Alles steht Kopf ist ein Animationsfilm von Pixar von Regisseur Pete Docter. Ich hatte die Vorschauen vor sechs Jahren mit Interesse am Thema - Hirnfunktionen mit Eigenleben - verfolgt, aber irgendwie aus den Augen verloren, bis mich ein Facebook-Freund kürzlich mit der Nase drauf stieß. Also bestellt, angeschaut und köstlich amüsiert. Fünf Grundgefühle zu personifizieren und ins Kontrollzentrum des Ichs zu versetzen, ist schon eine coole Idee, aber sie wirkt umso pikanter im Hirn einer pubertierenden Teenagerin. Freude und Kummer gehen nach einem unerfreulichen Umzug vom schönen Minnesota ins triste San Francisco in den zerebralen Wirren verloren und müssen sich ihren Weg zurück ins Bewusstsein kämpfen, durchs Langzeitgedächtnis und Abstraktionsvermögen mit dem Gedankenzug über die persönlichkeitsbestimmenden Kernerinnerungen. Mit Hilfe des ehemaligen imaginären Freundes Bing Bong und einem unsterblich in Riley verliebten Boy-Band-Jünglings könnte der waghalsige Plan gelingen! Nun, vieles ist offensichtlich gut repräsentiert und ergibt Sinn, zumindest bei erstmaligem Ansehen genug, um einem den Spaß an den vielen lustigen Einfällen nicht zu verderben.

8/10