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Objektivismus vs Postmoderne

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Malone
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Post: #1
Objektivismus vs Postmoderne

In einer Philo-Gruppe machte sich mal ein mutmaßlicher Postmodernist über den Objektivismus von Ayn Rand lustig:

"A = A! Ernsthaft jetzt?"

Wenden wir Ockhams Rasiermesser - man gehe zunächst von der einfachsten Annahme aus - an, das dem Postmodernisten wahrscheinlich höchst suspekt (Ausdruck von Patriarchat, Machtgedöns, verwerfliche Differenz usw.) ist, dann ist erstmal A = A. Zumindest, solange keine triftigen Gründe - wie empirische Beobachtungen oder die Plausibilität - dagegen sprechen.

Nun, zunächst schien es so, als würden findige Philosophen hinter dem A auch ganz zu Recht, mit ohne oder Anerkennung des A, auch ein B oder C vermuten, was ganz legitim ist und wohl oft seine Berechtigung hatte.

Aber mittlerweile weicht man ein wenig von den berechtigten Einwänden ab und erklärt A a priori für falsch und den Rest des Alphabets inklusive Ziffern und Sonderzeichen für korrekt. Wobei letztere eine besondere Bevorzugung erfahren.

Baudrillard hat letztlich alles zu einer Simulation von Simulationen, einer Mimikry ohne Originale erklärt. Wohlgemerkt als Kennzeichen der Moderne, nicht etwa des mystischen Zeitalters.

So entstand eine willkommene Beliebigkeit, höchst komfortabel für alle, denen stringentes, den Regeln der Logik folgendes Denken viel zu anstrengend ist. Und die sich rein gefühlsmäßig im Recht wähnen.

Die Folgen:

1. Man kann in alles Mögliche das reininterpretieren, was man will. Ein Paradies für Gefühlsjunkies und Moralisten, die nun mittels Dekonstruktion ihre Gegner entlarven und in verwerflichem Licht dastehen lassen können, ohne handfeste Begründungen dafür zu haben.

2. Man muss sich selbst nicht mehr klar ausdrücken. Es gibt ja ohnehin keine Klarheit. Also lässt man die Sprache flottieren, schlau und gebildet klingen, und wird selbst nie angreifbar, da man einen Schwamm nunmal nicht KO schlagen kann.

3. Man kann die Realität negieren und der eigenen Wunschmaschine freien Lauf lassen. Dann flottiert halt auch das Geschlecht - Biologie und Evolution sind eh Teufelswerk -, ein faschistisches Machwerk wie der Koran mutiert zur Aufklärungskampagne. Statistiken wie die zur Lebenserwartung und Säuglingssterblickeit in Afrika sind ebenfalls pfui. Wer nach so etwas fragt, ist - hallo Beliebigkeit - seinem strukturellen Wesen nach Rassist. Naja, eigentlich schon aufgrund der Hautfarbe, solche Fragen muss der Weiße gar nicht erst stellen.


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22.06.2021 01:02
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Bitzoseq
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Post: #2
RE: Objektivismus vs Postmoderne

Wobei man glaube ich nicht alles auf ein triviales A=A herunterbrechen kann, das bedeutet die Vielfalt auf Schwarzweiß zu reduzieren. Ein interessantes Video von Thomas Wangenheim dazu https://youtu.be/pei7zFkzTsk

22.06.2021 20:12
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Malone
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Post: #3
RE: Objektivismus vs Postmoderne

Bitzoseq Wrote:
Wobei man glaube ich nicht alles auf ein triviales A=A herunterbrechen kann, das bedeutet die Vielfalt auf Schwarzweiß zu reduzieren.


Sage ich ja auch nicht.

Quote:
Zumindest, solange keine triftigen Gründe - wie empirische Beobachtungen oder die Plausibilität - dagegen sprechen.


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22.06.2021 20:16
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Nachfrageland
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Post: #4
RE: Objektivismus vs Postmoderne

Jordan Peterson hat vor einer Weile mal angemerkt dass Postmodernisten bzw. postmoderne Neomarxisten alles, und damit auch Logik und das Konzept der Wahrheit selbst, nur als Teil der "westlich-patriarchalischen" Machtstruktur sehen.

Gut für alle anderen. Bisher gibt es nicht einen einzigen Anhaltspunkt, der vermuten lässt, dass das Universum logisch inkonsistent wäre und Widersprüche zulassen würde. Die Grundregeln der Logik wie Identität (A = A) oder Widerspruchsfreiheit (A != !A) wurden noch nie widerlegt.

Sie werden niemals gewinnen.

24.06.2021 11:27
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Bitzoseq
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Post: #5
RE: Objektivismus vs Postmoderne

Apropos, Mathe ist jetzt auch rassistisch nach der kritischen Rassenlehre https://m.bild.de/politik/2021/politik/w...4560109423

24.06.2021 19:51
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