Ich erzähle nun eine Legende,
Die jeder kennt, jedoch nicht ihr wahres Ende.
So schickten sich vor dreitausend Jahren
Die Griechen an, nach Troja zu fahren.
Erobern wollten sie die glorreiche Stadt,
Doch neun Jahre später waren sie matt.
Dank der äußerst hohen Mauern,
Konnte Troja noch Äonen überdauern.
Also zog man sich zurück,
Im Kampfe lag wohl nicht das Glück.

Und ein Jahr später, bei der Erholung am Strand,
Hat Alisseus eine List erkannt.
Denn ihm steckten die Spione,
Dass nun in Merkelos ein Dämon wohne.
Zumindest sei er recht senil,
Denn er wisse nicht mehr viel.
Den Krieg habe er vergessen,
Nichts könne ihn mehr stressen.

So sprach der Fuchs aus Ithaka:
„Allamemnon, diese Chance nehmen wir wahr!
Tun wir so, als wärst Du wahnsinnig,
Nach Griechenleibern blutrünstig,
So dass ich und meine Mannen,
Müssten panisch fliehn von dannen!
Und dann weinen wir vor Trojas Toren,
Alles hätten wir verloren!
Merkelos wird das erweichen,
Und so werden wir erreichen,
Dass er öffnet uns die Pforten,
Uns recht schädlichen Importen!
Achmechilles und die Mehmedonen
meinen auch: Das wird sich lohnen!“

Ziemlich plump war diese List,
Doch Trojas König glaubte jeden Mist.
Zwar warnte ihn sein halber Stab,
Worauf er allerdings nichts gab.
Er beschimpfte diese Leute,
Als gemeine, miese Meute.
Und so gab er den Erlass:
„Lasst sie nur rein, wir schaffen das!“

Wir wissen wohl, was dann geschah,
Selbst dem Dümmsten ist ganz klar:
Verderben brachte diese Lumpenschar!
Troja brannte lichterloh,
Allamemnon war sehr froh,
Und der andre König floh,
Und erdachte sich die Mär,
Dass ein Pferd verantwortlich wär.
Doch das hohle Ross, das gab’s mitnichten,
Es ist nur eine von diesen Geschichten,
Die Loser dann aus Scham berichten.