Into the Forest ist ein dystopisches Drama von Patricia Rozema. Chronisch unterversorgt mit Dystopien habe ich natürlich große Erwartungen an eine solche mit Emma Page gehegt, die als Schauspielerin ja einige Qualität verspricht. Umso herber die Enttäuschung: Es ist schon erstaunlich, wie viel Filmzeit man mit so wenig Handlung füllen kann. Erst das grundlegende Mysterium, dann passiert lange nicht viel. Dann ereignet sich was Schlimmes, woraufhin wieder nicht viel geschieht, bis zu einem neuen Ereignis, das bis zum Ende weitere Handlungsarmut nach sich zieht, obwohl es die Vorlage für eine Spannungsbeschleunigung böte. Die Ödnis ist dann noch gespickt mit zwei völlig unnachvollziehbaren Entscheidungen der Protagonisten. So entstand also statt des erhofft harten Science-Fiction-Thrillers ein laues Schwesterndrama, das versucht, in den großen Dingen des Lebens zu rühren, sie aber lediglich streift, und das Mann überhaupt nur zu Ende schaut, weil man einfach nicht wahrhaben will, dass das alles gewesen sein soll.

2/10