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Die Geschichte eines Staats

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DuftvonFaeulnis
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Post: #1
Die Geschichte eines Staats

Hallo liebe Community !
Da ein Reset für den 1. Juni ansteht und ich vorhabe, zu diesem Zeitpunkt einen neuen Staat zu gründen, habe ich mir gedacht, dass ich die Geschichte dieses Staats auch gleich erzählen kann.
Wie kam ich auf diese Idee ?
Ich kenne das Prinzip des öffentlichen Spielens aus 2 anderen Spieleforen und ich finde, dass sich auch Ars Regendi dazu anbietet, vorallem, da dieses Spiel noch sehr jung ist und sich sehr gut dazu eigenet Erfahrungen auszutauschen und Taktiken zu teilen, da ja nicht alle Details bekannt sind, sondern entdeckt werden müssen.
Was verspreche ich mir davon ?
Ich bin ein noch sehr unerfahrener Spieler. Ich habe mich erst Anfang März hier angemeldet und noch sehr viele Fragen und entscheide vieles aus dem Bauch heraus, ohne gesichertes Wissen zu haben. Meinem ersten Staat Orschel ist das deutlich anzusehen: Zwar läuft er bisher ganz gut, (wird er, nachdem ich Protektionismus aus Testzwecken eingeführt habe, wohl nicht mehr Smile) doch ist kein genaues Konzept vorhanden und entspricht lediglich meinen Vorlieben, wie ich mir einen schönen Staat vorstellen würde. Bei manchen Aufgaben wusste ich nicht mal, was genau gemeint war und war zu faul bei Wikipedia und co. nachzuschauen, also habe ich den Zufall entscheiden lassen. Das soll sich für diesen Staat, mit eurer Mithilfe ändern. Ich werde hier meinen neuen Staat präsentieren und wahrscheinlich täglich ein Update liefern, was denn genau passiert ist, wozu ich mich entschieden habe und eventuell sogar noch ein wenig Rollenspiel einbauen. Ich vertraue auf eure geballte Erfahrung, die ihr in den letzten Monaten gesammelt habt, um mich fleißig zu beraten und heftig zu diskutieren, was denn für meinen Staat das Beste wäre und wieso andere Optionen nicht in Frage kommen.
Was soll das denn für einen Sinn haben ?
Am besten läuft ein öffentliches Spiel, wenn möglichst viele Leute mitlesen und sich an den Diskussionen beteiligen. Jeder von euch wird bisher andere Erfahrungen gesammelt haben und hat durch sein richtiges Leben andere Schwerpunkte. Die Gemeinschaft profitiert, wenn ihr hier euer Wissen preisgebt und erklärt, wieso welche Optionen und Reformen im Moment angebracht sind. So lernt einer von dem anderen und am Ende dieser Story hat wohl jeder seinen Wissensschatz erweitert. Natürlich hoffe ich vorallem, dass mein Staat prächtig aufblüht und ich das Spiel besser verstehe Wink
Du redest die ganze Zeit von deinem neuen Staat, aber ich sehe nichts und weiß auch nicht, was du dir darunter vorstellst !
Ja, ist ja noch nicht der 1. Juni. Denn an diesem Datum werde ich meinen neuen Staat gründen. Es soll ein Konzeptstaat werden. Das heißt: Er wird nicht wie mein erster Staat nach dem geleitet, was ich für richtig und sozial gerecht halte, sondern eine ganz bestimmte Schiene fahren und selbst versuchen seiner Rolle gerecht zu werden.
Die meisten Entscheidungen werden wohl weder mit meinen Überzeugungen, noch mit denen, des Großteils der Community hier übereinstimmen, aber es geht ja auch nicht darum, einen glücklichen Staat zu führen, sondern dem Konzept gerecht zu werden.
Was für ein Konzept denn ?
Ein Konzept kann alles mögliche sein. Ich wollte etwas, das sich von den meisten anderen zukünftigen Staaten unterscheiden wird und hatte am Schluß mehrere Ideen übrig, die ich alle sehr interessant fand. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, einen Gottesstaat oder Kirchenstaat zu gründen. Dieser soll die Interessen der Gläubigen vertreten und Gott über alles stellen. Ich, als Herrscher, werde wohl eine art Papst darstellen und somit das geistige Oberhaupt des Staats sein. Wie weit das wirklich in die Praksis umzusetzen ist weiß ich noch nicht. Mir ist aber aufgefallen, dass es bei den täglichen Aufgaben oft den Standpunkt der Kirche gibt oder zumindest eine sehr onservative Auswahlmöglichkeit. Diese werde ich dann immer nehmen und Aufgaben von denen ich weiß, dass es eine religiöse Lösung gibt werden auch immer als erstes bearbeitet.
Als Reformen würden sich natürlich die Theokratie und eventuell auch die Monarchie anbieten. Dann könnte ich mich auch offiziell zum Gottkaiser krönen (lassen) Cool Reformen wie zum Beispiel der Laizismus werden nicht durchgeführt, da diese ja gegen das Konzept arbeiten würden. Über den Haushalt habe ich mir noch keine größeren Gedanken gemacht und allgemein habe ich noch viele ungeklärte Fragen. Und somit kommt ihr nun ins Spiel !
Wie ? Das verstehe ich nicht. Und wieso hast du diesen Thread überhaupt jetzt schon aufgemacht, wenn du doch erst am ersten Juni anfangen wirst zu spielen ?
Meine Wissenslücken sollen bis zum Spielstart größtenteils gefüllt werden und viele Details sollen bestimmt werden. Da ich auf dem Gebiet Religion kein Fachmann bin, erhoffe ich mir von euch Unterstützung. So sollt ihr euch zum Beispiel ein wenig über den Haushalt Gedanken machen, welche Kosten ich senken sollte und welche erhöhen, außerdem könnt ihr über einen Namen diskutieren (ich finde etwas lateinisches würde sich anbieten, aber ich kenne mich mit dieser alten Sprache null aus) und eine Flagge auswählen und und und, die ganzen Details eben. Und alle Details des Konzepts selbst sind auch noch nicht ausgearbeitet: Soll ich eher konservativ sein oder einen modernen, aufgeklärten, religiösen Staat darstellen ? Soll ich allgemein religiös handeln oder nur so entscheiden, wie es die römisch-katholische Kirche tun würde ? Bei letzterem könnte ich dann beispielsweise keine Auswahlmöglichkeiten nehmen, die den maslumimischen(?) Glauben unterstützen. Naja, ich denke ihr wisst, was ich meine. Vorallem die Premiums und Vips können auch gerne einen Blick auf meinen alten Staat Orschel werfen und mir (als Basic) sagen, was dort schiefgelaufen ist. Ich wünsche mir möglichst viele Diskussionen, bevor ich den Staat dann ins Leben rufe. Sprecht einfach jede Idee aus, die ihr habt.
Hm schade, ich kenne mich mit der Kirche nicht aus und habe auch allgemein keine Vorschläge für dich ... kann ich dich sonst irgendwie unterstützen ?
Jaaa das könnt ihr ! Mein letzter Staat war nie in einem Bündnis. Ich würde mich sehr über Angebote von verschiedenen Bündnissen freuen, um mich dann mit den Mitlesern auseinanderzusetzten, ob dieses Bündnis für meinen Gottesstaat in Frage kommt. Sensationell wäre selbstverständlich ein Bündnis, das versucht die Theokratie oder die Monarchie einzuführen. Doch auch alle anderen Werbeversuche sind willkommen ! Des weiteren könnt ihr mir auch ohne Bündnis zur Hand gehen: Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn meinem Beispiel viele andere folgen würden. Das heißt, ihr sollt selbst Geschichten von euren neuen Staaten erzählen, um 1. dieses Forum hier ein wenig lebendiger zu gestalten und 2. mir und anderen Spielern einen Einblick in eure Staaten und eure Beweggründe für Entscheidungen zu gewähren. In meinen Augen muss solch ein Story kein hohes schreibtechnisches Niveau haben oder mit einem epischen Rollenspiel aufwarten, es genügt bereits, wenn ihr einfach versucht den Leser auf dem Laufenden zu halten. Ich selbst habe noch nie eine Story zu irgendeinem Spiel geschrieben, aber ich hoffe, dass ich dies mit der Hilfe der Gemeinde meistern kann Wink
So, mehr fällt mir jetzt erstmal nicht ein und deshalb beende ich die Einleitung hiermit. Ich hoffe auf eine rege Beteiligung und viele Stories !
Danke !

22.05.2008 07:53
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BigBob89
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Post: #2
RE: Die Geschichte eines Staats

Guten Morgen erstmal!

Bin ich der erste der sich den batzen text angetan hat? *g* Naja ok, ich rolls mal von hinten auf:
Von Rollenspielen zu schreiben hab ich doch einiges an Erfahrung, da kann ich dir helfen ^^
Also ich bin für nen konservativen religiösen staat da ein moderner aufgeklärter praktisch keine merkmale mehr hat, die du jetzt als "religiös" zusammenfasst. Ich nehme an, wir bedienen am besten das finsterste bild der römisch-katholischen kirche, erzkonservativ etc. Religion ist so ein weites thema, dass man nich sagen kann, wie man einen staat religiös führt. Ich würde deshalb auch die bezeichnung "erzkonservativer, sobald wie möglich theokratischer" staat vorziehen. Das bedient alle interessanten stereotypen und ist auf jeden fall experimentell Wink
Unsere erste hürde wird sein, wie wir die zitate bewerten um so eine kirchlich-konservative meinung rauszukriegen. Wir müssen abwägen: passt eher marktwirtschaft oder eher planwirtschaft (von der groben richtung her, also möglichst frei oder möglichst eingeschränkt).
Ich denke, wir, von denen du hilfe erwartest, dürfen deinen staat dann quasi als community-experiment sehen. Fände ich interessant wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten, dass wir so einen staat am leben halten. Imho scheitern viele an solchen konzeptstaaten.
So ein öffentliches spielen ist mir bisher fremd, klingt aber ganz interessant. Mal schauen, wie die anderen es aufnehmen.

Eine bitte an alle: wir gehen das ruhig und langsam an, ich verstehe dass als aufforderung zu einem GEMEINSAMEN spiel, und nich wer sich hier am größten hervortuen kann kontrolliert alles Wink


mfG BigBob

22.05.2008 11:36
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Post: #3
Gottesstaat?

Also, die Idee die Staatsprinzipien und Grundlagen für einen "Vorzeigestaat" gemeinsam und öffentlich zu diskutieren und festzulegen, sehe ich als ein interessantes Experiment an.
Das es ein Gottesstaat ist, turnt mich persönlich eher ab, da bei mir Erinnerungen an Iran oder an erzkatholischen Staaten in der Geschichte mit "religiös-fundamentalistischen" Staatsprinzipien wach werden und von Anfang an für seine Bürger nichts Gutes versprechen. Aber natürlich nur meine persönliche Meinung. Es gibt bestimmt genügend Regenten die in dieser Richtung tätig werden wollen. Und eventuell sogar einen reformistischen Weg finden, sodass für die Bürger am Ende "ein relativ annehmbarer" Gottesstaat konzipiert werden kann.
Wünsche viel Erfolg und eine rege Beteiligung.Smile

PS: Die Frage nach: "eher marktwirtschaft oder eher planwirtschaftlich" finde ich eher müßig. Für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung sind viele "Nebenbedingungen" erforderlich, die ein "anständiger" Gottesstaat einfach nicht bieten kann. Gut, die Mormonen in Utah sind wohl eine Ausnahme. (Oder die Amish people) Wie sie aber, beides unter einem Hut gebracht haben, hatte mich nie interessiert. Muss ich wohl nachholen.Jaja


The lion and the calf shall lie down together but the calf won't get much sleep.
Woody Allen
22.05.2008 12:03
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BigBob89
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Post: #4
RE: Die Geschichte eines Staats

Ich dachte nicht dass wir einen staat bauen wollen, der in realität wirklich wünschenswert wäre. Ich dachte wir machen ein hardliner-experiment und strengen uns alle an, so nah am konzept wie möglich zu bleiben und trotzdem nicht exitus zu gehen. Dazu muss natürlich die herausforderung groß sein.

Ich denke auch dass es eher starke staatliche eingriffe geben wird. Hab schon überlegt. Vllt nicht die reform "planwirtschaft", aber was wird wohl passieren bei großen staatlichen investitionen? Der staat müsste für ständiges wachstum wohl darauf angewiesen sein ständig die subventionen zu erhöhen, weil ja unternehmen mit investieren aufhören.
Dazu gehörend wäre die frage nach protektionismus ja oder nein.

Ich denke, wir sollten uns mit solchen plänen vorab beschäftigen, denn nur die wenigsten antworten werden wirklich direkt "kirche" drin stehen haben.


mfG BigBob

22.05.2008 14:19
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Post: #5
RE: Die Geschichte eines Staats

Super Idee! thumbsup

Das hilft ja nicht nur Dir sondern auch allen anderen, die hier bisher als Einzelkämpfer rumirren, ihre Erfahrungen auszutauschen.
Für den Namen haben wir leider Nur 13 Zeichen Platz daher sind wir da etwas eingeschränkt.
Meine Namensvorschläge:
-Regnum Dei/Dei Regnum - (König)-reich Gottes
-Imperium Dei/Dei Imperium - Reich Gottes
Vox Dei/Dei Vox - Stimme Gottes
Vox Domini/Domini Vox - Stimme des Herrn
Deus lo vult - Gott will es!
(Motto des ersten Kreuzzuges Pfeif)

Die Politik sollte die Gesellschaft schön spalten.
Will heißen:
- Die einfachen Arbeiter, den Mob unterdrücken. Geringe Sozialleistungen, geringe Bildung (Größter Feind des GlaubensWink), Erwerbssteuer Hoch, Geheimdossier voll ausspielen, falls Aufgaben das erlauben Grundrechte einschränken z.B. Informationelle Selbstbestimmung, Presefreiheit, Gewerkschaften verbieten und so.
- Auf der anderen Seite eine kleine Elite stärken. D.h. Kapitalsteuer runter und bei Aufgaben immer die Bevorzugung einer Elite gewährleisten.

Außerdem immer autoritär agieren. Viel Militär (auch im Inneren),Gegen den Mob rabiat und unnachgiebig agieren und Volksentscheide sind natürlich tabu.

Freu mich auf dieses Experiment.

22.05.2008 14:38
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BigBob89
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Post: #6
RE: Die Geschichte eines Staats

Wenn das deine steuervorstellungen sind, dann aber auch zölle rauf und fremdenfeindlich Wink
Wobei wir aufpassen sollten, völkermord überlassen wir doch lieber den nazis Wink

Allerdings dürfen wir nicht alles (bildung, gesundheit, etc.) runterdrehen, sonst gehen wir exitus. Wie jede autokratie brauchen wir ein standbein ... familie vllt? Bin mir nich sicher ob polizeistaat sich durchgehend positiv auswirkt *g*
Bei geringe sozialleistungen bin ich nicht einverstanden. Wir sollten zumindest so tun als ob wir die retter der welt sind Wink Die kirche hilft doch den armen, diese maske müssen wir unserem staat aufsetzen können! Grundeinkommen nun nich, renten vllt auch runter, aber wohlfahrt rauf (was immer es genau is, es klingt passend)!


mfG BigBob

22.05.2008 14:48
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Post: #7
RE: Die Geschichte eines Staats

Z. Beeblebrox Wrote:
Freu mich auf dieses Experiment.


Erfahrungsgemäss wird er es nicht leicht haben. Hehe

Aber es ist irgendwo reizvoller als die 2000. progressive sozialliberale Demokratie aus dem Boden zu stampfen. Wink


22.05.2008 15:11
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DuftvonFaeulnis
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Post: #8
RE: Die Geschichte eines Staats

Hallo Leute !
Von der Beteiligung her sieht das ja schon mal klasse aus. Und die meisten Vorschläge gefallen mir auch sehr gut.
Zu Beginn nochmals zur genaueren Definition: Ja, dieser Staat soll ein Produkt der Zusammenarbeit der Community werden. Jeder kann hier seinen Senf abgeben und mitreden, was für das Land am besten ist. Allerdings wird es weiterhin mein Staat sein und deshalb werde ich im Zweifelsfall mich für einen Weg entscheiden, falls wir hier im Forum zu keiner Lösung gekommen sind (sei es aus mangelnder Beteiligung oder weil die Fronten verhärtet sind). Um diese beiden Fälle möglichst auszuschließen und im Idealfall niemals auf mich allein gestellt zu sein, werde ich täglich darüber berichten, wie sich unser Staat von dem letzten, zu dem aktuellen Quartal entwickelt hat und wie diese Entwicklungen zu bewerten und zu begründen sind. Ein Aufgabenbereich, bei dem ich wohl oft auf mich allein gestellt sein werde, sind wohl die täglichen Aufgaben. Da man eine angeklickte Aufgabe immer als nächstes bearbeiten muss, hat die Community wohl nur die Chance, anhand des Namens der Aufgabe und der Erinnerungen an diese Aufgabe zu entscheiden, ob diese Aufgabe möglichst schnell bearbeitet werden soll oder am besten aufgeschoben wird, da keine Auswahlmöglichkeit dem Konzept dient. Aber ich denke das schaffen wir schon.

Nun zu den Vorschlägen: Die konservative römisch-katholische Kirche ist mir auch als erstes durch den Kopf geschwirrt und wenn keiner Einwände hat, könnten wir uns auch schon gerne auf diese, als Vorbild, festlegen. BigBobs Argument gegen eine aufgeklärte christliche Regierung halte ich für schlüssig und muss sagen, dass dies wohl wirklich nichts halbes und nichts ganzes wäre, sondern eben nur langweilig moderat. Falls wir uns auf die katholische Kirche festlegen sollten, würden damit Option bei den Aufgaben, die die maslumimische Minderheit stärkt (Kopftuchpflicht z.B.) wegfallen. Sehe ich das richtig ? Falls dies der Fall ist, würde es sich ganz im konservativen Sinn auch anbieten, die Einwanderung einzudämmen und den Immigrantenanteil möglichst gering zu halten, finde ich.
Ich bin pro Protektionismus, da sich solch ein Gottesstaat höchstwahrscheinlich abschotten würde, um schlechte Einflüsse von Außen zu vermeiden (wie eben die Einwanderung Ungläubiger oder die Einfuhr von Gütern aus andersgläubigen Nachbarstaaten). Außerdem habe ich mit dem Protektionismus bei meinem ersten Staat recht gute Erfahrungen gemacht. So gehen zwar Import und Export zurück, doch diese Veränderungen sind gering und haben das Bruttosozialprodukt nicht gesenkt. Die größte Veränderung habe ich in den Zolleinnahmen festgestellt, die förmlich explodiert sind. Diese könnten als spätere Finanzspritze für unseren Staat dienen. Die Inflation ist ebenfalls stark angestiegen, aber ich denke das hat andere Gründe, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, wieso der Protektionismus die Inflation ansteigen lassen sollte.

Vielen Dank an Beeblebrox für die Namen. Diese finde ich bereits sehr gut, aber vielleicht hat ja jemand anders noch andere Einfälle (auch zu allen anderen Details, wie Flagge, Hymne, Staatsbezeichnung und so weiter).

Beim Haushalt stimme ich Beeblebrox auch größtenteils zu:
- Kapitalsteuern runter, für den reichen Klerus
- Erwerbssteuern bin ich noch unschlüssig, aber kann man ja hochschrauben und das dann irgendwie mit den Abgaben an die Kirche im Mittelalter rechtfertigen
- Verbrauchssteuern habe ich keine Meinung zu, aber können wir ja grade so regeln, wie wir Geld benötigen
- Zölle hoch. Das gehört, wie oben schon mal beschrieben, dazu, wie ich finde
- Justiz hoch, denn die Inquisition will ja bezahlt werden Wink
- Bildung runter. Ich denke in dem Punkt dürften wir uns einig sein, denn da nicht aufgeklärt, wollen wir nicht, dass am Ende noch einer mit der Evolutionstheorie auffährt
- Familie hoch, denn wie Bigbob bereits gesagt hat, müssen wir irgendwie den Pöbel befriedigen und die Familie passt wahrscheinlich am besten zur Kirche
- Renten und Wohlfahrt: Hmmm bin ich mir noch unsicher, aber wenn dann eher die Wohlfahrt hoch, à la Heilsarmee
- Umwelt würde ich vernachlässigen, denn 1. legen wir als Gläubige das Schicksal des Planeten in Gottes Hände und 2. steht der Mensch über dem Tier
- Gesundheit kann gerne hoch, aus den selben Gründen, wie die Familie. Allerdings würde ich danach entscheiden, wie es in unserem Klingelbeutel aussieht
- Verteidigung hoch, auch wenn es wohl keinen Einfluß auf den Staat selbst hat
- Subventionen bin ich noch unschlüssig
- Verwaltung und Sonstiges: Kann ich nichts zu sagen, denn ich weiß nicht, was von diesen beiden Geldbeträgen finanziert wird (ich habe letztens gelesen, dass die Infrastruktur von "Sonstiges" abhängt und nicht, wie bisher immer angenommen, von "Verwaltung". Da sieht man mal, wie wenig Ahnung ich in manchen Bereichen habe Smile)

Grundsätzlich würde ich es bevorzugen, wenn wir weniger Wert darauf legen, möglichst lange dem Exitus zu entkommen und aufgrund dessen Kompromisse eingehen, sondern eher das Konzept knallhart durchziehen und schauen, ob man auch damit Erfolg haben kann. Selbstverständlich wäre es am schönsten, wenn wir beides vereinen könnten und einen unkonventionellen Staat schaffen, der bis zum letzten Gericht besteht. Das Gute an dem Reset ist: Außer eventuell comfreak und Malone kann niemand vorhersagen, ob wir zum scheitern verurteilt sind oder nicht.

So, das sind die Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen sind. Falls manches ein wenig wirr klingen mag, entschuldige ich mich hiermit. Bin ein wenig übermüdet.
Ich hoffe erneut auf rege Beteiligung und ihr dürft auch gerne alles auseinandernehmen und mit vielen neuen Vorschlägen aufwarten.
Danke !

23.05.2008 17:22
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BigBob89
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Post: #9
RE: Die Geschichte eines Staats

Hallöle!

Also die meisten sachen hatte ich ja schon angeführt *G*
Ob wir uns gegen die maslumimische minderheit stellen, da bin ich mir noch nich so sicher. Potentiell aber wohl "ja". Gibts da weitere meinungen?

Dann zur grundsätzlichen einstellung erstmal. Ich finde wir sollten schon versuchen solange wie möglich den exitus zu verhindern. Das sollte schon an oberster stelle stehen. Aber gleich danach steht unser konzept. Unsere bevölkerung muss nich glücklich sein, es reicht, wenn wir grad so die wahlen gewinnen und unsere justiz alle attentäter schnappt Wink

ERWERBSTEUER und VERBRAUCHSSTEUER: Also das würd ich nicht pauschalisieren wollen. Ich experimentiere derzeit damit, die verbrauchsteuer gegen null zu drücken weil sie mir irgendwie nicht als sinnvoll erscheint und nur den handel behindert. Ich glaube nicht, dass im mittelalter etwas ähnliches wie verbrauchssteuer benutzt wurde. Der Zehnte war anteil an dem was man hatte, also am ehesten erwerbssteuer. Dennoch würde ich sagen, dass wir das auf unsere haushaltssituation abstimmen und auch eventuell damit überein bringen, dass wir zu anfang auf beliebtheit angewiesen sind. Erst wenn wir unseren polizeistaat etabliert haben können wir auf glückliche bürger verzichten.

SUBVENTIONEN und VERTEIDIGUNG: Angesichts der tatsache, dass verteidigung nichts bringt, würde ich dazu tendieren diese größe im haushalt einfach unberührt zu lassen, bei aufgaben aber immer die militärische variante zu wählen. Subventionen bedeuten einen hohen staatlichen anteil an der volkswirtschaft. Ich würde vorschlagen hohe subventionen zu verwenden, um den einfluss des staates auf die wirtschaft zu erhöhen. Das geht in richtung planwirtschaft, wobei ich diese reform grundsätzlich nicht anstreben würde! Aber großer staatlicher einfluss fände ich passend.

VERWALTUNG: Da müssten wir mal rausfinden, was das bringt. Bürokratie und unsinnige gesetze sprechen ja für eine fundamentalistisch geprägte staatsform find ich. Und eine religiöse gesellschaft wie wir sie bauen wollen, ist auch in ewigen ritualen verhangen. Also viel bürokratie halt ich für interessant. Aber was das für auswirkungen hat?

SONSTIGES: Da es die infrastruktur erhöht bin ich da unschlüssig. Das bedeutet mobilität für die leute und eigentlich wollen wir sie doch in den verhältnissen halten, oder? Auf der anderen seite gabs früher in jedem dorf ne kirche, das könnte man auch als infrastrukutr bezeichnen^^ Also da bin ich mir wirklich nicht sicher was wir tuen. Im zweifelsfall für ne gute infrastruktur um die wirtschaft zu halten.

WOHLFAHRT und RENTEN: Also ich hab ja meine idee schon geäußert, kein grundeinkommen und niedrige renten, dafür aber hohe wohlfahrt. Weiß nich, was das für auswirkungen hat, wäre diesbezüglich aber sehr gespannt was daraus wird. Nur sind renten und grundeinkommen nicht mit so einem karikativen gedanken. Da stehen einfach zahlen auf nem kontoauszug und das klingt mir nicht nach etwas, was zu unserem konzept passt. So nach freiheit und selbstbestimmung -> passt nich ^^


Mit allem anderen stimm ich zu was mein vorredner sagte Wink

mfG BigBob

23.05.2008 20:52
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RE: Die Geschichte eines Staats

Zum Verteidigungsetat:
Hat die Höhe des Verteidigungsetats auch innenpolitische Auswirkungen?
Könnten da unsere großen Säbelrassler (na wer könnte das wohl seinPfeif) ne kleine Stellungnahme abgeben?

23.05.2008 21:51
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