Schau mal einer guck. Ein Zufallsfund. Umso bemerkenswerter, als ich mir heute noch Ayn Rands "For the New Intellectual" auf die Bestellliste gesetzt habe, das zwei Jahre vorher erschien und die gleiche Stoßrichtung aufweist. Und ungeheuerlich, wie diese Stimmen, die fünfzig Jahre zuvor schon die groteskesten Auswüchse vorwegzunehmen scheinen, so ungehört blieben konnten im medial-gesellschaftlichen Rauschen und Tosen der Frankfurter Schule.

Gehlen kritisiert in bisweilen polemischer Form die in unterschiedlichen Epochen wirkenden Intellektuellen, deren gesinnungsethische Ansprüche nicht einlösbar und verantwortlich überprüfbar seien und denen es an Realitätsbezug mangele. Sie seien Propagandisten des Humanitarismus. Die Moralhypertrophie sei die Herrschaftsideologie der „Mundwerksburschen“, die sich so „für den ihnen fehlenden Zugang zu den Sachen durch Humanitarismus schadlos halten.“ Auch genau das, was ich in letzter Zeit mehrfach zum Ausdruck bringen wollte.