Unfassbare Überschrift vom Handelsblatt: "Flüchtlinge erweisen sich als Segen für die Konjunktur". Die Erklärung: "Einen überdurchschnittlichen Wachstumsbeitrag leistete, was die Nachfrageseite angeht, der Staat. Weil dieser wegen des starken Zustroms Schutzsuchender seine Ausgaben kräftig ausweitete, nahm der sogenannte Staatskonsum um 4,2 Prozent zu." Man sollte meinen, gerade das Handelsblatt möchte intelligentere Leser nicht vergrätzen. Pustekuchen! Hier wird als Gewinn gefeiert, dass der Staat den einen - die es verdient haben - was wegnimmt, um es x-beliebigen anderen aus aller Welt zuzuteilen, die es hier verkonsumieren müssen, was natürlich den Privatkonsum hochschnellen lässt. Aber - für die Begriffsstutzigen - wenn der Staat es nicht zwangsweise den Verdienten wegnähme, dann hätten die mehr Anreiz zu Leistung oder Investition. Und wenn er es jenen schon wegnehmen will, dann könnte er den Profit auch auf Einheimische umverteilen, auf Rentner, unverschuldet Arbeitslose, alleinerziehender Mütter, die dann ebenso den Großteil ihres "Zusatzverdienstes" in den Verbrauch einfließen lassen und damit die "Wirtschaft ankurbeln" würden. Ich wüsst keine andere Schlagzeile, die besser verdeutlichen könnte, wie sehr man auf Massenverblödung spekuliert und gleichzeitig von ihr als gegeben ausgeht.