: Bilderberger Bar

Datum: 1. Juni 2000
Ort: Bilderberg Bar im Keller des Restaurants KUDéTA in Noahin

Generalsekretär der PKFF: Oh die Nachrichten schreiben gerade von dem Treffen Vanas mit Präsident Nursultan Nazarbayev.

Timon Reir Ali: Was schreiben sie? Etwas wichtiges für uns?

Generalsekretär der PKFF: Vana hat es scheinbar geschafft sein Ultimatum durchzusetzen. Die EU würde Geld an die Piraten zahlen, damit die ihre Kaperfahrten beenden. Außerdem hat er auch andere Deals mit Nazarbayev zur Sicherung des Friedens in der Welt abgeschlossen.

Timon Reir Ali: Scheiße! Das kann uns den gesamten Wahlkampf zerstören! Wenn Vana jetzt wieder zum starken Mann wird, der den Frieden bewahrt und die Piraterie in den Griff bekommt, ist es aus mit unserem Stimmenvorsprung!

Generalsekretär der PKFF: Warte Timon! Die Zeitung schreibt auch, dass Nazarbayev und Vana die Kriegstreiberei der Albenmark verurteilen. Vana will eine Stellungnahme und Entschuldigung der Oberbarbarin zu den Drohungen gegen Westend.

Timon Reir Ali: Sehr gut, dann ist ja noch alles offen und in Ordnung. Puh, jetzt dachte ich schon, dass er vor der Wahl noch richtig große Erfolge für sich verbuchen könnte.

Generalsekretär der PKFF: Wieso ist das alles in Ordnung Timon?

Timon Reir Ali: Weil es um Emerelle I geht! Erinnerst du dich nicht an ihren Auftritt vor der Konferenz zur Piraterie? Dieses Piratenweib ist komplett irre und viel zu überzeugt von sich selbst. Außerdem hat sie kein Gespür von Politik, sondern nur für rohe Gewalt. Die entschuldigt sich in hundert Jahren nicht! Ich denke, dass noch nicht alles verloren ist. Unsere kleinen geheimen Deals mit der Atlas Corporation sind vorläufig gesichert. Wir sollten aber die Situation im Auge behalten. Es sind noch fast zwei Jahre bis zu den Parlamentswahlen. Wir müssen in den Umfragen weiterhin in Führung bleiben. Vana darf sich nicht erholen!

16.01.2019 21:40
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Esser14
@realAttilaJuhász
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Confederacy
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Post: #9
RE: Bilderberger Bar




Stalker


„… was es war? Der Fall eines Meteoriten? Der Besuch von Bewohnern aus dem Weltall?
Wie auch immer, in unserem kleinen Land entstand das Wunder aller Wunder – die ZONE.
Wir schickten sofort Truppen hin. Sie kamen nicht zurück. Da umzingelten wir die ZONE mit Polizeikordons …
und haben wahrscheinlich recht daran getan … im übrigen – ich weiß nicht, ich weiß nicht …“
-
«...Что это было? Падение метеорита? Посещение обитателей космической бездны?
Так или иначе, в нашей маленькой стране возникло чудо из чудес - ЗОНА.
Мы сразу же послали туда войска. Они не вернулись. Тогда мы окружили ЗОНУ полицейскими кордонами...
И, наверное, правильно сделали... Впрочем, не знаю, не знаю...»




Datum: Unbekannt
Ort: Irgendwo im ehemaligen Staat Obristan am Rand der Zone


Ausgangspunkt der Handlung ist eine in Zeit und Ort nicht näher beschriebene Stadt im ehemaligen Staat Obristan, die am Rande eines als „Zone“ bezeichneten Gebietes liegt. In dieser Zone geschehen seltsame Dinge, es gibt rätselhafte Erscheinungen, deren Ursache zum Zeitpunkt der Handlung schon Jahre zurückliegt und nur vermutet werden kann. War es der Besuch einer außerirdischen Zivilisation, ein merkwürdiger Meteoriteneinschlag oder ein schiefgelaufener Waffentest des Versailler Paktes – man weiß es nicht. Das Gebiet wurde evakuiert, abgesperrt und steht unter schwerer militärischer Bewachung.

Der „Stalker“ verdient sich seinen Lebensunterhalt damit, Leute illegal durch den Sperrgürtel zu bringen und sie innerhalb der Zone zu führen. Der Stalker hat Gespür, ja Ehrfurcht für diesen sich ständig verändernden Ort entwickelt, fühlt die Gefahren im Voraus und hat seine Methoden, den tödlichen Fallen, die die Zone stellt, auszuweichen.



Ehefrau des Stalker: Wo willst du denn hin? Du hast doch versprochen... Und ich habe Dir geglaubt. Na gut, du gehst. Aber was wird mit uns? Denk doch an dein Kind! Sie hat sich kaum an dich gewöhnt. Wieso tust du es wieder? Ich kann nicht ewig auf dich warten, das bringt mich um! Du wolltest arbeiten gehen! Man hat dir eine anständige Arbeit versprochen!

Stalker: Ich komme bald zurück.

Ehefrau des Stalker: Du kommst ins Gefängnis! Aber diesmal kriegst du nicht 5, sondern 10 Jahre! Und ich werde tot sein!

Stalker: Für mich ist es überall wie im Knast!

Der Stalker geht, seine Frau versucht ihn festzuhalten, doch er reißt sich los und verlässt das Haus.

Ehefrau des Stalker: Verschwinde! Mögest du dort krepieren! Verflucht sei der Tag, an dem ich dich getroffen habe! Gott selbst hat dich bestraft und mich deinetwegen auch!




Etwa eine Stunde später sitzen drei Männer in einer dunklen, schmutzigen, verrauchten Kneipe und warten auf den richtigen Moment um ihre gefährliche Expedition zu beginnen.



Schriftsteller: Die Welt ist langweilig! Es gibt weder Telepathie, noch Gespenster oder Ufos. So etwas kann nicht existieren! Die Welt wird durch eiserne Gesetze regiert und das ist langweilig. Alles ist gesetzmäßig. Es geht leider nicht anders. Aber bitte, keine Ufos. Sonst wäre es viel zu interessant. Im Mittelalter war es besser. Da gab's Geister in jedem Haus und Gott in jeder Kirche. Die Menschen waren jung! Heute ist jeder Vierte alt. Wahnsinnig langweilig. Auch die Zone muss irgendwelchen Gesetzen unterliegen. Dort gibt es keine Hausgeister und gewiß auch kein Gott. Denn wäre Gott nun eben in diesem gottlosen Stück Land, dann weiß ich nichts mehr... Aber genug über Gott gesprochen. Sind Sie wirklich ein Professor?

Professor: So kann man das sagen.

Schriftsteller: Machen wir uns bekannt. Ich bin Schriftsteller, deswegen nennen mich alle "Schriftsteller". Und wie ist Ihr Name?

Professor: "Professor". Worüber schreiben Sie?

Schriftsteller: Über die Leser. Über etwas anderes zu schreiben lohnt sich nicht. Es lohnt sich eigentlich überhaupt nicht. Sind Sie ... ein Chemiker?

Professor: Physiker.

Schriftsteller: Das muss langweilig sein. Nach der Wahrheit zu suchen. Sie verbirgt sich überall. Versucht man es da - ah, der Kern besteht aus Protonen. Tut man's dort - sehr schön: Dreieck ABC ist gleich Dreieck A'B'C'. Bei mir ist es anders. Ich grabe die Wahrheit aus, aber inzwischen ändert sie sich und ich stehe vor einem Haufen... na, Sie wissen schon. Sie haben es gut! Doch steht zum Beispiel im Museum ein antiker Topf. Zu seiner Zeit war's ein Müllbehälter. Nun wird er von allen bewundert. Wegen der Unnachahmlichkeit seiner Form und des Ornaments. Alle sind begeistert... Dann stellt sich heraus, dass er gar nicht antik ist. Irgendein Witzbold hat ihn den Archäologen zum Spaß untergeschoben. Die Begeisterung ist vorbei. Ach, diese Kunstliebhaber...

Professor: Denken Sie immer nur an so etwas?

Schriftsteller: Um Gottes Willen! Ich denke nur selten nach. Das bekommt mir nicht. Man kann nicht schreiben und immer nur an Erfolg oder Scheitern denken. Aber was ist wenn man mich in 100 Jahren nicht mehr lesen wird? Wozu soll ich dann schreiben? Sagen Sie, Professor, warum sind Sie dabei? Was wollen Sie in der Zone? Weshalb wollen Sie diesen le­gen­den­um­wo­benen "Raum der Wünsche", der angeblich die geheimsten und innigsten Verlangen in Erfüllung gehen lässt, betreten?

Professor: Ich bin doch Wissenschaftler. Aber warum wollen Sie dort hin? Sie sind ein populärer Schriftsteller. Die Frauen werfen sich Ihnen bestimmt an den Hals.

Schriftsteller: Meine Inspiration ist weg. Ich will sie zurück.

Professor: Können Sie etwa nicht mehr schreiben?

Schriftsteller: Was? Ja, möglicherweise.


Man hört die Bremsen eines Zuges laut quietschen.


Stalker: Hören Sie das? Das ist unser Zug. Starten Sie schon einmal das Auto! Wir müssen gleich los.






Off-RP: Für diesen Post habe ich mich stark an dem im Jahre 1979 erschienenen Film "Stalker" orientiert, welcher selber auf dem Buch "Picknick am Wegesrand" basiert. Ich fand dies nützlich um das Sze­na­rio und die Zone besser zu erklären. Jedoch würde ich meine Erzählung gerne von der des Filmes ablösen und etwas Neues erschaffen. Deswegen lade ich alle herzlich ein entweder an der Geschichte selber weiterzuspinnen oder sogar eine ganz eigene Geschichte in der Zone im ehemaligen Obristan zu erzählen. Ich hoffe sehr darauf, dass ein paar spannende, wenn auch kurze, Stalker-Geschichten in dieser Welt entstehen. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt um diesen Beitrag zu lesen.

18.01.2019 01:08
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Benedikt Magnus
Kanzler der Monomentalrepublik
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Post: #10
RE: Bilderberger Bar

Datum: 12. November 2000
Ort: Besprechungsraum der Bilderberger Bar in der Karl-Johann-Straße, Oslo

Mann im Anzug: "Dann legen Sie mal los. Wie sieht unsere Strategie für das kommende Jahr aus?"

Vortragender: "Das neue Bankengesetz ermöglicht uns mehrere Vorgehen zum Schutz der Privatsphäre unserer Kunden. Bei Privatkunden ist es ganz einfach: Sämtliche Einlagen und Verschiebungen von Geldern im Inland unterliegen der Verschwiegenheit. Wir haben weder eine Meldepflicht, noch kann man uns zwingen, Informationen zu bestimmten Personen herauszugeben. Ohne eine Änderung des Tagesgeschäfts ist damit der Anonymisierungsgewinn maximal."

Mann im Anzug: "Und der Geschäftsbereich?"

Vortragender: "Inlandsgeschäftskunden sind für die Versteuerung ihrer Einlagen selbst verantwortlich. Meldepflicht besteht nicht. Informationsherausgabe kann gerichtlich erzwungen werden. Die Angabe korrekter Höhen kann aber über die üblichen Verschleierungsverfahren umgangen werden."

Mann im Anzug: "Also nichts Neues. Haben Sie irgendetwas Neues zu berichten?"

Vortragender: "Gewiss. Immerhin ist da noch das Auslandsgeschäft. Das neue Gesetz erlaubt es uns, durch Verbuchung der Eingänge als Kapitalerträge jegliche Ansprüche seitens ausländischer steuerlicher Regelungen zu umgehen. Dabei wird durch den Einzahler im Ausland ein Kapitalverlust geltend gemacht, der in den meisten Fällen noch steuerlich abgesetzt werden kann, und diese hierzulande als Kapitalertrag für die Bank verbucht. Intern halten wir einen positiven Konteneingang in gleicher Höhe fest. Bei Auszahlung wird dies dementsprechend dem Fiskus als Kapitalverlust gemeldet. Bei solchen Kapitalverbuchungen fällt zwar eine Kapitalertragssteuer bei Eingang an, derzeit in Höhe von 2,54%, sowie bei Ein- und Ausgang die Finanztransaktionssteuer des Neutralen Blocks, derzeit in Höhe von 0,5%, dies unterschreitet aber bei weitem den steuerlichen Gewinn der ausländischen Unternehmensseite, und bedarf hierzulande keiner Nennung der zweiten Partei, womit effektiv eine absolute Anonymisierung erreicht ist."

Mann im Anzug, klatschend: "Großartig! Damit werden wir den internationalen Geldfluss dominieren! Was meinen Sie, welchen Betrag wir für unseren Aufwand einbehalten können?"

Vortragender: "1,00%, mit Risikoaufschlägen bis zu 12,00%."

Beifall und Klatschen im ganzen Raum.

18.01.2019 21:50
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