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Serienkritik zu StarTrek Discovery

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BuffaloBill
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Billstan
Post: #1
Serienkritik zu StarTrek Discovery

(Enthält Spoiler)
So, nach dem ende der ersten halbe Staffel (es gab sogar ein Semifinale) erlaube ich mir (als eingefleischter Trekkie) eine Kritik zu StarTrek Discovery (gibts auf Netflix zu sehen).

Man muss dazu sagen, das ICH kein Designer bin, und mir dieses Thema auf nicht viel egaler sein könnte. Ich werde mich also explizit NICHT an der Debatte beteiligen, über die Discovery, die Uniformen, die Klingonen und deren Schiffe. Es ist mir ehrlich gesagt schlicht egal, wie die aussehen. Und damit direkt zum Inhalt....

StarTrek goes Future
StarTrek ist wieder dort angekommen, wo man uns eine Zukunft vor die Nase hält. Gene Roddenberry konnte - bei all seiner Genialität - schlicht nicht Abschätzen, wie schnell sich gewisse Technologien durchsetzten würden. Wenn man sich heute, im 2017 eine Episode TOS ansieht, dann muss man über gewisse dinge einfach Schmunzeln. Da musste man notgedrungen etwas nachbessern. Ganz Kanon tauglich ist es nicht aber ein notwendiger Kompromiss. Der schlimmste Ausrutschen (in dem Sinne schlimm, weil man es so einfach hätte vermeiden können) ist ein Holodeck, welches genau 2 Minuten zu sehen ist. Im Nachhinein haben sich die Autoren natürlich mit "Das ist kein richtiges Holodeck" rausgeredet aber in meinen Augen ein Wermutstropfen der nicht hätte sein müssen.

StarTrek machts jedem recht
Die Hauptfigur ist eine schwarze Frau und ich hatte in der ersten Episode noch gewitzelt, dass sie bestimmt auch Homosexuel ist - aber nein, diese Funktion hat man dem Chefarzt und dem Chef Wissenschaftler zugedacht, und hätte damit dann alle Kisches erfüllt. Zur Handlung beigetragen hat das ganze bissher natürlich nur sehr wenig.

StarTrek wird düster
Okok, war es schon vorher, aber DISCo toppt alles. Hier fühlt sich jede eigene Folge nach "In the phale Moonlight" an. Quervergleiche mit Game of Thrones im Weltall" find ich aber übertrieben. Gut die Sicherheitsoffizierin, aber die ist für mich eher ein Beispiel dafür, dass auch in Zukunft es noch dumme Menschen gibt. Das riesige Flotten explodieren sind wir uns dagegen schon von DS9 gewöhnt.

StarTrek und die Vulkanier
Immer wieder wurde eine gewisse Spannung zwischen Vulkaniern und Menschen verortet. Spok, Tuvok und TPol sind Beispiele dafür, wie man dieses Potential hat versucht nutzbar zu machen. Aber sogar Spok - immerhin halb Mensch - zog dir logische seite immer vor und hat kaum je mal emotional reagiert.Sicher nicht 50%, wie es ihm nach Gen-material "zugestanden" währe.
aber endlich haben es die Autoren geschafft. Nach 3 Anläufen. Burnam regier gefühlt in etwa 50% der Fälle logisch und in den anderen 50% emotional. Kritiker werfen ihr zwar vor, dass sie wie ein "Pendel hin und her schlägt" aber eh... leute: GANZ GENAU DAS war der sinn der Sache^^. Sonst hätte man auch gerade einen richtigen Vulkanier oder einen richtigen Menschen hinstellen können. Gut Burnam ist ein richtiger Mensch, aber mit Vulkanischer erziehung.

StarTrek und die Klingonen
eh.... ja... Ihr design und das ihrer Schiffe ist mir Schnuppe - aber was soll den das mit L'Rell? hmmm? Mal sehen sie wechselt in gefühlt jeder zweiten Folge die Gefolgschaft... sehr ehrenhaft doch. Es erinnert mich schon an StarTrek da gab es mal eine Rasse, da wusste man auch nie, woran mal war. Das waren die Romulaner! Nicht die Klingonen! ein kleiner Unterschied - ich weis.

Fazit
Ich mag das neue StarTrek. Es ist unterhaltsam, es ist StarTrek, es ist frisch und es ist Spannend. Solange das so bleibt kann ich euch sogar LRell verzeihen.

This post was last modified: 13.11.2017 21:26 by BuffaloBill.

13.11.2017 21:24
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Bitzoseq
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Post: #2
RE: Serienkritik zu StarTrek Discovery

Vorab ich bin kein großer Kenner.
Nur eine Frage, aber zuvor über mein Interesse an Star Trek: Ich habe die Filme bis Nemesis gesehen (finde aber die meisten ziemlich Lahm) und TOS und TNG: Was mich an diesen Serien (im Gegensatz zu den Filmen) begeistert hat, waren einige Folgen, die die Grenzen unserer Realität anzudeuten versucht haben, wenn z.B. alle Crewmitglieder verschwinden, oder sich in der Evolution zurückbewegen, oder mit höheren Erscheinungen in Kontakt treten u.ä., diese Dinge habe ich aber bei einem der neueren Filme (den ich angefangen hatte) nicht gefunden, es war nur ein Standard Hollywood Film, der halt im Weltraum spielt, und eben Star Trek heißt (es ging mehr um Characterentwicklung und so ein Mist) , wie Du die Serie jetzt beschreibst:

Quote:
Die Hauptfigur ist eine schwarze Frau und ich hatte in der ersten Episode noch gewitzelt, dass sie bestimmt auch Homosexuel ist
[...]
Game of Thrones im Weltall

,
klingt das für mich, als gäbe es das oben Geschilderte und von mir bewunderte nicht.
Ich hoffe Du verstehst was ich meine.


Dieses Dokument wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

This post was last modified: 13.11.2017 21:58 by Bitzoseq.

13.11.2017 21:57
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Billstan
Post: #3
RE: Serienkritik zu StarTrek Discovery

In den Filmen gab es sowas nie - das kann man auch in 2 Stunden nicht unterbringen.

Eine Serie dagegen kann hat und soll mehrere Handlungsstränge haben. Einen den ich bisher unterschlagen habe ist die Geschichte mit dem experimentellen Sporenantrieb.

Das ist ein Antrieb der mit Pilzsporen funktioniert. Das gab natürlich einige Lacher im Fandom, aber unter dem Strich ist es eigentlich nicht weniger Sinnvoll als "eine Materie / Antematerie Reaktion (Warp). Grosser Nachteil der Technologie ist, dass man einen Navigator braucht, der mit den Sporen interagiert.

Im ersten Teil der halbSerie wird ein Weltraum Tierchen dazu missbraucht, welches das kann - das stirbt dann fast an den Qualen durch die Experimente. Danach implementiert sich der Chef Wissenschaftler die DNA dieses Tierchens und wird dadurch selber zum Navigator.

Diese Storyline braucht aber 9 Folgen um endlich interessant zu werden (deshalb hätte ich sie fast vergessen). Im Halbfinale macht der Kapitän deutlich, dass er auf Grund der bissherigen Resultate glaubt, dass man eventuell auch durch verschiedene Dimensionen Springen könnte.

Leider erleidtet der Navigator am ende der Episode einen Nervenzusammenbruch (oder so was ähnliches) aufgrund der Auswirkungen des Antriebes. Cliffhanger bis im Januar muss sein.

Gerüchte behaupten, dass der letzte Sprung (bei dem der Navigator zusammengebrochen ist) die ganze Discovery ins so genante Spiegeluniversum (welches aus anderen Serien bekannt ist) geführt haben dürfte, aber da werden wir auf Januar warten müssen.

14.11.2017 09:09
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Westterra
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Post: #4
RE: Serienkritik zu StarTrek Discovery

BuffaloBill Wrote:
StarTrek goes Future
(in dem Sinne schlimm, weil man es so einfach hätte vermeiden können) ist ein Holodeck, welches genau 2 Minuten zu sehen ist. Im Nachhinein haben sich die Autoren natürlich mit "Das ist kein richtiges Holodeck" rausgeredet aber in meinen Augen ein Wermutstropfen der nicht hätte sein müssen.


Auf der TOS Enterprise gab es auch schon ein Holodeck. Es konnte nur damals nicht gezeigt werden.
In der Animationsserie wurde es gezeigt und die ist mittlerweile Kanon.

Der gezeigte Holodeck ist wahrscheinlich eine frühere Version des TNG Holodeck.


Die Klingongen gefallen mir. Wenn sie Haare hätten würden sie fast wie die TNG Klingonen aussehen.


DIES ist der Link zu meiner Facebook Seite, wo ich euch über meinen Blog informieren werden.

16.11.2017 11:59
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Bitzoseq
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Post: #5
RE: Serienkritik zu StarTrek Discovery

Zu den Klingonen: Hat man in Deep Space Nine das unterschiedliche Aussehen zwischen den Klingonen aus TOS und den 90iger Serien so erklärt, dass es sie in der TOS Form irgendwie genetisch modifiziert wurden. Wie will man das jetzt erklären?


Bzw. ich finde noch Bilder wo die bissjen anders aussehen:


Im übrigen verstehe ich nicht warum man an den Kilngonen überhaupt festhält: alle Folgen in denen es um Klingonen geht, sind stinklangweilig und Unnötig, finde zumindest nicht dass das besonders interessant ist, vielleicht hab ichs auch einfach nicht verstanden.


Dieses Dokument wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

This post was last modified: 16.11.2017 14:56 by Bitzoseq.

16.11.2017 14:54
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