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Bilderberger Bar

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Aslan1990
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Bilderberger Bar



Bilderberger Bar im Ministersitz



"...wir können aber schon ein wenig mit dem RP anfangen - einfach mal um ein wenig die verschiedenen Charaktere einzuführen und ein wenig der Stimmung in den jeweiligen Staaten wieder zugeben. Ich habe da folgende Idee: Die Kette Bilderberg Bar, welche sich in den größten Städten und an den wichtigsten Luftfahrtdrehkreuzen finden lässt. "

TheLastShah in Marseille


Charlie und Juerss hatten die Idee dieses "alte" Konzept des RPs, dass damals in dieser Form der Shah erdacht hat, etwas umzuwandeln und es in der Welt Erde wieder einzusetzen. Ebenso wurde es erfolgreich fortgeführt in Hannover, Essen, und vielen anderen Welten.

Ich habe dies nun schamlos abgekupfert aus der Welt Essen...

Worum geht es?

Grundsätzlich gibt es überall auf dem Globus verteilt die sogenannten Bilderberger Bars oder Lounges. So zum Beispiel auch am internationalen Flughafen in Den Voelden. Die Bar dort beispielsweise bietet sowohl einen öffentlichen Bereich mit Tischen und einer fantastischen Aussicht auf die Stadt (Den Voelden liegt in einem Kessel. Der Flughafen liegt etwas außerhalb auf einem Plateau). Noch wichtiger ist jedoch die geschlossene Lounge, welche über eine Chipkarte von First-Class-Passagieren betreten werden kann. Dabei ist die Anonymität jedes Gastes gewährleistet. Aufgrund der Lage als Internationales Drehkreuz ist die Bilderberg Bar auch ein beliebtes Ziel von informellen Konferenzen & Sitzungen, welche in einem seperaten Teil in streng gesicherten Sitzungsräumen abgehalten werden können.

Was ist aber nun Sinn und Zweck des ganzen und was passiert in diesen Bars?


Grundsätzlich hat die Bar mehrere Zwecke zum einen können und sollen hier Geheimtreffen, nicht öffentliche Konferenzen, Unterhaltungen zwischen Politikern und ähnliche Treffen stattfinden. Dies soll dazu dienen Hintergrundinformationen aufzuarbeiten, die normalerweise nicht in Zeitungen oder Chirper gehören, aber zum Verständnis des RPs beitragen, Hinweise auf zukünftige Ereignisse oder Hintergründe bringen. Wichtig ist dabei, dass diese Gespräche zwar heimlich aufgezeichnet werden (Was natürlich niemand weiß Wink ), aber Sie sind deswegen trotzdem nicht allgemein bekannt. Das bedeutet zwar, dass hier etwas gesagt werden kann das ein komplettes RP-Ereignis auf den Kopf stellt, dass bedeutet aber nicht, dass dies als Grundlage für Zeitungsberichte dienen kann. Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass Geheimdienste etwas abgefangen haben. Das muss aber mit dem Charakter-"Inhaber" abgesprochen werden.

Am Beste funktioniert das Bar-Prinzip, wenn die Geschichten hier in das allgemeine RP eingefasst werden. Dies könnten zum Beispiel Seitengespräche während einer Konferenz sein, Geheime Verhandlungen zwischen eigentlichen Feinden oder Einblicke in eine Terror-Gruppe.

Das ist der eine Zweck. Der andere besteht darin allgemeine Stimmungen innerhalb der Bevölkerung einzufangen. Es ist der Ort für Stammtischreden, die Gerüchteküche aber auch allerlei politisch brisantes Schwätzle Wink . Was jedoch alle Gäste, egal ob Staatschef oder Bauarbeiter, nicht wissen ist, dass alle Gespräche in diesen Hallen und auch einige außerhalb aufgezeichnet werden und hier zur Verfügung gestellt werden.

Seit Marseille hat sich die Technologie verbessert. So sind die Personen hinter den Bilderberger Bars nun auch in der Lage Telefongespräche abzufangen, die Kameras von Präsidentenpalästen anzuzapfen und Computer zu hacken, die zufällig während einer Besprechung einer Terrorgruppe angeschaltet sind. Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Links und Interessantes

Die "alte" Bilderberger Bar in Marseille. Hier kann man sich Ideen holen: Klick Mich!


Der Bilderberger Protokoll Header:

Code:
[hr][align=center][img=760x49]https://s11.postimg.org/6y5pw9p0j/Titel.png[/img][/align][hr]


Beispiel I:






Datum: 23. Oktober 1990
Ort: Bilderberg Bar "Ferdinand Foch International Airport", Den Voelden , Föderale Ratsunion Novidia (Öffentlicher Bereich)

Den Voeldener Investmentbanker, in maßgeschneidertem Anzug (telefonierend): "Wir sollten in diese Blackwater Unternehmen aus Ferelden investieren. Die scheinen ja in Island freie Hand zu haben....Das können wir zu unserem Vorteil nutzen und uns eine goldene Nase daran verdienen..."

Eine Frau kommt auf den Investmentbanker zu und setzt sich an seinen Tisch. Der Mann legt auf.

jüngere, fereldische Frau im Blazer: "Hier haben Sie die geforderten Berichte. Sie sehen Blackwater tut alles um das bestmögliche für seine Investoren herauszuholen......Der letzte ähm..... "Großauftrag" war besonders lukrativ...Sie werden es schon bald sehen."

Die fereldische Frau lässt den Banker eine weile in den Unterlagen blättern.

fereldische Frau: "Und? Sind wir im Geschäft?

Beispiel II:






Datum: 24. Oktober 1989
Ort: Bilderberg Bar am Platz der Nationen, Den Voelden, Föderale Ratsunion Novidia (Konferenzraum Prinz Ferdinand)

Anmerkung: Dieses Beispiel wurde abgewandelt. Es wurde ursprünglich von TheLastShah geschrieben.


Viktor Nevskij, General der Seperatisten in Ukrainja: "Unsere sogenannten Anführer haben uns an den Westen prostituiert, unsere Wirtschaft zerstört, unsere Ehre. UNSER BLUT wurde auf unserem Boden vergoßen! Die Rebellion ist legitim und wir werden keinen Zentimeter zurückweichen bis wir die Hauptstadt erobert haben. Dann wird der Korruption in diesem Land ein für alle mal der Garaus gemacht!" (Nevskij zeigt mit dem Zeigefinger wütend auf Präsident Andres Orbanewitsch)

Richard Zippel, Diplomat (beruhigend, sachlich): "Diese Politik der Eskalation wird keiner anwesende Partei helfen. Kollegen, lassen sie uns zurück zu den Lösungsmöglichkeiten kommen die wir vor der Verhandlungspause besprochen hatten (Papierrascheln)... Viktor, Novidia und die restlichen europäischen Nationen wollen keinen Völkermord vor unserer Haustür geschweige den einen Bürgerkrieg oder etwas noch Schlimmeres. Ukrainja muss sich demokratisieren, das steht außer Frage. Wenn sie beide sich einigen, dann versprechen wir ihnen finanzielle und wirtschaftliche Direkthilfen in Höhe von 10 Mrd. $. Viktor, Sie sagen, dass Sie die Korruption bekämpfen wollen, und das finden wir sehr löblich. Doch wie wollen Sie Korruption in einem Land bekämpfen, das kurz vor der Pleite steht? Ich mache Ihnen ein weiteres Angebot, auf das ich den Ratspräsidenten vorhin überzeugen konnte - aber zuerst will ich Zugeständnisse ihrerseits hören, Andres!"

Andres Orbanewitsch, Präsident Ukrainja (dicklich, schwitzend, unruhiger Blick, knetet seine Finger unaufhörlich): Nevskij, ihre Mörderbande sollte besser die Waffen niederlegen solange sie es noch können-

Viktor Nevskij (laut): "Und Sie sollten das Präsidentenamt niederlegen solange SIE noch in der Lage dazu sind!

Richard Zippel (entnervt):"Halt, meine Herren! Danach hatte ich nicht gefragt, bitte Viktor, so führen die Verhandlungen nirgendwo hin. Meine Herren, ich muss die Verhandlungen hier leider unterbrechen...


...Ich hab Flausen im Kopf und Hummeln im Arsch
Ich hab immer was vor, bin immer verplant
Doch wird's mal still um mich dann komm'n die Geister hoch
Und ich hinterfrag mich jedesmal....
13.01.2020 20:57
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JambalayaSam
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Bialya
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Post: #2
RE: Bilderberger Bar

Date: July 21st, 2001
Location: Bilderberg Bar at Pas de Vercengetorix, Gaelic Quarter in Yerushalyite territory

A man putting out a cigarette: "The north has been quiet as of late, but in the south, not so much."

A woman in red, sipping wine: "Atlazon test's the Hegemon's patience. The Wall was meant to separate our borders, not be the target of sabotage."

The same man: "The young Duke does nothing to restrain his followers. Eventually, Yerushalyim will respond in force. Probably, dare i say, too much?"

13.01.2020 23:47
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Esser14
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Florida
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Post: #3
RE: Bilderberger Bar




Das Goldene Kalb

Erzählt nach einem Roman von Ilja Arnoldowitsch Ilf und Jewgeni Petrowitsch Katajew


Leutnant Pjotr Petrowitsch Schmidt (oben Mitte) an Bord des Panzerkreuzers Otschakow




Datum: 20. Juni, 2002
Ort: Heilige Ordnung, Jingzhou, Pfarramt


Ostap Bender: Guten Tag. ... Sie erkennen mich nicht? Sonderbar, dabei sagen alle immer, dass ich meinem Vater ausgesprochen ähnlich sehe.

Pfarrer: Ich sehe meinem Vater auch ähnlich aus. Was wollen Sie?

Ostap Bender: Die Frage ist doch welchen Vater man hat. Ich bin der Sohn des Leutnants Schmidt.

Pfarrer: Ähm... Ah... Sehr gut, dass Sie vorbei gekommen sind. Ähm... Bitte setzen Sie sich doch. Sie müssen aus Peking weit gereist sein.

Ostap Bender: Ja, ich bin auf der Durchreise.

Pfarrer: Ja, ähm... unsere Kirche ist wunderschön. Ähm... sagen Sie, erinnern Sie sich an den heldenhaften Kampf des Leutnants Schmidt bei Shanghai auf dem Kreuzer Otschakow?

Ostap Bender: Ganz vage, in dieser heroischen Zeit war ich noch ganz klein. Ich war nur als Kind dabei.

Pfarrer: Hmm... Entschuldigen Sie, wie heißen Sie? Wie ist Ihr Name?

Ostap Bender: Nikolai, Nikolai Schmidt.

Pfarrer (etwas misstrauisch): Und... ähm.. der Ihres Vater?

Ostap Bender (schaut den Pfarrer lange und gekränkt an.): Ja, so ist das. Heutzutage erinnert sich kaum noch jemand an die Namen unserer Helden. Seit der Herrschaft des Ministeriums ist der Enthusiasmus im Weltreich verloren gegangen.

Pfarrer: Ja, das haben Sie ganz richtig bemerkt. Vor lauter Arbeit werden wir hier noch völlig stumpf und vergessen die großen Taten. (Schlägt auf den Tisch.)

Ostap Bender: Ich bin in Ihrem Dorf eigentlich ganz zufällig. Unannehmlichkeiten bei der Reise ließen mich ohne einen Cent. Ich hätte mich natürlich an die einfachen Leute wenden können und zweifellos hätten sie mir geholfen, aber das ist einfach nicht richtig. Aus dem politischen Standpunkt. Was soll das sein? Der Sohn einer der ersten Gottkaiserlichen Inquisitoren und plötzlich bettelt er um Geld bei den einfachen Leuten. Vielleicht sogar noch bei einem Beamten?

Pfarrer: Sie wurden bestohlen! Aber Sie haben ganz richtig gehandelt, dass Sie sich nicht an die einfachen Leute gewendet haben! Oder gar an diese verflixten Mitglieder des Ministeriums!

Ostap Bender: Fünfzig Credits!

Pfarrer: Ja, natürlich. (Wühlt in seiner Tasche herum und holt sein Portmonee heraus.) Acht.

Ostap Bender (wendet sich von dem Pfarrer ab und schaut aus dem Fenster): Ja, die Kirche leidet wirklich unter den Einschränkungen des engen Budget.

Pfarrer: (Wühlt tiefer in seinem Portmonee.) Acht Credits und Vierzig Cent und eine Essensmarke für ein Abendessen in der Kantine.


Die Tür öffnet sich und ein junger Kerl platzt selbstbewusst in den Raum.


Schura Balaganow: Wer ist hier der Chef? (Er sieht den Pfarrer und wendet sich an ihn.) Hallo, Pfarrer. Ich möchte mich vorstellen: Ich bin der Sohn des Leutnants Schmidt. Der Sohn des großen, tapferen Inquisitor Leutnant Schmidt.

Pfarrer (zeigt mit der Hand auf seinen anderen Besucher, welcher noch immer mit dem Rücken zu ihnen steht, und spricht voller Zorn in seiner Stimme): Aber hier ist der hochverehrte Sohn des hochverehrten Leutnant Schmidt.

Ostap Bender (versucht einen kühlen Kopf zu behalten um sich blitzschnell etwas einfallen zu lassen): Wasja! (Er dreht sich um, lächelt und schaut voller Verwunderung.) Wasja! Kleiner Bruder! (Er stürmt auf den Neuankömmling zu um ihn zu umarmen.) Wasja! Erkennst du etwa deinen Bruder Kolja nicht mehr? (Er lässt ihn los und boxt ihn in die Schulter.) So was! (Er durchwuschelt mit einer Hand die Haare des Fremden.) Was für eine unglaubliches Wiedersehen! Wann bist du aus Zhengzhou gekommen, wo du bei unserer Oma warst?

Schura Balaganow (ist völlig perplex und versucht sich nicht anmerken zu lassen, dass ihn die Situation gänzlich überfordert): Ja, ... ich habe ... bei ihr gewohnt.

Ostap Bender: Warum hast du mir so selten geschrieben? Ich habe mir doch Sorgen gemacht!

Schura Balaganow: Ich ... Ich war beschäftigt und ... (Er boxt Bender auch auf die Schulter.) Warum hast du denn nicht geschrieben?

Ostap Bender: Was redest du? Ich habe dir doch geschrieben. Und wie ich dir geschrieben habe. Ich habe sogar noch alle Belege von der Post.


Bender zieht einige zufällige Zettel aus seiner Jacke und legt sie auf den Tisch. Der Pfarrer, welcher die beiden Brüder die ganze Zeit genau beobachtet hat, beugt sich vor um die Zettel zu begutachten, doch Schura reagiert schnell genug um sich die Zettel zu schnappen und in seiner Hosentasche verschwinden zu lassen. Gleichzeitig schnappt sich Bender das Geld, welches noch immer auf dem Tisch liegt und lässt dieses in seiner Tasche verschwinden.


Pfarrer: Vielleicht können Sie sich ja noch erinnern, wie das damals auf dem Kreuzers Otschakow war?

Schura Balaganow (redet voller Begeisterung): Ich? Also... Der Panzerkreuzers Otschakow wurde am 19. Dezember 1969 auf Kiel gelegt und lief am 30. April 1971 vom Stapel. Sie wurde 1973 in den Dienst der Gelbmeerflotte gestellt. Sie hatte eine Wasserverdrängung von 8.565 Tonnen, die Bewaffnung bestand aus 10 Raketenstartern mit insgesamt 136 Flugkörpern, 6 Geschütztürmen mit 12.800 Schuss, 4 Wasserbombenwerfer und 4 Torpedorohren. Die Besatzung des Panzerkreuzes bestand aus 380 Mann. Als sich der Gottkaiser mit der Otschakow am 26. November 1975 auf einem Rendezvous-Kurs mit den anderen Kreuzern der Gelbmeerflotte befand, explodierte in einem Attentatversuch die Brücke und tötete den Kapitän, den Ersten Maat und einige weitere hochrangige Offiziere. Der Gottkaiser, wenn auch verwundet, überlebte diesen Angriff. Unmittelbar darauf begannen mehrere Begleitschiffe das Feuer auf die Otschakow zu eröffnen. Leutnant Schmidt reagierte schnell. Er überwältigte die Verschwörer an Bord, brachte den Gottkaiser aus dem Schussfeld unter Deck, ließ ein Notsignal entsenden, übernahm das Kommando und ließ die verräterischen Schiffe unter Beschuss nehmen. Endlich erschienen die verbündeten Kreuzer am Horizont. Währenddessen wurden die Verräter und Spione auf den anderen Schiffen von den treuen Matrosen festgenommen und auf allen Schiffen, bis auf einem, welches durch den Kampf so sehr beschädigt war, dass es im Meer versank, wehte die Flagge der Weltregierung. Die über Bord gegangenen Matrosen wurden gerettet und der Gottkaiser konnte in Sicherheit gebracht werden!

Ostap Bender: Hurra, Kameraden!

Pfarrer: Hurra!

Alle zusammen: Hurra, Hurra, Hurra!


Bender stößt Schura zur Türe hinaus und folgt ihm schnell aus dem Büro, während der Pfarrer anfängt vor Begeisterung und Stolz zu weinen.




Draußen:


Ostap Bender: Übrigens in meiner Kindheit hätte ich solche wie Euch auf der Stelle umgebracht mit meiner Steinschleuder. Weil Sie die Gesetze des Lebens missachten. Wieso sind Sie in das Büro des Pfarrers hereingeplatzt? Haben Sie etwa nicht gesehen, dass er nicht alleine war?

Schura Balaganow: Ich dachte...

Ostap Bender: Oha, Sie haben gedacht! Sie denken also. Sind Sie ein Denker? Wie lautet Ihre Familie, Denker? Spinoza? Jean-Jacques Rousseau? Machiavelli? Na gut, ich verzeihe Ihnen, leben Sie weiter. Nun, es wird Zeit, dass wir uns kennenlernen. Wir sind ja jetzt wie Brüder und Familie bindet. Ich heiße Ostap Bender. Erlauben Sie, dass ich Ihren Namen erfahre?

Schura Balaganow: Balaganow, Schura.

Ostap Bender: Über Ihren Beruf frage ich gar nicht, denke es mir aber. Bestimmt etwas Intellektuelles. Und wie oft waren Sie dafür schon vor Gericht?

Schura Balaganow: Zwei Mal.

Ostap Bender: Das ist nicht gut. Kein Mann sollte vor Gericht kommen. Das ist ein hässlicher Beruf. Ich spreche von Diebstahl. Warum verkaufen Sie Ihre unsterbliche Seele? Außerdem ist es unmoralisch. Ich gehe davon aus, dass Ihre Mama Sie in Ihrer Kindheit mit dieser Doktrin bekannt gemacht hat?

Schura Balaganow: Shhhhh! Schauen Sie! Sehen Sie den Alten mit dem Strohhut? Das ist Panikowski, der Sohn des Leutnants Schmidt.

Ostap Bender: Was? Noch einer? Okay, das wird amüsant. Der Leutnant hatte drei Söhne, zwei kluge und einen Dummkopf. Wir müssen ihn warnen.

Schura Balaganow: Nein! Soll er lernen, was es bedeutet die Konvention zu brechen!

Ostap Bender: Welche Konvention? Nun jetzt ist er drinnen. Ich bin ein neidischer Mensch, aber hier gibt es nichts zu beneiden. Waren Sie schon einmal beim Stierkampf? Wollen wir uns das näher anschauen? Na los, das können wir uns nicht entgehen lassen.



Bender und Schura schleichen sich zum Fenster des Büros des Pfarrer und werden Zeuge davon wie Panikowski mit dem Pfarrer spricht, dieser plötzlich ausflippt, herumschreit, anfängt mit schweren Sachen nach ihm zu werfen und dann den Sohn des Leutnants Schmidt durch das Gebäude jagt.


Ostap Bender: Nehmen Sie bitte Ihre Hüte ab, entblößen Sie Ihr Haupt. Wir sind bei einer Beerdigung. Der Verstorbene wird durch seine engsten Freunde und Liebsten zu Grabe getragen. Nach einer kurzen kirchlichen Zeremonie wurde der Leichnam beigesetzt!


Das Tor des Pfarramts öffnet sich und mehrere Wachen schmeißen Panikowski unsanft aus dem Gebäude.

This post was last modified: 18.01.2020 08:07 by Esser14.

18.01.2020 04:12
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Post: #4
RE: Bilderberger Bar


Bilderberger Bar in Peking


Ort: Bilderbergerbar in Peking
Zeit: Nicht in unserer Zeit!

Du, verehrter Unbekannter, betrittst die Bar. Sie ist gut besucht. Überall um dich herum kannst du Gesprächsfetzen aufschnappen, teilweise bleiben sie sogar in deinem Gehörgang gefangen und du filterst wie gewohnt deine für dich wichtigen Informationen heraus. Dein treuer schwarzer Parker, der dich so zuverlässig vor Regen und anderen Widrigkeiten schützt, wird nicht einfach so an der Garderobe zurück gelassen. Ebenso wenig wie der schwarze, abschließbare Koffer, den du bei dir trägst. Du bahnst dir deinen Weg zur Bar. An dieser angekommen bestellst du dir ein Glas Whiskey welches du vom Barkeeper geschickt in unter einer Minute in die Hand gedrückt bekommst. Da bleibt nicht viel Zeit die freien Informationen der anderen zu checken, denn schon tragen dich deine Füße an den hinteren Rand der Bar. Der Platz an dem der prasselnde Kamin steht ist gesäumt von ganzen zwei Ohrensessel und einem kleinen hölzernen Tisch dazwischen. Auf diesem Tisch stehen einige leere Whiskey Gläßer. Solche wie du eines in der Hand hast. In einem der beiden Sessel sitzt ein Mann, ein Gentleman, Anfang/Mitte 30. Er erzählt gerade einer kleinen Gruppe von halb interessierten jungen halbstarken Abenteurern halbstarke Märchen. Du bleibst einen Augenblick hinter den Ohrensesseln stehen und hörst zu.

Schura Balaganow: Aber noch interessanter wie den weißen Hai mit nur einer funktionierenden Hand zu fangen war den König der Löwen in Afrika zu schießen. Zuvor bin ich durch die Wüste Sahara gelaufen, barfuß! Und das alles nur weil...


Junger Halbstarker: Weil du deinen linken Sandalen verloren hast... Jaaaaa Ja, wir kennen deine Lügengeschichten schon. Kommt Jungs, der hat nichts neues mehr drauf. Das grenzt an Whiskey Verschwendung.

Geschlossen erheben sich die Möchtegern Abenteurer der Zukunft und ziehen auf der Suche nach spannenden Geschichten von dannen. Schura, der Erzähler, ruft ihnen noch hinterher

Ja genau! Meinen linken Sandalen hab ich verloren! Und... ACH...

Er lässt sich zurück in den Sessel fallen, in dem er eben noch aufrecht saß und starrt ins Feuer. Noch immer stehst du hinter ihm. Schura dreht sich zum Tisch um gerade das letzte Glas Whiskey zu greifen, da erkennt er dich schräg hinter ihm stehen. Seine Augen weiten sich

Schura Balaganow: DU hier?! Nein! Das ist ja eine Freude dich hier zu sehen. Wie lange stehst du schon da? Komm, setz dich erstmal. Bist du hier um meine berühmten Geschichten zu hören?

Du setzt dich in den freien Ohrensessel, von einer Bauart der in keinem Gentlemensclub fehlen darf. Das Glas Whiskey welches du so tapfer festgehalten hast die ganze Zeit über findet seinen Weg auf den Tisch. Unmerklich schüttelst du deinen Kopf

Schura Balaganow: Nein! Nein, nein. Dafür bist du nicht hier! Stimmts? Du bist hier weil du DIE Geschichte hören möchtest. Die WAHRE Geschichte!



Also, alles begann als...


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19.01.2020 20:46
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