Joker ist ein Comic-Drama von Todd Phillips, der vor allem durch die Hangover-Trilogie bekannt wurde. Joaquin Phoenix mimt den an unkontrollierten Lachkrämpfen leidenden Außenseiter, der später zu einem der übelsten Gegner Batmans aufsteigen sollte, sicherlich mit Bravour. So eine Rolle - psychisch oder geistig Kranke - ist immer ein willkommener Oscar-Lieferant für gute Schauspieler, die bislang noch nicht ausgezeichnet wurden. Da können sie richtig dick auftragen und tatsächlich lebt der Film hauptsächlich von Arthur Flecks Mimik und Gestik. Außerdem wird die Genealogie des Joker-Mythos schlüssig dargestellt. Blöd nur, dass ich mit dem ganzen Gotham-Szenario inklusive seiner Charaktere nicht viel anfangen kann und mir die altbackene Musik und das nostalgische Ambiente ebenfalls missfielen. Das ist aber größtenteils Geschmackssache. Objektiv betrachtet ein gelungener Film, aber nicht der ganz große Wurf, der mich mit Batman und Genossen hätte anfreunden lassen können.

7/10