Wieder ein bisschen Medienbeobachtung aus dem Zwangsfernsehen:

In den Nachrichten wurde mehrfach die Meldung gebracht, dass die Alternative nicht auf dem Kirchentag aufs Podium dürfe. Inklusive der Erklärung eines Pfaffen, dass man nämlich Rassisten und Antisemiten keine Bühne bieten wolle. So kann man mit einer verleumderischen Äußerung, die allenfalls eine Randnotiz aber keine Hauptmeldung wert wäre, dem Wahlvolk abermals die Verwerflichkeit des politischen Gegners einschärfen.

Und während die Privaten Merkels Anfall bei der Nationalhymne ohne Sichtbehinderung in vollem Ausmaß zeigten, erschien er im Zwangsfernsehen aus der anderen Perspektive: mit Selenskyj direkt davor, so dass man die Gottkanzlerin kaum erkennen konnte. Und es wurde auch nur der Anfang gezeigt. Könnte man aus Anstand so handhaben. Aber wenn es Gauland gewesen wäre?

Tja, so kann man mit der Auswahl der Nachrichten und Bilder ganz ungehemmt Propaganda machen.