Hunter Killer ist ein Action-Polit-Thriller. Im Nordmeer versinken ein amerikanisches und russisches U-Boot. Gerard Butler soll dem Ganzen als verdienter Kapitän auf den Grund gehen. Parallel dazu wird ein Elitekommando an der Kola-Bucht abgeworfen, um bei Bedarf zu intervenieren. Technisch ist der Film recht aufwändig, aber man kann Sterbebingo spielen und die Handlung genau voraussehen. Ja, ich weiß, es ist schwierig, zu dem Genre etwas Neues beizutragen. Dann versucht man halt, die Handlung etwas zu verkomplizieren, aber ohne sie tiefgründiger zu machen. Bei der jüngeren Generation, die vielleicht weder Das Boot noch Jagd auf Roter Oktober kennt, mag das funktionieren. Mich jedoch hat der Film eher gelangweilt, was er mit vielen neuen Filmen gemeinsam hat. Das liegt natürlich auch in der Natur der Sache: Etwas Neues - und damit Faszinierendes - ist immer schwerer zu schaffen, je mehr Altes es gibt, das sich zwangsläufig anhäuft. Aber viele Filme - sogar ziemlich detailgetreue Remakes - funktionieren, weil die Originale nach einer Generation vergessen wurden, wie bei Die Körperfresser kommen. Vielleicht kam dieser Film einfach zehn Jahre zu früh.

3/10