7 Tage in Entebbe ist ein Entführungsdrama, das bekanntermaßen auf realen Begebenheiten beruht. Palästinensische und linksextreme Terroristen kapern ein Flugzeug, das in Tel Aviv mit über hundert Juden an Bord startet, und entführen es zum ihnen wohlgesonnenen Tyrannen Idi Amin. Leider gibt es kaum ideologische Dispute, die den Mief der Siebziger hätten beleben können. Einzig ein paar Konflikte zwischen Daniel Brühl und Rosamund Pikes wecken Interesse, vor allem, als es zur Selektion der Juden kommt, die den linken Idealisten dann doch zu sehr an die Nazizeit erinnert. Auf der anderen Seite werden die Beratungen der Israelis glaubwürdig dargestellt, die letztlich zur Befreiungsaktion führen, die fast alles aus dem Feuer reißt. Mit starker Musik untermalt, im Szenenwechsel mit einer ausdrucksvollen Tanzchoreographie, demonstrieren die israelischen Soldaten, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist. Aber auch hier versteckt sich ein Makel: Die Szene hätte, ganz geschichtsgetreu, deutlich länger ausfallen können. Naja, vielleicht wollte man hier nicht zu sehr glorifizieren, um keine unguten Gefühle zu wecken.

5,5/10