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Bilderberger Bar

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Aslan1990
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Bilderberger Bar



Bilderberger Bar im Ministersitz



"...wir können aber schon ein wenig mit dem RP anfangen - einfach mal um ein wenig die verschiedenen Charaktere einzuführen und ein wenig der Stimmung in den jeweiligen Staaten wieder zugeben. Ich habe da folgende Idee: Die Kette Bilderberg Bar, welche sich in den größten Städten und an den wichtigsten Luftfahrtdrehkreuzen finden lässt. "

TheLastShah in Marseille


Charlie und Juerss hatten die Idee dieses "alte" Konzept des RPs, dass damals in dieser Form der Shah erdacht hat, etwas umzuwandeln und es in der Welt Erde wieder einzusetzen. Ebenso wurde es erfolgreich fortgeführt in Hannover, Essen, und vielen anderen Welten.

Ich habe dies nun schamlos abgekupfert aus der Welt Essen...

Worum geht es?

Grundsätzlich gibt es überall auf dem Globus verteilt die sogenannten Bilderberger Bars oder Lounges. So zum Beispiel auch am internationalen Flughafen in Den Voelden. Die Bar dort beispielsweise bietet sowohl einen öffentlichen Bereich mit Tischen und einer fantastischen Aussicht auf die Stadt (Den Voelden liegt in einem Kessel. Der Flughafen liegt etwas außerhalb auf einem Plateau). Noch wichtiger ist jedoch die geschlossene Lounge, welche über eine Chipkarte von First-Class-Passagieren betreten werden kann. Dabei ist die Anonymität jedes Gastes gewährleistet. Aufgrund der Lage als Internationales Drehkreuz ist die Bilderberg Bar auch ein beliebtes Ziel von informellen Konferenzen & Sitzungen, welche in einem seperaten Teil in streng gesicherten Sitzungsräumen abgehalten werden können.

Was ist aber nun Sinn und Zweck des ganzen und was passiert in diesen Bars?


Grundsätzlich hat die Bar mehrere Zwecke zum einen können und sollen hier Geheimtreffen, nicht öffentliche Konferenzen, Unterhaltungen zwischen Politikern und ähnliche Treffen stattfinden. Dies soll dazu dienen Hintergrundinformationen aufzuarbeiten, die normalerweise nicht in Zeitungen oder Chirper gehören, aber zum Verständnis des RPs beitragen, Hinweise auf zukünftige Ereignisse oder Hintergründe bringen. Wichtig ist dabei, dass diese Gespräche zwar heimlich aufgezeichnet werden (Was natürlich niemand weiß Wink ), aber Sie sind deswegen trotzdem nicht allgemein bekannt. Das bedeutet zwar, dass hier etwas gesagt werden kann das ein komplettes RP-Ereignis auf den Kopf stellt, dass bedeutet aber nicht, dass dies als Grundlage für Zeitungsberichte dienen kann. Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass Geheimdienste etwas abgefangen haben. Das muss aber mit dem Charakter-"Inhaber" abgesprochen werden.

Am Beste funktioniert das Bar-Prinzip, wenn die Geschichten hier in das allgemeine RP eingefasst werden. Dies könnten zum Beispiel Seitengespräche während einer Konferenz sein, Geheime Verhandlungen zwischen eigentlichen Feinden oder Einblicke in eine Terror-Gruppe.

Das ist der eine Zweck. Der andere besteht darin allgemeine Stimmungen innerhalb der Bevölkerung einzufangen. Es ist der Ort für Stammtischreden, die Gerüchteküche aber auch allerlei politisch brisantes Schwätzle Wink . Was jedoch alle Gäste, egal ob Staatschef oder Bauarbeiter, nicht wissen ist, dass alle Gespräche in diesen Hallen und auch einige außerhalb aufgezeichnet werden und hier zur Verfügung gestellt werden.

Seit Marseille hat sich die Technologie verbessert. So sind die Personen hinter den Bilderberger Bars nun auch in der Lage Telefongespräche abzufangen, die Kameras von Präsidentenpalästen anzuzapfen und Computer zu hacken, die zufällig während einer Besprechung einer Terrorgruppe angeschaltet sind. Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Links und Interessantes

Die "alte" Bilderberger Bar in Marseille. Hier kann man sich Ideen holen: Klick Mich!


Der Bilderberger Protokoll Header:

Code:
[hr][align=center][img=760x49]https://s11.postimg.org/6y5pw9p0j/Titel.png[/img][/align][hr]


Beispiel I:






Datum: 23. Oktober 1990
Ort: Bilderberg Bar "Ferdinand Foch International Airport", Den Voelden , Föderale Ratsunion Novidia (Öffentlicher Bereich)

Den Voeldener Investmentbanker, in maßgeschneidertem Anzug (telefonierend): "Wir sollten in diese Blackwater Unternehmen aus Ferelden investieren. Die scheinen ja in Island freie Hand zu haben....Das können wir zu unserem Vorteil nutzen und uns eine goldene Nase daran verdienen..."

Eine Frau kommt auf den Investmentbanker zu und setzt sich an seinen Tisch. Der Mann legt auf.

jüngere, fereldische Frau im Blazer: "Hier haben Sie die geforderten Berichte. Sie sehen Blackwater tut alles um das bestmögliche für seine Investoren herauszuholen......Der letzte ähm..... "Großauftrag" war besonders lukrativ...Sie werden es schon bald sehen."

Die fereldische Frau lässt den Banker eine weile in den Unterlagen blättern.

fereldische Frau: "Und? Sind wir im Geschäft?

Beispiel II:






Datum: 24. Oktober 1989
Ort: Bilderberg Bar am Platz der Nationen, Den Voelden, Föderale Ratsunion Novidia (Konferenzraum Prinz Ferdinand)

Anmerkung: Dieses Beispiel wurde abgewandelt. Es wurde ursprünglich von TheLastShah geschrieben.


Viktor Nevskij, General der Seperatisten in Ukrainja: "Unsere sogenannten Anführer haben uns an den Westen prostituiert, unsere Wirtschaft zerstört, unsere Ehre. UNSER BLUT wurde auf unserem Boden vergoßen! Die Rebellion ist legitim und wir werden keinen Zentimeter zurückweichen bis wir die Hauptstadt erobert haben. Dann wird der Korruption in diesem Land ein für alle mal der Garaus gemacht!" (Nevskij zeigt mit dem Zeigefinger wütend auf Präsident Andres Orbanewitsch)

Richard Zippel, Diplomat (beruhigend, sachlich): "Diese Politik der Eskalation wird keiner anwesende Partei helfen. Kollegen, lassen sie uns zurück zu den Lösungsmöglichkeiten kommen die wir vor der Verhandlungspause besprochen hatten (Papierrascheln)... Viktor, Novidia und die restlichen europäischen Nationen wollen keinen Völkermord vor unserer Haustür geschweige den einen Bürgerkrieg oder etwas noch Schlimmeres. Ukrainja muss sich demokratisieren, das steht außer Frage. Wenn sie beide sich einigen, dann versprechen wir ihnen finanzielle und wirtschaftliche Direkthilfen in Höhe von 10 Mrd. $. Viktor, Sie sagen, dass Sie die Korruption bekämpfen wollen, und das finden wir sehr löblich. Doch wie wollen Sie Korruption in einem Land bekämpfen, das kurz vor der Pleite steht? Ich mache Ihnen ein weiteres Angebot, auf das ich den Ratspräsidenten vorhin überzeugen konnte - aber zuerst will ich Zugeständnisse ihrerseits hören, Andres!"

Andres Orbanewitsch, Präsident Ukrainja (dicklich, schwitzend, unruhiger Blick, knetet seine Finger unaufhörlich): Nevskij, ihre Mörderbande sollte besser die Waffen niederlegen solange sie es noch können-

Viktor Nevskij (laut): "Und Sie sollten das Präsidentenamt niederlegen solange SIE noch in der Lage dazu sind!

Richard Zippel (entnervt):"Halt, meine Herren! Danach hatte ich nicht gefragt, bitte Viktor, so führen die Verhandlungen nirgendwo hin. Meine Herren, ich muss die Verhandlungen hier leider unterbrechen...


...Ich hab Flausen im Kopf und Hummeln im Arsch
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Doch wird's mal still um mich dann komm'n die Geister hoch
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13.01.2020 20:57
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Arborea
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Post: #2
RE: Bilderberger Bar

Date: July 21st, 2001
Location: Bilderberg Bar at Pas de Vercengetorix, Gaelic Quarter in Yerushalyite territory

A man putting out a cigarette: "The north has been quiet as of late, but in the south, not so much."

A woman in red, sipping wine: "Atlazon test's the Hegemon's patience. The Wall was meant to separate our borders, not be the target of sabotage."

The same man: "The young Duke does nothing to restrain his followers. Eventually, Yerushalyim will respond in force. Probably, dare i say, too much?"

13.01.2020 23:47
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Nordasger
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Post: #3
RE: Bilderberger Bar




Das Goldene Kalb

Erzählt nach einem Roman von Ilja Arnoldowitsch Ilf und Jewgeni Petrowitsch Katajew


Leutnant Pjotr Petrowitsch Schmidt (oben Mitte) an Bord des Panzerkreuzers Otschakow




Datum: 20. Juni, 2002
Ort: Heilige Ordnung, Jingzhou, Pfarramt


Ostap Bender: Guten Tag. ... Sie erkennen mich nicht? Sonderbar, dabei sagen alle immer, dass ich meinem Vater ausgesprochen ähnlich sehe.

Pfarrer: Ich sehe meinem Vater auch ähnlich aus. Was wollen Sie?

Ostap Bender: Die Frage ist doch welchen Vater man hat. Ich bin der Sohn des Leutnants Schmidt.

Pfarrer: Ähm... Ah... Sehr gut, dass Sie vorbei gekommen sind. Ähm... Bitte setzen Sie sich doch. Sie müssen aus Peking weit gereist sein.

Ostap Bender: Ja, ich bin auf der Durchreise.

Pfarrer: Ja, ähm... unsere Kirche ist wunderschön. Ähm... sagen Sie, erinnern Sie sich an den heldenhaften Kampf des Leutnants Schmidt bei Shanghai auf dem Kreuzer Otschakow?

Ostap Bender: Ganz vage, in dieser heroischen Zeit war ich noch ganz klein. Ich war nur als Kind dabei.

Pfarrer: Hmm... Entschuldigen Sie, wie heißen Sie? Wie ist Ihr Name?

Ostap Bender: Nikolai, Nikolai Schmidt.

Pfarrer (etwas misstrauisch): Und... ähm.. der Ihres Vater?

Ostap Bender (schaut den Pfarrer lange und gekränkt an.): Ja, so ist das. Heutzutage erinnert sich kaum noch jemand an die Namen unserer Helden. Seit der Herrschaft des Ministeriums ist der Enthusiasmus im Weltreich verloren gegangen.

Pfarrer: Ja, das haben Sie ganz richtig bemerkt. Vor lauter Arbeit werden wir hier noch völlig stumpf und vergessen die großen Taten. (Schlägt auf den Tisch.)

Ostap Bender: Ich bin in Ihrem Dorf eigentlich ganz zufällig. Unannehmlichkeiten bei der Reise ließen mich ohne einen Cent. Ich hätte mich natürlich an die einfachen Leute wenden können und zweifellos hätten sie mir geholfen, aber das ist einfach nicht richtig. Aus dem politischen Standpunkt. Was soll das sein? Der Sohn einer der ersten Gottkaiserlichen Inquisitoren und plötzlich bettelt er um Geld bei den einfachen Leuten. Vielleicht sogar noch bei einem Beamten?

Pfarrer: Sie wurden bestohlen! Aber Sie haben ganz richtig gehandelt, dass Sie sich nicht an die einfachen Leute gewendet haben! Oder gar an diese verflixten Mitglieder des Ministeriums!

Ostap Bender: Fünfzig Credits!

Pfarrer: Ja, natürlich. (Wühlt in seiner Tasche herum und holt sein Portmonee heraus.) Acht.

Ostap Bender (wendet sich von dem Pfarrer ab und schaut aus dem Fenster): Ja, die Kirche leidet wirklich unter den Einschränkungen des engen Budget.

Pfarrer: (Wühlt tiefer in seinem Portmonee.) Acht Credits und Vierzig Cent und eine Essensmarke für ein Abendessen in der Kantine.


Die Tür öffnet sich und ein junger Kerl platzt selbstbewusst in den Raum.


Schura Balaganow: Wer ist hier der Chef? (Er sieht den Pfarrer und wendet sich an ihn.) Hallo, Pfarrer. Ich möchte mich vorstellen: Ich bin der Sohn des Leutnants Schmidt. Der Sohn des großen, tapferen Inquisitor Leutnant Schmidt.

Pfarrer (zeigt mit der Hand auf seinen anderen Besucher, welcher noch immer mit dem Rücken zu ihnen steht, und spricht voller Zorn in seiner Stimme): Aber hier ist der hochverehrte Sohn des hochverehrten Leutnant Schmidt.

Ostap Bender (versucht einen kühlen Kopf zu behalten um sich blitzschnell etwas einfallen zu lassen): Wasja! (Er dreht sich um, lächelt und schaut voller Verwunderung.) Wasja! Kleiner Bruder! (Er stürmt auf den Neuankömmling zu um ihn zu umarmen.) Wasja! Erkennst du etwa deinen Bruder Kolja nicht mehr? (Er lässt ihn los und boxt ihn in die Schulter.) So was! (Er durchwuschelt mit einer Hand die Haare des Fremden.) Was für eine unglaubliches Wiedersehen! Wann bist du aus Zhengzhou gekommen, wo du bei unserer Oma warst?

Schura Balaganow (ist völlig perplex und versucht sich nicht anmerken zu lassen, dass ihn die Situation gänzlich überfordert): Ja, ... ich habe ... bei ihr gewohnt.

Ostap Bender: Warum hast du mir so selten geschrieben? Ich habe mir doch Sorgen gemacht!

Schura Balaganow: Ich ... Ich war beschäftigt und ... (Er boxt Bender auch auf die Schulter.) Warum hast du denn nicht geschrieben?

Ostap Bender: Was redest du? Ich habe dir doch geschrieben. Und wie ich dir geschrieben habe. Ich habe sogar noch alle Belege von der Post.


Bender zieht einige zufällige Zettel aus seiner Jacke und legt sie auf den Tisch. Der Pfarrer, welcher die beiden Brüder die ganze Zeit genau beobachtet hat, beugt sich vor um die Zettel zu begutachten, doch Schura reagiert schnell genug um sich die Zettel zu schnappen und in seiner Hosentasche verschwinden zu lassen. Gleichzeitig schnappt sich Bender das Geld, welches noch immer auf dem Tisch liegt und lässt dieses in seiner Tasche verschwinden.


Pfarrer: Vielleicht können Sie sich ja noch erinnern, wie das damals auf dem Kreuzers Otschakow war?

Schura Balaganow (redet voller Begeisterung): Ich? Also... Der Panzerkreuzers Otschakow wurde am 19. Dezember 1969 auf Kiel gelegt und lief am 30. April 1971 vom Stapel. Sie wurde 1973 in den Dienst der Gelbmeerflotte gestellt. Sie hatte eine Wasserverdrängung von 8.565 Tonnen, die Bewaffnung bestand aus 10 Raketenstartern mit insgesamt 136 Flugkörpern, 6 Geschütztürmen mit 12.800 Schuss, 4 Wasserbombenwerfer und 4 Torpedorohren. Die Besatzung des Panzerkreuzes bestand aus 380 Mann. Als sich der Gottkaiser mit der Otschakow am 26. November 1975 auf einem Rendezvous-Kurs mit den anderen Kreuzern der Gelbmeerflotte befand, explodierte in einem Attentatversuch die Brücke und tötete den Kapitän, den Ersten Maat und einige weitere hochrangige Offiziere. Der Gottkaiser, wenn auch verwundet, überlebte diesen Angriff. Unmittelbar darauf begannen mehrere Begleitschiffe das Feuer auf die Otschakow zu eröffnen. Leutnant Schmidt reagierte schnell. Er überwältigte die Verschwörer an Bord, brachte den Gottkaiser aus dem Schussfeld unter Deck, ließ ein Notsignal entsenden, übernahm das Kommando und ließ die verräterischen Schiffe unter Beschuss nehmen. Endlich erschienen die verbündeten Kreuzer am Horizont. Währenddessen wurden die Verräter und Spione auf den anderen Schiffen von den treuen Matrosen festgenommen und auf allen Schiffen, bis auf einem, welches durch den Kampf so sehr beschädigt war, dass es im Meer versank, wehte die Flagge der Weltregierung. Die über Bord gegangenen Matrosen wurden gerettet und der Gottkaiser konnte in Sicherheit gebracht werden!

Ostap Bender: Hurra, Kameraden!

Pfarrer: Hurra!

Alle zusammen: Hurra, Hurra, Hurra!


Bender stößt Schura zur Türe hinaus und folgt ihm schnell aus dem Büro, während der Pfarrer anfängt vor Begeisterung und Stolz zu weinen.




Draußen:


Ostap Bender: Übrigens in meiner Kindheit hätte ich solche wie Euch auf der Stelle umgebracht mit meiner Steinschleuder. Weil Sie die Gesetze des Lebens missachten. Wieso sind Sie in das Büro des Pfarrers hereingeplatzt? Haben Sie etwa nicht gesehen, dass er nicht alleine war?

Schura Balaganow: Ich dachte...

Ostap Bender: Oha, Sie haben gedacht! Sie denken also. Sind Sie ein Denker? Wie lautet Ihre Familie, Denker? Spinoza? Jean-Jacques Rousseau? Machiavelli? Na gut, ich verzeihe Ihnen, leben Sie weiter. Nun, es wird Zeit, dass wir uns kennenlernen. Wir sind ja jetzt wie Brüder und Familie bindet. Ich heiße Ostap Bender. Erlauben Sie, dass ich Ihren Namen erfahre?

Schura Balaganow: Balaganow, Schura.

Ostap Bender: Über Ihren Beruf frage ich gar nicht, denke es mir aber. Bestimmt etwas Intellektuelles. Und wie oft waren Sie dafür schon vor Gericht?

Schura Balaganow: Zwei Mal.

Ostap Bender: Das ist nicht gut. Kein Mann sollte vor Gericht kommen. Das ist ein hässlicher Beruf. Ich spreche von Diebstahl. Warum verkaufen Sie Ihre unsterbliche Seele? Außerdem ist es unmoralisch. Ich gehe davon aus, dass Ihre Mama Sie in Ihrer Kindheit mit dieser Doktrin bekannt gemacht hat?

Schura Balaganow: Shhhhh! Schauen Sie! Sehen Sie den Alten mit dem Strohhut? Das ist Panikowski, der Sohn des Leutnants Schmidt.

Ostap Bender: Was? Noch einer? Okay, das wird amüsant. Der Leutnant hatte drei Söhne, zwei kluge und einen Dummkopf. Wir müssen ihn warnen.

Schura Balaganow: Nein! Soll er lernen, was es bedeutet die Konvention zu brechen!

Ostap Bender: Welche Konvention? Nun jetzt ist er drinnen. Ich bin ein neidischer Mensch, aber hier gibt es nichts zu beneiden. Waren Sie schon einmal beim Stierkampf? Wollen wir uns das näher anschauen? Na los, das können wir uns nicht entgehen lassen.



Bender und Schura schleichen sich zum Fenster des Büros des Pfarrer und werden Zeuge davon wie Panikowski mit dem Pfarrer spricht, dieser plötzlich ausflippt, herumschreit, anfängt mit schweren Sachen nach ihm zu werfen und dann den Sohn des Leutnants Schmidt durch das Gebäude jagt.


Ostap Bender: Nehmen Sie bitte Ihre Hüte ab, entblößen Sie Ihr Haupt. Wir sind bei einer Beerdigung. Der Verstorbene wird durch seine engsten Freunde und Liebsten zu Grabe getragen. Nach einer kurzen kirchlichen Zeremonie wurde der Leichnam beigesetzt!


Das Tor des Pfarramts öffnet sich und mehrere Wachen schmeißen Panikowski unsanft aus dem Gebäude.

This post was last modified: 18.01.2020 08:07 by Esser14.

18.01.2020 04:12
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Post: #4
RE: Bilderberger Bar


Bilderberger Bar in Peking


Ort: Bilderbergerbar in Peking
Zeit: Nicht in unserer Zeit!

Du, verehrter Unbekannter, betrittst die Bar. Sie ist gut besucht. Überall um dich herum kannst du Gesprächsfetzen aufschnappen, teilweise bleiben sie sogar in deinem Gehörgang gefangen und du filterst wie gewohnt deine für dich wichtigen Informationen heraus. Dein treuer schwarzer Parker, der dich so zuverlässig vor Regen und anderen Widrigkeiten schützt, wird nicht einfach so an der Garderobe zurück gelassen. Ebenso wenig wie der schwarze, abschließbare Koffer, den du bei dir trägst. Du bahnst dir deinen Weg zur Bar. An dieser angekommen bestellst du dir ein Glas Whiskey welches du vom Barkeeper geschickt in unter einer Minute in die Hand gedrückt bekommst. Da bleibt nicht viel Zeit die freien Informationen der anderen zu checken, denn schon tragen dich deine Füße an den hinteren Rand der Bar. Der Platz an dem der prasselnde Kamin steht ist gesäumt von ganzen zwei Ohrensessel und einem kleinen hölzernen Tisch dazwischen. Auf diesem Tisch stehen einige leere Whiskey Gläßer. Solche wie du eines in der Hand hast. In einem der beiden Sessel sitzt ein Mann, ein Gentleman, Anfang/Mitte 30. Er erzählt gerade einer kleinen Gruppe von halb interessierten jungen halbstarken Abenteurern halbstarke Märchen. Du bleibst einen Augenblick hinter den Ohrensesseln stehen und hörst zu.

Schura Balaganow: Aber noch interessanter wie den weißen Hai mit nur einer funktionierenden Hand zu fangen war den König der Löwen in Afrika zu schießen. Zuvor bin ich durch die Wüste Sahara gelaufen, barfuß! Und das alles nur weil...


Junger Halbstarker: Weil du deinen linken Sandalen verloren hast... Jaaaaa Ja, wir kennen deine Lügengeschichten schon. Kommt Jungs, der hat nichts neues mehr drauf. Das grenzt an Whiskey Verschwendung.

Geschlossen erheben sich die Möchtegern Abenteurer der Zukunft und ziehen auf der Suche nach spannenden Geschichten von dannen. Schura, der Erzähler, ruft ihnen noch hinterher

Ja genau! Meinen linken Sandalen hab ich verloren! Und... ACH...

Er lässt sich zurück in den Sessel fallen, in dem er eben noch aufrecht saß und starrt ins Feuer. Noch immer stehst du hinter ihm. Schura dreht sich zum Tisch um gerade das letzte Glas Whiskey zu greifen, da erkennt er dich schräg hinter ihm stehen. Seine Augen weiten sich

Schura Balaganow: DU hier?! Nein! Das ist ja eine Freude dich hier zu sehen. Wie lange stehst du schon da? Komm, setz dich erstmal. Bist du hier um meine berühmten Geschichten zu hören?

Du setzt dich in den freien Ohrensessel, von einer Bauart der in keinem Gentlemensclub fehlen darf. Das Glas Whiskey welches du so tapfer festgehalten hast die ganze Zeit über findet seinen Weg auf den Tisch. Unmerklich schüttelst du deinen Kopf

Schura Balaganow: Nein! Nein, nein. Dafür bist du nicht hier! Stimmts? Du bist hier weil du DIE Geschichte hören möchtest. Die WAHRE Geschichte!



Also, alles begann als...


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19.01.2020 20:46
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Post: #5
RE: Bilderberger Bar




Das Goldene Kalb

Erzählt nach einem Roman von Ilja Arnoldowitsch Ilf und Jewgeni Petrowitsch Katajew


Untertassen mit blauer Umrandung




Datum: 20. Juni, 2002
Ort: Heilige Ordnung, Jingzhou, Kantine



Bender und Schura sitzen in der Kantine und essen.


Ostap Bender: Dann erzählen Sie mir, Schura, was sich Panikowski zu Schulden kommen lassen hat. Ich liebe Geschichten über kleine Gaunereien.

Schura Balaganow: Wir waren vierunddreißig Kinder des Leutnants Schmidt. Wir haben das ganze Land in Gebieten unter uns aufgeteilt. Ganz fair. Er erhielt Tibet. Er hat sein eigenes Los gezogen. Und jetzt haben Sie selber gesehen, Bender, wie dieser Drecksack die Konvention gebrochen hat. Er treibt sich schon lange in meinem Gebiet herum, aber ich konnte ihn einfach nicht fangen. Beunruhigend, nicht?

Ostap Bender: Sie sind ein Taugenichts, Balaganow. Seien Sie nicht beleidigt. Damit möchte ich nur deutlich machen, welchen Platz unter der Sonne Sie einnehmen.

Schura Balaganow: Geh doch zur Hölle. Sie sind doch selber ein Sohn des Leutnants Schmidt.

Ostap Bender: Jetzt sind Sie doch beleidigt. Sie sind ein Taugenichts, Sohn eines Taugenichts und Ihre Kinder werden alle zu nichts taugen. Junge, was heute Morgen geschah, ist nicht einmal eine Episode, sondern reiner Zufall, eine Laune des Künstlers. Ein Gentleman an einem gedeckten Tisch. Es liegt nicht in meinem Charakter, solch miserablen Wetten einzugehen. Außerdem was ist das für ein Beruf, um des Gottkaisers Willen? Sohn des Leutnants Schmidt. Vielleicht geht das ein Jahr noch oder zwei. Dann werden Ihre kastanienbraunen Haare bemerkt und Sie werden jedes Mal geschlagen.

Schura Balaganow: Was soll ich nur tun? Wie soll ich dann mein Brot verdienen?

Ostap Bender: Es wird Zeit nachzudenken. Mich ernähren zum Beispiel nur meine Ideen. (Er deutet auf Schuras Teller.) Behalten Sie im Kopf, Schura, dass ich Sie umsonst nicht füttern werde. Für jedem Vitamin, mit welchem ich Sie ernähre, werde ich von Ihnen eine Reihe kleiner Dienstleistungen verlangen. (Schura nickt zustimmend mit dem Kopf.) Wie ich sehe, lieben Sie Geld. Sagen Sie mir, welche Summe würde Ihnen zusagen?

Schura Balaganow: Fünftausend.

Ostap Bender: Im Monat?

Schura Balaganow: Im Jahr.

Ostap Bender: Oh! In diesem Fall trennen sich unsere Wege genau hier. Ich brauche fünfhunderttausend Credits, und zwar wenn möglich sofort und nicht in Raten.

Schura Balaganow: Würden Sie es nicht in Raten nehmen?

Ostap Bender: Ich würde es in Raten nehmen, aber ich brauche alles sofort.

Schura Balaganow: Wofür brauchen Sie so viel Geld und das auch noch sofort?

Ostap Bender: Eigentlich brauche ich mehr. Fünfhunderttausend ist mein Minimum. Ich möchte hier weg, mein Freund Schura, weit weg von hier, nach Rio de Janeiro.

Schura Balaganow: Haben Sie dort Verwandte?

Ostap Bender: Schaue ich etwa aus wie ein Mann, der Verwandte haben könnte? Ich bin ganz alleine auf der ganzen Welt. Ich hatte einen Vater, türkischer Abstammung, aber auch er ist vor langer Zeit in schrecklichen Krämpfen gestorben. Aber darum geht es gar nicht. Seit meiner Kindheit wollte ich schon immer nach Rio de Janeiro. Ihnen ist natürlich nicht bekannt, dass es eine solche Stadt gibt. (Schura nickt beschämt.) Tss tss tss. (Bender holt ein Zettel aus seiner Hemdtasche.) Schura, das ist ein Ausschnitt aus der kleinen Enzyklopädie der Heiligen Ordnung. Hören Sie, was hier über Rio de Janeiro geschrieben steht: "Rio de Janeiro, 6 Millionen Einwohner... in der großen Bucht im Atlantischen Ozean... in der Fülle der Geschäfte und der Pracht der Gebäude konkurrieren seine Hauptstraßen mit denen der größten Städte der Welt." Hören Sie? Hören Sie, Schura? Sie konkurrieren, sie stehen Ihnen in nichts nach! Mulatten, Millionäre, Exportkaffee! Ein Charleston mit dem Titel: "Mein Mädchen hat eine kleine Sache"... Stellen Sie sich das nur vor. Sechs Millionen Einwohner und alle tragen weiße Hosen. Ich will fort von hier. Im Laufe des letzten Jahres haben sich zwischen mir und der Heiligen Ordnung ernste Differenzen entwickelt. Sie will den Gottkaiserstaat bauen, und ich will es nicht. Es ist mir nämlich langweilig, den Gottkaiserstaat zu bauen. Verstehen Sie jetzt, weshalb ich so viel Geld brauche?

Schura Balaganow (flüstert): Aber woher wollen Sie Fünfhunderttausend nehmen?

Ostap Bender: Woher auch immer! Zeigen Sie mir nur einen reichen Menschen und ich werde ihm sein Geld sofort abnehmen.

Schura Balaganow (flüstert): Wie? Wollen Sie ihn töten?

Ostap Bender (schaut entsetzt): Sie hätten die sogenannte Schmidtsche Konvention nicht unterschreiben sollen. Diese gedankliche Leistung hat Sie offensichtlich zu sehr belastet. Sie verdummen geradezu vor meinen Augen. Merken Sie sich das ein für alle Male: Ostap Bender hat nie jemanden getötet. Er wurde getötet. Das ist schon geschehen. Aber er selber ist rein vor dem Gesetz. Ich bin kein Cherub. Ich habe keine Flügel, aber ich respektiere das Grundgesetz. Das ist meine Schwäche.

Schura Balaganow: Aber wie kommen Sie sonst an Fünfhunderttausend?

Ostap Bender: Das Wie ist keine Frage. Ich persönlich verfüge über vierhundert vergleichsweise ehrliche Mittel zur Enteignung. Aber das Problem sind nicht die Methoden. Das Problem ist, dass es heutzutage keine reichen Leute mehr gibt. Das ist die Tragödie meiner Situation.

Schura Balaganow: Was reden Sie? Es gibt viele reiche Leute.

Ostap Bender: Ach, kennen Sie sie? Können Sie auch nur den Namen und die Adresse eines einzigen Untergrundmillionärs in der Heiligen Ordnung nennen? Aber es gibt sie. Es muss sie geben. Solange irgendeine Art von Währung über das Land wandert, muss es auch Menschen geben, die viel davon haben. Aber wo findet man sie nur? Selbst das Finanzministerium mit seinem allmächtigen Steuerapparat kann keinen der Millionäre finden. Und doch mag der Millionär am Nebentisch sitzen und billiges Bier trinken. Das ist es, was schmerzt!

Schura Balaganow: Also glauben Sie, dass wenn so ein Millionär auftaucht, dann...

Ostap Bender: Nein, nicht dann. Nicht das, nicht das. Ich werde ihn nicht mit einem Kopfkissen ersticken. Ich werde ihn nicht mit einer Brechstange auf den Kopf hauen. Sowas Unsinniges wird nicht passieren. Ich muss nur so ein Individuum finden und ich werde es so anrichten, dass er mir selber das Geld bringen wird auf einer Untertasse mit blauer Umrandung.

Schura Balaganow: Das ist großartig! (Er beginnt vor Freude herumzutanzen.) Er selber! Selber! Wir stellen es so an, dass er selber. Er bringt es selber. Er bringt selber Fünfhunderttausend auf einer Untertasse mit blauer Umrandung. Er bringt es selber! Aber was, wenn er es nicht bringt? Wo ist Rio de Janeiro? Weit weg? Nein, nein, nein, es ist unmöglich, dass alle, alle weiße Hosen tragen. Hören Sie auf sich lustig zu machen, Bender! Mit Fünfhunderttausend kann man auch bei uns gut leben.

Ostap Bender: Hmmm. Zweifellos, zweifellos ist das möglich. Aber was strecken Sie ihre Flügel grundlos aus? Sie haben doch keine Fünfhunderttausend.

Schura Balaganow (flüstert): Ich kenne so einen Millionär. Sie können Ihr Werk verrichten!



Weit weg, in der Stadt Shanghai, betritt ein großer, schlanker, dunkelbraunhaariger Mann, gekleidet in einem weißen Trenchcoat und weißem Panama-Hut, die große Halle des Hauptbahnhofs. Er öffnet ein Schließfach und entnimmt einen einfachen altmodischen Koffer. Mit diesem eilt er in eine Toilettenkabine. Dort öffnet er ganz vorsichtig den Koffer und erlaubt sich für einen kurzen Augenblick seinen immensen Reichtum zu betrachten. Dann kommt er wieder zu Sinnen, er nimmt ein Geldbündel aus dem Koffer und steckt sich diesen in die Hosentasche. Er nimmt seinen Hut, seine Perücke und seinen Mantel ab und stopft sie in den Koffer. Wenig später verlässt ein großer, schlanker, blonder Mann, in einem einfachen Hemd und mit Brille, der einen einfachen altmodischen Koffer trägt, die Toilette und geht Richtung Schließfächer.



Bender und Schura laufen die Straße, welche von der Kantine zurück zum Stadtzentrum führt, entlang.


Ostap Bender: So läuft es bei mir immer: Das Millionengeschäft findet Ihren Ursprung in einer erschreckenden Abwesenheit von Finanzmitteln. Was hatten Sie gesagt, war der Name unseres Untergrundmillionärs?

Schura Balaganow: Korejko.

Ostap Bender: Ja, ja, ja. Was für ein wundervoller Name! Und Sie sind sich sicher, dass sonst niemand von seinem Reichtum weiß?

Schura Balaganow: Niemand außer mir und Pruschanski, welcher mir die ganze Geschichte erzählt hat als wir in Untersuchungshaft saßen. Aber Pruschanski wird noch drei Jahre im Gefängnis sitzen. Wie hatte der Arme nur geweint und sich selbst verflucht als sie mich gehen ließen. Er hat wohl gefühlt, dass er mir die Geschichte über Korejko nicht hätte erzählen dürfen.

Ostap Bender: Nicht weil er dieses Geheimnis Ihnen anvertraut hat, hat er geweint und geflucht. Aber er hat wohl gefühlt, dass Sie die ganze Geschichte mir erzählen werden und das ist für den armen Pruschanski wirklich ein Debakel. Wenn er endlich aus dem Gefängnis raus kommt, wird sich Korejko in einer Situation befinden, die man nur beschreiben kann mit dem Sprichwort "Armut ist keine Schande noch Unehre.".

Schura Balaganow: Armut ist keine Schande! Hahaha!

Ostap Bender: Habe ich grauen Haare?

Schura Balaganow: Nein, Sir!

Ostap Bender: Dann werde ich welche bekommen. Uns stehen große Schlachten bevor! Sie werden auch noch grau, Balaganow.

Schura Balaganow: Warum? Sie sagten doch, dass er es selber bringen wird auf einer Untertasse mit blauer Umrandung.

Ostap Bender: Mir bringt er es auf einer Untertasse. Ihnen auf einem schlichtem Teller.

Schura Balaganow: Aber was ist mit Rio de Janeiro? Ich möchte auch weiße Hosen!

Ostap Bender (bleibt stehen und schaut Schura eindringlich an): Rio de Janeiro ist der kristallene Traum meiner Kindheit. Begrapschen Sie ihn nicht mit ihren Pfoten! Zurück ans Werk!

03.02.2020 02:27
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Heilige Ordnung
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RE: Bilderberger Bar




Das Goldene Kalb

Erzählt nach einem Roman von Ilja Arnoldowitsch Ilf und Jewgeni Petrowitsch Katajew




Datum: 20. Juni, 2002
Ort: Heilige Ordnung, Jingzhou, Auf der Straße



Bender und Schura laufen die Straße entlang. Als sie um die Ecke gehen, erblickt Bender einen Chauffeur, welcher mit verschränkten Armen auf der Motorhaube seines Automobils sitzt.


Ostap Bender: Schura, schauen Sie was für ein ehrlicher, trübseeliger Blick.

Schura Balaganow: Ehrlich, ja, aber warum trübseelig?

Ostap Bender: Schauen Sie doch wie tiefsinnig, was für eine Wehmut. Er hat mindestens drei Jahre gesessen. Sagen Sie, scheint es Ihnen nicht auch, dass er beschlossen hat auf den richtigen Weg zurück zukehren? Solche Leute brauchen wir. Vorwärts!


Bender und Schura kommen näher und schauen sich das Fahrzeug an. Bender stützt sich daran ab und hüpft auf dem Einstieg herum. Der Fahrer schaut ihn grimmig an.

Ostap Bender: Eine originelle Konstruktion. Der Aufstieg der Motorisierung. Ich grüße Sie! Sehen Sie, Schura, was man aus einer gewöhnlichen Spinning Jenny machen kann? Eine leichte Adaption und Sie erhalten eine ausgezeichnete Ballenpresse für die kollektive Landwirtschaft.

Adam Koslewitsch: Verzieh dich!

Ostap Bender: Was heißt hier "Verzieh dich!"? Wieso haben Sie dann auf Ihre Dreschmaschine den Werbeslogan "Hey, fahr mit!" geschrieben? Vielleicht wünschen wir eine Geschäftsreise zu unternehmen? Vielleicht wollen wir gerade damit "hey mitfahren"?

Adam Koslewitsch (beginnt vor Freude zu lächeln): Bitte! Wohin soll ich euch fahren?

Schura Balaganow: Nirgendwohin. Wir haben kein Geld. Da kann man nichts machen, Herr Mechaniker. Armut.

Adam Koslewitsch (kämpft einen Moment innerlich mit sich selber): Egal, setzt euch rein! Die Fahrt geht auf mich. Versprecht mir nur, dass ihr euch nicht besaufen und nicht nackt im Mondlicht tanzen werdet! Hey, fahrt mit!


Bender und Schura hüpfen ins Automobil und fahren mit dem Fahrer den Weg zurück ins Dorfzentrum.

Ostap Bender: Sie haben einen guten Charakter. Mmmh, aber können Sie mir erklären, warum Sie glauben, dass wir fähig sind völlig nackt zu tanzen?

Adam Koslewitsch: Die sind doch hier alle so drauf. Angehörige der Kirche und des Ministeriums.

Ostap Bender (behält den Fahrer eine Weile schweigend im Auge, spricht es dann aber doch an): Ich sehe, Sie quält das Verlangen jemandem Ihre Sorgen mitzuteilen. Ich verstehe natürlich, dass es es nichts besseres gibt als sein Leiden in Mamas sanften Schoß zu beichten, aber...

Adam Koslewitsch: Meine Mama, Madame Koslewitsch, ist am Gram gestorben, als sie erfuhr, dass ich mein Lebensunterhalt als Dieb und Verbrecher verdiene. Aber ich habe entschlossen mich zu bessern, ein ehrlicher Mensch zu werden. Dafür habe ich etwas Geld gespart und dieses Automobil gekauft, als sich die Gelegenheit bat.

Ostap Bender: Aha, die Gelegenheit der Liquidierung eines Automuseums.

Adam Koslewitsch: Was redest du? Das ist ein ausgezeichnetes Automobil Lorraine-Dietrich. Ich hatte mein ganzes Leben davon geträumt mein Lebensunterhalt mit dem ehrlichen Chauffieren zu verdienen. Am Sonntag fährt eine ganze Familie mit meinem Auto auf eine Spazierfahrt aufs Land. Die Kinder lachen, die Damen haben immer etwas freundschaftlich zu plaudern und die Herren fragen mich ehrfurchtsvoll irgendwas über das Drehmoment oder den Wirkungsgrad des Motors. Aber in Wirklichkeit hatte ich, aus irgendeinem Grund, nur Nachts Passagiere. Außer Spirituosen brachten sie auch irgendwelche fremden Weiber mit. Irgendwie hatten Sie Spaß daran jede Nacht in Saus und Braus zu leben und wahnwitzes Zeug in meinem Lorraine-Dietrich zu treiben, dazu haben sie noch nicht einmal ihr eigenes Geld verbrannt, sondern staatliche Fördermittel. Weil ich das alles vergessen wollte, habe ich meinen Vorsatz gebrochen und wieder angefangen mich zu betrinken. Was natürlich zu Problemen während der Fahrten führte und die Leute begannen meinen Lorraine-Dietrich wie die Pest zu fürchten. In den letzten Monaten habe ich nicht einen Cent verdient und alle meine Ersparnisse sind aufgebraucht. Es scheint so als wäre das ehrliche Leben misslungen. Wohin soll ich jetzt fahren? Was soll ich nur machen?


Der Fahrer hält im Dorfzentrum an und lässt seine Gäste aussteigen.

Ostap Bender: Sie sind ein Lämmchen. Ein erfolgloser Baptist. Es ist traurig einen Chauffeur in einer so bedrückenden Stimmung zu betrachten. Sie haben ein Automobil, aber Sie wissen nicht wohin damit. Unsere Situation ist schlimmer. Wir haben kein Automobil und doch wissen wir wohin wir müssen. Wenn Sie wollen können Sie mit uns kommen!

Adam Koslewitsch: Wohin?

Ostap Bender: Shanghai. Wir haben dort eine kleine intime Geschäftsangelegenheit. Und für Sie findet sich dort Arbeit. Die Shanghaier lieben Antiquitäten und wollen unbedingt mit ihnen fahren. Lass uns fahren! Hey, fahren Sie mit! Ich sehe doch in Ihren Augen, dass Sie mitwollen. Fahren Sie mit uns! Was haben Sie hier noch zu verlieren, außer Ihre Schneeketten? Hungern werden Sie unterwegs nicht, dass verspreche ich Ihnen, das geht auf mich. Lassen Sie Ihr Benzin unsere Sorge sein.

Adam Koslewitsch: Das Benzin ist zu knapp.

Ostap Bender: Gut, gut. Auf 50 Kilometer reicht es aus? Sie sagen 80 Kilometer? Dann ist ja alles in Ordnung! Gerade in 60 Kilometer werden Sie erwartet mit Kanistern voll bleifreiem Benzin. Gefällt Ihnen das? Ja, dachte ich mir. Und diese Kanister werden Sie völlig kostenlos erhalten. Ach, was rede ich da? Sie werden Sie darum bitten, dass Sie diese annehmen.


[Der Fahrer grübelt nach und spricht dann ein kurzes Gebet.]

Schura Balaganow (flüstert): Was für ein Benzin? Was erfinden Sie da?

Ostap Bender: Leute, welche die Zeitung nicht lesen, sollte man kategorisch auf der Stelle erschießen. Sie sind einfach zu nichts zu gebrauchen. Sie lasse ich nur leben, weil ich die Hoffnung hege, Sie noch umzuerziehen.

Adam Koslewitsch: Ach, was soll's? Hey, fahren wir!

Schura Balaganow: Schaut! Da rennt Panikowski!



Panikowski rennt mit einer Gans in den Armen über den Dorfplatz. Ihm jagt eine wütende Meute hinterher. Bender und Schura springen zurück ins Auto und Adam Koslewitsch fährt los, überholt Panikowski und fährt neben ihm her.


Ostap Bender: Lassen Sie den Vogel fallen! Hören Sie nicht? Fallen lassen, sage ich!

Panikowski: Rettet mich! Nehmt mich mit! Ich werde brav sein! Ich werde es nie wieder tun!

Ostap Bender: Vielleicht sollten wir die Viper mitnehmen?

Schura Balaganow: Nein, er soll sehen, was er davon hat, wenn er die Konvention bricht.

Ostap Bender: Langsame Fahrt! Klettern Sie rein! Zum Teufel mit Ihnen. (Panikowski wirft die Gans über seine Schulter in die Meute rein und springt ins Automobil.) Volle Fahrt voraus! Die Sitzung wird fortgesetzt, meine Herren Beisitzenden!

This post was last modified: 27.04.2020 10:09 by Esser14.

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RE: Bilderberger Bar




Das Goldene Kalb

Erzählt nach einem Roman von Ilja Arnoldowitsch Ilf und Jewgeni Petrowitsch Katajew




Datum: 21. Juni, 2002
Ort: Heilige Ordnung, Ein kleines Dorf vor Qianjiang bei Wuhan, Auf der Straße



Die vierköpfige Besatzung des Lorraine-Dietrich fährt durch ein Dorf vor Qianjiang, dabei stehen etliche Leute jubelnd und mit Fahnen winkend am Straßenrand, manche werfen Blumen nach dem Auto. Einige Kinder versuchen sogar dem Auto hinterherzurennen, werden aber leicht von diesem abgehängt.



Panikowski: Sie werden uns nicht jagen? Was ist passiert? Was will der Mob?

Schura Balaganow: Das sind einfach Leute, die noch nie ein Automobil gesehen haben.

Ostap Bender: Hmm... Die Suche nach einer triftigen Erklärung wird fortgesetzt. Jetzt zu der Beurteilung der Lage durch den Fahrer des Fahrzeugs. Wie lautet Ihre Meinung?

Adam Koslewitsch: Ähm... ein Dorffest, solche Feste sind üblich bei der ländlichen Bevölkerung.

Ostap Bender: Alles klar. Jetzt bin ich mir absolut sicher, dass ich in die Gesellschaft unkultivierter Menschen gekommen bin. Gesindel ohne akademische Bildung. Genau so ist es! Kinder, liebe Kinder des Leutnants Schmidt, warum liest Ihr die Zeitung nicht? Man muss ab und an ein Blick in sie werfen, manchmal steht da wirklich etwas Gutes und Nützliches drinne. (Bender greift in seine Handtasche und holt eine ältere Zeitung heraus.) Hier dieser Artikel zum Beispiel. "Das große Autorennen! Peking - Chengdu - Shanghai - Guangzhou". Wir befinden uns momentan auf der Rennstrecke. Etwa 100 Kilometer vor den anderen. Versteht Ihr, was das heißt? .......... Nicht? Offensichtlich helfen bei manchen selbst Zeitungen nicht mehr. Na gut, dann erkläre ich Ihnen das halt noch ausführlicher: Erstens. Die Bauern glauben, dass dieser Lorraine-Dietrich das führende Auto des Autorennens ist. Zweitens. Wir werden den uns auf­er­le­gten Ruf nicht ablehnen, sondern verantwortungsvoll unsere neue Rolle annehmen. Eine Weile werden wir uns an der Spitze des Rennens halten und die Schlagsahne von dem Kuchen dieser hochkultivierten Veranstaltung abschöpfen. Irgendwann müssen wir natürlich den Weg verlassen und die anderen Teilnehmer des Rennens vorbeilassen, da ein Treffen mit ihnen nicht in den Plan passt. Zuerst müssen jedoch einige Sachen geklärt werden. Zum Kommandanten dieser Operation bestimme ich mich selber. Zum Fahrer bestimme ich... Wie heißen Sie eigentlich?

Adam Koslewitsch: Adam Kasimirowitsch Koslewitsch.

Ostap Bender: Adam Koslewitsch! Der Bürger Balaganow nimmt sich der Verpflichtungen des Bordmechanikers an. Der Herr Panikowski erhält besondere Verpflichtungen. Der nächste Punkt: Ein Automobil braucht einen eigenen Namen, genauso wie es bei Kriegsschiffe der Fall ist. Dieser Lorraine-Dietrich zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Geschwindigkeit und noble Linienführung aus, deshalb beantrage ich hiermit dem Fahrzeug den Namen Antilope-Gnu zu geben. Wer ist dagegen?

Panikowski: Ich.

Ostap Bender: Einstimmig beschlossen. Jetzt da wir fast in Qianjiang sind, noch eine letzte Sache: Bedenken Sie, dass ich keinerlei Marodieren erlaube. Alles, was wir brauchen, werden die Qianjianger uns selber geben. Ihr werdet keine Gesetze brechen. Auf die Grüße der Einwohner stur lächeln und winken. Ich bitte Sie, Ihre Münder während des gesamten Aufenthalts geschlossen zu halten.



Qianjiang empfängt seine Gäste. Auch hier laufen Bewohner dem Auto hinterher und werfen mit Blumen. Die Antilope-Gnu hält vor dem Rathaus an. Bender steigt aus, schüttelt dem Bürgermeister Qianjiangs und dem Präsidenten des Qianjiang Autoklubs die Hand und geht in die Richtung der Bühne, vor der sich in gespannter Erwartung tausende Automobilbegeisterte versammelt haben und auf eine große Rede warten. Währeddessen nimmt der Rest der Besatzung bereitwillig die vielen Geschenke, wie Nahrungmittel, Ersatzteile und Benzin an, welche die Bewohner Qianjiangs ihnen anbieten.



Auto-Enthusiast: Wie steht es um die anderen Maschinen?

Ostap Bender: Sie hinken hinterher. Pannen, Zusammenbrüche, die Begeisterung der Bevölkerung, all diese Dinge führen zu Verzögerungen.

Auto-Enthusiast: Sind Sie im Wagen des Kommandanten? Ist Gobravnikov bei Ihnen?

Ostap Bender: Ich habe Gobravnikov aus dem Rennen genommen.

Auto-Enthusiast: Und Professor Bullock ist er im Packard? Und die Schriftstellerin Katja Solow? Die würde ich mir gerne mal ansehen. Und Bovier. Ist er auch bei Ihnen?

Ostap Bender: Wissen Sie, ich bin ziemlich müde vom Rennen.

Auto-Enthusiast: Sind Sie im Studebaker?

Ostap Bender: Sie können unser Auto als Studebaker bezeichnen, aber bis jetzt hieß es Lorraine-Dietrich.

Auto-Enthusiast: Aber es sind keine Lorraine-Dietrichs im Rennen. Ich habe in der Zeitung von zwei Packards, zwei Fiats und einem Studebaker gelesen.

Ostap Bender: Gehen Sie doch mit Ihrem Studebaker zur Hölle! Wer ist dieser Studebaker? Ist der Studebaker mit Ihnen verwandt? Ist Studebaker Ihr Vater? Warum belästigt mich dieser Kerl? Ich sagte ihm doch bereits, dass im letzten Moment eine Lorraine-Dietrich für den Studebaker eingewechselt wurde, und er belästigt mich immer noch! Die Zeitung hat er gelesen! Solche Experten sollte man kategorisch erschießen.


Bender stößt energisch den Auto-Enthusiast mit seiner Schulter zur Seite und steigt dann auf die Bühne um seine Rede zu halten.


Ostap Bender: Kameraden! Ich freue mich über die Gelegenheit, den patriarchalischen Frieden in der Kleinstadt Qianjiang mit einer Autohupe zu verletzen. Das Automobil, Kameraden, ist kein Luxus, sondern ein Transportmittel. Das Automobil ist ein Vehikel der inneren Verbrennung! Das Automobil ist auch Vehikel der Kultur! Wir müssen uns für die ununterbrochene Produktion von Automobilen in der Heiligen Ordnung einsetzen. Das eiserne Ross tritt an die Stelle des kümmerlichen Bauernpferdes! Benutzt das Automobil, Kameraden. Alle! Lasst uns gegen Ziellosigkeit, Schlamperei und Bürokratie antreten! Nach einem Happen zu essen, setzen wir unsere lange Reise fort. Kaufen Sie Lose der Autoklub-Lotterie! Tretet Sie dem Autoklub bei! Verbessern Sie unsere Straßen! Merci für ihren herzlichen Empfang!

26.05.2020 16:10
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RE: Bilderberger Bar

(Unknown Regions, Sol System)

Eternal Order Rising



In the deep regions of space out of the effective range of even the WRG's most advance sensors; the Eternal Order bids its time... waiting... watching... readying. The State Chancellor's secret order to construct a fully autonomous presence in space was in fact the final safety net available to ensure that even if the Oceania Union lost its planet-side territories that it could persist in the vastness of space unbound by the politics of the earth.

The trillions spent on the Oceania Union was a mere ploy to fund the Chancellor's vast armada of warships in orbit around Neptune. How could anyone not realize that the Oceania Union was spending literally over a hundred trillion dollars and only double the size of its planet side armed forces. Nay, the trillions were needed to invest in the massive infrastructure needed to seed the beginnings of what will eventually be an armada capable of raining down revenge on those responsible for the loss of the OU planetary territories.

A meeting between the State Chancellor and his military leaders was held on the Oceania Union's lunar base

Chancellor: Admirals, Generals..... what is the current state of progress on the Black Protocols?

Admiral Valentine: Your Excellency, we are on schedule. Shipyards are currently working at 87% capacity with additional productivity increases expected as the accelerated off-worlding continues. We have achieved 100% sustainable agriculture and industry off world. We have also successfully transferred 10 million citizens to the off world communities and can sustain up to 40 million residents with current capabilities. The Oceanian Space Agency is continuously transferring loyalist off world to ensure the 'Black Protocols' can be executed.

Chancellor: Excellent, what is the status of the planet side territories? I want to retain control of the terrestrial assets as long as possible.

General Huff: Your Excellency, we've stabilized the social unrest situation for the time being. However we cannot ensure that it will continue; the terrestrial officials have declared a state of emergency and have militarized the cities. GDP has started to collapse but recent plans to "liberalize" the society while we carry out the accelerated off worlding may either pacify the citizenry or embolden them to continue revolting, state security forces are authorized to kill.

Your Excellency, the authorities in Wien have declared their independence from the Oceania Union. We cannot risk pacifying the state without upsetting our allies within the Union Bloc. Otherwise, Wien has proactively agreed to support Oceania's space operations and serve as OU protecting power in case we lose the state due to revolution.

Chancellor: General Huff see to it that if revolts bring down the state that they have nothing left to rebuild with. I am authorizing your troops to set off retreating nukes as the last of our personnel evacuates the territory. Admiral I want any non-aligned OU flagged spacecraft shot down immediately in the event the state collapses. Further we will leave the Wien authorities to their own devices for now; I have agents within their so called Science Directorate that will act when the time is right. For now they will ensure the Directorate retains a cooperative relationship with the off worlded Oceanian government.

Where is Chief Engineer Vabrax?! I need to know the progress of the expansion of the shipyards we must expand our building capacity with the new labor we are off worlding from the planet. Further I am ordering the rapid expansion of our cities on the moon and mars. This is where we will base our new capital.

General Huff: Your Excellency, Chief Engineer Vabrax transport was downed by rebels that overtook his facility in Baton Rouge. The rebels targeted and brought down his transport right before it was reaching space altitude.

Chancellor: General....... this cannot go unpunished. Deploy an elite group to retake that facility our plans must not be revealed or the earth will attempt build up a flee to match our own!

Admiral Valentine: Chancellor the earth is unable to create a force as fine as our own even within 50 years. By the time they establish the industrial potential to create vessels like our own, we will have already taken the entire planet. However I have already deployed a battalion of my finest troops to drop into Vabrax's facility to regain control of our plans. Naval Corps 36th is the finest in the entire navy and will not fail Chancellor... I assure you.

Chancellor: Admiral Valentine for YOUR sake you better hope they don't fail. General Huff! Order your remaining ground forces to execute citizens undermining Oceanian state sovereignty.... fear of death should restrain these bugs effectively. Retain control over the planetary territories at ANY cost! Eternal Order RISE!

Admiral/General: Yes sir! Eternal Order RISE!!


"Hitler wanted to destroy Russia, everyone needs to remember how that ended"

Vladimir Putin

28.05.2020 19:05
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RE: Bilderberger Bar




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Datum: 25. Juni, 2002
Ort: Heilige Ordnung, Shanghai, Café



Alexander Ivanovich Koreiko betritt wie jeden Morgen ein kleines gemütliches Café um dort zu frühstücken bevor er zur Arbeit muss. Jedoch ist er nicht in dem Café, weil er sich selber kein Frühstück machen kann oder weil er etwas Luxus genießen möchte, ganz im Gegenteil, er könnte sich jederzeit auch selber etwas zubereiten und es würde sein bescheidenes Gehalt als Buchhalter wesentlich weniger belasten, doch gibt es hier etwas, was er zu Hause nicht haben kann: Sosja Viktorovna Sinitskaya, die charmante Tochter des Besitzers des kleinen gemütlichen Cafés, welche Koreiko freundlich begrüßt, sich um seine Bestellung kümmert und sich heiter mit ihm unterhält, genau wie jeden Morgen.



Sosja Sinitskaya: Guten Morgen, Alexander Ivanovich. Sie sind aber zeitig hier. Wissen Sie schon, dass Sie jetzt der einzige Gast sind, der am Morgen kommt? Michael hat geheiratet und frühstückt nun zu Hause und Torben wurde von der Inquisition mitgenommen.

Alexander Koreiko: Guten Morgen, Sosja Viktorovna. Ja, ich habe auch gehört, dass die Heilige Inquisition eine neue Welle der Säuberung durchführt. Bei uns in dem Betrieb wurden auch mehrere Mitarbeiter mitgenommen. Man lebt so vor sich hin und weiß nie was der morgige Tag bringt.

Sosja Sinitskaya: Ja.

Alexander Koreiko: So lebe ich - in Einsamkeit - ohne Vergnügen zu kennen.

Sosja Sinitskaya: Wie bitte? Ohne was zu kennen?

Alexander Koreiko: Ohne die Bindungen einer Frau zu kennen. Ich sage es Ihnen nur, um zu zeigen, wie es im Leben passieren kann. Es gibt einen Mann, den ich kenne, einen alten Mann. Nicht gerade alt, aber auch nicht mehr jung und nicht gerade nicht mehr jung, aber die Zeit vergeht wie im Flug. Die Jahre vergehen. Und all dies, in seinen Worten, inspiriert ihn mit gewissen Gedanken. Über die Ehe, zum Beispiel. Er ist ein ganz und gar harmloser Mann. Er könnte sogar geliebt werden. Er ist kein Fatzke, wie andere, und er wirft seine Worte nicht gerne in den Wind. Ehrlich und aufrichtig. Warum sollte ihn nicht irgendein Mädchen heiraten?

Sosja Sinitskaya: Ich verstehe. Die Zeit vergeht wirklich furchtbar schnell. Vor nicht allzu langer Zeit war ich 19 Jahre alt, aber jetzt bin ich bereits 20 und in einem Jahr werde ich 21 Jahre alt. Welch ein Zufall! Eine Freundin erzählte mir gerade, dass ihr ein Mann einen Heiratsantrag gemacht hat. Sie sagte, er sei ein guter und sehr netter Mann. Aber genau in diesem Moment sucht sie etwas. Was, weiß sie selbst noch nicht. Im Allgemeinen kann sie diesen Mann vorerst nicht heiraten. Außerdem, was für ein Leben hätten sie zusammen? Sie ist eine Suchende, während er, wenn man ehrlich sein darf, nur 46 Credits im Monat verdient. Und dann sein Alter... Habe ich Recht? Alles in allem liebt sie ihn nicht einmal. Das ist auch wichtig, nicht wahr?

Alexander Koreiko: (Springt auf und schreit vor Wut.) Was für 46 Credits? Ich bin... Ich habe... (Er greift sich ans Herz und sinkt zurück auf seinen Stuhl.) Ich glaube nur, dass Geld allein nicht glücklich macht.

Sosja Sinitskaya: Ja.


Etwas später auf der Uferpromenade.


Sosja Sinitskaya: Wir bleiben doch Freunde, oder?

Alexander Koreiko: Es wäre besser, wenn du mich heiraten würdest. Sie halten den Lohn zurück. Wir bekommen unseren Lohn sehr unregelmäßig. Wir haben uns sogar bei dem Ministerium beschwert.

Sosja Sinitskaya: Ich würde so gerne ins Kino gehen. Ich würde so gerne ins Theater gehen. Können wir das machen, Alexander Iwanowitsch?

Schulfreund: Sosja! Schön dich zu sehen. Ich habe gerade so noch zwei Theaterkarten bekommen. Willst du mitkommen? Entscheide dich gleich.

Sosja Sinitskaya: Ich gehe mit ihm. Ist das okay, Alexander Iwanowitsch?


Sie läuft ihrem Schulfreund ins Theater hinterher. Koreiko läuft nun ganz alleine und niedergeschlagen die Straße weiter bis er vor einem Plakat für das Theater an einer Werbetafel stehen bleibt. Auf dem Plakat steht:


Jetzt nur für 2 Tage!
Der einzigartige weltbekannte Brahmanen-Yoga aus Bombay,
die Reinkarnation des Sherlock Holmes,
der Doktor des Supranaturalismus,
der beste Schüler des Uri Geller,
der Meisterelefantendompteur,
das Medium für das Jenseits,
der Lieblingskünstler des Gottkaisers:



Ostapus Bendini



Alexander Koreiko: Verfluchtes Land, ein Land in dem ein Millionär seine Verlobte nicht einmal ins Theater ausführen kann.

25.07.2020 16:43
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