The Tomorrow War von Chris McKay. Chris Pratt wird in ein Heer einberufen, das einige Jahre in der Zukunft gegen Aliens zu kämpfen hat. Ohne eine solche Rückrotierung hätte die Menschheit sonst wohl keine Chance gegen die ziemlich primitiven Aliens. Die sind zwar gut animiert und wirken durchaus bedrohlich, aber man kann sich schwer vorstellen, dass die jetzige Menschheit, geschweige denn jene in dreißig Jahren, da kaum etwas entgegenzusetzen hätte. Na ja, das Zeitreiseszenario ist letztlich nur dafür da, dass man dem Ursprung des Ungemachs auf die Spur kommt, um es recht abenteuerlich an der Wurzel zu vernichten. Okay, das ist insgesamt ein solider Actionfilm, aber dabei fehlt mir quasi alles, was für mich vorzüglichen Scifi-Horror a la Aliens ausmacht. Die Düsternis, die zwingende Handlung, die trockeneren Dialoge, die Musik. Und wenn ich sehe, wie dieser Film in den sozialen Medien von Usern gehypt wird, teilweise als bester Film der letzten Jahre, fühle ich mich gleich in zweierlei Hinsicht irritiert: Zum einen, weil das nahe an der Wahrheit ist, zum andern, weil die Ansprüche an Filme offenbar so weit gesunken sind, dass man mittlerweile schon über so eine Durchschnittsware frohlockt.

6/10