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Die Suche nach dem heiligen Gral

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Aslan1990
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Die Suche nach dem heiligen Gral


Der Abenteurer Karl-Heinz Kasper, schon lange ausgebrannt und ebenso lange nicht mehr auf der Suche nach irgendetwas, hatte sich in seinem eigenen Wahn nach der Suche nach dem heiligen Grahl verfangen, wie eine Fliege im Spinnennetz. In seinem 2 Zimmer Appartment hingen hunderte Landkarten und tausende Bilder an den Wänden, alle miteinander verbunden durch Bindfäden.

Mehrere Theorien hat er schon verfolgt. Bücher über Bücher stapeln sich vom Boden mannshoch. Teiweiße aufgeschlagen, teils geschlossen. Was ist der Gral?! Nach was sucht man eigentlich, wenn man den heiligen Gral finden will?! Ist es ein Gefäß, welches das Blut Christi bei dessen Kreuzigung auffing? Jesus Kelch vom letzten Abendmahl? Oder die in der Bibel nie erwähnte Gefährtin des Herren, Maria Magdalena? Die das Blut Gottes Sohnes in ihren Lenden auffing und es von Generation zu Generation weiter gab? Gibt es also noch lebende nachfahren von Jesus?! All diese Fragen drehten sich sekündlich in Karl-Heinzs Kopf.

Er hatte zu seiner Blütezeit des Abenteurerdaseins schon immer mal wieder über den heiligen Gral nachgedacht, ist über den ein oder anderen Hinweis gestolpert. Wie oft hat er einen Schatz gefunden und dabei sind noch immer Fragen offen geblieben?! Eigentlich jedes Mal. Er hat so viele Schätze gefunden, er hat für den Rest seines Lebens ausgesorgt. Doch übrig gebliebenen Fragen alleine sind so mächtig, dass dieses Leben nie dafür ausreichen würde. Und die allermeisten davon haben direkt oder indirekt etwas mit dem heiligen Gral zu tun.

Schon öfters ersuchte er die Vrasenheimer Kirche und Regierung um Zugang zu den heiligen Stätten, dem Kreuzigungshügel, die alle schon zu Jesus Zeiten heilig waren. Jedesmal wurde er abgewiesen. Sein Ruf war nicht der Beste. Karl-Heinz war berüchtigt dafür jedes kleinste Detail aufklären zu wollen. Was wäre wohl, wenn er etwas schreckliches über Jesus herausfinden würde? Ihn entmhytifizieren würde?! Dies waren wohl die Gründe wieso er sich nicht direkt damit beschäftigen durfte.

Eines Tages klingelte es an der Tür des Abenteurers aus Vrasenheim. Vor dieser standen zwei Priester mit Rasta Locken und Regenbogen Mützen auf den filzigen Locken. ,,Peace Bruder! Wir wollen nichts verlangen...'' fing der Eine an und der Andere beendete den Satz ,,Doch wir wären voll positiv erfreut, man, wenn du mit uns gehen würdest! Little John will mit dir sprechen!'' Die Gegenfrage was der Regent des heiligen Landes von ihm wolle teilten sie sich wieder die Antwort ,,Jo, Man! Du hast ja voll die negative Vibrations! Liebe für dich, Bruder!'' ,,Liebe und Frieden, ja genau Bruder! Er möchte mit dir reden. Über den....'' Sie beide sprachen nun im perfekt getimten Chor und wackelten mit den ausgestreckten Fingern ,,Heiligen Gral!'' Daraufhin lachten sich die Priester gegenseitig an und stupsten sich abwechselnd an ,,Jo man, voll der geile Shit!'' ,,Jaaa... Der echte heilige Gral! Mega, ey!'' ,,Stell dir vor wie alle anderen schauen wenn er den für uns gefunden hat!'' ,,Voll krass, Alter! Hahahaha! Dann gibt es keine Heiden mehr! Dann haben wir den beweiß, dass wir recht haben!'' ,,Geil, Bruder! Ich liebe dich dafür!'' ,,Ich dich auch, Bruder!'' Und die beiden fielen sich in die Arme und begannen zu weinen. Karl-Heinz hoffte sie taten es aus Freude. Er ist immer wieder aufs neue überrascht, über das Verhalten der meisten Vrasenheimer. Stören tat es ihn schon länger nicht mehr. So ging er mit den beiden Brüdern mit, auf dem Weg zur nahe gelegenen Kirche... Dürfte er jetzt endlich nach dem Gral suchen?!


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21.07.2018 23:10
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Benedikt Magnus
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RE: Die Suche nach dem heiligen Gral

Wir hatten Monate hinter uns.
Zuerst war es noch eine gemütliche Reise, im Flugzeug, dann in geräumigen Fahrzeugen. Es ging duch große, weite Steppen. Man konnte kilometerweit in jede Richtung sehen und wir brauchten auf der Suche nach dem Tempel nicht einmal die Rückbank zu verlassen. Es war sehr angenehm und der Fortschritt ging schnell vonstatten. Bereits nach wenigen Wochen gab es nichts mehr zu erkunden in der ganzen mongolischen Weite!

Also ging es weiter nach Süden, und die Berge kamen, Berge, die so hoch in den Himmel ragten, und deren Abhänge so steil und brüchig waren, dass kein Fahrzeug dieser Welt dort sicher hätte entlang fahren können. Wir mussten auf Yaks. Und diese Dinger heißen nicht umsonst Grunzochsen. Sie waren laut und stanken. Es war wahrlich kein Vergnügen, auf ihnen den Himalaya zu durchkemmen.
Wir brauchten ewig, um entlang der Berghänge weiter nach Südosten zu kommen. Zuerst wurde es kälter, dann noch kälter, und schließlich waren wir alle doch froh, über diese riesigen Biester von Reittieren; denn ihr Fell war warm und das, was sie hinterließen, war das einzig brauchbare Brennmaterial dort oben. Ohne sie wären wir längst erfroren.

Irgendwann wurde es wärmer. Zuerst war das angenehm, dann aber schnell nicht mehr. Denn im Südosten Asiens, da folgt auf "zu kalt" nicht "angenehm", sondern neben den schneebedeckten Hängen des Himalaya plumpst man direkt in die schwülwarmen Gefilde des tropischen Regenwaldes von Hillsfars... in die matschigen, tropischen Gefilde des Regenwaldes. Unsere treuen Reittiere konnten uns hier nicht mehr begleiten. Wir mussten zu Fuß weiter. Immer Richtung Osten, durch den tiefen Wald, bei fast unerträglicher Hitze und giftigen Tieren hinter jeder Ecke. Und nicht einfach vorwärts, nein! Wir mussten jeden Stein umdrehen, denn unter jedem Stein hätte der Tempel sein können. Unter den meisten fanden wir eine giftige Schlange, oder einen halluzinogenen Frosch mit sich drehenden Schielaugen, aber es hätte ja sein können.

Und so kamen wir irgendwann in Germanola an. Die Wälder waren dort etwas lichter, heiß und feucht noch immer, aber etwas weniger tropisch. Glücklicherweise war bis hierhin niemand von uns an irgendetwas umgekommen. Niemand wurde von einer Schlange gebissen, niemand berührte diesen Frosch zweimal, es gab keine komplizierten Wundinfektionen und auch ist niemand von einer Klippe gestürzt oder von einem Tiger angefallen worden. Odin stand wohl von Anfang an auf unserer Seite bei dieser waghalsigen Reise. Und da es nur besser wurde, je weiter wir uns der Küste näherten, desto überzeugter waren wir davon, dass es so bleiben würde und wir den Tempel bald finden sollten.
Doch dazu sollte es erst einmal nicht kommen.

Die Expedition dauerte insgesamt neun Monate und acht Tage. Germanola erreichten wir nach knapp sechs Monaten.
Wir waren enthusiastisch, als wir ankamen.
Wir waren etwas gesetzt, als wir uns einen Monat im Kreis drehten.
Doch wir waren reichlich verunsichert, als wir nach über zwei Monaten fast das ganze Land durchkämmt und beinahe jeden Ast umgedreht hatten. Nunja, vermutlich nicht wirklich, das wäre in zwei Monaten mit einer Gruppe, der vier Männer über sechzig angehörten (wenngleich es sich um erstaunlich rüstige alte Männer gehandelt hat) wohl kaum möglich gewesen. Aber es kam uns so vor.

Eines nachmittags entschieden wir stehenzubleiben. Wir wussten nicht mehr, in welche Richtung wir gehen sollten, wir waren müde und frustriert, hatten Hunger, und dort fanden wir wenigstens eine Höhle.
Also suchten wir Brennholz, um ein Feuer zu machen und etwas zum Essen zu kochen, stellten sicher, dass im Umland keine Gefahren drohten und machten uns das Lager für die Nacht am Eingang der Höhle. Es war unbequem, der Boden erdig, aber wenigstens trocken.

Ich erinnere mich daran, wie Nicolas mit dem Essen kam. Er hatte alles zubereitet und kam mit drei Töpfen voller Eintopf in den Armen auf uns zu. "Jetzt gibts Essen!" sagte er nur noch, bevor wir einen lauten Knall hörten, uns umdrehten und den schönen Eintopf über fließen sahen. So viel leckeres Essen verschüttet!
"Alles in Ordnung? Bist du verletzt?"
"Nein, alles gut, aber der schöne Eintopf! Diese verfluchte Wurzel! Überall wächst etwas!"
Nicolas war über etwas gestolpert, das in dem sonst recht ebenen Boden versteckt herauslugte. Unser Koch, eigentlich Professor für Archäologie, einer der jüngsten in Ryssland, stand auf, mit etwas Eintopf auf den Beinen verschüttet, drehte sich um trat gegen die vermeintliche Wurzel.
"Verdammtes Ding!"
Er trat so fest, wie ihn seine Wut treten ließ, in der Erwartung, ein Stück der Pflanze damit herauszureißen. Doch es bewegte sich nichts und Nicolas stürzte erneut.
Wir lachten.
"Verdammte...! Wie kann das sein?"
Da beugte er sich nach vorne, blieb kniend am Boden und sah sich das sture Etwas genauer an. Es vergingen einige Sekunden, in denen wir unverständlich in seine Richtung sahen.
"Was ist los?", fragte ich.
"Das ist keine Wurzel. Das ist ein Stein, dunkler als der Fels hier... und daran befindet sich etwas... Metall!"
"Metall? Erz? Bist du über eine Goldader gestoßen?", fragte einer der Sicherheitsleute sarkastisch. Er hatte wenig Ahnung. Wir Männer der Wissenschaft hingegen ließen alles liegen und begaben uns zu Nicolas.
"Das könnte Eisen sein."
"Der Stein stammt definitiv nicht von hier."
"Lasst uns graben!"

Und wir gruben, stundenlang bis in die Nacht hinein, bis wir erschöpft waren. Am nächsten Tag fuhren wird fort, Tag um Tag, bis wir nach sechs Tagen ein Dutzend Artefakte, einen Megalithen und zwei Inschriften in Runen fanden.
Dies war definitiv eine germanische Stätte! Und so weit im Süden! So weit im Osten! Mindestens aus der Eisenzeit stammend, aber älter als eintausend Jahre, darauf weisen Zustand, Einschüttung, die Art der Runen und die Qualität der Arbeiten hin. Eine genaue Datierung wird sicher bald möglich sein, sobald wir die ersten Funde nach Ryssland gebracht haben. Das Eisen, einige Holzfunde und Tonscherben erlaube eine relativ genaue Bestimmung des Alters.
Wir waren sprichwörtlich aus dem Häuschen. Dies ist die Sensation des Jahrunderts! Dies muss der Tempel des Odin sein, wie es die Priester von Svalbard prophezeiten! Die nordischen Gelehrten stimmten und zu, und wiesen uns an, nicht mehr freizulegen, als wirklich notwendig sei; Svalbard selbst werde besser wissen, wie mit dem Heiligtum umzugehen sei. Und je weniger freiliege, desto weniger Gefahr bestünde in der Zeit, bis wir wiederkehrten und die heilige Stätte ihren wahren Eigentümern zurückgegeben werden könnte.

Dies wird bald geschehen! Ich muss sogleich eine Abhandlung hierüber verfassen und ein paar Termine für Presseerklärungen aufsetzen... das ist die Entdeckung des Jahrhunderts...

24.07.2018 10:08
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Post: #3
RE: Die Suche nach dem heiligen Gral


Karl-Heinz folgte seinen beiden Führern quer durch die Hauptstadt. Vor seinem geistigen Auge sah er Jesus hier herum laufen. Dor vorne an der Ecke, da wo der Bäcker steht, der Bäcker wo es noch das letzte ungesäuerte Brot im ganzen Land gibt, genau dort brach der Herr unter der Last seines Kreuzes zusammen und sprach den berühmten Satz zu den weinenden Frauen: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder. So schrieb es Lukas nieder. Der Abenteurer und die zwei Priester, eher im Range eines Botenjungen anstatt voll angesehene Priester, bogen in genau jene Gasse ein, die auch Christus ging in seinem letzten Gang. Sie führt genau zu dem Kreuzigungsberg. Früher Standort für die Zur Schau Stellung der römischen Besatzer, Heute Standort für die Kirche des heiligen Kreuzes, Regierungskathedrale und Wohnraum für die höchsten Theologen und geistigen sowie weltlichen Führer Vrasenheims.

Als das Trio so die Straße entlang schlenderte, wurde es immer wieder von den Passanten gegrüßt. Viele übergaben ihnen Blumen oder boten ihnen an an ihren Joints zu ziehen. Immer mit den Worten ,,Make Love, No War! Oder ,,Liebe ist für alle da!''. Dankbar nahmen die Geistlichen die Geschenke an. Der Abenteurer nahm nur die Blumen entgegen. So war das Vrasenheimer Volk nunmal. Sie erfreuten sich sei jeher eines sehr entspannten Lebenswandels. Leute mit einem einfachen Charakter. Früher, wo das Land noch unter dem Kapitalismus ächzte, war niemand glücklich. Doch die noriterarische Kirche befreite, wie so oft in der Geschichte Vrasenheims, das Gläubige Volk vom Joch. Ganz früher, als das Land noch Israel hieß, nur ein kleiner Landstrich am Meer war und das gelobte Land der Juden und danach der Christen und Katholiken war, da wurde Vrasenheim immer wieder unterjocht. Heiden, Muslime, alle versuchten immer wieder das alte Israel für sich zu haben. Entweder weil sie die Spuren an Jesus und Gott komplett auslöschen wollten oder weil sie selbst auf der Suche waren nach all den heiligen Reliquien die uns der Menschensohn hinterlies. Die Bundeslade, das Grabtuch Christi, der heilige Speer und zuguter Letzt der Heilige Gral.
Die Muslime starteten damals bei ihrer Eroberung des heiligen Landes viele Grabungen und Suchen nach dem was ihnen Unbesiegbarkeit versprach. Doch die alten Christen aus dem Abendland trieben die Anhänger des Propheten Mohammed zurück, eroberten ihre Ländereien und gaben Vrasenheim die Landesgrenzen die es noch heute kennt. Es war der Untergang dieser Zivilisation. Die Reste dieser Religion flüchteten sich zu den Heiden. Dort verloren sich die letzten Spuren der einstigen Weltreligion.

All diese Gedanken gingen Karl-Heinz Kasper durch den Kopf. Und kaum das er seine wirren Gedankenstränge zuende dachte, stand er auch schon vor der Türe der Privatgemächer Little Johns. Der oberste Priester des Landes und theologischer Regent Vrasenheims.


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Post: #4
RE: Die Suche nach dem heiligen Gral


Nachdem an der schweren Holztüre geklopft wurde, wurde diese von einem Mann geöffnet der so gut wie es geht vor der Öffentlichkeit Abstand hält. ,,Kommt herein, er wartet schon auf euch!'' sprach der End-Dreißiger in seiner legeren Kleidung, als wäre er gerade erst vom Sofa aufgestanden. Die rastalockigen Priester gaben dem Abenteurer den Vortritt. Karl-Heinz sah sich genau um. Ein sehr gemütliches Arbeitszimmer war es, was sich da auftat. An der Südwand ein rießiges Fenster durch das viel Licht in den Raum drang. Davor ein Schreibtisch mit mehreren ordentlich aufgeräumten Siegeln, Wachsen, Depeschen, Schriftrollen, Briefen und Büchern. An den Wänden viele Regale mit Büchern. Mittig des Raumes ein gläserner Tisch, schnörkellos und geradlinig, umrahmt von einem Big Sofa und drei Sesseln. Auf dem Tisch stand eine Shisha und die Kohle obendrauf glühte noch. In einem der Sessel saß Little John, der Regent, der Priester. Gekleidet in einer gelben lockeren Stoffhose und ein gelbes Leinenhemd saß er da, ein Bein über das andere gekreuzt. ,,Bruder Tick und Bruder Tack, ich danke euch. Eure Aufgabe ist erledigt. Ihr dürft euch zum beten zurück ziehen''. Ohne auch nur ein Wort zu sagen nickten die Beiden synchron und ebenso synchron drehten sie sich um, um aus der Türe zu gehen. Dabei waren sie wohl ZU gleichmäßigen, denn sie trafen sich Kopf an Kopf taumelten zur Tür hinaus. Diese wurde von dem Mann der sie öffnete auch wieder von innen geschlossen. Karl-Heinz blickte sich noch immer genau in diesem Raum um. Er saugte alle Bilder genaustens in sich auf. ,,Karl-Heinz, grüß dich. Schön dass du es dir hast einrichten können. Bitte, setz dich doch! Darf ich dir meinen Lebensgefährten Corbinian vorstellen?'' Mit dem ausgestreckten Arm deutete Little John auf den dunkelhaarigen Mann, der bei weitem nicht so exzentrisch auffiel wie der Priester. ,,Angenehm'' schüttelte Kasper die Hand des sich ebenfalls setzenden Vertrauten des Regenten. ,,Unglaublich'' entwich es dem Abenteurer als er sich ein den Sessel zwischen dem Staatsmann und seinem Mann setzte. Ein fragender Blick des paradiesvogelartigen Priester brachte Karl-Heinz dazu weiter zu sprechen ,,Ich habe schon so oft nach dieser Audienz gebeten. So oft wurde ich abgelehnt und nun sitze ich dann doch hier!'' ,,Die Zeit ist gekommen um einen alten Haudegen die Chance zu geben die er verdient!'' lächelte Little John ,,Weißt du Karl-Heinz. Wir sind nicht rückständig in unserer Kirche. Wir wollen nur die Zeit abwarten in der wir zu etwas bereit sind. Wir wollen einfach nur sagen: Macht langsam! Denkt nach! Besinnt euch auf Gott und spielt nicht Gott! Das was du vorhast, Karl-Heinz, das ist ein mächtiges Unterfangen. Der Heilige Gral. Der Kelch der Jesu Blut auffing. Er soll Unsterblichkeit bringen. Was meinst du würden die Heiden anstellen wenn diese ihn in die Hände bekommen?!'' ,,Sie würden ihn einsetzen. Gegen uns. Sie würden Gott vernichten mit dem Blut seines eigenen Sohnes'' dachte der Abenteurer laut vor sich hin. ,,Und was würdest du anstellen, wenn du ihn in den Händen hälst?'' war die sofortige Frage. Der Regent des heiligen Landes schien Kasper mit den Augen durchdringen zu wollen, sein innerstes zu lesen. ,,Ich will einfach nur die Geheimnise entschlüsseln. Ich will meinen Wissensdurst stillen. Licht ins Dunkel bringen!'' war die bescheidene Antwort während er dem Blick stand hielt. ,,Kein Geld? Keine Macht? Keine Unsterblichkeit?!'' ,,Ich habe schon so viele Schätze gefunden, und dennoch wohne ich in einer Mietwohnung. Ich habe was ich zum Leben brauche, besitze ein Fahrrad und pflege meine Ausrüstung die ich vor 23 Jahren schon gebraucht gekauft hatte. Meine Macht ist Wissen. Den Rest könnt ihr für euch haben''. ,,Wahrlich scheinst du eine gute Seele zu haben. Auch wenn man dich nicht häufig im Gottesdienst sieht, so scheinst du dein Leben Gott auf deine Art gewidmet zu haben. Ist der Kelch hier im heiligen Land?'' Es war diesmal der Lebensgefährte des Regenten der sprach. Und er handelte sich nur eine hochgezogene Augenbraue und ein herausforderndes Lächeln ein ,,Du meinst dass der Gral ein Gefäß ist?'' Fragte Karl-Heinz Kasper herausfordernd ,,Ja. So wie es in den heiligen Schriften erfasst wurde. Der römische Soldat Longinus stach dem leblosen Christus mit seiner Lanze, der heiligen Lanze, vor fast 2000 Jahren genau hier unter unseren Füßen in die Seite um zu prüfen ob er tot ist. Das Blut dass aus dem Körper Jesu quoll, über die Lanze floss, wurde in diesem Kelch von Josef von Arimathäa aufgefangen. Der selbe Kelch den Jesus am Abend zuvor benutzte zum letzten Abendmahl.'' ,,Natürlich. Das was man euch glauben lassen will das glaubt ihr. Da seit ihr alle gleich. Doch ich habe noch nie einen Schatz gefunden durch das was offensichtlich war! Ich sage euch beiden: Der heilige Gral ist Maria Magdalena!'' Gespannte Ruhe lag im Raum ,,Sie fing Jesus Blut in ihrem Kelch des Lebens auf. Sie lies das Blut Jesus unsterblich weiter leben. Sie hat den Erben Gottes geboren. Das wahre Oberhaupt des christlichen Glaubens. DER BEWEIß für alle Heiden und Ungläubigen, dass sie Unrecht haben!'' Man merkte das in ihm das Feuer brannte, als er davon erzählte. ,,Ist es schwer nach beidem gleichzeitig zu suchen?'' wollte Little John wissen und kratze sich dabei nachdenklich am Kinn. ,,Das liese sich einrichten. Auch wenn ich dann die ein oder andere falsche Spur mehr eleminieren muss'' zuckte der Abenteurer mit den Schultern ,,Ich bräuchte Zutritt zu der geheimen Bibliothek der Noritera. Dort wo sich alle öffentlichen und nicht öffentlichen Quellen finden. Dort kann ich ein paar Fragen beantworten'' John nickte ,,Ja! So soll es sein! Egal was der Gral ist, er wird uns die Macht bringen gegen die unter Satan massiv erstarkten Heiden zu bestehen. Karl-Heinz, ich brauche diesen Gral hier in Vrasenheim!'' ...


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29.07.2018 23:13
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Post: #5
RE: Die Suche nach dem heiligen Gral


Das Feuer knistert leise im Kamin im Hintergrund. Der Mann, der im gemütlichen Sessel davor sitzt, spricht ruhig und bedächtig, so wie ein alter Geschichtenerzähler. In dem kleinen Zimmer um ihn herum sitzen fünf Knaben, Buben und junge Männer, allesamt mit dem selben interessierten Ausdruck im Blick.
,,Jede Schatzsuche fängt mit einer Legende an! Und so war es bei mir die Legende von Maria Magdalena, die mich hier her in dieses gottlose Land trieb.
Nach meinem Gespräch mit Bruder Little John ging ich in die älteste Bibliothek unseres heiligen Landes. Die Kirche, in deren Privatgemächern ich hauste und mit einem der wichtigsten Männer in der Noritera plauderte, steht genau auf dem Kreuzigungsberg. Der Berg auf dem unser Herr an sein Kreuz genagelt wurde. Auf dem die heilige Lanze, der Speer des Longinus mit dem Blut Christi getränkt wurde. Genau das selbe Blut soll der heilige Gral aufgefangen haben. Vermeintlich...
So laß ich, alles was man über Jahrtausende hinweg bewahrte, sammelte und verwahrte. Ich ging 23 Tage lang ein und aus in dieser heiligen Kreuzigungskirche. So oft wie vermutlich mein ganzes vorheriges Leben zusammengezählt. In dieser heiligen Bibliothek war wahrlich der Zahn der Zeit zu erkennen. Man konnte die Feuer erkennen und zählen die die Heiden benutzten um das heilige Wissen für immer zu zerstören. So oft wurde diese uralte Kirche mit den geheimen unterirdischen Gängen und Kammern versucht zu zerstören. Vemeintlich war dies auch immer geschafft worden, als wir die Anlagen zurück eroberten. Doch Gott schien wirklich seine schützende Hand über die weltlichen Rätsel zu legen.

23 Tage lang fand ich alles Wissen dieser Welt. Und doch fand ich darunter nichts was meiner Suche weiter dienlich war. Es musste etwas fehlen. So striff ich ziellos in dieser uralten Bibliothek umher. Unerwartet fiel ich über meine eigenen Füße und bremste meinen Fall mit der Nase. Selbstverständlich wurde die Tollpatschigkeit mit einer blutigen Nase belohnt und so tropfte es rot auf die Steine vor mir. Vor meinen verwunderten Augen floss das Blut in vorhergesehene, in den Stein geritzte Bahnen.

Atme 7 aus 7th


Ich rappelte mich wieder auf und starrte natürlich verwirrt auf die Inschrift. Ihr fragt euch sicherlich was dies beudeuten soll? Das fragte ich mich auch. Es machte einfach keinen Sinn. Verärgert stoppte ich die Blutung der Nase und dachte über diese Inschrift nach. Ich atmete sieben mal. Nichts passierte.... Nun meine Lieben Freunde. Weiß jemand von euch des Rätsels Lösung? Bevor ich es euch verrate...
Der Abenteurer schaute in die Runde seiner wenigen Zuhörer, die Augenbraue fragend gehoben...

RP-Off: Wenn jemand des Rätsels Lösung weiß, auf was die Inschrift hinweißt, darf dieser sich etwas wünschen (Eine Person, ein Ereignis, ein Geschehen) und ich werde mein menschenmöglichstes Versuchen es einzubauen in das nächste Kapitel


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11.08.2018 21:26
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RE: Die Suche nach dem heiligen Gral


Die Zuhörer des Schatzsuchers schauten sich gegenseitig an. Immer wieder gab es gezuckte Schultern und nichts sagende Blicke. Während im Hintergrund der Kamin gemütlich vor sich hin brennt und das Holz unter dem wärmenden Feuer knackt. Niemand wusste etwas mit dem Rätsel anzufangen.

Ich will es euch verraten meine Freunde. Es war auch für mich nicht einfach. Doch irgendwann fing ich an zu vermuten, dass dies ein Anagram sein müsste. Ich setzte die Buchstaben und die Zahlen um, tauschte sie, drehte die Silben, solange bis ich es verstand.

Matthaeus 7 7


Das Evengelium des Matthaeus, Kapitel 7 Vers 7:
"Bittet, und euch wird gegeben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopfet an, und euch wird geöffnet!"

Da stand ich nun. Ein vielsagender Bibelvers trennte mich womöglich von dem entscheidenden Hinweiß auf den heiligen Gral. So fing ich an zu Beten. Ich bat Gott darum mir das zu geben was ich suchte. Mir zu helfen. Doch wie so oft spricht Gott leider nicht direkt zu uns. Also ging ich gleich zum klopfen über. Ich begab mich auf die Knie und klopfte den Boden ab, zuerst sehr engmaschig, dann weitete ich das Areal aus. Seufzend gab ich schlussendlich meine Suche aus und fragte mich schon ob ich falsch lag. Als ich mich auf dem Tisch abstütze um mich zurück auf die Beine zu stellen, da brach das Holzbein des Tisches und ich fiel auf eine der alten Bruchsteinfliesen vor mir, stütze mich mit der Hand auf und spürte wie der Stein unter meiner Hand nachgab. Ein leises Klicken hellte meine Laune wieder auf und ich dankte dem Herrn dafür. Er hatte mich wohl doch erhört. Ich erhob mich und klopfte mir den Staub von den Kleidern und ich durfte den Umriss einer Türe im festen Stein vor mir erkennen. Vorsichtig drückte ich dagegen und die schwere steinerne Pforte polterte zur Seite.


Erstaunliches tat sich vor mir auf. Eine Kammer. Eine SCHATZkammer. Und das Mitten unter der Kreuzigungskirche. Voller Erfurcht betrat ich den Raum. Ich strich mit den Fingern über allerlei Gold und goldenes Kleinod. Doch mein Blick suchte nicht nach Edelmetall. Ich wollte etwas anderes, ein Hinweiß auf etwas mächtigeres. Und da fand ich es dann auch schon. Ein steinerner Tisch mit einem großen Buch darauf war das Ziel meiner Begierde. Voller Bewunderung strich ich zärtlich über den verstaubten ledernen Einband. Daneben lag ein Pergament, als ich den Staub davon blies konnte man in alter israelischer Schrift soetwas lesen wie:

Gottes Kind,
wenn du dies liest so bist du wahrlich in Gnaden des Herren.

Die Moslems überfallen unser göttliches Land. So empfing ich die Worte des Herren direkt vom Himmel. Ich sollte jedweden Schatz an diesen geheimen Ort bringen. Wie du siehst habe ich versucht so viel Gold wie möglich vor diesen gottlosen Heiden zu verstecken. Ebenso findest du auf dem Tisch das wohl letzte Exemplar der Nag Hammadi Schriften. Die Moslems verbrannten alle heiligen Schriften. Durch einen glücklichen Zufall konnte ich dieses retten. Es ist die Wahrheit, die keiner wahr haben will. Die Erben der Kirche des Petrus, die Abkömmlinge Mohammeds, die Anhänger der Naturgötter, alle wollen sie die Zerstörung dieser Schriften. Sie führen dich zu Jesu' Blut, Macht und Erbe! Folge den Rätseln, die ich im verborgenen machen werde und du wirst Jesus näher kommen!


Das verlorene Testament! Das versteckte Evangelium! Die Schrift der Wahrheit! Es war nur ein Mythos und nun lag sie vor mir. Die Noritera suchte schon lange danach, um dem Katholizismus die Grundlage zu entziehen. Der Beweiß, dass nicht der Lügner Petrus eine Kirche für Christus aufbauen soll, sondern dass Jesus Frau und Kinder hat. Und ich las in diesem alten Buch. Ich las von Maria Magdalena. Ich las von Sarah, der Tochter des Herrn. So wurde mir klar, der heilige Gral, er muss Maria Magdalena und deren Kinder und Kindeskinder sein. Sie war es die das Blut Jesus am Leben hielt.

Ich erinnerte mich an eine Legende, die ich im alten Reich der Pharaonen einmal gehört habe, eine jüdische Legende, das Urvolk Israels, des heutigen Vrasenheims. Vielmehr ist es ein altes Rätsel des Volkes Zion.

Dort wo Erika erblüht,
wo altes Feuer glüht.
Geschichte wird sich wiederholen,
Propheten unverhohlen.
Dort findest du ein jeden ersten Stein,
selbst bei Mose sollte es so sein!


Daher bin ich bei euch hier in diesem gottlosen Land! Meine Freunde - meine Reise wird bei Morgengrauen weiter gehen. Ich danke euch für euren Schutz und die Gastfreundschaft!


RP-Off: Wer erraten kann wo sich Karl-Heinz gerade befindet, der darf sich wieder etwas wünschen Wink


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This post was last modified: 17.08.2018 22:35 by Aslan1990.

17.08.2018 22:34
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