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2 Votes - 4.5 Average   Neulingsfragen

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Post: #831
RE: Neulingsfragen

Errror42 Wrote:
1. Nochmal anders formuliert: Das Ziel ist, dass der Regent so alt wie möglich wird. [...]

Aslan1990 Wrote:
Ziel des Spiels ist Unterschiedlich [...]

Danke fĂŒr deine ausfĂŒhrlichere ErlĂ€uterung. Ich glaube man kann auch anders sagen, dass es keine wirklichen Spielziele gibt - Das heißt außer denen, die sich ein Spieler selbst definiert. Ich habe aber das GefĂŒhl, dass Errror42 damit sagen wollte, dass das obige sein persönliches Spielziel ist. Neben einer möglichst glĂŒcklichen Bevölkerung habe ich das als Neuling damals auch angestrebt.

Nun aber zur Frage.

Errror42 Wrote:
Ist es dafĂŒr egal, wie hoch die Gesundheit am Anfang ist, weil nur die spĂ€ter zĂ€hlt?

Nein. Die Gesundheit deines Regenten verhĂ€lt sich da realistisch. Wer frĂŒh investiert, wird eine höhere Lebenserwartung haben. War die Gesundheitsversorgung in den frĂŒhen Jahren jedoch schlecht, macht sich das im hohen Alter dann natĂŒrlich bemerkbar.

Errror42 Wrote:
3. LĂ€sst sich mit dem Nominalzins aber nicht ausrechnen.

Das ist richtig. Wie der Hilfetext zum Nominalzins schon sagt, ist der Nominalzins ein genereller Indikator fĂŒr Zinsen in deinem Staat, setzt sich aber aus verschiedenen Faktoren zusammen. (Steigt der Nominalzins, werden also die Zinszahlungen des Staates mit der Zeit steigen und umgekehrt)

Da ein Staat Kredite zu unterschiedlichen Konditionen aushandelt, gibt es keinen einheitlichen Wert der irgendwo angezeigt wird. Letztlich wĂ€re das auch nur ein Durchschnittswert, den man zwar irgendwo stumpf platzieren könnte, aber spieltechnisch leider nichts dazugewinnen wĂŒrde.


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This post was last modified: 30.09.2020 09:02 by MrProper.

30.09.2020 00:06
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Errror42
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Post: #832
RE: Neulingsfragen

Genau, ich meinte angenommen, ein möglichst hohes Alter wÀre das Ziel. WÀre die Gesundheit am Anfang egal gewesen, hÀtte man so ein paar Rentner verlieren können.

Quote:
Du musst auch aufpassen dass er nicht vor seiner Zeit ablebt, weil er umgebracht wurde. Ansonsten kann er noch geputscht werden und der Staat ist exitus oder ganz einfach: Du wirst abgewÀhlt.

Ja, das ist erstmal die Schwierigkeit ^^

Das mit den Weltstaaten hatte ich schon vergessen oder war neu. DĂŒrfte sehr schwierig sein nicht-Industriemacht.

Quote:
Zinsrechnung? Ich bin raus...

Bloß das eine mal das andere

Quote:
Da ein Staat Kredite zu unterschiedlichen Konditionen aushandelt, gibt es keinen einheitlichen Wert der irgendwo angezeigt wird.

Mein Staat hat eine Schuldenquote von -5,82%, Nominalzins von 9,69% und bekommt 5% Zinsen. Das ist sehr viel weniger. Wieso die hohe Differenz?


Ich habe grundlegende Fragen zur Geldmenge und dem Zins.

Erstmal: Die Geldmenge Àndert sich nicht von allein, richtig? Also auch, wenn man den Zins senkt, erhöht sich nicht die Geldmenge?

Wenn ich die Geldmenge erhöhe, mĂŒsste ja der Zins sinken. Wenn der Zins nicht sinkt, ist die Wirtschaft dann so gut, dass sie trotz der gestiegenen Geldmenge einen hohen Zins möchte?

Wenn ich den Zins senke, obwohl er eigentlich höher sein wĂŒrde, wĂ€re das dann schlecht fĂŒr die Wirtschaft?

Wenn der Zins hoch ist, sollte man die Geldmenge erhöhen, damit genug Geld im Umlauf ist?

Die Fragen deshalb, weil ich in meinen Staaten einen sehr hohen Zins habe. Die Arbeitslosigkeit ist auch sehr niedrig. Die Inflation ist hoch, ich habe die Geldmenge immer stark erhöht. Ich habe gelesen, dass der Zins so niedrig wie möglich sein sollte, damit billig investiert werden kann. Glaube dem aber nicht.

15.10.2020 18:42
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Post: #833
RE: Neulingsfragen

Errror42 Wrote:
Mein Staat hat eine Schuldenquote von -5,82%, Nominalzins von 9,69% und bekommt 5% Zinsen. Das ist sehr viel weniger. Wieso die hohe Differenz?

Gegenfrage: Warum sollten private Banken ihre Gewinne 1 zu 1 an den Staat weitergeben?

Errror42 Wrote:
  • Erstmal: Die Geldmenge Ă€ndert sich nicht von allein, richtig?
  • Also auch, wenn man den Zins senkt, erhöht sich nicht die Geldmenge?
  • Wenn ich die Geldmenge erhöhe, mĂŒsste ja der Zins sinken. Wenn der Zins nicht sinkt, ist die Wirtschaft dann so gut, dass sie trotz der gestiegenen Geldmenge einen hohen Zins möchte?
  • Wenn ich den Zins senke, obwohl er eigentlich höher sein wĂŒrde, wĂ€re das dann schlecht fĂŒr die Wirtschaft?
  • Wenn der Zins hoch ist, sollte man die Geldmenge erhöhen, damit genug Geld im Umlauf ist?

An dieser Stelle zitiere ich mal das FAQ:

Sheep Wrote:
Welche Auswirkungen hat der Nominalzins?

Der Nominalzins steht hier fĂŒr den Leitzins, den Sie selbst im Rahmen Ihres Einflusses bestimmen können, zuzĂŒglich von selbstĂ€ndigen MarkteinflĂŒssen. So ein Markteinfluss kann eine hohe Geldmenge sein: Wenn Geld reichlich vorhanden, also dessen Angebot groß ist, verringert sich dessen Preis, also der Zins. Das greift auch umgekehrt: wenn Sie den Preis fĂŒr Geld, also den Zinssatz verĂ€ndern, wird dadurch auch die Geldmenge verĂ€ndert. In der Regel zieht eine Verringerung des Zinses mehr Investionen nach sich, da Kredite billiger werden, aber mit der Geldmengensteigerung steigt tendenziell auch die Inflation im Lande.

Passen sich Budgets, Nominalzins und Geldmenge an die Inflation an?

Die Staatsausgaben werden in der Tat von der Inflation mitbeeinflusst. Wenn die Produkte, die beispielsweise fĂŒr das Bildungswesen wichtig sind, teurer werden, erhöhen sich auch automatisch die Bildungsausgaben. Das gleiche gilt auch fĂŒr die Rentenzahlungen, die leicht unterproportional an die Inflation gekoppelt sind. Nominalzins und Geldmenge werden nicht durch die Inflation beeinflusst.


Ich weiß, dass das deine Fragen nur teilweise beantwortet. Langsam kommen wir aber in einen Bereich, in dem es nicht mehr um grundlegendes VerstĂ€ndnis geht, sondern darum, dass du die Mechanismen/Effekte des Spiels im Detail aufgeschlĂŒsselt haben willst. Klar könnte ich dir das beantworten, werde ich aber nicht machen. Zum Reiz dieses Spiels gehört auch, dass dem Spieler bewusst nicht alle Informationen prĂ€sentiert werden und er selbst Dinge erforscht. Diese Möglichkeit möchte ich dir nicht nehmen.


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16.10.2020 07:02
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Post: #834
RE: Neulingsfragen

Kann mir mal einer den Unterschied zwischen Anarchosyndikalismus und Planwirtschaft erklÀren?

LĂ€uft das nicht quasi aufs selbe hinaus?

Abgesehen davon dass beim Anarchosyndikalismus die Mitarbeiter selbst einen Chef/Betriebsrat wÀhlen und bei der Planwirtschaft der Staat als "Mittelsmann" des Volkes dies tut?

Oder sehe ich da was falsch?


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16.10.2020 11:54
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Post: #835
RE: Neulingsfragen

der_typ3 Wrote:
Kann mir mal einer den Unterschied zwischen Anarchosyndikalismus und Planwirtschaft erklÀren?

LĂ€uft das nicht quasi aufs selbe hinaus?

Ganz im Gegenteil. Anarchosyndikalismus reduziert die Bedeutung von Kapital und Staat, und etabliert die Arbeiterklasse als Gegengewicht. Planwirtschaft hingegen ist ein vom Staat gesteuertes Konzept, dass die Bedeutung des Arbeiters nicht steigert (obwohl historisch betrachtet das oft Teil der Propaganda war), sondern hĂ€ufig sogar herabgesetzt hat (Zum Beispiel durch EinschrĂ€nkung der FreizĂŒgigkeit). Bei der Planwirtschaft steht eher die Produktion bestimmter GĂŒter und Förderung von Ressourcen Vordergrund. Man darf bei Planwirtschaft nicht nur an die DDR denken. So ist beispielsweise Kriegswirtschaft, wie im Dritten Reich oder dem Kaiserreich Japan, auch eine Form von Planwirtschaft.


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16.10.2020 13:06
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Post: #836
RE: Neulingsfragen

MrProper Wrote:

der_typ3 Wrote:
Kann mir mal einer den Unterschied zwischen Anarchosyndikalismus und Planwirtschaft erklÀren?

LĂ€uft das nicht quasi aufs selbe hinaus?

Ganz im Gegenteil. Anarchosyndikalismus reduziert die Bedeutung von Kapital und Staat, und etabliert die Arbeiterklasse als Gegengewicht. Planwirtschaft hingegen ist ein vom Staat gesteuertes Konzept, dass die Bedeutung des Arbeiters nicht steigert (obwohl historisch betrachtet das oft Teil der Propaganda war), sondern hĂ€ufig sogar herabgesetzt hat (Zum Beispiel durch EinschrĂ€nkung der FreizĂŒgigkeit). Bei der Planwirtschaft steht eher die Produktion bestimmter GĂŒter und Förderung von Ressourcen Vordergrund. Man darf bei Planwirtschaft nicht nur an die DDR denken. So ist beispielsweise Kriegswirtschaft, wie im Dritten Reich oder dem Kaiserreich Japan, auch eine Form von Planwirtschaft.

Planwirtschaft ist mir schon klar und die Beispiele kenne ich.
Aber Arnachosyndikalismus scheint sich bisher bei noch keinem Beispiel durchsetzen können.

Ich male mir gerade aus, dass Arnachosyndikalismus zu einer großen Mittelschicht fĂŒhrt und langfristig Ober- und Unterschicht in die Mittelschicht aufgesaugt werden. Ich kann mich aber auch irren.
Vielleicht ist es an der Zeit die Reform einfach mal einzufĂŒhren und zu experimentieren. Kopfkratz

Ok aber danke erstmal fĂŒr die Antwort.Daumenhoch


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16.10.2020 13:33
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Errror42
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Post: #837
RE: Neulingsfragen

Quote:
Gegenfrage: Warum sollten private Banken ihre Gewinne 1 zu 1 an den Staat weitergeben?

Die Bank kassiert doch nicht 5%(/50% vom) Gewinn.

"Wenn Geld reichlich vorhanden, also dessen Angebot groß ist, verringert sich dessen Preis, also der Zins."
Hm, ok, das hatte ich bei meinen großen Erhöhungen nicht bemerkt.

Inwiefern die makroökonomische Theorie umgesetzt wurde, ist schon grundlegend. Ich verstehe, dass du nicht alles beantwortest, völlig ok. Aber um das selbst herauszufinden, mĂŒsste ich erstmal 2-3 Staaten durchspielen, nur zum Testen.

Wenn ein höherer Zins zu mehr Geldmenge fĂŒhrt und eine höhere Geldmenge zu niedrigerem Zins, mĂŒsste es sich ja von selbst regulieren Kopfkratz

19.10.2020 18:15
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Errror42
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Post: #838
RE: Neulingsfragen

Kann man irgendwie herausfinden, wie viele ErwerbstÀtige es gibt?

Ich habe es so versucht:
(Erwerbseinkommen - Steuern) / (Nettoeinkommen * 12) = 269 Mio., was nicht stimmen kann

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