Bad Times at the El Royale ist ein Neo-Noir-Thriller von Drew Goddard, der mit The Cabin in the Woods, World War Z und Der Marsianer bereits sein Können als Regisseur eindrucksvoll bewiesen hat. Dieser Film erinnert an The Hateful Eight: Einige auffällige Charaktere kommen in einem Hotel zusammen und aus der Melange der Protagonisten, deren Geschichten in rückblickenden Kapiteln gezeigt wird, ergibt sich eine Katastrophe. Ihre Absichten kollidieren dann teils durch absurde Zufälle. Aber dieser Film hat trotz eines wie immer überzeugenden Jeff Bridges nicht die Intentsität des Tarantino-Werks. Mich konnte Goddard hier nicht in den Bann ziehen. Die verwobenen Storys sind ebenso unspektakulär wie die Teilnehmer am allzu unwahrscheinlichen Geschehen. Und mir persönlich behagt auch das Zeitkolorit der frühen Siebziger inklusive der ausgiebig dargebotenen Musik nicht. Geschmackssache, aber davon abgesehen werden mir die meisten zustimmen, dass dieser Film nichts wirklich Neues bietet und nicht hätte gedreht werden müssen.

4/10