Rambo 5 - Last Blood ist ein Actionfilm von Adrian Grunberg. Vorab: Man weiß natürlich nicht, wie Stallone aussähe ohne die offenbar vielen Gesichtsoperationen, aber ein Gewinn hinsichtlich der ohnehin eher bescheidenen Schauspielkunst sind sie sicherlich nicht. Seine Mimik wirkt steif und künstlich, und wenn er geschlagen wird, hat man direkt Angst, dass Nähte aufplatzen. Aber zum Thema: Auf seiner Pferderanch hat es sich Rambo standesgemäß eingerichtet, mit Waffenkammer, Minenschmiede und Tunnelsystem. Man weiß ja nie. Sein größter Lebensinhalt aber ist die Enkelin seiner Haushälterin, die er wie eine Tochter liebt. Sie gerät dann an eine mexikanische Bande von Mädchen- und Drogenhändlern, was sich als äußerst unbekömmlich erweist. Um an dem Abschaum Rache zu üben, lockt er den zynischen Boss und dessen Adlaten in ein für den furiosen Showdown bestens präparierertes Inferno. Das ist zwar sehr ansehnlich, aber mir fehlte dann doch der Funke an Sadismus, von dem eine Racheengel ja beseelt sein sollte. Wer eh schon außer Gefecht ist, an den muss man ja keine Munition vergeuden, um ihn von den im Grunde doch erwünschten Qualen zu erlösen. Unterm Strich ein solider Actionfilm nach altbewährtem Muster, dessen einzige wirkliche Besonderheit aber in einem Willkommenssong von den Doors besteht.

5/10