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Freiland / Free Land

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Sheep
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Post: #1
Freiland / Free Land

Meinungen zur Reform sind hier gut aufgehoben.

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Opinions about the reform are welcome here.


15.06.2009 19:10
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Vento76
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Post: #2
RE: Freiland / Free Land

Naja, da mir in meinem Staat die Aufgaben ausgegangen sind (sterbe warscheinlich sowieso bald), dacvhte ich mir schaust mal die Reformen an, die du noch machen könntest. Freiland stach mir dann erstmal als positiver Reformname ins Auge, dann las ich den Text was Freiland eigentlich bedeutet und bin erschrocken über das was sich hinter dem Wort verbirgt:
"Boden ist ein nicht von Menschen geschaffenes Naturgut, daher sollte seine Nutzung der Allgemeinheit zugute kommen!" meint der selbständige Facharzt Volker Lisell, der in einer großen Mietswohnung in Ishtaria lebt. "Der Boden als solcher, nicht aber die darauf befindlichen, von Menschenhand geschaffenen Immobilien, ist nicht mehr als Eigentum von Irgendjemandem anzusehen. Wer ihn nutzen möchte, MUSS an eine VERWALTUNGSBEHÖRDE eine NUTZUNGSABGABE ZAHLEN, deren HÖHE sich nach MARKTWIRTSCHAFTLICHEN PRINZIPIEN bemisst. Bisherige Eigentümer ZAHLEN den Betrag, der ihrer bisherigen Bodenrente entspricht, und sie können bei Bedarf die NUTZUNGSRECHTE an den HÖCHSTBIETENDEN abgeben. So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Boden taugt nicht mehr als Spekulationsobjekt, aber es gibt weiterhin - oder endlich - eine OPTIMALE BODENALLOKATION!"

Tja, sowas nenn ich mal eine Satansreform! Ich denke sie soll verhindern dass Land brach liegt, sprich erreichen alles Land möglichst ertragreich genutzt, sprich ausgebeutet wird. Aber gerade brachliegendes Land bietet der Natur die Möglichkeit zur freien Entfaltung.
Würde durch eine solche Reform letztendlich erreicht werden dass alles Land optimal genutzt werden muss (aus marktwirtschaftlichen Gründen),
so würden sich reiche, skrupellose Individuen alles Land unter den Nagel reissen, abforsten und Monokulturen und möglichst ertragreichen Genmüll anpflanzen bzw. Fabrikanlagen oder sonstiges dort errichten.
Das nenne ich eine üble Reform mit Spätfolgen, wenn man darüber nachdenkt.


Kriminalstatistik:
Mord: Männer 88,7% Frauen 11,3%
Vergewaltigung: Männer 99,0% Frauen 1,0%
Sexueller Missbrauch von Kindern: Männer 96,4% Frauen 3,6%
Körperverletzung: Männer: 83,4% Frauen 16,6%
Rauschgiftdelikte: Männer: 88,7% Frauen 11,3%
08.08.2009 02:32
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Usu
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Post: #3
RE: Freiland / Free Land

@Vento76
Käme es so wie in Deiner Prognose, so wäre es in der Tat fatal.
Ich sehe diese Gefahr allerdings nicht. Eher würde ich erwarten, dass die Wirtschaft versucht mit möglicht wenig Boden auszukommen, um kosten zu sparen.


"Man sollte einen Menschen nicht nach seinen Tugenden beurteilen, sondern nach seinen Lastern. Tugenden können vorgetäuscht sein, Laster sind echt." (K.Kinski)

"Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein." (J.W. von Goethe)
08.08.2009 10:27
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xaoc
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Post: #4
RE: Freiland / Free Land

es wird ja immernoch richtlinien geben die die möglichkeiten der bodennutzung vorgeben


den klugen kann man überzeugen, den dummen muß man überreden

"Schau du lieber das dich nicht verschreibst " - ein forum-user
10.08.2009 15:17
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Merkel
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Post: #5
RE: Freiland / Free Land

meiner meinung nach einfach nur eine seltsame idee steuern einzutreiben Hmm

zudem hat die reform viele rechtliche schwächen.
So wie ich das verstanden habe gehört das ganze Land dem staat und wer es nutzen will muss zahlen. Doch das würde gleichzeitig die enteignung für diejenigen die schon land besitzen bedeuten. Kopfkratz

eine weitere frage ist: was passier wenn jemand diese extrasteuer nicht mehr zahlen will oder kann und ein gebäude auf dem grundtsück errichtet hat, und auch keinen käufer für die nutzungsrechte findet (wodruch das dilema sache der geschäftspartner wird). Das Grundstück kann der Staat dann wieder jemand anderem verpachten, doch das gebäude bleibt immer noch im besitzt des ehemaligen grundstückpächters, und ist somit nicht antastbar. Der neue eigener müsste dann das haus unversehrt auf die straße setzten, was logistisch nicht machbar ist. Die einzige möglichkeit dies zu regeln wäre das der hausbesitzer enteignet wird. Kopfkratz


Ich bin weder mit Merkel verwandt noch verschwägert ... mir viel nur kein Name ein
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
Sry for my bad english

42/Pi≈13.37, oder 1337. Damit ist der beweis erbracht. Der Sinn des Lebens ist: Zocken

This post was last modified: 07.09.2009 16:04 by Merkel.

06.09.2009 18:39
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Lepu
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Post: #6
RE: Freiland / Free Land

Freiland ist eigentlich eine zwingend notwendige Voraussetzung dafür, dass Freigeld keine Katastrophe auslöst. Würde Freigeld (in der Realität, nicht im Spiel) eingeführt, würde der Bodenpreis gegen unendlich steigen (Siehe: Wert eines Goldesels. http://de.wikipedia.org/wiki/Wert_eines_Goldesels).
Das würde schlicht und einfach einen Rückfall in den Feudalismus bedeuten.
Deswegen handelt es sich auch nicht um zwei verschiedene Forderungen der Freiwirtschaft, sondern die Freiwirtschaft ist Freigeld&Freiland gleichzeitig.

14.07.2010 17:41
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Jozilla
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Post: #7
RE: Freiland / Free Land

Ich hatte Freiland mal in meinem letzten staat ausprobiert und hatte eine schattenwirtschaft vonweit über 100% hinbekommen^^

kann es sein dass diese reformauswirkungen nciht so ganz gut bearbeitet sind?

@lepu
wirtschaft funktioniert nicht alleine durch mathematische extremwertbetrachtungen. das beispiel des wertes eine goldesels halte ich eigentlich für unpassend da der Boden nicht wirklich vermehrt wird und in diesem beispiel mal wieder alles zu einfach betrachtet wurde.

Im zusammenhang mit freigeld ist dein beispiel besonders schlecht, so würde der esel deutlich teurer sein da sein wert jedes jahr steigen würde (er scheißt ja gold und kein geld)

@Merkel
Das problem mit dem gebäude ist recht einfach zu lösen: man setzt einfach die nutzungsberechtigung für dass grundstück auf lebenszeit für den besitzer bei der formellen enteignung geben. wer auf diesem grund und boden wohnt der nutzt es auch. Bzw der besitzer des hauses auf dem grundstück nutzt es ja passiv.
Rechtliche probleme sind auch nur eine frage der verfassungsänderung^^.

wird es bald ne noch heftigere staatskrise geben würde den leuten enteignungen recht egal sein, außer sie sind es selbst...


Für den Frieden zu kämpfen ist wie für die Jungfräulichkeit zu ficken.
Was ist der natürliche Weg um wieder echte Jungfrauen zu bekommen?

Kooperation ist besser als Konkurenz, andernfalls wären Kartellämter sinnlos
17.07.2010 00:23
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Lepu
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Post: #8
RE: Freiland / Free Land

Jozilla Wrote:
@lepu
wirtschaft funktioniert nicht alleine durch mathematische extremwertbetrachtungen. das beispiel des wertes eine goldesels halte ich eigentlich für unpassend da der Boden nicht wirklich vermehrt wird und in diesem beispiel mal wieder alles zu einfach betrachtet wurde.

Im zusammenhang mit freigeld ist dein beispiel besonders schlecht, so würde der esel deutlich teurer sein da sein wert jedes jahr steigen würde (er scheißt ja gold und kein geld)


Ja, genau darum geht es in der Analogie. Boden = Esel, Bodenrendite = geschissenes Gold. Wenn das Geld/Gold keine Rendite mehr erwirtschaftet, dann werden damit alle Renditeerwirtschaftenden Sachgüter aufgekauft. Produktionsmittel können vermehrt werden, dort sorgt der Wettbewerb dafür, dass der Preis nicht gegen unendlich steigt. Bei unvermehrbaren Naturressourcen wie z.B. Boden und Bodenschätzen in Privatbesitz versagt aber der Markt und es dürfte äußerst unangenehm werden, wenn der zwingend benötigter Boden unbezahlbar teuer geworden ist.

17.07.2010 06:59
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Usu
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Post: #9
RE: Freiland / Free Land

Deswegen ist eine Beschränkung der Kapitalakkumulation (jedenfalls für reale Personen) eigentlich unumgänglich.
Wer die leistungsstärkeren Geldscheißer hat würde sonst am Ende die leistungsschwächeren Geldscheißer verdrängen und ständig wachsen bis er alleine übrig ist. In etwa so wie beim Monopoly.


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17.07.2010 08:31
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Jozilla
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Post: #10
RE: Freiland / Free Land

Das wäre wiederum das Klassische Zinsprobblem (siehe Josephspfennig). Die Letzten jahrzehnte ging das alles noch recht gut, weil es ein stetiges Marktwachstum gab und das dem Zinswachstum entgegengewirkt hat.
Die begrenzung der Geldanhäufung ist aber nunmal leider schlecht möglich, man würde auf sekundärwährungen umsteigen um sein geld zu behalten, z.b. Gold oder andere "wertkompakte" dinge. Außerdem gäbe es so eine kapitalflucht ins kapitalistische ausland. Das problem ist auch nicht durch eine freigeldwirtschaft lösbar weil die kreditzinsen immer höher sein werden als der "schwund". niemand würde geld verleihen wenn er weniger zurückbekommen würde als er gegen hat.

Einzige "lösung" wäre meiner meinung nach eine staatliche bank die einfach nur zinsfreie darlehen vergibt. Selbst wenn dir hälfte dieses geldes nur aus einer druckerpresse kommen würde halte ich das für weniger bedenklich als eine weiterführung der klassichen zinswirtschaft.


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17.07.2010 13:08
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