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Chemnitz

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RE: Chemnitz

Liebe adder,

adder Wrote:
Leider hast Du nicht darauf geantwortet, was denn (zu Recht!) erregte Bürger, die den Status Quo mit seiner lakonischen Hinnahme des Blutzolles (und des Anstiegs an Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung) nicht mehr ertragen können, machen sollen?

Was meinst du hier genau mit Blutzoll? Laut Wörterbuch ist es ein Begriff für Kriegsgefallene oder allgemein für Menschen, die für etwas ihr Leben lassen müssen. Meinst du also die deutschen Gefallenen in den Auslandseinsätzen? Meinst du die Ertrunkenen im Mittelmeer? Oder siehst du ungeahndeten Mord und Totschlag auf deutschem Boden? Wieso benutzt du derartiges (emotional aufgeladenes) Vokabular?

Zu den sexuell motivierten Straftaten, da sollte vonseiten der Polizei härter vorgegangen werden. Das kann z.B. auch einfach heißen mehr Streife zu fahren und Beratungstelefonnummern einzurichten und dafür zu werben.

Was soll man auch sonst tun außer in Sicherheit zu investieren?

adder Wrote:
Wer hat übrigens die Polizei dermaßen kaputt gespart? War das die FDP oder die AfD - oder waren es die beiden sozialdemokratischen Parteien?

Eigentlich müssten Liberale doch eher für einen schlanken Staat und wenig Polizeibefugnisse sein, oder? Das Kaputtsparen war ein Fehler, der mittlerweile denke ich eingesehen wird.

Aktuell läuft in Sachsen das Projekt "Polizei 2020", das einen Stellenabbau um etwa 30% (auf "Westniveau") bei zeitgleicher Modernisierung der Ausrüstung vorsieht. Dies wurde 2011 von der Regierung aus CDU-FDP verabschiedet. Die Sparpolitik von davor stammt aber tatsächlich von Regierungen aus CDU-SPD.

adder Wrote:
Also der Täter war mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genau das, was jetzt gerne als "Rechts" bezeichnet wird: nämlich jemand mit einem durchaus mit dem Nationalsozialismus vergleichbaren Ideologiedenken (nur eben religiös verbrämt)

Hast du dafür einen Beleg / Quelle?

Ansonsten sollte Einwanderung natürlich auch gesteuert werden. Nur nicht, indem man sich quasi einmauert. Eine natürliche Fluktuation der Arbeitsmigration muss genauso möglich sein wie Asylmigration. Menschen, die Straftaten begangen haben, möchte hingegen eigentlich niemand gerne bei sich haben Noplan

adder Wrote:
Du weißt offenbar mehr als ich. [...]

Vielen Dank für deine detaillierte Ausführung Smile
Ich kenne mich tatsächlich in der (west-) dt. Politiklandschaft nicht so aus; ist auch nicht mein Fachgebiet.
Ich kann Adam Smiths Theorien übrigens auch einiges abgewinnen, verstehe aber sonst recht wenig von Ökonomie (bin da ganz bei Marx, der war ja auch eigentlich Philosoph Lachweg). Im Ernst, ich bin Fan von Genossenschaften und nicht von Planwirtschaft (wenn die Produktionsmittel dem Arbeiter gehören sollen, dann müsste doch eigentlich Anarchosyndikalismus die Losung sein, d.h. die Betriebe voll und ganz seinen Arbeitern gehören, weswegen die Treuhand IHMO auch Anteilsscheine hätte aushändigen müssen...).

adder Wrote:
Unsinn. Die einzige Ideologie, die tatsächlich den Menschen befreien kann und auch zu seinem Wohl beiträgt, ist der Liberalismus. [...]

Bei der freiheitlichen Grundordnung bin ich ganz bei dir, die sollte nicht eingeschränkt werden. Bei ökonomischen Belangen bin ich aber eher verhalten liberal, denn hier schadet zu viel Freiheit IHMO. Ich finde es braucht eine universelle Gesellschaftsform oder ökonomische Struktur, die auf der ganzen Welt funktioniert. Marktwirtschaftlichkeit ist hier natürlich und etabliert, entfesselte Märkte und (Turbo-) Kapitalismus sind es weniger (und noch weniger sinnvoll).

Andere Regionen der Welt haben andere Wertesysteme als Europa und Nordamerika. Den Liberalismus also 1:1 in die Welt zu exportieren, ist also kulturimperialistisch. Soziale Marktwirtschaft und fairer Handel können IHMO dahingegen dazu beitragen, einen globalen Markt zu formen, der allen Parteien nützt und der unter der Voraussetzung des Inputs von anderen Regionen der Welt zu einem universalen System werden kann. Was meinst du dazu?

PS: die liberale Losung lautet doch, wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht? Ich meine mich zu erinnern, dass diese gerne auf Adam Smith projiziert wird, wobei in seiner Theorie eigentlich das Individuum in der Gesellschaft im Zentrum steht. D.h. dass jeder an sich selbst in Bezug zu seinen Mitmenschen denkt.
In anderen Teilen der Welt hingegen kann bspw. die Harmonie der Gesellschaft an oberster Stelle stehen, d.h. dass jeder zunächst an seine Mitmenschen denkt, mit denen er in Relation steht, bevor er an sich selbst denkt. Also dass der persönliche Nutzen immer auch ein Nutzen der Gemeinschaft ist und umgekehrt, da der persönliche Nutzen mit der Allgemeinheit assoziiert wird.
Dies wird aber im europäisch geprägten Liberalismus nicht berücksichtigt, oder? Ergo kann er keine globale Gültigkeit besitzen.


Globaltom Wrote:
Also ich glaube kaum das die Lösung ist, alles
ganz "selbstlos " nur den Träumen des Ostens auszurichten.
Ich glaube kaum das die Bürger der "alten Bundesländer "
sich erinewrseits zur Melkkuh und andererseits zum Buhman der
neuen Bundesländer machern wollen. Da gibts eher
dann Proteste von der Seite.

War das nicht genau die Situation in den 90ern? Hehe
Im Ernst, Länderfinanzausgleich und Wirtschaftsförderung sollten sicherlich auch weiterhin Standbeine der Politik der Länder sein. Aber es müssen die eigenen Anstrengungen im Mittelpunkt stehen.
Denn nur wenn die ökonomischen Strukturen von selbst wachsen, wächst die Zivilgesellschaft mit und umgekehrt fördert mehr Zivilgesellschaft die Eigeninitiative.
Ich wollte aber nicht andeuten, die Menschen der neuen Bundesländer wären nicht auch selbst dafür verantwortlich wie es aktuell ausschaut Wink

Was die Rechten hat anwachsen lassen, war zwar das Vakuum der 90er Jahre, aber ohne ausreichend zivilgesellschaftliches Engagement (muss man auch erst einmal lernen und nicht nur dem Konsum verfallen) wird es auch weiterhin hier und da Vakuums geben, die von Rechten für ihre Propaganda und Akquise genutzt wird.

Globaltom Wrote:
Nur zur erinnerung Kohl und Merkel sind nicht solange Kanzler gewesen
weils perfekt waren sondern weil die Gegener nicht fähig waren
sie zu verdrängen sondern teilweise sich untereinader bekriegten.

Ich sehe bei der AfD eher viel heiße Luft Hehe

In den eigenen Reihen keine Alternative und die anderen Reihen gehen sich nur gegenseitig an die Gurgel...? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass #aufstehen da groß etwas dran ändern kann. Vonseiten der Liberalen erkenne ich allerdings gar keinen Vorstoß, außer dass sie uns Schwarz-Rot beschert haben .........Pfeif

10.09.2018 01:04
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Globaltom
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Post: #72
RE: Chemnitz

Schneeeule Wrote:

Quote:
[quote=Globaltom]
Also ich glaube kaum das die Lösung ist, alles
ganz "selbstlos " nur den Träumen des Ostens auszurichten.
Ich glaube kaum das die Bürger der "alten Bundesländer "
sich erinewrseits zur Melkkuh und andererseits zum Buhman der
neuen Bundesländer machern wollen. Da gibts eher
dann Proteste von der Seite.

War das nicht genau die Situation in den 90ern? Hehe
Im Ernst, Länderfinanzausgleich und Wirtschaftsförderung sollten sicherlich auch weiterhin Standbeine der Politik der Länder sein. Aber es müssen die eigenen Anstrengungen im Mittelpunkt stehen.

Denn nur wenn die ökonomischen Strukturen von selbst wachsen, wächst die Zivilgesellschaft mit und umgekehrt fördert mehr Zivilgesellschaft die Eigeninitiative.
Ich wollte aber nicht andeuten, die Menschen der neuen Bundesländer wären nicht auch selbst dafür verantwortlich wie es aktuell ausschaut Wink

Natürlich irgendwie müssen die Leute mal selber sehen was gut ist.
Nur hab halt die letzten Jahre zuviele Posts ( auch hier) gelesen ,
die offenbar glauben wir währne ihnen Schuldig ihre Region
mit Geld zuzuschütten um daraus die boomregion
schlechthin zu machen. Auf der einen Seite gegen den Staat wettern,
auf der anderen Seite alles von ihm fordern. Rolleyes

Quote:
Was die Rechten hat anwachsen lassen, war zwar das Vakuum der 90er Jahre, aber ohne ausreichend zivilgesellschaftliches Engagement (muss man auch erst einmal lernen und nicht nur dem Konsum verfallen) wird es auch weiterhin hier und da Vakuums geben, die von Rechten für ihre Propaganda und Akquise genutzt wird.

Es wahr sicher ein riesen Drama als 90 die DDR praktisch komplett
verschwunden ist, mit alleen Pro und Contra. Da begann vieles bei
Null und Viele Merkten das man zwar alles kaufen aber nicht leisten
kann. Das brachte dann erst die PDS dann die NPD und nun
die AFD zum Vorschein . Nur wie gesagt ich glaube kaum
das die Lösung ist Sachsen mit Geld zuzuschütten.

Quote:

Globaltom Wrote:
Nur zur erinnerung Kohl und Merkel sind nicht solange Kanzler gewesen
weils perfekt waren sondern weil die Gegener nicht fähig waren
sie zu verdrängen sondern teilweise sich untereinader bekriegten.

Ich sehe bei der AfD eher viel heiße Luft Hehe

In den eigenen Reihen keine Alternative und die anderen Reihen gehen sich nur gegenseitig an die Gurgel...? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass #aufstehen da groß etwas dran ändern kann. Vonseiten der Liberalen erkenne ich allerdings gar keinen Vorstoß, außer dass sie uns Schwarz-Rot beschert haben .........Pfeif

Die AFD sind immo nur gut zum Pöbeln. Demos wie chemnitz sind deren Pflaster nicht das Parlament . Für kanzler bräuchtens erst einen Kandidaten. Lucke , Petry, Gauland ? Nur Auslaufmodelle.
Linke Ähnlich . Dieses Aufstehen ist doch nur eine Trotzreaktion
weil Rot Rot Grün nie zustandekommt. Nur wie schreib mal
ein Kommentar . Zum Aufstehn mußt erst aufwachen.
Und Wagenknecht träumt doch noch DDR Dogmen die im
Westen keiner haben will.
FDP und Grüne haben sich längst Abgefunden nur Juniorpartner in
einer Koalition zu sein , das Ei des Kolumbus kommt da kaum Kopfkratz


Wartet auf die neue Bundesregierung

This post was last modified: 11.09.2018 02:35 by Globaltom.

10.09.2018 13:14
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Post: #73
RE: Chemnitz

Globaltom Wrote:
Natürlich irgendwie müssen die Leute mal selber sehen was gut ist.
Nur hab halt die letzten Jahre zuviele Posts ( auch hier) gelesen ,
die offenbar glauben wir währne ihnen Schuldig ihre Region
mit Geld zuzuschütten um daraus die boomregion
schlechthin zu machen. Auf der einen Seite gegen den Staat wettern,
auf der anderen Seite alles von ihm fordern. Rolleyes

Die Mentalität, dass der Staat alles richten soll, entstammt ehrlich gesagt aus der DDR, denn der Sozialismus hat sich ja wirklich um alles gekümmert Wink Wenn du ne Wohnung haben wolltest, musstest du zum Amt und dann wurde dir eine je nach Anzahl der Kinder oder gesellschaftlichem Status größere zur Verfügung gestellt. Versicherungen waren auch alle staatlich, seinen Job konnte man praktisch nicht verlieren auch wenn man ständig blau macht. Da ist es eben mit der Eigenverantwortung und der Selbstinitiative nicht weit Noplan
Fast die komplette Zivilgesellschaft war staatlich organisiert. Und der kleine Rest an privaten Initiativen brach weg, als Nachbarschaften sich auflösten weil die Leute wegzogen um neue Arbeit zu finden. Was übrig geblieben ist, sind Sportvereine sowie Stammtische oder Kegelrunden wo die Nachbarschaft vorhanden blieb, bspw. weil viele zur Wende kurz vor der Rente waren.

Na ja, die Leute warteten auf ihre "blühenden Landschaften" Hehe
Wenn, dann ist die BRD nur schuldig den neuen Bundesländern einen Anteil am fetten Marshall-Plan-Kuchen abzugeben. Den gab es ja schließlich nur weil die DDR die kommunistische Avantgarde am brandenburger Tor zum Westen gebildet hat, es ist also deren Verdienst, der nun auch belohnt werden sollte. Alles andere ist liederlich egomanes Hamstern Lachweg

Für viele hat eben die BRD die DDR-Wirtschaft erst vollständig platt gemacht, nachdem sie sie über Boykotte (obwohl die BRD am ehesten noch Fürsprecher der DDR gewesen ist...) und den Import unter Produktionskosten malträtiert hat. Die DDR war zwar bei der BRD verschuldet, aber die gesamten Staatsschulden waren dennoch gering im Vergleich zur BRD (weil kein kapitalistisches Ausland ihnen Kredite geben wollte/durfte, der BRD hingegen schon ...). Und trotzdem war die Planwirtschaft nicht unschuldig am Niedergang, denn sie verhinderte bspw. aktiv Innovationen. Es ist also vielmehr so, dass alle Parteien etwas zum Untergang beigetragen haben. Von daher gäbe es auch keine Lösung einer etwaigen Schuldfrage, aus der Forderungen erwachsen könnten, sondern nur 'Gleichbehandlungsforderungen'.

Aber wenn es denn um Boomregionen gehen würde. Das meiste Geld des Soli ist doch in die Finanzierung von Pensionen/Gehältern sowie die Sanierung von Gebäuden und Infrastruktur geflossen, wobei diese idR von westdeutschen Firmen ausgeführt wurden. Hinzu kommt die Fremdnutzung des Solis zum Stopfen von Haushaltslücken. Der eigentliche Verwendungssinn eines Solis wäre aber Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufzubauen (oder eine andere Kategorie, in der es 'Nachholbedarf' gibt), wobei aber nur ein kleiner Teil des Soli in tatsächliche Zuschüsse geflossen ist, die zumeist westdeutsche Firmen für die Ansiedlung einer 'Werkbank' erhalten haben. Mikrokredite und Förderung der 'einheimischen' Wirtschaft waren hingegen auch schon in der Treuhandpolitik selten.

Ergo kann der Soli auch als Konjunkturpaket für westdeutsche Großbetriebe und das Baugewerbe gesehen werden. Den mageren Teil, der tatsächlich bei den Bürgern der neuen Bundesländer ankommt, haben diese mit ihrem Solianteil hingegen kräftig mitgetragen. (Achtung, diese Absätze haben Thesenpapier-Charakter!)

Es ist also einiges an Verbitterung in der Luft, das man eben verstehen und anerkennen muss. Die Leute wollen eben nicht unter den Scheffel gestellt werden.

Globaltom Wrote:
Das brachte dann erst die PDS dann die NPD und nun
die AFD zum Vorschein . Nur wie gesagt ich glaube kaum
das die Lösung ist Sachsen mit Geld zuzuschütten.

Die PDS war ja schon da, denn sie ist aus der SED hervor gegangen Wink
Und bitte das Bündnis 90 nicht vergessen Smile
Die NPD/... hat ihre Führungsriege aus der alten BRD mitgebracht und entwickelte sich recht gut als 'Protestpartei'. Bspw. sind Leute der aktuellen Pegida aus diesem Grund in die rechte Ecke abgedriftet und dort wo sie jetzt stehen. Protestparteien stehen hier allgemein hoch im Kurs, vor der AfD waren das z.B. die Piraten Wink

Ich bin der Meinung Geld muss sinnvoll investiert werden, und zwar sowohl in Sachsen als auch in den 'abgehängten' Regionen in den alten BL Wink

Schließlich gilt, wer voll arbeiten geht, hat keine Zeit um montags durch die Innenstädte zu marschieren Cool

Ansonsten, gute Zusammenfassung der aktuellen Lage der Parteien, Globaltom Applaus

11.09.2018 11:39
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Post: #74
RE: Chemnitz

Schneeeule Wrote:

Globaltom Wrote:
Natürlich irgendwie müssen die Leute mal selber sehen was gut ist.
Nur hab halt die letzten Jahre zuviele Posts ( auch hier) gelesen ,
die offenbar glauben wir währne ihnen Schuldig ihre Region
mit Geld zuzuschütten um daraus die boomregion
schlechthin zu machen. Auf der einen Seite gegen den Staat wettern,
auf der anderen Seite alles von ihm fordern. Rolleyes

Die Mentalität, dass der Staat alles richten soll, entstammt ehrlich gesagt aus der DDR, denn der Sozialismus hat sich ja wirklich um alles gekümmert Wink Wenn du ne Wohnung haben wolltest, musstest du zum Amt und dann wurde dir eine je nach Anzahl der Kinder oder gesellschaftlichem Status größere zur Verfügung gestellt. Versicherungen waren auch alle staatlich, seinen Job konnte man praktisch nicht verlieren auch wenn man ständig blau macht. Da ist es eben mit der Eigenverantwortung und der Selbstinitiative nicht weit Noplan

Das war aber ein Problem 90 . da kamen eben viele Rüber,
die dachten die Vorteile gäbs weiter, nur jetzt hättens ein Häuschen
einen BMW und jedes Jahr ne Flugreise . Nur das eben drüben man sich
um vieles selber kümmern muß und du im Beruf ranklotzen mußt
merkten viele lange nicht.

Quote:
Fast die komplette Zivilgesellschaft war staatlich organisiert. Und der kleine Rest an privaten Initiativen brach weg, als Nachbarschaften sich auflösten weil die Leute wegzogen um neue Arbeit zu finden. Was übrig geblieben ist, sind Sportvereine sowie Stammtische oder Kegelrunden wo die Nachbarschaft vorhanden blieb, bspw. weil viele zur Wende kurz vor der Rente waren.

Naja das verreinsmeiern scheints überall in Deutschland zu geben.
Der Staat soll alle Probleme lösen, währned man sich am Stammtisch
weiter über alles Beklagt.

Quote:
Na ja, die Leute warteten auf ihre "blühenden Landschaften" Hehe
Wenn, dann ist die BRD nur schuldig den neuen Bundesländern einen Anteil am fetten Marshall-Plan-Kuchen abzugeben. Den gab es ja schließlich nur weil die DDR die kommunistische Avantgarde am brandenburger Tor zum Westen gebildet hat, es ist also deren Verdienst, der nun auch belohnt werden sollte. Alles andere ist liederlich egomanes Hamstern Lachweg

Ein Satiriker sagte. Mal . Blühende Landschaften. ja klar wo
immer ein VEB aufgegeben wurde, ein Dorf verlassen ,
blüht jetze das Unkraut.
Is es etwa unsere Schuld , das die UDSSR nur weggeschafft hat,
und der Große Sozialismus keinen Wohlstand geschaffen hat.

Quote:
Für viele hat eben die BRD die DDR-Wirtschaft erst vollständig platt gemacht, nachdem sie sie über Boykotte (obwohl die BRD am ehesten noch Fürsprecher der DDR gewesen ist...) und den Import unter Produktionskosten malträtiert hat. Die DDR war zwar bei der BRD verschuldet, aber die gesamten Staatsschulden waren dennoch gering im Vergleich zur BRD (weil kein kapitalistisches Ausland ihnen Kredite geben wollte/durfte, der BRD hingegen schon ...). Und trotzdem war die Planwirtschaft nicht unschuldig am Niedergang, denn sie verhinderte bspw. aktiv Innovationen. Es ist also vielmehr so, dass alle Parteien etwas zum Untergang beigetragen haben. Von daher gäbe es auch keine Lösung einer etwaigen Schuldfrage, aus der Forderungen erwachsen könnten, sondern nur 'Gleichbehandlungsforderungen'.

Aber wenn es denn um Boomregionen gehen würde. Das meiste Geld des Soli ist doch in die Finanzierung von Pensionen/Gehältern sowie die Sanierung von Gebäuden und Infrastruktur geflossen, wobei diese idR von westdeutschen Firmen ausgeführt wurden. Hinzu kommt die Fremdnutzung des Solis zum Stopfen von Haushaltslücken. Der eigentliche Verwendungssinn eines Solis wäre aber Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufzubauen (oder eine andere Kategorie, in der es 'Nachholbedarf' gibt), wobei aber nur ein kleiner Teil des Soli in tatsächliche Zuschüsse geflossen ist, die zumeist westdeutsche Firmen für die Ansiedlung einer 'Werkbank' erhalten haben. Mikrokredite und Förderung der 'einheimischen' Wirtschaft waren hingegen auch schon in der Treuhandpolitik selten.

Ergo kann der Soli auch als Konjunkturpaket für westdeutsche Großbetriebe und das Baugewerbe gesehen werden. Den mageren Teil, der tatsächlich bei den Bürgern der neuen Bundesländer ankommt, haben diese mit ihrem Solianteil hingegen kräftig mitgetragen. (Achtung, diese Absätze haben Thesenpapier-Charakter!)

Es ist also einiges an Verbitterung in der Luft, das man eben verstehen und anerkennen muss. Die Leute wollen eben nicht unter den Scheffel gestellt werden.

Wie glaubst is umgekehrt.
Wir solle n seit 30 Jahrne netto zahlen . Sind die Bösen wenn wir firmen bei euch ansiedeln.
Hören bis heute wie toll doch die DDR war . Und glaubts nur ihr seid langsam angefressen.
gibt genug gerade im Süden die sich ausgenutzt fühlen.

Quote:

Globaltom Wrote:
Das brachte dann erst die PDS dann die NPD und nun
die AFD zum Vorschein . Nur wie gesagt ich glaube kaum
das die Lösung ist Sachsen mit Geld zuzuschütten.

Die PDS war ja schon da, denn sie ist aus der SED hervor gegangen Wink
Und bitte das Bündnis 90 nicht vergessen Smile
Die NPD/... hat ihre Führungsriege aus der alten BRD mitgebracht und entwickelte sich recht gut als 'Protestpartei'. Bspw. sind Leute der aktuellen Pegida aus diesem Grund in die rechte Ecke abgedriftet und dort wo sie jetzt stehen. Protestparteien stehen hier allgemein hoch im Kurs, vor der AfD waren das z.B. die Piraten Wink

Ja die PDS war eirgnedwie ei nWeiter der SED nach der Wende.
Bündnis 90 waren die Ostgrünen ( wo habtn die versteckt vor 89)
NPD ? inwieweit die audm Westen waren und wieweit das Potential bei euch war ?
Piraten :lol: klangen gut brachtne aber nix auch nur im Ansatz zustande.

Quote:
Ich bin der Meinung Geld muss sinnvoll investiert werden, und zwar sowohl in Sachsen als auch in den 'abgehängten' Regionen in den alten BL Wink

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Ansonsten, gute Zusammenfassung der aktuellen Lage der Parteien, Globaltom Applaus

Richtig auch bei uns gibts Problemregionen , dei nicht vergessen wwerden dürfte.
Ich finde halt zuviele Poster ( und nicht wenige ausm Osten) die nur wollen das nur ihren Region
gestützt werden soll . Und das is nicht drinn.

bzw. is immer schön von dir zu lesen Daumenhoch


Wartet auf die neue Bundesregierung

This post was last modified: 11.09.2018 15:18 by Globaltom.

11.09.2018 15:02
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Post: #75
RE: Chemnitz

Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite Smile

Globaltom Wrote:
Ein Satiriker sagte. Mal . Blühende Landschaften. ja klar wo
immer ein VEB aufgegeben wurde, ein Dorf verlassen ,
blüht jetze das Unkraut.
Is es etwa unsere Schuld , das die UDSSR nur weggeschafft hat,
und der Große Sozialismus keinen Wohlstand geschaffen hat.

Das ist natürlich ein naheliegender Witz, aber natürlich steckt da viel Wahrheit drin. Bin ja selbst mit den vermodernden VEB-Fabrikhallen, die peu a peu Großmärkten und 'Renaturisierungsflächen' wichen, aufgewachsen. Schlimm fand ich das auf alle Fälle nie, weiß ja wie schmutzig es früher wegen all der Industrie gewesen ist.

Der Realsozialismus hat gekrankt an allen Ecken und Kanten, da gibt es nichts zu diskutieren. Und das Gerede von Schuld ist in jeder Hinsicht absurd. Dass die BRD die Grenzen geöffnet hat, war in jeder Hinsicht nett. Dass es seitdem auf allen Seiten Probleme mit dem Zusammenwachsen gegeben hat, ist hinlänglich bekannt. Aber mittlerweile bewegt sich vieles, die Kaufkraft steigt und die Wirtschaft wächst, genauso wie die Zivilgesellschaft im Allgemeinen. Das Sachsen von heute hat nicht mehr viel zu tun mit dem der 90er Jahre.

Globaltom Wrote:
Wie glaubst is umgekehrt.
Wir solle n seit 30 Jahrne netto zahlen . Sind die Bösen wenn wir firmen bei euch ansiedeln.
Hören bis heute wie toll doch die DDR war . Und glaubts nur ihr seid langsam angefressen.
gibt genug gerade im Süden die sich ausgenutzt fühlen.

Es gibt auch genug Leute im Süden, die sich darüber beschweren, dass sie quasi ganz Deutschland durchfüttern, oder nicht? Tongue
Wie ich bereits sagte floss genügend Soli-Geld wieder zurück in die alten BL. Das ist aber bei den Leuten nicht unbedingt angekommen, weil es eher den großen Betrieben zugute kam und nicht dem Klein- und Mittelstand. Deswegen ist es um den auch nicht sonderlich besser bestellt als den in den neuen BL, genauso wenig wie um die Geringverdiener. Ich kenne diese Diskussionen um den Soli zur Genüge aus dem Westteil der Republik Wink
Tatsächlich ist das hier aber aktuell überhaupt gar kein Thema, genauso wenig wie die anderen Themen der 90er Jahre. Ich glaube, die wenigsten würde es noch jucken, wenn der Soli zu Grabe getragen werden würde. (Gibt ja eh den Länderfinanzausgleich ...)

Globaltom Wrote:
Ja die PDS war eirgnedwie ei nWeiter der SED nach der Wende.
Bündnis 90 waren die Ostgrünen ( wo habtn die versteckt vor 89)
NPD ? inwieweit die audm Westen waren und wieweit das Potential bei euch war ?
Piraten :lol: klangen gut brachtne aber nix auch nur im Ansatz zustande.

Es gab ja nicht nur schlechte Menschen oder ideologische Idioten in der SED... Und trotzdem gibt es nach wie vor Leute, die die Linke nicht wählen wollen, weil sie ja dann auch ex-SEDler wählen würden Rolleyes
Bündnis 90 waren nicht einfach nur die 'Ostgrünen', sondern ein Zusammenschluss von Bürgerrechtsbewegungen, die natürlich auch 'grün' waren, aber nicht nur. Die Affinität zu 'grün' ist auf alle Fälle geringer als in den alten BL ...

Zum Nachvollziehen der Entwicklungen in der rechten Szene ist folgende Quelle sehr aufschlussreich:

bpb 2002 Wrote:
Darüber hinaus zeigt die vergleichende Betrachtung der unterschiedlichen Handlungsfelder für politische Aktivitäten, dass es sich beim Rechtsextremismus keineswegs nur um ein ost-, sondern um ein gesamtdeutsches Phänomen handelt. Insbesondere das Engagement westlicher Rechtsextremisten zu Beginn der neunziger Jahre veranschaulicht, in welch hohem Maße von deren Seite versucht wurde, Anstöße zur Entwicklung von ostdeutschen Strukturen zu geben. Daraus darf allerdings nicht geschlossen werden, dass es sich in Ostdeutschland um eine Art 'importiertes' Phänomen handelt. Dem widerspricht zum einen die informelle Existenz von neonazistischen Personenzusammenschlüssen und von Skinheads als Jugendkultur bereits zu DDR-Zeiten, andererseits das Anknüpfen von Rechtsextremisten an durch das SED-Regime sozialisierte antidemokratische Einstellungen in der Bevölkerung. Gerade der letztgenannte Aspekt als Bestandteil der politischen Kultur in den östlichen Bundesländern kann in seiner Bedeutung kaum unterschätzt werden. Autoritarismus, Antipluralismus, Freund-Feind-Denken und Kollektivismus blieben auch nach 1989 als Mentalitäten weiterhin bestehen und artikulierten sich als extremistische Strukturprinzipien nun unter politisch 'rechten' Vorzeichen weiter. (Quelle)

Der letzte Satz ist zwar typisch bpb, aber im Grunde sind diese Einstellungen tatsächlich sehr vorherrschend in der Neonazi-Szene. Das lässt wiederum einige Rückschlüsse auf die 'Volksverräter-Brüller', 'Putin-Versteher' etc. zu, die auch bei *gida, AfD, Pro*-'Demos' in den neuen BL nicht wegzudenken sind. Denn der Schrei nach Fake-News wäre nichts anderes als Antipluralismus, der Schrei nach einer nationaleren Regierung Autoritarismus und die Hetze gegen Islam und Immigranten ebenso Antipluralismus.
In der Bevölkerung selbst ist es aber sehr unterschiedlich. Da gibt es Leute, die haben solche Tendenzen (unbewusst) in ihren Einstellungen. Es gibt aber auch Leute, die hatten diese schon in der DDR nicht.

Globaltom Wrote:
Richtig auch bei uns gibts Problemregionen , dei nicht vergessen wwerden dürfte.
Ich finde halt zuviele Poster ( und nicht wenige ausm Osten) die nur wollen das nur ihren Region
gestützt werden soll . Und das is nicht drinn.

Es gibt in DE leider viel Regionalpatriotismus, egal in welchem Teil DEs... Ich persönlich finde in einer Gesellschaft muss man auch solidarisch sein und sollte nicht nur danach gehen, was der eigenen Region nützt. Es gibt aber leider genug Leute, die denken ihre Region wäre was besonderes; dieses Denken ist salopp gesagt der kleine Bruder des Nationalismus.

12.09.2018 00:27
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RE: Chemnitz

Schneeeule Wrote:
Liebe adder,

adder Wrote:
Leider hast Du nicht darauf geantwortet, was denn (zu Recht!) erregte Bürger, die den Status Quo mit seiner lakonischen Hinnahme des Blutzolles (und des Anstiegs an Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung) nicht mehr ertragen können, machen sollen?

Was meinst du hier genau mit Blutzoll? Laut Wörterbuch ist es ein Begriff für Kriegsgefallene oder allgemein für Menschen, die für etwas ihr Leben lassen müssen. Meinst du also die deutschen Gefallenen in den Auslandseinsätzen? Meinst du die Ertrunkenen im Mittelmeer? Oder siehst du ungeahndeten Mord und Totschlag auf deutschem Boden? Wieso benutzt du derartiges (emotional aufgeladenes) Vokabular?


Oh, ich sehe tatsächlich Mord und Totschlag auf deutschem Boden, welcher mit kulturellen Rabatten "bestraft" wird - und medial heruntergespielt, verdeckt, "nur von regionaler Bedeutung".
Es ist ein Blutzoll, den die deutschen Staatsbürger (egal welcher Herkunft) in den letzten Jahren bezahlen. Es ist nicht schön, wie das von tatsächlich rassistischen Gruppen (Nationale Sozialisten) ausgenutzt wird, aber Ursache dieser Ausnutzung ist zuerst einmal, dass schwere Straftaten nicht ausreichend geahndet werden. Ich bin nur sehr begrenzt bereit, "gesundes Volksempfinden" (bäääh) als Maßstab zu nehmen, dafür aber sehr bei "Common Sense". Und der gute Menschenverstand sagt mir, dass die Justiz dringend vermeiden muss, als "lasch" oder parteiisch zu gelten. Und dass sie gleiche Straftaten eben nicht ungleich behandeln darf, nur weil es "politisch korrekt" ist.

Quote:
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Auch das ist ein Justizproblem. Wenn nur jeder achte Vergewaltiger tatsächlich verurteilt wird (obwohl wohl kaum von einer so hohen Quote von Falschanzeigen auszugehen ist), wenn Skandalurteile gefällt werden, dann sendet das Signale an die Straftäter.
Und ja: die Mehrheit der Taten wird von Deutschen Straftätern begangen. Der prozentuale Anteil von Migranten an den Straftätern und Straftaten ist allerdings extrem viel höher als ihr Anteil an der Bevölkerung. Das ist also kein "rein deutsches" Problem mehr.
Zum Thema Skandalurteil: Sex mit Gewalt ohne Einvernehmen ist keine Vergewaltigung.
Alleine die Frage der Richterin(!) an das Opfer der Vergewaltigung ist eine Verhöhnung. Dass die Richterin auch noch diese Aussage (wie anders hätte sie denn sein sollen? Wie soll das Opfer wissen, was im Kopf des Täters vorgeht? Die Frage hätte lauten müssen: "Haben Sie klar und deutlich NEIN gesagt und sich gewehrt?" - nicht "könnte der arme Muslim das vielleicht nicht als Ablehnung verstanden haben?) als Grund für den Freispruch nimmt... ist eine dreiste Verhöhnung des Opfers und eine absolute Fehlleistung der Richterin. Dieses Urteil MUSS in der Revision gekippt werden, alles andere wäre eine Schande für die Justiz.
Wenn sich jemand so wehrt und so deutlich macht, dass sie keinen Sex will, wie dieses Opfer, dann ist es egal, ob der Täter das vielleicht im kulturellen Umfeld, in dem er geboren wurde, gedurft hätte. Er kann sich darauf berufen. Denn hier gelten eben nicht seine Regeln, sondern unsere Gesetze.

Quote:
Was soll man auch sonst tun außer in Sicherheit zu investieren?


Straftaten auch tatsächlich konsequent in Gerichtsverfahren ahnden. Nicht kulturelle Rabatte gewähren. Auch nicht opferlose Verbrechen stärker bestrafen als solche mit Opfern.
Und nicht so einen Scheiß machen wie in den letzten Wochen: 9 Jahre für einen Brandsatz gegen eine Moschee, bei dem niemand verletzt wurde und bei dem nur geringster Sachschaden entstand - versus nicht einmal 9 Jahre für den eiskalten Mord an einem minderjährigen Mädchen? Und eine Bewährungsstrafe für den Brandsatz auf eine Synagoge, weil die Täter ja keine Antisemiten, sondern "Israelkritiker" waren?
Hälst Du das für gerecht?

Quote:

adder Wrote:
Wer hat übrigens die Polizei dermaßen kaputt gespart? War das die FDP oder die AfD - oder waren es die beiden sozialdemokratischen Parteien?

Eigentlich müssten Liberale doch eher für einen schlanken Staat und wenig Polizeibefugnisse sein, oder? Das Kaputtsparen war ein Fehler, der mittlerweile denke ich eingesehen wird.


Ich bin klassisch liberal (und damit Minarchistin). Das heißt, ich sehe die Aufgaben des Staates alleine in der Gewährleistung der Inneren und äußeren Sicherheit, der Garantie des Eigentums und der körperlichen Unversehrtheit der Staatsbürger. Dazu ist eine Polizei notwendig (sie muss aber nicht zwingend staatlich sein). In wie weit dazu Befugnisse ausgeweitet werden müssen, muss man sehen. Die Mittel der Polizei reichen aber offensichtlich im Moment nicht aus, um Eigentum und körperliche Unversehrtheit der Staatsbürger zu gewährleisten.

Quote:

adder Wrote:
Also der Täter war mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit genau das, was jetzt gerne als "Rechts" bezeichnet wird: nämlich jemand mit einem durchaus mit dem Nationalsozialismus vergleichbaren Ideologiedenken (nur eben religiös verbrämt)

Hast du dafür einen Beleg / Quelle?


Schau Dir Hamad Abdel Samad an. Der erklärt wunderbar, warum der Islam eine dem nationalsozialismus vergleichbare Ideologie ist. Wenn heute der NS als "rechts" bezeichnet wird, muss man logischerweise einen Muslim, der ebenfalls die Juden auslöschen, den Liberalismus bekämpfen und die Volkssolidarität hochhalten will (innerhalb der Umma), sowie unwürdige Dritte unterdrücken und ausbeuten will (Slaven vs. Ungläubige), als "rechts" bezeichnen. Während die bereits jahrzentelang hier lebenden Muslims im allgemeinen eher dem Bereich der "Kulturmuslime" zuzuordnen sind, sind Flüchtlinge insbesondere aus dem Irak und Syrien meist sehr gläubige Muslime, die eher dem härteren Bereich zuzuordnen sind.
https://www.verfassungsschutz.de/de/aktu...ngszustrom
"Etwa 70 % der in Deutschland Asyl stellenden Flüchtlinge sind Muslime.", "Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf sogenannte unbegleitete Jugendliche unter den Flüchtlingen gerichtet werden, da diese aufgrund ihrer Situation besonders anfällig für die Versprechen der Islamisten sein könnten. "
https://www.achgut.com/artikel/wie_zugew...sch_ticken
"Der hohe Anteil von orthodox-konservativ und radikal-militant eingestellten Muslimen unter den niedersächsischen Jugendlichen, den Christian Pfeiffer unter anderen in der jetzt veröffentlichten Studie „Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland. Schwerpunkte: Jugendliche und Flüchtlinge als Täter und Opfer“ (Januar 2018) feststellen mussten, kann angesichts schon länger vorliegender Befragungsergebnisse nicht wirklich überraschen."
"Die vom Bundesinnenministerium herausgegebene Studie „Muslime in Deutschland“ (2007) klassifizierte die Befragten in folgende vier Gruppen:

„Fundamental orientierte“ Muslime: 40,6 Prozent.
„Orthodox-religiöse“ Muslime: 21,7 Prozent.
„Traditionell-konservative“ Muslime: 21,7 Prozent.
„Gering religiöse“ Muslime: 18,8 Prozent."
"Der Aussage: „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als Demokratie“ stimmten 46,7 Prozent zu."

Quote:

adder Wrote:
Du weißt offenbar mehr als ich. [...]

Vielen Dank für deine detaillierte Ausführung Smile
Ich kenne mich tatsächlich in der (west-) dt. Politiklandschaft nicht so aus; ist auch nicht mein Fachgebiet.
Ich kann Adam Smiths Theorien übrigens auch einiges abgewinnen, verstehe aber sonst recht wenig von Ökonomie (bin da ganz bei Marx, der war ja auch eigentlich Philosoph Lachweg). Im Ernst, ich bin Fan von Genossenschaften und nicht von Planwirtschaft (wenn die Produktionsmittel dem Arbeiter gehören sollen, dann müsste doch eigentlich Anarchosyndikalismus die Losung sein, d.h. die Betriebe voll und ganz seinen Arbeitern gehören, weswegen die Treuhand IHMO auch Anteilsscheine hätte aushändigen müssen...).


Das ist das übliche Problem. Sozialisten verstehen nicht viel von Ökonomie (sonst wären sie auch keine... Wink ) - aber ohne Verständnis (und da reicht laienhaftes Verständnis, wenn man sich denn damit beschäftigt und sich einliest/hört, man muss nicht Spitzenökonom sein) von Ökonomie kann man keine Volkswirtschaft leiten. Mises hat klar und deutlich in "Liberalismus" (1929!) dargelegt, warum der Sozialismus stets scheitern muss: weil er keine Kostenrechnung kennen kann. Wenn die Produktionsmittel eben nicht als Kostenfaktor betrachtet werden können (weil sie keine "Kosten" verursachen, weil man sie nicht erwerben musste), dann kann man auch keine Kosten-Nutzenrechnung machen. Und ohne diese produziert eine Volkswirtschaft nicht die Dinge, die von den Menschen gekauft werden, sondern politisch gewollte Dinge. Folglich geht die Wirtschaft vor die Hunde. In Kriegszeiten ist eine Zentralplanung teilweise effektiver, aber wie wir am 2. WK gesehen haben, hat das westliche Bündnis mit Marktwirtschaft und geringer Zentralplanung deutlich mehr Kriegsmaterial produziert als die Achse und die Sowjetunion. Und ohne die US-Lieferungen an die Sowjets wäre der Krieg im Osten nicht so schnell entschieden gewesen, bzw. die SU an entscheidender Stelle zusammengebrochen, weil sie keine Nachschub-Lieferungsproduktion hatte, sondern zentral geplant LKW gegen Panzer getauscht hatte.

Quote:

adder Wrote:
Unsinn. Die einzige Ideologie, die tatsächlich den Menschen befreien kann und auch zu seinem Wohl beiträgt, ist der Liberalismus. [...]

Bei der freiheitlichen Grundordnung bin ich ganz bei dir, die sollte nicht eingeschränkt werden. Bei ökonomischen Belangen bin ich aber eher verhalten liberal, denn hier schadet zu viel Freiheit IHMO. Ich finde es braucht eine universelle Gesellschaftsform oder ökonomische Struktur, die auf der ganzen Welt funktioniert. Marktwirtschaftlichkeit ist hier natürlich und etabliert, entfesselte Märkte und (Turbo-) Kapitalismus sind es weniger (und noch weniger sinnvoll).


Dang. Mißverständnis: was Du als "entfesselte Märkte" und Turbokapitalismus bezeichnest, ist in Wirklichkeit keine Marktwirtschaft und auch kein Kapitalismus. Es ist "Korporatismus", eine spezielle Form des Staatsinterventionalismus. Dieser ist aber nicht liberal, sondern - wie Mises und Hayek darlegen - der erste Schritt zum Sozialismus, bzw. der "Weg in die Knechtschaft". Staatsintervention bedeutet immer Effizienzverlust, immer auch Marktverlust.
Eine freie Marktwirtschaft kennt keine Monopole mit schädlicher Wirkung, weil der Monopolist nur aufgrund von Staatsintervention überhaupt ein Monopol erhalten könnte - ansonsten würde sich bei überhöhten Preisen oder schlechtem Service/Qualität ein Konkurrent bilden.
Ja, auch ein freier Markt kann Regeln unterliegen, die vom Staat zum Schutz von Leib, Leben und Eigentum aufgestellt werden. Aber weitere "Fesseln" sind nicht nötig.
Übrigens: die Marktwirtschaft ist nicht mehr "hier". Wir befinden uns bereits in nahezu allen Ländern auf dem direkten Weg zur Knechtschaft. Und wir haben in extrem vielen Ländern bereits Korporatismus.
In Deutschland bestimmen bestimmte Unternehmensbereiche die Politik der Regierung. Wie wäre es sonst zu erklären, dass trotz nachgewiesener Umweltschädlichkeit, fehlender Produktivität und extrem schlechtem Preis-Leistungsverhältnisses noch immer Subventionen (arg - Marktwirtschaft und Subventionen? Kapitalismus ist das nicht) für Solar und Wind gewährt werden?

Quote:
Andere Regionen der Welt haben andere Wertesysteme als Europa und Nordamerika. Den Liberalismus also 1:1 in die Welt zu exportieren, ist also kulturimperialistisch. Soziale Marktwirtschaft und fairer Handel können IHMO dahingegen dazu beitragen, einen globalen Markt zu formen, der allen Parteien nützt und der unter der Voraussetzung des Inputs von anderen Regionen der Welt zu einem universalen System werden kann. Was meinst du dazu?


Das ist - sorry für die Direktheit, aber ich bin direkt und unhöflich... - sozialistischer Unsinn. Kulturimperialismus ist ein Schlagwort, welches nur verhindern soll, dass sich sinnvolle Systeme auch durchsetzen. Diese ganze Identitätspolitik ist genau darauf ausgerichtet. Es ist feindlich gegenüber Individuen, sie nur auf ihre "Identität" zu reduzieren.
Ich bin transsexuell, eine Transfrau, und ich habe letztlich auch einen Migrationshintergrund, auch wenn man ihn mir nicht anmerkt (mein Großvater war Spanier). Mich aber ausschließlich auf meine Gruppenzugehörigkeit zu reduzieren, ist ein Angriff auf meine Individualität. Ich bin nämlich zuerst einmal ein Individuum. Viele Transsexuelle (gerade ältere) sind aufgrund bestimmter Erfahrungen eher "links". Ich halte genau das für einen Fehler. Die Linke versucht nicht, uns zu helfen, sondern uns zu benutzen. Ich halte auch für einen Fehler, dass sich Transsexuelle der LGB-Community angeschlossen haben. Nicht in jedem Detailfall - ich bin beispielsweise bei unserem Firmennetzwerk "BLEND" extrem begeistert - aber im allgemeinen hat das zu einer Verstärkung unserer Probleme geführt. Wir sind zwar auch teilweise homosexuell oder bisexuell, aber unsere Transsexualität ist nichts "sexuelles", hat auch nichts mit unserer Partnerwahl zu tun.
Das zur EInleitung.
Liberalismus mag ja ein europäisches Konzept gewesen sein - aber mittlerweile gibt es auch Liberale Philosophen in ganz anderen Kontinenten und Kulturen. Yoshida Shigeru, Ashida Hitoshi und Miki Bukichi aus Japan sind die Vorbilder vieler japanischer Liberaler - es sind die Gründer der Liberalen Partei Japans. Und so bildet sich vollkommen organisch ein regionaler Liberalismus. Dessen zentrale Werte sind identisch mit dem Europäischen/westlichen Liberalismus. Es sind ja auch universelle Werte.

Quote:
PS: die liberale Losung lautet doch, wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht?


Das ist eine grobe Vereinfachung, aber ja. Es stimmt ja auch. Bedenke aber, dass mit "sich selbst" nicht alleine das Individuum gemeint ist, sondern auch jene, die dem Individuum nahe stehen. Ein Liberaler wird immer zuerst selbst versuchen, seinen Eltern zu helfen, seine abhängigen Kinder zu unterstützen etc. pp., bevor er sich an andere wendet. Das ist auch richtig so, denn es fördert ja auch interindividuelle Solidarität. Diese ist im Liberalismus ja auch nicht verpönt, sondern erwünscht - nur eben auf dringend freiwilliger Basis und immer auch als "Hilfe zur Selbsthilfe", bzw. "Nothilfe". Der Liberale erkennt an, dass Hilfe und Solidarität eine eigennützige Sache ist (man macht das ja auch im linken Lager aus eigennützigen Gründen, nämlich, um sich moralisch besser zu fühlen), und bringt sie damit tatsächlich dort an, wo sie helfen könnte.

Quote:
Ich meine mich zu erinnern, dass diese gerne auf Adam Smith projiziert wird, wobei in seiner Theorie eigentlich das Individuum in der Gesellschaft im Zentrum steht. D.h. dass jeder an sich selbst in Bezug zu seinen Mitmenschen denkt.


Genau.

Quote:
In anderen Teilen der Welt hingegen kann bspw. die Harmonie der Gesellschaft an oberster Stelle stehen, d.h. dass jeder zunächst an seine Mitmenschen denkt, mit denen er in Relation steht, bevor er an sich selbst denkt. Also dass der persönliche Nutzen immer auch ein Nutzen der Gemeinschaft ist und umgekehrt, da der persönliche Nutzen mit der Allgemeinheit assoziiert wird.


Das ist eine Fehlannahme. Mit Ausnahme der (national-)sozialistisch angehauchten Ideologien (die dann natürlich auch im 2.WK mit Hitler zusammenarbeiteten) hat niemand in der Welt die anderen vor sich selbst gesetzt. Das geht auch gar nicht. Ich kann gar nicht anderen helfen, wenn ich keine Mittel dazu habe. Ich kann andere nicht lieben, wenn ich mich nicht selbst anerkenne. Ein gesunder Basis-Egoismus ist das Wesen des Menschen - wäre es nicht so, gäbe es heute schon keine Menschen mehr.

Quote:
Dies wird aber im europäisch geprägten Liberalismus nicht berücksichtigt, oder? Ergo kann er keine globale Gültigkeit besitzen.


Das hat keine Relevanz, da es diesen "Gemeinschaftsgedanken" eben gar nicht wirklich außerhalb von Zwangssystemen gibt. Wer hat denn die sogenannte asiatische "Harmoniegemeinschaft" am stärksten propagiert? Es waren die Sozialisten, die auch gleichzeitig Millionen von Asiaten auf den Killing Fields getötet haben.
Schaut man sich das vordemokratische Japan oder das vor-kommunistische China an, sieht man, dass es dort eine durchaus individualistische Sicht gegeben hat, die sich aber einem gemeinsamen Herrscher untergeordnet hat. Die Soldaten des Tenno haben bis zur Selbstaufgabe gekämpt - aber eben nicht aus Freiwilligkeit, sondern weil der traditionelle Gedanke eben auch in sie eingeimpft wurde. Das ist nichts anderes als geistige Gefangenschaft - keine "asiatische Harmonie".


Falls bei einem Quote kein Name steht, geht davon aus, dass der letzte Name immer noch gilt und es derselbe Post war!
Ich halte mich an meine Zitatregeln: beim ersten Zitat aus einem Post wird ein [" Quote= ]" gesetzt. Danach bis ein neuer Poster oder ein neuer Post kommt, nur ein "[ Quote "]. Falls ich zwischen Postern hin-und-herspringe, nenne ich den Poster auch häufiger.


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Post: #77
RE: Chemnitz

adder Wrote:

Straftaten auch tatsächlich konsequent in Gerichtsverfahren ahnden. Nicht kulturelle Rabatte gewähren. Auch nicht opferlose Verbrechen stärker bestrafen als solche mit Opfern.
Und nicht so einen Scheiß machen wie in den letzten Wochen: 9 Jahre für einen Brandsatz gegen eine Moschee, bei dem niemand verletzt wurde und bei dem nur geringster Sachschaden entstand - versus nicht einmal 9 Jahre für den eiskalten Mord an einem minderjährigen Mädchen? Und eine Bewährungsstrafe für den Brandsatz auf eine Synagoge, weil die Täter ja keine Antisemiten, sondern "Israelkritiker" waren?
Hälst Du das für gerecht?

Hast du da ne Quelle ? Würd gerne die Hintergründe näher betrachten.
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Post: #78
RE: Chemnitz

Globaltom Wrote:

adder Wrote:

Straftaten auch tatsächlich konsequent in Gerichtsverfahren ahnden. Nicht kulturelle Rabatte gewähren. Auch nicht opferlose Verbrechen stärker bestrafen als solche mit Opfern.
Und nicht so einen Scheiß machen wie in den letzten Wochen: 9 Jahre für einen Brandsatz gegen eine Moschee, bei dem niemand verletzt wurde und bei dem nur geringster Sachschaden entstand - versus nicht einmal 9 Jahre für den eiskalten Mord an einem minderjährigen Mädchen? Und eine Bewährungsstrafe für den Brandsatz auf eine Synagoge, weil die Täter ja keine Antisemiten, sondern "Israelkritiker" waren?
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War ja nur in den letzten Tagen satt in den Medien (bis auf letzteres...), aber ich will ja nicht so sein:

9 Jahre für Anschlag auf Moschee
https://www.focus.de/politik/deutschland...12675.html

Fall Mia: 8,5 Jahre für den Mord einem Mädchen:
https://www.pfalz-express.de/mordfall-mi...aten-haft/
https://www.journalistenwatch.com/2018/0...ur8-jahre/

Bewährungsstrafen für Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal:
https://www.epochtimes.de/politik/deutsc...25622.html
https://www.juedische-allgemeine.de/arti...w/id/27477


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Post: #79
RE: Chemnitz

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Globaltom Wrote:

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Straftaten auch tatsächlich konsequent in Gerichtsverfahren ahnden. Nicht kulturelle Rabatte gewähren. Auch nicht opferlose Verbrechen stärker bestrafen als solche mit Opfern.
Und nicht so einen Scheiß machen wie in den letzten Wochen: 9 Jahre für einen Brandsatz gegen eine Moschee, bei dem niemand verletzt wurde und bei dem nur geringster Sachschaden entstand - versus nicht einmal 9 Jahre für den eiskalten Mord an einem minderjährigen Mädchen? Und eine Bewährungsstrafe für den Brandsatz auf eine Synagoge, weil die Täter ja keine Antisemiten, sondern "Israelkritiker" waren?
Hälst Du das für gerecht?

Hast du da ne Quelle ? Würd gerne die Hintergründe näher betrachten.
Kopfkratz


War ja nur in den letzten Tagen satt in den Medien (bis auf letzteres...), aber ich will ja nicht so sein:

9 Jahre für Anschlag auf Moschee
https://www.focus.de/politik/deutschland...12675.html

Fall Mia: 8,5 Jahre für den Mord einem Mädchen:
https://www.pfalz-express.de/mordfall-mi...aten-haft/
https://www.journalistenwatch.com/2018/0...ur8-jahre/

Bewährungsstrafen für Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal:
https://www.epochtimes.de/politik/deutsc...25622.html
https://www.juedische-allgemeine.de/arti...w/id/27477


Das hab mir gedacht Hmm
Die Quellen geben deinen Kulturrabatt gar nicht wieder.

Im ersten fall wars nicht nur ein Brandanschlag sondern
mindestens 2 Rohrbomben, wo mehr Glück als Verstand
Tote verhinderte.

im 2. Fall war der Täter erst 17 und fällt unter Jugendstrafrecht,
in dem 8,5 Jahre eher Hoch sind . Egal welcher Kultur
Rasse oder Nationalität man ist. Mehr geht kaum.

im 3. Fall .
- Die Täter sind offenbar jetzt noch nicht 18 ( Jugendstrafrecht)
- Der Schaden blieb minimal weil Offenbar die Molotows
nicht Funktionierten ( brannten kaum bis gar nicht).
- Gibts nicht eh noch Berufung.

Kurzum hier trifft wohl eher dei Diskrepanz
Jugenstrafrecht/Erwachsenenstrafrecht zu , die keine Kulturellen unterschiede Macht.


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Post: #80
RE: Chemnitz

Globaltom Wrote:
Das hab mir gedacht Hmm
Die Quellen geben deinen Kulturrabatt gar nicht wieder.

Im ersten fall wars nicht nur ein Brandanschlag sondern
mindestens 2 Rohrbomben, wo mehr Glück als Verstand
Tote verhinderte.


"Rohrbomben"... - wohl eher zwei primitive, viel zu schwache Sprengsätze.

Quote:
im 2. Fall war der Täter erst 17 und fällt unter Jugendstrafrecht,
in dem 8,5 Jahre eher Hoch sind . Egal welcher Kultur
Rasse oder Nationalität man ist. Mehr geht kaum.


Nope. Der Täter war laut Gutachten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit über 21. Das untere Ende des Konfidenzintervalles war bei 17,5 Jahren. Der Gutachter hat sich aber deutlich geäußert, dass er davon ausgehen würde, dass der Täter älter ist.
Mehr geht kaum? Höchststrafe ist nicht 8,5 Jahre mit Chance auf Bewährung/frühzeitige Entlassung. Sondern 10 Jahre bis maximal 15 Jahre.
Und das Gericht hat sich noch zusätzlich geweigert, überhaupt etwas zu veröffentlichen.

Quote:
im 3. Fall .
- Die Täter sind offenbar jetzt noch nicht 18 ( Jugendstrafrecht)
- Der Schaden blieb minimal weil Offenbar die Molotows
nicht Funktionierten ( brannten kaum bis gar nicht).


Bewährungsstrafen für Brandanschläge auf Synagogen in Deutschland? Bist Du vollkommen von allen Sinnen? Das gehört sich einfach nicht.


Der nächste Punkt ist, dass diese drei Fälle nur die in letzter Zeit pressemächtigsten waren. Der Vergewaltigungsfall in Brandenburg zeigt z.B. deutlich "kulturellen Rabatt". Wird aber von Dir natürlich ignoriert.


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"Alles, was der Mensch ist und was ihn über das Tier hinaushebt, dankt er der Vernunft. Warum sollte er gerade in der Politik auf den Gebrauch der Vernunft verzichten und sich dunkeln und unklaren Gefühlen und Impulsen anvertrauen?" (Ludwig von Mises)
14.09.2018 14:37
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