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Postfaktisch

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dotakhiin
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Post: #11
RE: Postfaktisch

Wer argumentiert hier denn gerade postfaktisch, wenn er linke Positionen in eine etwaige Mitte setzt, die so gar nicht von linken Themen und Ideen dominiert ist und jedem Linken unterstellt, dass er die Grenzen komplett für jeden öffnen will?

Oh, und üüüüübrigens: Verwendet bitte den Begriff Anarchie richtig, sonst gibts Nachhilfe. Pfeif


GeoW Wrote:
Als ob ich der Vandale wäre, der die BRD abreißen würde.


Nietzsche Wrote:

GeoW Wrote:

adder Wrote:
Menschen wollen eigentlich keine Geschenke, sondern die Möglichkeit, selbst für sich zu sorgen.

Nicht jeder ist so sozialisiert wie wir beide. Wink


Gott sei Dank.

05.10.2016 02:05
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Skit
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Post: #12
RE: Postfaktisch

dotakhiin Wrote:
Oh, und üüüüübrigens: Verwendet bitte den Begriff Anarchie richtig, sonst gibts Nachhilfe. Pfeif


Ich befürchte fast, die meisten benutzen den Begriff Anarchie falsch. Wink

05.10.2016 02:29
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GeoW
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Post: #13
RE: Postfaktisch

Hanseat24601 Wrote:
Deine „Argumente“ sind in Wahrheit Ängste:
Du warnst vor dem Islam, dessen Name zwar tatsächlich im arabischen Raum für Verbrechen missbraucht wird, deren Anhänger in Deutschland aber zu 99% das Grundgesetz nicht durch die Scharia ersetzen wollen. Die meisten nun hinzukommenden Flüchtlinge kommen aus Syrien, in dem es Religionsfreiheit gibt. Auch sie wollen also kaum das deutsche Recht abschaffen.


https://www.welt.de/newsticker/news1/art...haria.html

Quote:
Eine Mehrheit der Muslime in der Welt will laut einer Studie die Anwendung des islamischen Gesetzes der Scharia in ihrem Land. Allerdings zeigte die Umfrage zu den 1,6 Milliarden Muslimen weltweit erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, wie das Forschungsintitut Pew bei der Vorstellung der Studie "Religion, Politik und Gesellschaft" erklärte. So bejahten 99 Prozent der Befragten in Afghanistan die Anwendung der Scharia, während es in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan nur acht Prozent waren.


https://www.welt.de/politik/deutschland/...elfte.html

Quote:
Islamisch-fundamentalistische Einstellungen sind unter Einwanderern aus der Türkei weit verbreitet. Der Aussage „Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben“, stimmen laut der Emnid-Umfrage 32 Prozent der Befragten „stark“ oder „eher“ zu. Auch wenn vorausgesetzt werden, dass vielen Befragten nähere Kenntnisse der soziokulturellen Bedingungen des siebten Jahrhunderts fehlen: Ein Drittel der türkischen Migranten hegt demnach eine Sehnsucht nach einer archaisch islamisch geprägten Gesellschaft.

Der Aussage „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe“ stimmen sogar 47 Prozent der Befragten zu. Jeder Zweite bejaht „stark“ oder „eher“ die Einstellung „Es gibt nur eine wahre Religion“. 36 Prozent sind darüber hinaus überzeugt, dass nur der Islam in der Lage ist, die Probleme unserer Zeit zu lösen. In der Begriffsverwendung der Forscher haben jene Befragte, die allen dieser vier Aussagen zustimmen, ein „umfassendes und verfestigtes islamisch-fundamentalistisches Weltbild“. Ihr Anteil liegt bei 13 Prozent.


https://www.welt.de/vermischtes/article1...klich.html

Quote:
So meinen 39 Prozent der Befragten, dass „die Ehefrau dem Mann immer zu gehorchen habe“. 31 Prozent halten Polygamie für akzeptabel. 23 Prozent sind der Überzeugung, dass nach der Scharia gelebt werden solle und und nicht britische Gesetze den Handlungsrahmen vorgeben sollten.

18 Prozent meinen, dass Homosexualität legal sein soll – 52 Prozent sind dagegen. 35 Prozent denken, dass Juden zu viel Macht im Land haben. Fünf Prozent halten Steinigung als Bestrafung für Ehebruch für legitim.


https://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/i...verbreitet

Quote:
„Religiöse Regeln sind wichtiger als säkuläre Gesetze“ - 66%


Skit Wrote:
Damit ist er der ausgefeilten Strategie der AfD gefolgt, möglichst medienwirksam Bullshit zu labern, um Aufmerksamkeit zu generieren, und sich anschließend als missverstandenes Opfer der Lügenpresse echauffieren zu können.

Ich weiß noch, wie ich mir in der Tagesschau anhören durfte, wie eine Journalistin davon sprach, wie die AfD diese total krasse Strategie habe, um mediale Präsenz zu erhalten.

Warum lassen sich die Medien dann von dieser total krassen Strategie der AfD so ausnutzen, wenn sie von dieser total krassen Strategie wissen?

http://www.cicero.de/berliner-republik/m...en-aufgabe

Quote:
Wir waren geradezu beseelt von der historischen Aufgabe“

Am 4. September 2015 beschloss die Kanzlerin die folgenschwere Grenzöffnung. Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo gibt sich selbstkritisch und sagt, dass die Medien zu positiv über die Entscheidung berichtet hätten


GeoW Wrote:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/studie-wie-ueber-fluechtlinge-berichtet-wurde-14378135.html

Quote:
Mehr als 34.000 Pressebeiträge hat ein von Michael Haller geleitetes Projektteam an der Hamburg Media School (HMS) ausgewertet, um zu klären: Wie haben deutsche Medien in den Jahren 2009 bis 2015 über die Flüchtlingspolitik berichtet? Welche Akzente setzten, welche Sichtweisen beförderten, welches Bild von „Willkommenskultur“ zeichneten sie?

...

Mit dem wachsenden Zustrom von Geflüchteten sei die Berichterstattung, welche die Willkommenskultur thematisierte, regelrecht explodiert: Für das Jahr 2015 zählte Haller 19.000 Beiträge, 4.000 mehr zum Thema als in den sechs vorherigen Jahren zusammen. Zwischen Juli und September 2015, als die Flüchtlingskrise ihren Höhepunkt erreichte, hätten einzelne Zeitungen im Durchschnitt sieben entsprechende Beiträge pro Tag gebracht.

Insgesamt seien 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert gewesen, zwölf Prozent rein berichtend, sechs Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert. Reichweitenstarke Medien hätten sich das Motto der Bundeskanzlerin - „Wir schaffen das“ - zu eigen gemacht. Haller zitiert die „Zeit“, die im August 2015 mit „Willkommen!“ titelte.


Ich denke eher, dass die Medien hier eine total krasse unsachlich-emotionale Berichterstattung hervorbringen.


dotakhiin Wrote:
Wer argumentiert hier denn gerade postfaktisch, wenn er linke Positionen in eine etwaige Mitte setzt, die so gar nicht von linken Themen und Ideen dominiert ist und jedem Linken unterstellt, dass er die Grenzen komplett für jeden öffnen will?


Schon gemerkt, dass die CDU-Politkerin Merkel die "Grenzschließungen" seit Beginn an kritisiert und dass die Politik unseres Landes sich immer weiter nach "Links" verschoben hat?

Der "Mainstream" akzeptiert selbst die SED alias Die Linke. Der Mainstream ist beherrscht durch Medien, welche Teile der kruden links-grüne Ideologie kommentarlos propagandiert. Kritiker werden als "Rechte" angesehen.

dotakhiin Wrote:
Oh, und üüüüübrigens: Verwendet bitte den Begriff Anarchie richtig, sonst gibts Nachhilfe. Pfeif


https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

Quote:
Anarchie (altgr. ἀναρχία anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘; Wortbildung aus verneinendem Alpha privativum und ἀρχία archía ‚Herrschaft‘) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche soziale Ordnung wirbt.

Landläufig wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben und vor allem in den Medien häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet. Die tatsächliche Bezeichnung für einen solchen Zustand ist jedoch Anomie.


https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus

Quote:
Es gibt innerhalb des Anarchismus viele teils sehr unterschiedliche Strömungen. Grundsätzlich bedeutet Anarchie die Aufhebung hierarchischer Strukturen – bis hin zur Auflösung staatlicher Organisiertheit der menschlichen Gesellschaft.


Selbst der Nachtwächterstaat braucht Grenzen. Keine Grenzen sind anarchistisch. Wie würdest Du die faktische Aufhebung von Grenzen denn sonst nennen?

05.10.2016 12:04
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dotakhiin
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Post: #14
RE: Postfaktisch

GeoW Wrote:

Skit Wrote:
Damit ist er der ausgefeilten Strategie der AfD gefolgt, möglichst medienwirksam Bullshit zu labern, um Aufmerksamkeit zu generieren, und sich anschließend als missverstandenes Opfer der Lügenpresse echauffieren zu können.

Ich weiß noch, wie ich mir in der Tagesschau anhören durfte, wie eine Journalistin davon sprach, wie die AfD diese total krasse Strategie habe, um mediale Präsenz zu erhalten.

Warum lassen sich die Medien dann von dieser total krassen Strategie der AfD so ausnutzen, wenn sie von dieser total krassen Strategie wissen?

Weil die AfD alle vor sich hertreibt. Das tun sie ziemlich erfolgreich, denn wir haben keinerlei Erfahrung mit Rechtspopulisten, das ist ein neues Phänomen. Die CDU war lange fähig, alle demokratischen Elemente bis an den rechten Rand einzubinden, diese Bindungskraft hat sie verloren, ja, das liegt aber daran, dass die SPD und CDU beide versucht haben, die Mitte komplett einzunehmen, besonders die CDU hat sehr erfolgreich der SPD ihre Themen abgegraben.

Der AfD die Forderungen abjagen, was ja von CDU bis Linke gemacht hat, funktioniert nicht. Sie ignorieren funktioniert nicht. Wir haben keine Erfahrung im Umgang mit Rechtspopulisten, dementsprechend sind sie derzeit häufig in den Medien, was ihnen Aufwind verschafft.
Der richtige Umgang mit der AfD wäre, jedes dümmliche Statement ihrer Funktionäre anständig zu zerlegen, wenn sie denn aber konstruktiv kritisiert, diese Kritik auch anzunehmen, eine vernünftige Alternative anzubieten, sie auf den Straßen nicht unwidersprochen laufen zu lassen. Sich mal mit der AfD richtig auseiandersetzen, anständige Rhetoriker in die Talkshows setzen. Leider haben wir wohl keine mehr bei den etablierten Parteien. Ich trau's Steinmeier, Ströbele, Gysi, Trittin, Steinbrück zum Beispiel zu, dass sie den AfD-Menschen kontra geben könnten. Herr Trittin hat das in einer Talkshow schon eindrucksvoll gemacht, mal schauen, ob ich das noch finde. Große Koalitionen und totschweigen bringt nix. Das treibt ihr noch mehr Stimmen zu. Eine gewisse Polarisierung muss sein. Die Zeit der stabilen Mehrheiten für ein Lager sind halt vorbei.

GeoW Wrote:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/studie-wie-ueber-fluechtlinge-berichtet-wurde-14378135.html

Quote:
Mehr als 34.000 Pressebeiträge hat ein von Michael Haller geleitetes Projektteam an der Hamburg Media School (HMS) ausgewertet, um zu klären: Wie haben deutsche Medien in den Jahren 2009 bis 2015 über die Flüchtlingspolitik berichtet? Welche Akzente setzten, welche Sichtweisen beförderten, welches Bild von „Willkommenskultur“ zeichneten sie?

...

Mit dem wachsenden Zustrom von Geflüchteten sei die Berichterstattung, welche die Willkommenskultur thematisierte, regelrecht explodiert: Für das Jahr 2015 zählte Haller 19.000 Beiträge, 4.000 mehr zum Thema als in den sechs vorherigen Jahren zusammen. Zwischen Juli und September 2015, als die Flüchtlingskrise ihren Höhepunkt erreichte, hätten einzelne Zeitungen im Durchschnitt sieben entsprechende Beiträge pro Tag gebracht.

Insgesamt seien 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert gewesen, zwölf Prozent rein berichtend, sechs Prozent hätten die Flüchtlingspolitik problematisiert. Reichweitenstarke Medien hätten sich das Motto der Bundeskanzlerin - „Wir schaffen das“ - zu eigen gemacht. Haller zitiert die „Zeit“, die im August 2015 mit „Willkommen!“ titelte.


Ich denke eher, dass die Medien hier eine total krasse unsachlich-emotionale Berichterstattung hervorbringen.

Man hat halt damals daran geglaubt, sich mitreißen lassen. Jetzt kommt der Kater danach. War's nach der Wende anders?

GeoW Wrote:

dotakhiin Wrote:
Wer argumentiert hier denn gerade postfaktisch, wenn er linke Positionen in eine etwaige Mitte setzt, die so gar nicht von linken Themen und Ideen dominiert ist und jedem Linken unterstellt, dass er die Grenzen komplett für jeden öffnen will?


Schon gemerkt, dass die CDU-Politkerin Merkel die "Grenzschließungen" seit Beginn an kritisiert und dass die Politik unseres Landes sich immer weiter nach "Links" verschoben hat?

Der "Mainstream" akzeptiert selbst die SED alias Die Linke. Der Mainstream ist beherrscht durch Medien, welche Teile der kruden links-grüne Ideologie kommentarlos propagandiert. Kritiker werden als "Rechte" angesehen.

Och Mensch, das nervt langsam. Ich kann die SED-Keule nicht mehr hören... Vorweg: Ich mag die Linke nicht wirklich, aber sie hat nicht mehr viel mit der SED zu tun, schau dir doch mal bitte die Funktionäre an. Ja, du hast alte SED-Kader. Ja, sind noch ein paar. Wieviele NSDAP-Mitglieder waren denn noch 1960 in allen Parteien? Wir hatten sogar einen Nazi als Bundeskanzler. Bei der AfD ist jede noch so rechte Äußerung okay, "Gründungsphase", "Sturm und Drang, "Provokation", nach links muss aber aufgepasst werden. Das peinlichste Statement dazu war ja nach der Berlinwahl. Die CDU wird eindeutig aus der Regierungsverantwortung rausgewählt und ein CSU-Funktionär schwafelt davon, dass die SPD die Wahl verloren hätte, da ja keine "linke Republik" ausgerufen werden dürfe. Alter, was raucht der? Die Linke in der Regierungsverantwortung ist ziemlich zahm, man schaue in die Länder, in denen sie regiert - bauen die ne Mauer wieder auf, wird da Grundeigentum verstaatlicht, neuer Sozialismus, wo?!

Nun zu den Medien. Es gibt dediziert linke Medien: taz, manchmal die Zeit, Jungle World, neues deutschland, Bahamas. Die Sueddeutsche und der Spiegel sind auch eher links.
Dann gibt's dediziert bürgerlich-rechte Medien: Focus, die Springerpresse (Bild, Welt etc.), junge Freiheit. Die FAZ ist ebenfalls konservativ. Das Medienbild ist nicht "linksgrün-versifft" - bereits zu Anfang der Krise gab es auch kritische Stimmen in FAZ, Welt und sogar in der Zeit. Und wenn du Widerspruch sehen willst, lies mal die Kommentarspalten auf Facebook oder bei den Medien selbst, da ist schon teilweise richtig widerlich-braune Brühe dabei. umpf

Wenn es euch so ankotzt, dass es mehr linke als rechte Zeitungen gibt (stimmt das überhaupt, wer hat denn welche Reichweite?) - dann ändert was, eröffnet eure eigene Redaktion, vertreibt Zeitschriften, macht einen Blog auf, werdet journalistisch tätig. Aber wenn die Leute das nicht lesen, dann fragt euch bitte mal warum. Das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass die Meinung unbequem ist oder ihr die einzigen Realisten seid.

GeoW Wrote:

dotakhiin Wrote:
Oh, und üüüüübrigens: Verwendet bitte den Begriff Anarchie richtig, sonst gibts Nachhilfe. Pfeif


https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

Quote:
Anarchie (altgr. ἀναρχία anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘; Wortbildung aus verneinendem Alpha privativum und ἀρχία archía ‚Herrschaft‘) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche soziale Ordnung wirbt.

Landläufig wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben und vor allem in den Medien häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet. Die tatsächliche Bezeichnung für einen solchen Zustand ist jedoch Anomie.


https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus

Quote:
Es gibt innerhalb des Anarchismus viele teils sehr unterschiedliche Strömungen. Grundsätzlich bedeutet Anarchie die Aufhebung hierarchischer Strukturen – bis hin zur Auflösung staatlicher Organisiertheit der menschlichen Gesellschaft.


Selbst der Nachtwächterstaat braucht Grenzen. Keine Grenzen sind anarchistisch. Wie würdest Du die faktische Aufhebung von Grenzen denn sonst nennen?

Die komplette Aufhebung von Grenzen wäre so, wie ihr es beschreibt, erstmal Chaos, Anomie. Anarchie ist die Absenz, das Überflüssigmachen von Herrschaft und Kontrolle. Sie wird schlicht nicht mehr benötigt. Chaos und Anomie ist das, was die meisten mit Anarchie meinen. Nur, weil Anarchisten staatliche KOnstrukte und Herrschaftsstrukturen auflösen wollen, heißt das nicht, dass sie auf dem Weg dahin alles in Schutt und Asche legen wollen. Wird oft so gesehen, ist aber bullshit, besonders dann, wenn man mal mit Anarchisten - richtigen Anarchisten, wie z.B. mir. - konstruktiv diskutiert. Klar, man provoziert gerne mal mit Riot und plündern und brandschatzen.


GeoW Wrote:
Als ob ich der Vandale wäre, der die BRD abreißen würde.


Nietzsche Wrote:

GeoW Wrote:

adder Wrote:
Menschen wollen eigentlich keine Geschenke, sondern die Möglichkeit, selbst für sich zu sorgen.

Nicht jeder ist so sozialisiert wie wir beide. Wink


Gott sei Dank.

This post was last modified: 05.10.2016 13:50 by dotakhiin.

05.10.2016 13:49
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Post: #15
RE: Postfaktisch

Skit Wrote:
Was deinen Tipp mit der Denkhilfe angeht, fällt mir nun auf, woran es anscheinend bei manchen hier mangelt, oder wie Kant so schön formulierte:

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

Zum Glück brauche ich keine Leitung von Anderen, um mich meines Verstandes zu bedienen.

In diesem Sinne: Sapere aude!

Deinen Kant hatte ich noch vergessen: schmeiß' ihn in die Tonne. Der Typ ist Gesinnungsethiker und daher nicht für voll zu nehmen.

"aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit" - Ja, blabla.

https://denkanfallkuppel.wordpress.com/2...desstrafe/

Quote:
Es geht hier um die Ethik, die Frage nach dem guten Handeln – und trotz der hohen Anerkennung, und überhaupt erst theoretischen Grundlegung des Personenstatus, des Menschen als freien Wesens, hat Kant die Todesstrafe befürwortet. Ja, Kant war ein Vertreter der Auffassung, dass gewisse Straftaten mit dem Tod des Täters zu bestrafen sind – aus Wiedervergeltung.


https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_...l%C3%BCgen

Quote:
Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen ist ein kurzer Aufsatz von Immanuel Kant aus dem Jahr 1797, in dem er die Auffassung vertrat, dass es selbst bei Gefahr für Leib und Leben kein Recht auf eine Lüge („Notlüge“) gibt.


http://www.heise.de/tp/artikel/41/41064/1.html

Quote:
Immanuel Kant (1724-1804) vereint in sich ebenfalls einen traditionellen Antijudaismus wie auch einen modernen Antisemitismus. Kant bezeichnete die Juden als eine "Nation von Betrügern" und als "Vampyre der Gesellschaft"; außerdem unterstellte ihnen eine "Gemüthsschwäche im Erkenntnißvermögen". Im Anschluss betonte Kant, der bis heute als größter Denker der Aufklärung gefeiert wird: "Die Euthanasie des Judentums ist die reine moralische Religion." Vom Rassismus durchtränkt glaubte der Philosoph auch an eine Hierarchie der Menschen:

"Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Race der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften. […] Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege."
Immanuel Kant

Prost Mahlzeit!


dotakhiin Wrote:
Weil die AfD alle vor sich hertreibt.

Dann müssen die Medienvertreter und Berufspolitiker aber saudumm sein.

dotakhiin Wrote:
Das tun sie ziemlich erfolgreich, denn wir haben keinerlei Erfahrung mit Rechtspopulisten, das ist ein neues Phänomen. Die CDU war lange fähig, alle demokratischen Elemente bis an den rechten Rand einzubinden, diese Bindungskraft hat sie verloren, ja, das liegt aber daran, dass die SPD und CDU beide versucht haben, die Mitte komplett einzunehmen, besonders die CDU hat sehr erfolgreich der SPD ihre Themen abgegraben.

"Demokratische Elemente"?



Sowas läuft heute unter Rechtsextremismus und Geschichtsrevisionismus.

Dabei redet die AfD nicht so, wie der Waigel es damals tat, sondern auf der Grundlage moderner Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Selbst Gestalten wie Höcke, welche mit "Tausend Jahren deutscher Geschichte" ankommen, betrachten die Geschichte viel gesamtheitlicher.

dotakhiin Wrote:
Der AfD die Forderungen abjagen, was ja von CDU bis Linke gemacht hat, funktioniert nicht. Sie ignorieren funktioniert nicht. Wir haben keine Erfahrung im Umgang mit Rechtspopulisten, dementsprechend sind sie derzeit häufig in den Medien, was ihnen Aufwind verschafft.

"Wir"...

Nochmals: ich empfinde es als grundfalsch von "Rechtspopulisten" zu sprechen. Genau da beginnt der Fehler.

dotakhiin Wrote:
Der richtige Umgang mit der AfD wäre, jedes dümmliche Statement ihrer Funktionäre anständig zu zerlegen, wenn sie denn aber konstruktiv kritisiert, diese Kritik auch anzunehmen, eine vernünftige Alternative anzubieten, sie auf den Straßen nicht unwidersprochen laufen zu lassen. Sich mal mit der AfD richtig auseiandersetzen, anständige Rhetoriker in die Talkshows setzen. Leider haben wir wohl keine mehr bei den etablierten Parteien. Ich trau's Steinmeier, Ströbele, Gysi, Trittin, Steinbrück zum Beispiel zu, dass sie den AfD-Menschen kontra geben könnten. Herr Trittin hat das in einer Talkshow schon eindrucksvoll gemacht, mal schauen, ob ich das noch finde. Große Koalitionen und totschweigen bringt nix. Das treibt ihr noch mehr Stimmen zu. Eine gewisse Polarisierung muss sein. Die Zeit der stabilen Mehrheiten für ein Lager sind halt vorbei.

Dummerweise schießen die etablierten Politiker und die Medienfuzzies immer nur gegen irgendwelche Twitter-Geschichten. Sie sind komplett unfähig, eine sachliche Debatte zu führen. Beispielsweise über das Parteiprogramm. Da finden sich nämlich schlechte Punkte, da gibt es angreifbare Thesen!

dotakhiin Wrote:
Man hat halt damals daran geglaubt, sich mitreißen lassen. Jetzt kommt der Kater danach. War's nach der Wende anders?

Das kommt davon, wenn alle Gesinnungsethiker sind und rein emotional argumentieren. - Wenn überhaupt argumentiert wird. Keiner - weder Medien noch etablierte Politiker - sind dazu fähig hier sachlich und vernunftorientiert zu denken und zu handeln.

dotakhiin Wrote:
Och Mensch, das nervt langsam. Ich kann die SED-Keule nicht mehr hören...

Die wird sie bei mir niemals los werden. Die Partei gehörte und gehört aufgelöst. Es ist eine nationale Schande!

dotakhiin Wrote:
Vorweg: Ich mag die Linke nicht wirklich, aber sie hat nicht mehr viel mit der SED zu tun, schau dir doch mal bitte die Funktionäre an. Ja, du hast alte SED-Kader. Ja, sind noch ein paar.


http://forum.ars-regendi.com/wenn-heute-...002-4.html

GeoW Wrote:

Torgai Wrote:
Die Linke ist durch und durch demokratisch und einem 21 Jährigen einen Zusammenhang mit SED und DDR ans Ohr zu labern, zeigt schon die Verzweiflung, dass man nicht auf sachlicher Ebene diskutieren kann.


Schon allein die öffentliche Tolerierung der Partei ist ein Hohn für jeden Demokraten in Deutschland.

Man stelle sich mal vor, die NSDAP hätte eine Nachfolgepartei namens AfD, welche 71 Jahre nach Kriegsende von einem 21-Jährigen verteidigt würde.

Wenn man die SED ins Spiel bringt, dann zeigt dies "die Verzweiflung, dass man nicht auf sachlicher Ebene diskutieren kann". Gleichsam wurde die AfD seit Ihrer Gründung als anti-demokratisch, anti-rechtstaatlich und rechtsradikal dargestellt. Als würde sie die direkte Nachfolge der NSDAP antreten.

Nietzsche redete immer von Doppelmoral: hier ist sie. Alles wird toleriert, solange es "links" ist. Kommt 2013 eine neue demokratische Partei mit alternativer Finanz- und Wirtschaftspolitik, wird diese auf irrationalster Weise angegriffen.

Fakt ist, dass die Linke mit der SED identisch ist, ebenso wie sie auf deren Mitglieder, Strukturen und Wähler zurückgeift.



http://forum.ars-regendi.com/wenn-heute-...002-5.html

GeoW Wrote:

Vehlicks Wrote:
@GeoW, was soll das jetzt bedeuten, das ein Ossi, ein dunkeleutscher die Linke wählt da die alle spinnen? auch wenn die Linke =SED ist, was solls?


Wo habe ich geschrieben, dass die Spinnen? Es ging lediglich darum festzustellen, dass die Linke die Wählerschaft der SED übernommen hat. Noch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sind die Umrisse des Staatsgebiets der DDR durch die Zweitstimmen für die Linke eindeutig erkennbar. Selbst Ostberlin zeichnet sich deutlich ab.

Was solls?

GeoW Wrote:
Schon allein die öffentliche Tolerierung der Partei ist ein Hohn für jeden Demokraten in Deutschland.


Wir leben in einer freien Demokratie und damit hat jeder, auch Sozialisten, das Recht eine eigene Partei zu gründen. Ich empfinde es nur abstoßend, dass die SED nicht aufgelöst wurde und Linke dann eben eine neue Partei gegründet haben.


dotakhiin Wrote:
Wieviele NSDAP-Mitglieder waren denn noch 1960 in allen Parteien? Wir hatten sogar einen Nazi als Bundeskanzler. Bei der AfD ist jede noch so rechte Äußerung okay, "Gründungsphase", "Sturm und Drang, "Provokation", nach links muss aber aufgepasst werden. Das peinlichste Statement dazu war ja nach der Berlinwahl. Die CDU wird eindeutig aus der Regierungsverantwortung rausgewählt und ein CSU-Funktionär schwafelt davon, dass die SPD die Wahl verloren hätte, da ja keine "linke Republik" ausgerufen werden dürfe. Alter, was raucht der?

Die SPD hat 2016 352.430 Stimmen erhalten. 2011 waren es 413.332. Sie hat eindeutig an Stimmen verloren. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass bei früheren Wahlen die CDU die meisten Stimmen geholt hat und die SPD sich zum Wahlsieger kührte, obwohl sie an Stimmen nur gewonnen hat, aber trotzdem noch weniger hatte als die CDU. Was haben die gekokst?

dotakhiin Wrote:
Die Linke in der Regierungsverantwortung ist ziemlich zahm, man schaue in die Länder, in denen sie regiert - bauen die ne Mauer wieder auf, wird da Grundeigentum verstaatlicht, neuer Sozialismus, wo?!

Geht auch ohne weiteres nicht. Wenn die in allen Ländern und im Bund eine Zwei-Drittel-Mehrheit hätten, will ich nicht wissen, was dann geschehen würde.

dotakhiin Wrote:
Nun zu den Medien. Es gibt dediziert linke Medien: taz, manchmal die Zeit, Jungle World, neues deutschland, Bahamas. Die Sueddeutsche und der Spiegel sind auch eher links.
Dann gibt's dediziert bürgerlich-rechte Medien: Focus, die Springerpresse (Bild, Welt etc.), junge Freiheit. Die FAZ ist ebenfalls konservativ. Das Medienbild ist nicht "linksgrün-versifft" - bereits zu Anfang der Krise gab es auch kritische Stimmen in FAZ, Welt und sogar in der Zeit. Und wenn du Widerspruch sehen willst, lies mal die Kommentarspalten auf Facebook oder bei den Medien selbst, da ist schon teilweise richtig widerlich-braune Brühe dabei. umpf

Facebook ist kein professionelles Medium. Die Zeit ist geradezu ein Paradebeispiel für die links-grüne Ideologisierung der Medienlandschaft. Auf den Asozial-Medien (Facebook, Twitter und soweiter) gibt es sowohl rechtsradikale als auch linksradikale Idioten. Ich bin mit Euch hier im Forum schon bedient.

dotakhiin Wrote:
Wenn es euch so ankotzt, dass es mehr linke als rechte Zeitungen gibt (stimmt das überhaupt, wer hat denn welche Reichweite?) - dann ändert was, eröffnet eure eigene Redaktion, vertreibt Zeitschriften, macht einen Blog auf, werdet journalistisch tätig. Aber wenn die Leute das nicht lesen, dann fragt euch bitte mal warum. Das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass die Meinung unbequem ist oder ihr die einzigen Realisten seid.

Ich will keine rechten Zeitungen. Ich will seriöse und neutrale Berichterstattung. Außerdem bin ich kein Journalist. An der von mir erwähnten Studie lässt sich ablesen, dass es neutrale Berichterstattung gibt, aber die Bevölkerung wird von der Mehrheit der Presse, der Mehrheit der Berichterstattung, geradezu ideologisch indoktriniert.

dotakhiin Wrote:
Die komplette Aufhebung von Grenzen wäre so, wie ihr es beschreibt, erstmal Chaos, Anomie. Anarchie ist die Absenz, das Überflüssigmachen von Herrschaft und Kontrolle. Sie wird schlicht nicht mehr benötigt. Chaos und Anomie ist das, was die meisten mit Anarchie meinen. Nur, weil Anarchisten staatliche KOnstrukte und Herrschaftsstrukturen auflösen wollen, heißt das nicht, dass sie auf dem Weg dahin alles in Schutt und Asche legen wollen. Wird oft so gesehen, ist aber bullshit, besonders dann, wenn man mal mit Anarchisten - richtigen Anarchisten, wie z.B. mir. - konstruktiv diskutiert. Klar, man provoziert gerne mal mit Riot und plündern und brandschatzen.

Eine freie Gesellschaft braucht einen Rechtsstaat und damit Gesetze. Ein Staat benötigt immer Herrschaft und immer Kontrolle. Ein Staat braucht kontrollierte Grenzen.

Anarchie und Anomie beruhen auf Gegenseitigkeit.

"Klar, man provoziert gerne mal mit Riot und plündern und brandschatzen." - Ich wünsche Dir den Rechtsstaat auf den Hals.

06.10.2016 11:34
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Post: #16
RE: Postfaktisch

Malone Wrote:
Statistiken für mieses Benehmen sind sind leider selten. Aber wer in sozialen Netzwerken umtriebig ist und den Islam kritisiert, für den sind die 25% gefühlt noch zu gering angesetzt.


hier zum Beispiel argumentiert jemand postfaktisch.

25% werden angenommen, die werden allerdings angezweifelt. Als Argument dass die 25% passen wird dargelegt, dass es gefühlt noch mehr sind. Wenn das nicht genau das ist, was Islamkritikern vorgeworfen wird?

This post was last modified: 06.10.2016 23:00 by Allirion.

06.10.2016 22:58
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RE: Postfaktisch

Postfaktisch heißt, Fakten zu ignorieren. Welche Fakten ignoriere ich denn?


Politischer Test Test site from Ars Regendi for the evaluation and comparison of political alignments

Please post questions always in the forum and do not message them to me!

Autor der Blüte des Zweifels
07.10.2016 00:11
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Post: #18
RE: Postfaktisch

postfaktisch heißt auch, sich seine "Fakten" aus Gefühlen selbst abzuleiten

edit: möglicherweise ist das auch der Grund, warum du anderen unterstellst, Fakten zu ignorieren - weil du Dinge für Fakten hälst die du selbst nach Gefühl abschätzt.

This post was last modified: 07.10.2016 07:54 by Allirion.

07.10.2016 07:43
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Malone
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Post: #19
RE: Postfaktisch

Dazu schrieb ich ja schon in dem anderen Thread, was du womöglich ignoriert hast:

Wenn es keine Fakten oder Statistiken zu einem Thema gibt, soll man dann nicht darüber sprechen? Subjektive Eindrücke von vielen sind dann doch wohl besser als gar keine Information.


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Autor der Blüte des Zweifels
07.10.2016 09:49
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Allirion
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Post: #20
RE: Postfaktisch

nur, dass du deine subjektiven Eindrücke genauso darstellst wie wenn es Fakten wären.

Ich zitiere noch mal den Beitrag um den es ursprünglich ging:

Quote:
Aber da man ihn nur von jedem vierten Moslem hört und nicht von allen (...), sind das nur Einzelfälle.

Damit nimmst du (bzw übernimmst von einem anderer Islamkritiker) eine fiktive Zahl von 1/4 (die, wie du nachher zugegeben hast, nach Gefühl entstanden sein muss, weil es keine sinnvollen Statistiken gibt), um gegen Leute zu argumentieren die euch nicht abnehmen wollen, dass die Anzahl muslimischer Pöbler so hoch ist.
Dass du diese bereits aus der Luft gegriffene Zahl hinterher als "gefühlt zu niedrig" darstellst, setzt dem ganzen nur noch die Krone auf.

Anstatt also mit Fakten zu argumentieren, argumentierst du mit angeblichen Fakten die sich bei näherem hinschauen aber als Gefühl entpuppen. Wenn das mal keine lupenreine Definition von Postfaktizismus ist, dann weiß ich nicht.

07.10.2016 11:34
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