Ich frage mich gerade, in welcher Zeile ein 60-jähriger Ein-Euro-Jobber in die Statistik einfließen würde.

Welche Qualität haben eig. die neu geschaffenen Arbeitsplätze (falls überhaupt welche geschaffen sind)? Ist das Zeitarbeit? Befristet? Gering entlohnt?



@adder und öffentlich rechtliche Medien
Das will ich so nicht stehen lassen. Welche Programme genießen denn das höchste Ansehen? Öffentlich rechtliche Sender wie ARTE, PHOENIX, die Tagesschau von ARD, ZDF. Leute, die sich das "miese" Fernsehprogramm nicht mehr ansehen wollen, schauen noch am Ehesten öffentlich-rechtlich.
Es gibt auch öffentlich rechtliche Radiosender mit guten Programmen.

Quote:
Was glaubst Du wohl, was eine Zeitung, die sich ausschließlich über diese Verkaufserlöse finanzieren würde, für Meldungen bringt? Genau: die, die die Leser interessieren.

Im besten Fall das. Im schlechteren Fall die billigen Meldungen, mit wenig Rechercheaufwand. Und private Printmedien (insbesondere Zeitungen) stehen unter enormem Kostendruck - da viele Leute heute online lesen, brechen Verkaufszahlen der gedruckten Ausgabe ein. Die Online-Monetarisierung der eigenen Inhalte stellt Zeitungen vor Probleme. Das erklärt vielleicht manchmal auch den Fokus der Berichterstattung:
Über einen Terroranschlag zu berichten geht viel einfacher, als herauszufinden, ob die Maghrebstaaten nun sichere Herkunftsländer sind, oder nicht. Im ersten Fall fragt man ein paar Leute - im zweiten Fall muss man mehrere Länder und Bewohner einschätzen können und sich mit der Geschichte der Länder intensiv auseinandersetzen.

Quote:
Öffentliche Zwangsfinanzierung? Die sorgt aber nicht dafür, dass die Medien die Wünsche der Leser/Seher/Hörer nach wahrhafter, qualitativ hochwertiger und meinungsfreier Berichterstattung honorieren. Sondern ganz im Gegenteil die Wünsche der "finanzierenden" Politiker nach Volkserziehung.


Ich lese daraus eine Angst vor von Politikern bestimmten Medien. Es gibt qualitativ hochwertige öffentlich rechtliche Medien, die auch kritisch gegenüber der Regierung berichten. Durch die öffentliche Finanzierung wird sichergestellt, dass es auch in Zukuft Medien gibt, die sich eine aufwändige Recherchearbeit leisten können.(z.B. Pressevertreter in allen relevanten Gegenden der Welt zu halten kostet Geld, internationale Presse zu lesen und zu übersetzen, Hintergrundrecherchen, alles zu bewerten und und und.).
Mit allzu kleiner Auflage geht das nicht.
Ich persönlich will private UND öffentlich rechtliche Medien haben.

Wer will schon immer hoch anspruchsvolles? Ein guter Spielfilm tuts manchmal auch. Bei den öffentlich-rechtlichen UND den privaten Sendern.
Free-TV-Premieren von Ehemals-Kinofilmen gibts ja z.B. meist auf privaten Fernsehsendern. Der Erfolg von Online-Musik wurde auch von privaten Radiosendern vorangetrieben. Private Medien tragen auch zur Medienvielfalt im Lande bei, ebenso wie öffentlich-rechtliche.