Malone Wrote:
Ja, aber manchmal - vor allem dann, wenn rasch Entscheidungen getroffen werden müssen - heißt es: Butter bei die Fische. Ständiges Abwägen führt dann mit Sicherheit in die Bredouille. Es ist eine Frage der Reife zu erkennen, wann man sich - wenn auch weiter unter Vorbehalt - festlegen muss. Diese geht vielen Schöngeistern völlig ab.

Es geht den Philosophen ja auch nicht darum zu einem handfesten Ergebnis zu kommen, da hast du schon Recht Wink
Entscheidungen müssen von Entscheidungsträgern getroffen werden, allerdings nie ohne Kompromisse einzugehen.
Wenn Gefahr im Verzug ist, muss natürlich rasch entschieden werden und da hilft einem das Bauchgefühl mehr (unbewusst trifft man eine Entscheidung ja sowieso quasi sofort). Allerdings muss das dann immer noch später korrigierbar sein, wie du ja auch schreibst.

Ich persönlich bin aber eher Philosophin (Geisteswissenschaftlerin) als Entscheiderin. Das muss man bei meinen Aussagen berücksichtigen -- sie sind nicht per se politischen* Charakters Wink

*politisch im proklamatorischen Sinne nicht, im aristotelischen Sinne aber teilweise schon; d.h. praktische Einsicht betreibend, d.h. die Dinge derart abwägen, dass sie für die Gemeinschaft (Polis) gerecht sind. Auf die Art sind auch Erkenntnisse mEn derart abzuwägen, dass sie gerecht im Sinne von 'mehrere Blickrichtungen einbeziehend' sind. (Nur dass sie bei mir natürlich theoretischer Natur sind, da ich keine politische Position innehalte und damit praktisch gesehen natürlich auch nach Aristoteles nicht politisch sind)