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Reinster Rassimus

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Malone
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Post: #1
Reinster Rassimus

Steter Tropfen höhlt den Stein: Angenommen, in Bayern gäbe es eine einflussreiche Sekte, die Frauen unterdrückt, Apostaten ausgrenzt und unter Druck setzt, ganz bewusst Tiere quält und ihre Kinder mit Höllendrohungen einschüchtert.

Und die zudem nur ihr eigenes Fantasybuch als absolute Wahrheit anerkennt, weil der Autor angeblich allmächtig und allwissend ist. Der aber trotz dieser Potenz höchst menschliche Eigenschaften wie Eifersucht, Eitelkeit und gnadenlosen Sadismus an den Tag legt.

Und deren am meisten verehrter Mensch laut eigener Quellen ein Sklaventreiber, Massenmörder und weiteres ist, was ich nicht schreiben sollte, da es eine, die es vor mir tat, dank europäischer (!) Gerichtsbarkeit ein Vermögen gekostet hat.

Wie würden dann vor allem Linke diese Typen behandeln? Würden sie da religiöse Toleranz fordern oder auf einmal Poppers Toleranzparadoxon für sich erkennen, obwohl der erklärter Antimarxist war?

Nein, ganz im Gegenteil! Sie würden diese Sektierer mit Hohn und Spott überziehen, ihnen alles vorwerfen, was Social Justice Warriors so vorzuwerfen haben, sie ausgrenzen und mit allen Mitteln bekämpfen!

Und warum? Weil sie ihrer eigenen Ethnie angehören! Wenn da Fremde kommen, mit genau so einer Weltsicht, dann erfindet man tausend Ausreden, warum diese nicht zu verurteilen sind, sondern mit kostbarsten Ölen gesalbt werden sollen.

Die meisten, die man zu kennen vorgibt, ohne denen je auf den Zahn gefühlt zu haben, weil man den lieben Frieden nicht gefährden mag, seien ja gar nicht so! Die brechen ja auch schon mal die rigiden Regeln, daher könne die zugrunde liegende Ideologie ja auch gar nicht soooo schlecht sein!

Hä? Wenn ich ein paar Nazis kenne, die äußerst angenehm wirken, und davon gibt es im oberflächlichen Umgang sicherlich viele, dann ist der Nationalsozialismus plötzlich akzeptabel? Dann sieht man edel und großmütig darüber hinweg, was er angerichtet hat und was er anzurichten droht, wenn er wieder zu Macht käme?

Nun, diese fiktive bayrische Sekte würde im öffentlichen Diskurs schonungslos zerfleischt werden. Was auch richtig wäre, denn ihre Weltanschauung wäre nicht ansatzweise kompatibel mit einer freiheitlichen, aufgeklärten Demokratie:

Aber einer ausländischen Sekte mit nicht minder idiotischen und menschenverachtenden Einstellungen hingegen ist man zu schmeicheln geneigt! Das ist wahres rassistisches Denken! Genau das ist Rassismus in Reinform: Gehörst du meiner Ethnie an, dann sei bloß vorsichtig, was du denkst! Gehörst du einer anderen Ethnie an, bekommst du einen Freifahrtschein für jeden noch so verachtenswerten Stuss!


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Autor der Blüte des Zweifels
07.08.2020 22:38
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Post: #2
RE: Reinster Rassimus

Du vergisst dass nicht alle Menschen so logisch denken wie du, übrigens auch im rechten Lager nicht. Man assoziiert mit dem Moslem, meist ein typisches Äußeres und wenn man ein paar Moslems kennt, die nicht allzu negativ aufgefallen sind, denkt man diese Kritik trifft doch nicht zu, die meisten haben diesen Unterschied zwischen Religion und dem Aussehen nicht wirklich durchdrungen.
Aber auch, wenn ein Moslem betrunken eine Frau ungebührlich anmacht, interpretieren die meisten da rein, der Islam sei schul, aber der sagt doch, dass man Alkohol gar nicht trinken darf, also muss man entweder rassische oder soziopolitischen Gründen annehmen.

Ich würde mich mittlerweile als Rassisten bezeichnen, da ich auch rassistische Gründe in Kombination und in gegenseitiger Abhängigkeit mit Soziopolitischen und religiös-ideologischen Gründen für am wahrscheinlichsten halte.


08.08.2020 20:11
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Globaltom
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Post: #3
RE: Reinster Rassimus

Wird das hier die 999 Beitrag zum immer gleichen Thema ?

ich glaube das langweilt nicht nur mich bored


War bei der Europawahl
08.08.2020 20:25
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Bitzoseq
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Post: #4
RE: Reinster Rassimus

Quote:
Der Begriff Rassismus ohne Rassen gehört zu einem von den Sozialwissenschaftlern Étienne Balibar (1992) und Stuart Hall (1989) geprägten Theorieansatz der Rassismusforschung. Er geht dabei von der Existenz eines Rassismus aus, bei dem der Begriff der Rasse nicht verwendet werde. Er ist heute ein weitverbreiteter Topos in der Rassismusforschung.[1] Anstelle des Begriffs Rassismus ohne Rassen werden teilweise auch die Begriffe Kulturalismus[2][3] sowie kultureller Rassismus und Neo-Rassismus verwendet.[...]Danach läge Rassismus vor, wenn eine ausgrenzende Mehrheitsgruppe die Macht besäße, eine Minderheit als nicht „normal“ oder „anders“ zu definieren und sie in ihren Lebensbedingungen zu benachteiligen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen
Natürlich kann sich dann jeder der in was auch immer von den meisten abweicht von Rassismus betroffen fühlen.


14.08.2020 03:03
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Post: #5
RE: Reinster Rassimus

Bitzoseq Wrote:

Quote:
Der Begriff Rassismus ohne Rassen gehört zu einem von den Sozialwissenschaftlern Étienne Balibar (1992) und Stuart Hall (1989) geprägten Theorieansatz der Rassismusforschung. Er geht dabei von der Existenz eines Rassismus aus, bei dem der Begriff der Rasse nicht verwendet werde. Er ist heute ein weitverbreiteter Topos in der Rassismusforschung.[1] Anstelle des Begriffs Rassismus ohne Rassen werden teilweise auch die Begriffe Kulturalismus[2][3] sowie kultureller Rassismus und Neo-Rassismus verwendet.[...]Danach läge Rassismus vor, wenn eine ausgrenzende Mehrheitsgruppe die Macht besäße, eine Minderheit als nicht „normal“ oder „anders“ zu definieren und sie in ihren Lebensbedingungen zu benachteiligen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen
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16.08.2020 22:54
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Post: #6
RE: Reinster Rassimus

Globaltom Wrote:
Wird das hier die 999 Beitrag zum immer gleichen Thema ?

ich glaube das langweilt nicht nur mich bored


Dann widerleg es doch mal. Dann bin ich still. Hoch und halal versprochen Kuss


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16.08.2020 22:56
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Globaltom
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Post: #7
RE: Reinster Rassimus

Malone Wrote:

Globaltom Wrote:
Wird das hier die 999 Beitrag zum immer gleichen Thema ?

ich glaube das langweilt nicht nur mich bored


Dann widerleg es doch mal. Dann bin ich still. Hoch und halal versprochen Kuss

Wohl eher haram oder Makruh.

Was sollen noch bringen was in gefühlt 100 Diskusionen
eh schon geschrieben hab.
Das du einen Narren an der religion mit I gefressen hast ,
muß nicht Teilen , seh das keineswegs als einziges Problem der Welt.


Malone Wrote:

Bitzoseq Wrote:

Quote:
Der Begriff Rassismus ohne Rassen gehört zu einem von den Sozialwissenschaftlern Étienne Balibar (1992) und Stuart Hall (1989) geprägten Theorieansatz der Rassismusforschung. Er geht dabei von der Existenz eines Rassismus aus, bei dem der Begriff der Rasse nicht verwendet werde. Er ist heute ein weitverbreiteter Topos in der Rassismusforschung.[1] Anstelle des Begriffs Rassismus ohne Rassen werden teilweise auch die Begriffe Kulturalismus[2][3] sowie kultureller Rassismus und Neo-Rassismus verwendet.[...]Danach läge Rassismus vor, wenn eine ausgrenzende Mehrheitsgruppe die Macht besäße, eine Minderheit als nicht „normal“ oder „anders“ zu definieren und sie in ihren Lebensbedingungen zu benachteiligen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen
Natürlich kann sich dann jeder der in was auch immer von den meisten abweicht von Rassismus betroffen fühlen.


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Bzw wer is in Deutschland in der Mehrheit ? Und wer in der Minderheit Kopfkratz

Dann wer doch alles klar.


War bei der Europawahl
17.08.2020 01:21
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