Lost Girls and Love Hotels ist ein Drama vom schwedischen Regisseur William Olsson. Die wurzellose und traumhaft schöne Alexandra Daddario, hat sich, um einsam zu sein, nach Tokyo katapultiert, um da tagsüber angegehenden Stewardessen englische Aussprache beizubringen und nachts besoffen unterwürfigem Sex mit Unbekannten zu frönen. Aber für den gutaussehenden und reif wirkenden Yakuza Takehiro Hira entwickelt sie dann doch Gefühle, was sie erst richtig in die Bredouille bringt. Am Ende fleht sie nackt und hilflos um ihren Tod, aber wie es ausgeht, bleibt offen. Ein tolles Psychogramm über ein kleines, verlorenes Menschlein, dass sich auch in der Fremde - in der sich ein deutlicherer Kontrast zum Selbst als innerhalb des Gewohnten zeigen könnte - nicht zu finden scheint. Ist man moralisch nicht allzu verbohrt, leidet man mit, aber ohne den Respekt vor der komplexen Persönlichkeit zu verlieren. Ein rührender Film, der viele Fragen aufwerfen kann, wenn man sich darauf einlässt.

8/10