Post Reply  Post Thread 

Geschichte von FreeChicago

Author Message
Wannabe
Posting Freak
***


Posts: 1,362
Words count: 169,444
Group: VIP
Joined: Jul2008
Status: Offline
Reputation: 29
Experience: 238
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #1
Geschichte von FreeChicago

Hallo,

ich möchte ein Experiment machen und meinen Staat FreeChicago (ChicagoSchoolGoverment) nach den Regeln der Chicagoer Schule führen, so weit ich mich schon gut genug damit auskenne. Falls ich mir mal nicht sicher bin, dann werde ich hier nach Rat fragen oder nach eigenen Gutdünken entscheiden. Hehe Ansonsten möchte ich euch hier an der Geschichte von FreeChicago teilhaben lassen.

Let's start rEVOLution! Milton Friedman 4 President!

Euer Wannabe.

--------------------------------------------------

Ich regiere jetzt ohne die 16 Startquartale seit 3 Quartlanen, was bisher geschah:

Quartal 16
*Herbst*

Aufgabe: Parlamentsbrand
Das Parlament brannte letzte Nacht völlig aus. Erste geheime Untersuchungen haben ergeben, dass Brandstiftung als Ursache auszuschließen ist.

Entscheidung: "Haben wir es wirklich nötig, irgendeinen Sündenbock für diesen Unfall verantwortlich zu machen?" fragt Ihre Schwiegermutter Ulrike Ehrlich ungläubig, während sie einen Braten in den Ofen schiebt. "Das Volk hat ein Recht auf die Wahrheit. Eine entsprechende Pressemitteilung, und das Thema ist erledigt. Es ist auch kaum auszudenken, was passieren würde, wenn ein Eingeweihter ausplaudern würde, dass wir die Unwahrheit gesagt hätten!"

Begründung: Ich denke mal, dass das keinen Kommentar bedarf. Wenn man ein wirklich freies Land haben möchte, dann sollte man sich an die Wahrheit halten.

Aufgabe: Kindergarten
Viele Eltern würden ihre Kinder gerne im Kindergarten abgeben können, aber es sind entweder keine Plätze frei, oder diese sind zu teuer.

Entscheidung: "So ein Unfug. Wieso sollte irgendwer anderes als die Eltern für deren Sprösslinge verantwortlich sein?" erwidert Otto Pulbert, dessen Gattin einen privaten Kinderhort betreibt. "Der Staat darf vielmehr nicht in Konkurrenz zur Privatwirtschaft treten. Kindergärten, die professionell betrieben werden, kosten nunmal Geld, denn das gut ausgebildete Personal will bezahlt sein. Der Staat schädigt durch seine Einmischung diesen für alle Beteiligten vorteilhaften Marktmechanismus!"

Begründung: Die Chicagoer Schule ist generell der Auffassung, dass der Markt nahe zu alles besser kann als der Staat. Mangels Gewinninteresse würden die staatlichen Kindergärten so wie so qualitativ so minderwertig sein, dass niemand seine Kinder dort hin schicken wollte. Oder aber die Kindergärten wären viel zu gut ausgestattet, weil die zuständigen Politiker vergessen, dass Steuern nicht an Bäumen wachsen, sondern vom Volk erarbeitet werden müssen.

Aufgabe: Wahlversprechen
Immer wieder gebrochene Wahlversprechen durch später ins Amt gekommene Politiker aller Ebenen verärgern die Wahlberechtigten.

Entscheidung: "Es kann doch nicht angehen, dass ein Politker vor der Wahl das Blaue vom Himmel verspricht, und nach der Wahl nichts davon einhält, ja sogar das Gegenteil tut, ohne dass der Wähler etwas dagegen unternehmen kann!" ruft die Blumenverkäuferin Erna Hupfer sichtlich erbost, nachdem im Landesparlament eine Koalition verkündet wurde, die vorher ausgeschlossen worden war. "Wenn Politiker ihre Wahlversprechen nicht halten, muss man sie vor Gericht bringen können, wo ihnen das Amt einfach aberkannt werden kann!"

Begründung: Ja, wir wollen halt freie, verantwortungsbewusste Bürger und da sollten die Politiker mit guten Beispiel voran gehen.

Aufgabe: Staatssekretäre
Ein Sprecher Ihrer Regierung hat vorgeschlagen, fünfzig weitere Staatssekretäre zuzüglich Assistenten und Fahrern einzustellen.

Entscheidung: "Wir können dankend darauf verzichten, Regierungspropaganda aus eigener Tasche zu bezahlen!" ärgert sich Hans-Jörg Mittermann vom Verein der Steuerzahler. "Dieser Plan kann nur von Jemand ausgeheckt werden, der schmerzhafte und ungerechte Maßnahmen im Sinn hat und die Bürger dafür weichklopfen will. Staatssekretäre sind nur für die Regierung selbst, aber nicht für den Staat von Nutzen, daher sollten wir ganz auf sie verzichten!"

Begründung: Das war aus dem Bauch herraus und nach eigenen Gutdünken, aber ich denke, dass es trotzdem passt. Politik sollte nicht so unverständlich sein, dass die Politiker Gehilfen benötigen, die dem Volk erklären, was der Politiker eigentlich meint. Wir sind hier ja nicht bei den Stoibers. Lachweg

--------------------------------------------------

Quartal 17
*Winter*

Haushaltsänderung
Kapitalsteuern [?] 0%
Erwerbssteuern [?] 0%
Verbrauchssteuern 0%
Zölle -8%
Nominalzins [?] 0%
Geldmenge 0%
SQ-Verwaltung 0%
SQ-Justiz 0%
SQ-Bildung -8%
SQ-Familie -8%
SQ-Grundeinkommen 0%
SQ-Wohlfahrt -5%
SQ-Renten -8%
SQ-Umwelt -8%
SQ-Gesundheit -8%
SQ-Verteidigung 0%
SQ-Subventionen -8%
SQ-Sonstiges -8%

Begründung: Also erstmal habe ich überflüssige Ausgaben (im Sinne des angestrebten Minimalstaates) gesenkt und das werde ich auch die nächste Zeit erstmal so weiter machen, bis ich eine positive Bilanz habe. Ach, ja zusätlich habe ich schon mal begonnen meine Zölle zu senken, weil FreeChicago zollfrei werden soll. Freihandel ist eines der Ziele, die sich die Chicagoer Schule ganz oben mit auf die Fahnen geschrieben hat. Hier würde ich gerne wissen, ob jemand weiß, ob ich Bildung und Familie wirklich senken sollte. Also im Sinne der Chicagoer Schule. Ich habe meine Zweifel, weil Bildung soll zwar auf Privaten Schulen sein, aber eben mit Bildungsgutscheinen, sprich steuerlich finanziert. Und Familie darunter stelle ich mir Unterstützung für Eltern vor und ich bin mir eben nicht ganz sicher, wie die Chicagoer Schule dazu stand und so lange noch Rente gezahlt wird, könnte man durch Familienunterstüzung die Rentenungerechtigkeit wahrscheinlich halbwegs ausgleichen. Obwohl da bin ich mir wiederum 100% sicher, dass die Chicagoer Schule solche Ausgleichspielchen nicht leiden kann.

--------------------------------------------------

Quartal 18

Aufgabe: Volljährigkeit
Eine progressive Partei fordert ein früheres Alter zur Volljährigkeit.

Entscheidung: "Die heutige Jugend gelangt immer früher zu geistiger und charakterlicher Reife." glaubt Gudrun Hohlgrebe, Generalsekretärin der besagten Partei. "Und je früher sie mit den Rechten und Pflichten des Erwachsenseins betraut sind, desto eher können die Jugendlichen auch Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Volljährigkeit ist unserer Meinung nach schon mit fünfzehn Jahren gegeben, wenn auch die Geschlechtsreife abgeschlossen ist."

Begründung: Verantwortung kann man lernen und umso eher man damit anfängt umso besser.

Aufgabe: Zinsangleichung
Ein einflussreicher linker Politiker behauptet, die Banken seien eine gigantische Umverteilungsmaschinerie von Arm nach Reich.

Entscheidung: "Was soll der Blödsinn?" fragt Richard de Montaine ungläubig, ein wohlhabender Bankier, während ihm der Chauffeur die Tür zu seinem Rolls Royce aufhält. "Wovon da geredet wird, sind schlichtweg Preise, und die gestalten sich nach den Gesetzen des Marktes. Ein gesetzlicher Eingriff wäre da verheerend für die Banken und ihre Kunden. Wenn ein Kredit für einen Geringverdiener teuer ist, dann wegen seiner schlechten Bonität. Bei schlechteren Zinssätzen würde er wegen des Risikos gar keinen Kredit bekommen!"

Begründung: Der Markt regelt es eben immer noch am besten. Außerdem Vertragsfreiheit.


Wannabe
09.12.2008 16:44
Find all posts by this user Quote this message in a reply
xaoc
bombenleger *boom*
***


Posts: 5,720
Words count: 649,817
Group: VIP
Joined: Aug2008
Status: Offline
Reputation: 134
Experience: 888
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #2
RE: Geschichte von FreeChicago

sei vorsichtig mit sq-senkungen. es mag zwar sein dass du z.b. sq-bildung senkst weil deiner meinung die bildung nach gesetzen des marktes gewährleistet werden sollte, aber das heißt nicht dass wenn du bei ar die bildungsausgaben senkst dies durch die bürger in eigeninitiative ausgeglichen wird, es heißt nichtmal dass es dann mehr privatschulen gibt. kommt alles darauf an wie ar das ganze simuliert, und das weißt du ja nicht. im endeffekt könnte es so enden dass in die leute in deinem staat einfach dümmer werden. dein plan ist ja das system zu ändern, aber sq-veränderungen ändern nur die ausgaben aber nicht zwangsweise das system.


den klugen kann man überzeugen, den dummen muß man überreden

"Schau du lieber das dich nicht verschreibst " - ein forum-user
09.12.2008 19:54
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Sheep
Admin
******


Posts: 13,199
Words count: 691,655
Group: Admin
Joined: Jan2008
Status: Offline
Reputation: 252
Experience: 5731
Glory Points: 195
Medals: 8

Post: #3
RE: Geschichte von FreeChicago

Wer über die Chicagoer Schule diskutieren will, findet den passenden Thread unter:

http://forum.ars-regendi.com/chicagoer-s...-3774.html


10.12.2008 13:56
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Wannabe
Posting Freak
***


Posts: 1,362
Words count: 169,444
Group: VIP
Joined: Jul2008
Status: Offline
Reputation: 29
Experience: 238
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #4
RE: Geschichte von FreeChicago

Quartal 19
*Sommer*

Aufgabe: Biblische Rache?
Studien haben belegt, dass die Rückfallquote unter Kapitalverbrechern bei 80% liegt, ein Wert, der nur als Versagen der Exekutive gedeutet werden kann. Es gibt eine Reihe von Vorschlägen, wie diese Quote verringert werden soll.

Entscheidung: "Man muss das Übel bei der Wurzel packen!" doziert Soziologieprofessor Steven Berg. "Zum Verbrecher wird jemand, der nichts mehr zu verlieren hat. Sorgt dafür, dass alle Menschen die gleichen Chancen erhalten und niemand durch das Soziale Netz fallen kann. Ein höherer Bildungsstand, gesunde Familienverhältnisse und Perspektiven auch für Geringqualifizierte werden dafür sorgen, dass Verbrechen fast völlig aus unserer Gesellschaft verschwinden!"

Begründung: Bauchgefühl. Es geht ja nicht darum härtere Strafen zu verhängen oder die Gefängnisse zu füllen, sondern darum dass sich die Bürger gegenseitig tolerieren und dass es nach Möglichkeit kaine Kriminalität mehr gibt.

Aufgabe: Polizeiausrüstung
Vertreter der Polizei beklagen die mittlerweile in die Jahre gekommene Ausrüstung, und fürchten, ihren Aufgaben damit nicht mehr gerecht werden zu können.

Entscheidung: "Jetzt völlig überstürzt in blinden Aktionismus zu verfallen und Unsummen für modernen Schnickschnack auszugeben, wäre ineffizient!" wirft Hanna Radebrecht ein, Politikerin auf Landesebene. "Wir sollten das Budget moderat anheben und genau prüfen, welche Anschaffungen wirklich notwendig sind. Zumal unsere Präventivmaßnahmen ohnehin schon gute Erfolge zeitigen."

Begründung: Der achtsame Umgang mit Steuern ist einerseits richtungsweisend gewesen, aber andererseits auch die Verpflichtung des Staates Menschen vor Menschen zu schützen. Dafür zu sorgen, dass alle anerkennen, dass die Grenzen der eigenen Freiheit dort sind wo die Freiheit der anderen eingeschränkt wird. Dazu bruacht man eine gutausgerüstete Polizei.


Wannabe
10.12.2008 17:24
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Wannabe
Posting Freak
***


Posts: 1,362
Words count: 169,444
Group: VIP
Joined: Jul2008
Status: Offline
Reputation: 29
Experience: 238
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #5
RE: Geschichte von FreeChicago

Quartal 20
*Herbst*

Aufgabe: Kündigungsschutz
Der gesetzliche Kündigungsschutz gerät immer wieder in den Fokus der Politik.

Entscheidung: "Der beste Kündigungsschutz für einen Arbeitnehmer ist Leistung!" meint Dietmar Handt, ein hochrangiger Vertreter von Arbeitgeberinteressen. "Würden alle gesetzlichen Vorschriften zur Kündigung wegfallen, wäre dies eine ausgezeichnete Motivation für Unternehmer, Arbeitskräfte einzustellen und neue Investitionen zu tätigen, und damit das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit."

Begründung: Vertragsfreiheit! Kündigungsschutz können die Mitarbeiter gerne im Arbeitsvertrag mit aufnehmen, wenn sie das wünschen und beide Parteien damit einverstanden sind. Aber wenn man bestimmte Klauseln per Gesetz verpflichtend festlegt, dann verhindert man bloß, dass Verträge zustande kommen, die eigentlich zustande gekommen wären. Es ist ein Skandal, wenn ich wegen des gesetzlichen Kündigungsschutzes keinen Job bekomme, obwohl ich gar keinen Kündigungsschutz wünsche.

Aufgabe: Fremdsprachenpflicht
Dinglisch hat sich in den letzten Jahrzehnten als die führende Sprache in Wissenschaft, Ökonomie und Technik herauskristallisiert.

Entscheidung: ***VOLKSENTSCHEID*** "Wir sollten die Kinder in der Tat so früh wie möglich an Dinglisch heranführen." meint Iris Kerbel, Sozialpädagogin im Ruhestand. "Aber nicht als alleinige Pflichtsprache. Als eigenes Unterrichtsfach, früher begonnen und in häufigerer Frequenz als jetzt, sollte es vollkommen ausreichend sein. Und natürlich als Pflichtfach in Abschlussprüfungen."

Begründung: Wie besprochen. Die Entscheidung über das Ausmaß der allgemeinen Bildung soll auf demokratischen Weg getroffen werden. Ich hätte mich aber vermutlich auch so entschieden, aber es gab noch eine Möglichkeit, die mir gefiel. Das war die erste mit dem das Dinglisch sozu sagen zur neuen zweiten Muttersprache gemacht wird, allerdings ist es auch etwas übertrieben Dinglisch als einzige Schulsprache zu zulassen. Ist schon alles gut so wie mein kluges Volk entschieden hat.


Wannabe
11.12.2008 16:51
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Wannabe
Posting Freak
***


Posts: 1,362
Words count: 169,444
Group: VIP
Joined: Jul2008
Status: Offline
Reputation: 29
Experience: 238
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #6
RE: Geschichte von FreeChicago

So dann wollen wir mal die letzten 4 Quartale nachholen:

Quartal 21
*winter*

Haushaltsänderung

Kapitalsteuern [?] 0%
Erwerbssteuern [?] 0%
Verbrauchssteuern 0%
Zölle -8%
Nominalzins [?] 0%
Geldmenge 0%
SQ-Verwaltung -8%
SQ-Justiz 0%
SQ-Bildung 8%
SQ-Familie 8%
SQ-Grundeinkommen [?] 0%
SQ-Wohlfahrt 0%
SQ-Renten -8%
SQ-Umwelt -8%
SQ-Gesundheit -8%
SQ-Verteidigung 0%
SQ-Subventionen -8%
SQ-Sonstiges -8%

Begründung: Ich habe überflüssige Ausgaben (im Sinne des angestrebten Minimalstaates) gesenkt. Allerdings habe ich Familie und Bildung gesteigert wegen der Tipps vom letzten mal und ich habe die Wohlfahrt nicht gesenkt, weil die Wohlfahrt schon nahe am Existenzminimus ist und niemand verhungern soll. Obwohl die Chicagoer Schule noch zwischen Arbeitslosen und Bedürftigen unterscheiden würde und wer arbeitslos ist ist zwar häufig auch bedürftig, aber nicht zwangsläufig. Wenn Michael Schumcher arbeitslos würde, wäre er es zum Beispiel nicht. Zumindest gehe ich mal stark davon aus, dass er sich auch was zurückgelegt hat. Sollte er natürlich nichts haben, womit er sich Essen kaufen kann, dann würde er bekommen wie jeder andere Bedürftige.

--------------------------------------------------

Quartal 22
*Frühling*

Aufgabe: Zuwanderung
Nicht nur Rechtsextreme vertreten die Ansicht, dass eine strengere Kontrolle der Zuwanderung, vom Asylrecht abgesehen, erfolgen müsse.

Entscheidung: "Der Wirtschaft zu unterstellen, dass sie bei unbeschränkter Zuwanderung eigene Mitarbeiter nicht mehr fördern würde, ist kurzsichtig!" beschwert sich Siegmund von Lahnbein, Mehrheitsaktionär einer Zuliefererfirma und Bewohner des außerhalb gelegenen Villenviertels von Chicago City. "Im Gegenteil sichern qualifizierte Zuwanderer heimische Arbeitsplätze, da wir so die Produktion im Lande halten können. Außerdem sind Zuwanderungsbeschränkungen ethisch bedenklich, daher gehören sie ganz abgeschafft!"

Begründung: "Nicht die Immigranten sind das Problem sondern der Sozialstaat." (weiß jetzt leider nicht genau aus welchen Buch ich diese These übernommen habe, aber ich glaube, dass es aus "Der Weg zur Knechtschaft" von F. A. von Hayek ist. Also einem Anhänger der Östereichischen Schule, was aber nichts macht, weil sich die Ostereichische und die Chicagoer Schule in vielerlei hinschit überschneiden. Dass es aus dem Buch ist, dafür spricht, dass Hayek in dem Buch beschreibt warum der Sozialismus zum Nationalsozialismus führt. Und das ist halt ein Grund: Der Sozialstaat lockt faule Ausländer an, da aber die Menschen nicht erkennen, dass der Sozialstaat die Quelle des Problems ist, erklären sie das Symptom - die Immigranten - zum Problem. Im Grunde genommen so verstehe ich das Buch führt der Sozialismus deswegen zum Nationalsozialismus, weil der Nationalsozialismus die gleichen Werte hat, aber in der Praxis besser funktioniert.) Ohne den Sozialstaat wäre alles kein Problem, dann wäre die Immigration, weil auch die Motive ähnlich wären, nichts anderes als wenn ein fremdes Unternehmen seine Fabrik im Ausland bauen würde: Die Bürger des Einwanderungslands könnten nur davon profitieren. Zum Beispiel, weil sie einen Steuerzahler und Konsumenten mehr haben. Außerdem kommt natürlich noch hinzu, dass man die individuelle Freiheit betont. In diesem Zusammenhang ist vielleicht zu sagen, dass die Chicagoer Schule das Individuum und nicht den Staat betont. (So versuchte Friedman eigentlich den Freihandel zu begründen. Es ginge nicht um Staaten die mit einander handeln, sondern um Individuen, die mit einander handeln.) Ich sehe es hier ähnlich. Der Ausländer der in Deutschland leben will ist ein Individuum und kein Staat. Es geht nicht darum, dass die Türkei die Abtretung von Gebieten Deutschlands an die Türkei verlangt, sondern es geht um einen Türken, der sich nicht ausgesucht hat Türke zu sein, der in Deutschland leben möchte. Warum sollte ein Deutscher eher das Recht haben in Deutschland zu leben als ein Türke. Beide sind Menschen und es fehlt einfach an einer Rechtfertigung.

--------------------------------------------------

Quartal 23
*Sommer*

Aufgabe: Interviews
Die Tatsache, dass Politker sich sowohl die Journalisten wie auch die Fragen, die sie stellen, aussuchen dürfen, sei nach Ansicht einiger Bürgerverbände hochgradig undemokratisch.

Entscheidung: "Es ist in der Tat bedenklich, wenn bei einer Pressekonferenz Hinz und Kunz seltsame und unberechenbare Fragen stellen." pflichtet Reginald Samson bei, ein Mitglied des Rundfunkrates. "Wenn aber einmal im Monat eine Interviewpflicht für jeden Volksverteter besteht, unvorbereitet und ohne Absprachen, mit einem Journalisten der öffentlich-rechtlichen Medien, dann wäre dem Volkswillen sicherlich Genüge getan!"

Begründung: Als Volksvertreter sollte man schon bereit sein die Fragen des Volkes zu beantworten. Meine Meinung! Was aber die Chicagoer Schule dazu sagen würde und ob sie überhauot was sagen würde, weiß ich nicht

Aufgabe: Post
Einige Konzerne sind sehr daran interessiert, die Post vollständig zu privatisieren.

Entscheidung: "Dass der Staat ein Monopol auf die Zustellung von Briefen für sich in Anspruch nimmt, ist in höchstem Maße wettbewerbsfeindlich!" glaubt Oliver Pingrupp, ein wohlhabender Unternehmer, der gerne auf dem Markt einsteigen würde. "Private Unternehmen können viel kostengünstiger anbieten und der Service ist besser. Daher muss der Markt geöffnet und die staatliche Post zerschlagen werden!"

Begründung: Natürlich kann der Markt das besser.

--------------------------------------------------

Quartal 24
*Herbst*

Aufgabe: Kapitaleinkünfte
Neoliberale Gruppierungen sind der Ansicht, dass Einkommen aus Zinsen und Wertpapieren steuerfrei sein sollten.

Entscheidung: "Wer Aktien erwirbt, investiert in die Wirtschaft. Wer sein Geld verleiht, ermöglicht Anderen Konsum oder Investitionen." doziert Hilbert von Alertsheim, Vorstand der größten Börse des Landes, und rückt einen goldenen Manschettenknopf zurecht. "Daher sollte es einen höheren Anreiz geben, sein Kapital sinnvoll einzusetzen, zum Wohle der Wirtschaft. Außerdem wurden die Einkommen, mit denen jemand Wertpapiere erwirbt, bereits versteuert. Es ist daher ungehörig, erneut eine Steuer zu erheben. Wenn wir darauf verzichten, wird die Wirtschaft boomen wie nie zuvor!"

Begründung: „Die soziale Verantwortung eines Unternehmens ist es, den Profit zu erhöhen.“ (Milton Friedman) und die soziale Verantwortung des Staates ist es ein unternehmerfreundliches Klima zu schaffen.

--------------------------------------------------

Quartal 25
*Winter*

Haushaltsänderung

Kapitalsteuern [?] 0%
Erwerbssteuern [?] 0%
Verbrauchssteuern 8%
Zölle -8%
Nominalzins [?] 0%
Geldmenge 0%
SQ-Verwaltung -8%
SQ-Justiz 0%
SQ-Bildung 0%
SQ-Familie 0%
SQ-Grundeinkommen [?] 0%
SQ-Wohlfahrt 0%
SQ-Renten -8%
SQ-Umwelt -8%
SQ-Gesundheit 0%
SQ-Verteidigung 0%
SQ-Subventionen -8%
SQ-Sonstiges -8%

Begründung: Ich habe überflüssige Ausgaben (im Sinne des angestrebten Minimalstaates) gesenkt. Allerdings habe ich Gesundheit, Familie und Bildung verschont, um größere Probleme zu vermeiden. Außerdem habe ich die Verbrauchsteuern erhöht, um dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts schneller näher zu kommen. Tratzdem habe ich aber an der Senkung des Zolls (im Sinne des Freihandels) festgehalten.


Wannabe
16.12.2008 22:39
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Wannabe
Posting Freak
***


Posts: 1,362
Words count: 169,444
Group: VIP
Joined: Jul2008
Status: Offline
Reputation: 29
Experience: 238
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #7
RE: Geschichte von FreeChicago

hihi. Aufarbeitung... Hehe

Quartal 26
*Frühling*

Aufgabe: Echolon
Im Grenzgebiet eines Nachbarstaates hat das mächtige Makreich ein Gelände erworben und dort ein gigantisches Abhörzentrum errichtet.

Entscheidung: "Mir hat bis jetzt nur das Wort Bombardieren gefallen." meint Tomislav Darmstett, ein General der Luftwaffe. "Diese Abhörstation ist der Gipfel der Frechheit, und Makreich muss ein für alle Mal seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Sonst mutieren wir zum Hampelmann der Weltgeschichte. Eine mittelgroße konventionelle Bombe reicht aus, um dieses Spionagezentrum in einen tiefen Erdkrater umzuwandeln!"

Begründung: Die Aufgabe des Staates ist es die Menschenrechte der Bürger zu schützen und eine solche Einschränkung der Privatsphäre verhindert meiner Meinung nach ein würdevolles Leben.

--------------------------------------------------

Quartal 27
*Sommer*

Aufgabe: Phishing
Die Mehrheit der Aktionäre von Kreditinstituten bemängelt, dass den meisten Phishingopfern von den Banken der Verlust zurückerstattet wird.

Entscheidung: "Dann verabschieden sich die meisten Leute vom Onlinebanking und horten ihre Ersparnisse unter der Matratze. Mit allen negativen Konsequenzen für die Wirtschaft." befürchtet das Aufsichtsratmitglied eines Bankkonzerns, das namentlich nicht genannt werden möchte. "Die Regierung muss etwas unternehmen, und das geht nur, indem die Länder, in die das gestohlene Geld transferiert wird, massiv unter Druck gesetzt werden. Sei es durch ein Embargo, oder notfalls mit härteren Maßnahmen!"

Begründung: Die Aufgabe der Regierung ist es Kriminalität zu unterbinden. Obwohl ich im Nachhinein sagen muss, dass man eventuell als Chicagoer auch eine selbstverantwortlichere Lösung(vorsichtiger mit seinen Daten umgehen und nicht überall angeben) hätte begrüßen können. Eine wirklich schwierige Entscheidnug muss ich im Nachhinein sagen. Die wahrscheinlich selbst unter Vertretern der Chicagoer Schule eine Geschmacksfrage ist.

--------------------------------------------------

Quartal 28
*Herbst*

Aufgabe: Lobbyismus
Bürgerverbände sehen im Lobbyismus eine Unterwanderung der Demokratie zum Schaden der Wirtschaft und der Bürgerrechte.

Entscheidung: "Große Verbände, vor allem Konzerne, bearbeiten Abgeordnete und Beamte nach allen Regeln der Kunst, um sie zu Gesetzgebungen und Entscheidungen in ihrem Interesse zu bewegen." stellt Alexandra Uebermuth fest, Sprecherin einer Bürgerinitiave für mehr Demokratie. "Die Entscheidungsträger haben aber im Sinne des Volkes zu handeln, und somit dürfen sie nicht von Lobbys beeinflusst werden. Daher muss jeder Umgang mit Lobbyisten Tabu sein, und bei Verstoß müssen beide Seiten schwer bestraft werden. Offizielle Anhörungen von Interessensverbänden sollten nur mit Einbezug der Öffentlichkeit erlaubt sein!"

Begründung: Ja, man will halt keinen Lobbyismus. Man will ja eigentlich, dass sich die Politik so weit zurückzieht, dass es gar keine Möglichkeiten mehr für den Lobbyismus gibt.

So das reicht für heute!


Wannabe
15.01.2009 00:11
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Wannabe
Posting Freak
***


Posts: 1,362
Words count: 169,444
Group: VIP
Joined: Jul2008
Status: Offline
Reputation: 29
Experience: 238
Glory Points: 0
Medals: 0

Post: #8
RE: Geschichte von FreeChicago

FreeChicago ist Geschichte. Leider bin ich heute an meiner mangelnden Gesundheitspolitik gescheitert und bin friedlich durch meinen Tod im Alter von 59 Jahren entmachtet worden.

Wir haben inzwischen Quartal 118 also da hätte ich einiges aufzuholen, wenn ich die Geschichte noch vervollständigen wollte. Mal sehen, vielleicht habe ich ja doch irgendwann Zeit und Lusten.


Wannabe
20.03.2009 10:35
Find all posts by this user Quote this message in a reply
Post Reply  Post Thread 

Possibly Related Threads...
Thread: Author Replies: Views: Last Post
  Geschichte zweier Staaten - FreeCapital & United Russia jBartz 0 1,287 09.05.2009 22:09
Last Post: jBartz
  Geschichte eines Staates: LAmerika AZOTH 48 8,054 10.03.2009 23:51
Last Post: optimus rex
  Die Geschichte Vinci's Lord Nikon 0 938 13.12.2008 16:06
Last Post: Lord Nikon
  Die Geschichte eines Staates: Luxembourg Zumwinkel 97 17,287 13.11.2008 17:30
Last Post: fleischidambach
  Die Geschichte eines Staats DuftvonFaeulnis 56 8,939 18.06.2008 16:04
Last Post: Sheep

View a Printable Version
Send this Thread to a Friend
Subscribe to this Thread | Add Thread to Favorites

Forum Jump: